Die Liga der Siebzehn 1: Unter Strom – Richard Paul Evans

Klappentext:
Der 14-jährige Michael fällt vor allem durch sein Tourette-Syndrom auf. Wegen seiner unkontrollierten Tics wird er immer wieder zum Mobbingopfer seiner Mitschüler.

Was ihn jedoch wirklich einzigartig macht: Durch seinen Körper fließt Strom! Und als er eines Tages genug von den Schikanen hat, verpasst er einigen Leuten einen heftigen Stromschlag. Doch Michael ist nicht der Einzige, der über eine besondere Macht verfügt. Schon bald geraten sie alle ins Visier einer gefährlichen Akademie …


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Titel: Die Liga der Siebzehn: Unter Strom
Autor: Richard Paul Evans
Verlag: Bastei Entertainment
Seiten: 384
ASIN: B00CO8SMH4
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Der 15-jährige Michael ist vom Tourette-Syndrom geplagt und steht damit ganz oben auf der Mobbingliste seiner Mitschüler. Theoretisch kann er sich wehren, sein Körper ist einzigartig, doch seine Mutter verbietet es ihm. Keiner soll wissen, welche Kraft in Michael schlummert, zu groß ist die Gefahr vor … vor was?

Schreibstil:
Richard Paul Evans schafft es, einen bezaubernden Jugendroman zu schreiben, der nicht nur spannend, sondern auch sehr persönlich ist. Der Autor leidet, wie sein Protagonist Michael, selbst an Tourette. Somit schafft er einen interessanten Einblick und gibt die Gefühle von Michael sehr bewegend wieder. Das gesamte Buch ist flüssig geschrieben und lässt sich schnell lesen, die Spannung wird gut aufgebaut und gehalten. Schade finde ich das offene Ende, aber im Oktober 2014 erscheint Teil 2 😉

Charaktere:
Michael hat mir sehr gut gefallen. Ein Protagonist mit kleinem Schönheitsfehler, welcher ihn umso sympathischer macht. Das Thema, welches der Autor damit anspricht, ist für ein Jugendbuch gewagt, aber hervorragend umgesetzt. Michael zeigt deutlich, was diese Krankheit bedeutet und wie betroffene und nicht betroffene damit umgehen.

Ostin, Michals Freund, ist ein toller Kerl. Er ist der typische Streber, aber irgendwie doch ganz anders. Er weiß alles, aber nicht auf die eklige Art. Ich mochte ihn sehr und freute mich für Michael, dass er so einen Freund hat.

Taylor, die Cheerleaderin, ist ein typisches Highschool-Mädchen, aber sie entwickelte sich gut. Es machte Spaß ihr zu folgen und mit ihr durch die Geschichte zu wandern. Allerdings erschien sie mir immer etwas jünger als die beiden Jungs. Sie wirkte noch nicht ausgereift und puppenhaft.

Cover:
Das Cover ist großartig. Ein Junge umgeben von Blitzen / Elektrizität. Da ist „Spannung“ garantiert 😉

Fazit:
Ein wundervolles, spannendes Jugendbuch, welches mir eine tolle Lesezeit beschert hat. Ich vergebe 5 Sterne für die Idee sowie Umsetzung und empfehle das Buch an alle, die gerne Bücher über Freundschaft, besonderen Fähigkeiten und Action lesen.

Testkörper – Heleen van Royen

Klappentext:
»Denken Sie jetzt nicht an Sex.«

Zu Diensten: Victoria, 27, Männertesterin, ehrgeizig, mehrsprachig, erfolgreich. Wer fremdgeht, wird von ihr bestraft. Sie arbeitet für eine internationale Elite-Klientel. Nüchtern und professionell liefert sie Beweismaterial an ihre Auftraggeber. Aber damit fängt ihre ganz private Mission erst an …


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Titel: Testkörper
Autor: Heleen van Royen
Verlag: Krüger
Seiten: 320
ISBN: 978-3810516299
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir
 nicht

Hätte man mir gesagt, ich soll einen Roman namens „Testkörper“ schreiben, in dem eine 27-jährige Protagonistin Männer auf Bestellung testet und bestraft. Tja dann hätte ich einige Szenen wohl exakt so geschrieben wie es Heleen van Royen getan hat. Nun habe ich den Roman leider nicht geschrieben, denn das, was die Autorin sonst noch in ihrem Buch geschrieben hat, hat mir nicht gefallen. Aber ich fange mal vorne an:

Inhalt:
Victoria ist 14 Jahre jung als ihr Vater stirbt. Ihre Mutter versucht sich nach einiger Zeit mit einem neuen Mann zu trösten. Leider hat sie kein gutes Händchen dafür und erwischt immer nur die falschen. Victoria beschließt darauf Männertesterin zu werden. Sie setzt ihren Körper gekonnt ein und verdient damit ihr Geld …

Schreibstil:
Ironisch, spritzig, vulgär ist der eine Teil dieser Geschichte, der andere ist langweilig, langatmig, männerhassend. Ich weiß nicht, wie ich es anders beschreiben soll. Für mich wirkte dieses Buch irgendwie zweigeteilt. Die Szenen, in denen Viktoria ihren Körper einsetzt, sind interessant, die anderen, also ihre persönliche Geschichte, ist so lieblos und unpassend, dass ich das Buch immer wieder weggelegt habe.

Charaktere:
Viktoria gefiel mir gut. Ihre Art mit ihrem Körper umzugehen und diesen bei der Arbeit einzusetzen ist klasse. Wie sie ihre Arbeit verbringt hat etwas spezielles. Ihr Privatleben und ihre Psychose – ich nenne das jetzt einfach mal so – haben mich genervt. Ich kann nicht verstehen, wie man so gegen etwas sein kann. Sie war mir zu schwarz-weiß in einigen Dingen.

Sophia, Victorias Mutter, benötigt dringend eine Therapie. Diese Frau hätte ich am liebsten nur geschüttelt und eingewiesen. So verbohrt, teilweise egoistisch und lieblos, das brauche ich nicht.

Oma Donna war super süß, so sollte eine Oma sein: schrullig und irgendwie immer für einen da.

Cover:
Das Cover ist genial! Es ist erst auf den zweiten Blick zu erkennen, dass es sich hierbei um einen Apfel handelt 😳

Fazit:
Testkörper ist ein Buch, welches zum Nachdenken anregt. Wollen wir wirklich immer alles wissen? Müssen wir alles wissen? Sind alle Männer untreu und Frauen hinterhältig? Ironisch geschrieben mit viel biss – so sollte das Buch sein – dies konnte ich so nicht immer herauslesen und war teilweise schockiert über das kaputte Leben der Protagonistin. Eine Leseempfehlung gebe ich bei diesem Buch nicht, aber 2 Sterne: eines fürs Cover und der zweite für die Testkörper-Idee.

Der Hof – Simon Beckett

Klappentext:
Das Böse wirft keine Schatten

Ein abgelegener, heruntergekommener Hof in Südfrankreich. Es ist brütend heiß. Fliegen umschwirren die grunzenden Schweine, die im Dreck nach Futter stöbern. In der baufälligen Scheune liegt der junge Engländer Sean mit einem zerfetzten Fuß. Auf der Flucht vor der Polizei ist er in eine rostige Eisenfalle getreten, aufgestellt von Arnaud, dem Besitzer des Hofes, der keine Fremden auf seinem Land duldet. Sean darf dennoch bleiben, wenn er mitarbeitet. Er nimmt das Angebot an, denn eine Rückkehr nach England kann er nicht riskieren – und auch wegen Arnauds Tochter Mathilde, die ihn so hingebungsvoll pflegt. Aber deren verführerische kleine Schwester ist völlig unberechenbar, ebenso wie der tyrannische Arnaud. Irgendetwas stimmt hier ganz und gar nicht, und Sean will es herausfinden. Doch das Geheimnis der Arnauds ist nicht nur dunkel, sondern auch tödlich …


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Titel: Der Hof
Autor: Simon Beckett
Sprecher: Johannes Steck
Verlag: argon Verlag
ISBN: 978-3839813010
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut hören

Inhalt:
Der Engländer Sean reist von England nach Frankreich, auf der Flucht vor der Polizei gerät er in eine gesundheitliche Notlage und findet Unterschlupf bei den Arnauds. Doch so gastfreundlich wie es scheint ist diese Familie nicht …

Stil:
Mein erster Beckett und so begeistert bin ich nicht. Die Geschichte plätschert so dahin und von Spannung ist weit und breit nichts zu spüren. Einzig Johannes Steck macht dieses Hörbuch zu einem Erlebnis. Die düstere Atmosphäre des Hofes ist durch seine Stimme spürbar und das Leben, welches er den Charakteren einhaucht, ist sehr gelungen.

Charaktere:
Vom Protagonisten Sean halte ich nicht viel. Er ist zu nichts sagend / einfach evtl. sogar naiv. Wenn es nach mir gegangen wäre, hätte ich ihn den Schweinen zum Fraß vorgeworfen, damit wenigstens etwas passiert.

Fasziniert hat mich dagegen Mathilde. Diese starke Frau, die immer wusste wie sie mit allen umzugehen hatte und sich trotz ihrer Weiblichkeit auch bei den Männern behaupten konnte.

Cover:
Das Cover ist absolut nichts sagend, ein alter verlassener Hof oder ein Teich im Wald hätten besser gepasst.

Fazit:
Ein nettes Hörbuch für zwischendurch. Durch die Stimme von Johannes Steck ist das Hören eine Freude und macht den einfachen Plot wieder wett. Eine Empfehlung spreche ich an Hörer aus, die die Stimme von Steck sowie dahinplätschernde Geschichten mögen.

Maddie 02: Der Widerstand geht weiter – Katie Kacvinsky

Reiheninfo:
Die Rebellion der Maddie Freeman
Der Widerstand geht weiter
Immer das Ziel im Blick

Klappentext:
Auch nachdem Maddie bei ihrem Bruder in L.A. eingezogen ist, setzt sie ihren Kampf fort. Gemeinsam mit Justin hilft sie Jugendlichen, die der Digital School den Rücken kehren wollen. Doch dann wird Maddie geschnappt und von der Polizei in eine Jugendstrafanstalt gesteckt. Hier werden alle inhaftiert, die sich gegen das System stellen. Isolationshaft und Gehirnwäsche sind im Gefängnis an der Tagesordnung und der Wille der meisten Insassen wird innerhalb kürzester Zeit gebrochen. Maddie ist lange standhaft! Doch die Haftbedingungen zermürben auch sie und schließlich ist sie kurz davor, aufzugeben. Wie soll sie alleine im Gefängnis gegen die übermächtig erscheinenden Gegner bestehen? Erst als der junge Aufseher Gabe ihr zu verstehen gibt, dass er auf ihrer Seite steht, schöpft Maddie neue Hoffnung. Aber um das System zu besiegen, muss sie sehr weit gehen …


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Titel: Maddie – Der Widerstand geht weiter
Autor: Katie Kacvinsky
Verlag: Boje
Seiten: 385
ASIN: B00AR7SZV2
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

Inhalt:
Nach „Der Rebellion der Maddie Freemann“ geht der Widerstand gegen die Digital School in diesem Buch weiter. Maddie kann es einfach nicht lassen und stiftet auch in LA wieder Unruhe. Sie wird geschnappt und landet im Umerziehungscenter …

Schreibstil:
Leider ist Ausdruck sowie Logik immer noch zu oberflächlich und teilweise nur für Kinder geeignet. Wer beim Lesen denkt, wird sich schnell langweilen bzw. den Kopf schütteln. Dennoch ist die Geschichte interessant und zeigt wunderbar die Gefahren der Digitalisierung und die Gefahr für Andersdenkende.

Charaktere:
Maddie ist immer noch naiv, entwickelt teilweise Superkräfte und scheint Folterungen (über Monate hinweg) binnen Minuten verdrängen zu können. Das funktioniert so nicht 🙄

Justin, der älter und reifer als Maddie sein sollte, scheint alles von ihr super zu finden, irgendwie unrealistisch – oder Liebe macht halt doch blind 😕

Auch mit den anderen Charakteren hatte ich wieder meine Schwierigkeiten, sie nehmen entweder alles hin oder rebellieren. Gründe für ihr Verhalten gibt es keine. Leider eine Schwarz-Weiß-Zeichnung, die ich nicht nachvollziehen kann.

Cover:
Das Cover finde ich wieder gelungen: die verdrahtete Person.

Fazit:
Der zweite Teil von Maddie ist reich an Action, brutal und zeigt mehr Gefahren der Digitalisierung und die Abhängigkeit. Leider gibt es keine Besserung, was die Charaktere angeht, daher nur 3 Sterne.

Ich bin die Nacht – Ethan Cross

Klappentext:
Mein Name ist Francis Ackerman junior. Ich bin das, was man gemeinhin einen Serienkiller nennt. Doch ich töte nicht wahllos, und jedes meiner Opfer bekommt eine faire Chance, denn ich fordere es zu einem Spiel heraus. Wer gewinnt, überlebt. Ich habe noch nie verloren. Die meisten Menschen werden mich verabscheuen. Einige, die mir ähnlich sind, werden mich verehren. Aber alle, alle werden sich an mich erinnern. Mein Name ist Francis Ackerman junior. Ich bin die Nacht, und ich möchte ein Spiel mit Ihnen spielen.


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Titel: Ich bin die Nacht
Autor: Ethan Cross
Verlag: Bastei Luebbe
Seiten: 400
ASIN: B00COMUCMS
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

Inhalt:
Francis Ackermann Junior, ein Serienmörder, erschaffen von seinem eigenen Vater, treibt sein Unwesen…

Schreibstil:
Der Schreibstil ist einfach, lässt sich daher gut lesen und bleibt trotz einiger Fehler spannend. Der Ausdruck ist für einen Thriller passend, blutig, brutal.

Charaktere:
Francis, der mir das gesamte Buch nicht wirklich psychopathisch erschien, ist ein eigenartiger Typ. Er wurde von seinem Vater als „Serienmörder“ ausgebildet. Durch perverse Versuche wurde Francis zum töten animiert und lebt dieses antrainierte Verhalten weiterhin aus. Das macht ihn zu einem Menschen, der nicht gemocht werden kann, aber durch bestimmte Züge, die er immer mal wieder zeigt, änderte sich meine Meinung immer wieder. So zeigt Francis Wahnvorstellungen und schreit nach Hilfe. Er ist ein Charakter, der gut aufzeigt, was in einer gequälten Seele passiert.

Marcus, ein „ausrangierter“ Polizist, der ausversehen die Bekanntschaft mit Ackermann macht, ist mir das Buch über suspekt geblieben. Er widerspricht sich immer wieder, bleibt seinen Vorgaben nicht treu und scheint daher unsympathisch.

Die anderen Charaktere waren mir teilweise zu überzeichnet und somit nicht wirklich greifbar. Sie handelten entweder nicht rational oder zu vorhersehbar.

Cover:
Das Cover finde ich interessant, aber nicht herausstechend.

Fazit:
Ein netter Thriller, welcher in „Ich bin die Angst“ fortgesetzt wird. Das Ende ist, für mich persönlich, zu „offen“ und macht nicht unbedingt Lust auf den nächsten Teil. Auch haben mich ein paar Ungereimtheiten in diesem Buch gestört, welche die Spannungskurve unterbrachen. Daher gibt es von mir nur 3 Sterne. Eine Leseempfehlung spreche ich bei „Ich bin nicht Nacht“ nicht aus, da ich keine Ahnung habe, wem ich das Buch empfehlen könnte.