Stolz und Vorurteil – Jane Austen

Klappentext:
Janes Austens berühmtester Roman

Im England des ausgehenden 18. Jahrhunderts steht die junge und schöne Elisabeth Bennet vor einer großen Lebensentscheidung: der Wahl eines geeigneten Heiratskandidaten. Ihr allzu stolzes Wesen jedoch vernebelt ihr ein ums andere Mal den Blick, bis sie nach vielen Verwicklungen schließlich doch die Liebe ihres Lebens findet. Jane Austens berühmtester Roman »Stolz und Vorurteil«, der 1813 erschien, krönt die erste Schaffensphase der englischen Autorin und sicherte ihr einen Platz in den Annalen der Weltliteratur.


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Titel: Stolz und Vorurteil
Autor: Jane Austen
Verlag: Anaconda
Seiten: 361
ISBN: 978-3866471788
Meine Bewertung: 3 Sterne

Inhalt:
Mrs. Bennet versucht verzweifelt für ihre 5 Töchter geeignete Ehemänner zu finden. Durch ihre Dummheit versagt sie dabei völlig…

Schreibstil:
Jane Austen war eine wundervolle Schriftstellerin, durch ihren Witz, die Gabe ihre Mitmenschen genau zu beobachten und dies geschickt niederzuschreiben ist jedes Werk von ihr ein must read! Allerdings sollte dabei auf die Übersetzung geachtet werden. Bereits im April 2012 habe ich Stolz und Vorurteil – damals noch als E-Book vom Null Papier Verlag – gelesen und war bitterlich enttäuscht von der Übersetzung. Nun, knappe 2 Jahre später, gebundenes Buch, gleiche Übersetzerin. Darauf habe ich nun wirklich nicht geachtet, aber die Rechtschreib- und Ausdruckfehler sind haften geblieben. Wahrlich gruselig!

Charaktere:
Mrs.. Bennet, die so vertrottelt ist, dass sie einer Komödie entsprungen scheint, brachte mich immer wieder zum lachen. Ihr Mann dagegen war immer ruhig und nur durch seinen Stolz ertrug er dieses Weib.

Jane, die älteste Tochter, bestach durch ihre Vernunft und ihren ruhigen Charakter. Elisabeth, ihre jüngere Schwester, punktete durch ihre stolze, vernünftige und kaltschnäuzige Art. Lydia, die jüngste Tochter ging mir regelrecht auf den Keks, aber selig sind die Verrückten, sie merken ihre eigene Nervigkeit nie 🙄

Mr. Collins, der überdrehte Cousin der Bennets war ein wahrer Sonnenschein. Durch seine Art alles zu kommentieren passt er perfekt in sein Amt als Pfarrer und ich habe die Seitenlangen Briefe von ihm an seine Familie genossen.

Mr. Bingly und Mr. Darcy, die beiden Herren von nebenan, gefielen mir ausgesprochen gut. Gerade an Darcy hatte ich meine wahre Freude.

Fazit:
Ein wundervoller Roman, der mit einer anderen Übersetzung sicherlich um vieles besser ist, daher erhält dieses Buch – wie bei meiner ersten (E-Book) Bewertung nur 3 Sterne.

Schoßgebete – Charlotte Roche

Klappentext:
Am liebsten tagsüber und Fenster zu wegen der Nachbarn. So mag es Elizabeth. Ihr Mann macht die Heizdecken auf dem Bett an, dann kann’s losgehen. Sie fährt sofort mit der Hand rein in Georgs XXL-Yogahose. Und ab hier betrügt sie ihre Männer hassende Mutter, die ihr beibringen wollte, dass Sex etwas Schlechtes sei. Hat aber nicht geklappt, Glück für Elizabeth, Glück für Georg. Aber Sex ist ja nicht alles, es gibt auch noch das Essenkochen für ihre Tochter Liza, und es gibt den Exmann, Lizas Vater. Keine geringe Rolle spielen auch ihre Ängste und ihre schrecklichen Eltern. Wobei diese Themen für Elizabeth seit dem Unfall immer zusammengehören.


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Titel: Schoßgebete
Autor: Charlotte Roche
Sprecher: Charlotte Roche
Verlag: OSTERWORLDaudio
Länge: 284 Seiten / 9 Std. 41 Min. (ungekürzt)
ISBN: 978-3869521435
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

Nachdem ich 2010 bereits den ersten Roman von Charlotte Roche, „Feuchtgebiete“, mit einem gewissen Ekel gelesen hatte, musste ich mir nun auch ihr zweites Werk zu Gemüte führen.

Inhalt:
Elizabeth, ist 33 Jahre alt, und lebt in einer Beziehung mit einem älteren Mann. Sie hat einen ausgeprägten Vaterkomplex und noch andere psychische Probleme. Sie schildert in „Schoßgebete“ ihren Alltag mit ihrem Mann, dessen Vorlieben, und den wöchentlichen Gang zu ihrer Psychologin. Mit Frau Dr. Drescher spricht sie über alles …

Stil:
Der Stil von Roche ist unverändert derbe, aber auch tiefgründig und traurig. So schildert sie lange und ausführlich wie ihr Mann „es“ gerne mag, aber auch das sie andere Vorlieben hat, die sie sich nicht auszuleben traut. Sie spricht über Eifersucht, Verlustängste und Depressionen. Die Thematik ist bedrückend und dann auch wieder humoristisch dargestellt, dass ich teilweise nicht wusste wo ich das Hörbuch einordnen sollte.

Charaktere:
Elizabeth ist eine sehr kranke Persönlichkeit. Mit ihrem Vaterkomplex und der großen Eifersucht gehört sie in Therapie. dort ist sie bereits, aber ob es wirklich etwas bringt? Sie macht alles für Georg, aber ich hatte das Gefühl, dass sie nicht glücklich ist.

Georg wäre kein Mann für mich, irgendwie Sexbesessen und egoistisch konnte ich ihn nicht leiden.

Cover:
Was das Cover mit dem eigentlichen Hörbuch zu tun hat frage ich mich noch immer …

Fazit:
Ein Buch mit vielen Facetten über Sexualität, Eifersucht, Depression und alltäglichem Familienstress. Mir war „Schoßgebete“ zu depressiv und teilweise Frauen verachtend, daher nur 2 Sterne.

Verstand und Gefühl – Jane Austen

Klappentext:
Jane Austens ergreifender Roman über Sinn und Sinnlichkeit

Jane Austens berühmtes Sittengemälde »Verstand und Gefühl« ist eines der meistgelesenen Werke der frühviktorianischen Literatur. Der Roman entstand bereits um 1795, erschien jedoch erst 1811 und war das erste Buch, mit dem Austen ins Licht der Öffentlichkeit trat. Hauptfiguren der ergreifenden Geschichte sind die jungen Schwestern Elinor und Marianne Dashwood, die auf ihrer Suche nach Liebe und ehelicher Geborgenheit zwischen Vernunft und Herzensregung hin- und hergerissen sind.


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Titel: Verstand und Gefühl
Autor: Jane Austen
Verlag: Anaconda
Seiten: 438
ISBN: 978-3866472983
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Es fällt mir immer wieder schwer Klassiker gerecht zu beurteilen oder das, was mir besonders gefallen hat, herauszustellen. Aber ich will es trotzdem versuchen:

Der alte Mr. Dashwood verstirbt. Er hinterlässt seine Frau mit 3 Töchtern und einen Sohn mit seiner Familie. Noch auf dem Sterbebett nimmt Mr. Dashwood seinem Sohn das Versprechen ab, sich um die Frauen zu kümmern. Doch es kommt alles anders: Neid und Missgunst vertragen sich nicht mit dem Gefühl der Liebe …

Jane Austen schreibt mit viel Raffinesse und Scharfsinn. Sie scheint ihre Umgebung sehr genau beobachtet zu haben und brachte mich nach anfänglichen Schwierigkeiten, mit dem hypotaktischen Satzbau, in eine andere Welt.

Besonders gefallen haben mir Elinor (Verstand) und Marianne (Gefühl), die beiden Dashwood-Schwestern. Die beiden können unterschiedlicher nicht sein, aber sind dennoch so toll was ihre Harmonie angeht.

Was ich sehr beeindruckend fand, waren die damaligen Verhältnisse, wie doch gelogen und geschleimt, was alles verlangt wurde und schicklich war. Die Fleischbeschau und einfach das Leben zu dieser Zeit. Kein „historischer Roman“, der in der heutigen Zeit geschrieben wurde, kann dieses Gefühl und das Verständnis für „damals“ wiedergeben, weil der Autor einfach nicht dabei war!

Fazit:
Ein sehr bewegender, faszinierender und authentischer Roman, den ich sicherlich noch öfters lesen werde. Zu empfehlen an alle! Daher volle 5 Sterne!

Night School 01: Du darfst keinem trauen – C.J. Daugherty

Reiheninfo:
Du darfst keinem trauen
Der den Zweifel sät
Denn Wahrheit musst du suchen
Um der Hoffnung willen
Und Gewissheit wirst du haben

Klappentext:
Wenn nichts ist, wie es scheint, wem kannst du dann vertrauen? Das spurlose Verschwinden ihres Bruders hat Allie aus dem Gleichgewicht gebracht. Sie rebelliert, und ihre Eltern schicken sie auf das Internat Cimmeria, wo nicht einmal Handys erlaubt sind. Schon bald findet sie Zugang zu einer Clique und wird von zwei Jungen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, umworben. Auf Cimmeria häufen sich eigenartige Vorfälle, und als ein Mord geschieht, gerät Allie selbst unter Verdacht. Auf der Suche nach dem wahren Mörder stößt sie zufällig auf eine mysteriöse Verbindung ihrer Mutter zur Schule und gerät selbst in Lebensgefahr. Kann sie überhaupt noch irgendjemandem trauen?


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Titel: Night School I: Du darfst keinem trauen
Autor: C.J. Daugherty
Verlag: Oetinger
Seiten: 464
ASIN: B008RMDA3C
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
Allie, Problem-Teeni mit mysteriöser, familiärer Problematik kommt aufs Internat. Dort gibt es nicht nur strenge Regeln, sondern auch eine Night School. Was das ist, erfährt Allie nicht, aber sie lernt 2 Night-Schüler kennen, die unterschiedlicher und anziehender nicht sein können …

Schreibstil:
Der Schreibstil hat mir gut gefallen und ich konnte sofort in die Geschichte einsteigen. Der Ausdruck ist passend. Die Spannungskurve ist gut aufgebaut und kann gehalten werden. Einzig beim Ende hetzt die Autorin.

Charaktere:
Allie finde ich sehr interessant. Sie zeigt deutlich, dass die menschliche Psyche einzigartig ist und sie sich so verhalten muss um mit sich klarzukommen. Die Verwandlung, die sie im Internat durchmacht steht ihr gut und ich konnte sie immer mehr leiden. Schade, dass sie zeitweise zu starke Heldenmanieren aufwies, eventuell hätte ihr etwas mehr Starrsinn in bestimmten Situationen gutgetan.

Sylvain, der nach Wacholder duftende, schöne Franzose, der auch noch Sohn eines Milliardärs ist, ging mir irgendwie auf den Keks. Ich konnte ihn das Buch über nicht greifen uns wusste nicht so recht wie ich ihn nun finden sollte. Als er dann sein wahres Gesicht zeigte war mir dann so einiges klar. Ob er sich in den nächsten Teilen noch entwickelt?

Carter, der arme Sohn der Internats-Dienstboten, gefiel mir wesentlich besser. Er hat seinen eigenen Stil und ihm ist es egal, wie reich oder schlau die anderen sind. Er zieht sein Ding durch, das fand ich besonders gut an ihm. Interessant war, dass er Allie mit Abstand betrachtet hat und ihr nicht sofort ein freundliches „Hallo“ – wie alle anderen – aufgedrück hat. Erstmal die Lage prüfen und dann handeln, passt zu Carter und macht ihn sehr sympathisch.

Cover:
Was das Cover mir sagen soll weiss ich noch nicht. Am Anfang dachte ich an Fledermäuse – Vampire?! – , doch es kamen keine übersinnlichen Figuren oder etwas fliegendes im Buch vor.

Fazit:
Ein schöner Auftakt, der Lust auf mehr macht. Viele Fragen bleiben offen und Probleme ungelöst. Das Jugendbuch kommt ganz ohne übersinnliches aus und kann trotzdem Spannung aufbauen. Eine Leseempfehlung gebe ich an Jugendliche und jung gebliebene Erwachsene, welche gerne Geschichten über Teens, Internate und deren Geheimnisse lesen. Von mir gibt es 4 Sterne, da mir das Ende etwas zu dünn war.

Hinter dem Schleier der Tränen: Mein Abschied vom Harem der Frauen – Choga Regina Egbeme

Klappentext:
Choga Regina Egbeme hatte einen Traum: Sie gab ihren Gefährtinnen aus dem afrikanischen Harem ihres Vaters ein neues Zuhause. Denn alle verbindet ein Schicksal: Sie sind HIV-positiv. Aber Choga ist an Aids erkrankt und muss erkennen, dass sie den Frauen als Heilerin nicht mehr helfen kann. Die ungewöhnliche Frauengemeinschaft droht auseinander zu brechen. Mit letzter Kraft kämpft Choga um die Zukunft ihrer Gefährtinnen – bis ein weiterer furchtbarer Schicksalsschlag ihr Leben erschüttert.


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Titel: Hinter dem Schleier der Tränen: Mein Abschied vom Harem der Frauen
Autor: Choga Regina Egbeme
Verlag: Ullstein
Länge: 299 Seiten
ISBN: 978-3548364797
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
Der dritte Teil nach „Hinter goldenen Gittern“ und „Die verbotene Oase“ geht nach dem furchtbaren Anschlag der Muslime, auf Chogas christliche Farm, weiter. Choga fällt in eine tiefe Depression. Daraus folgt, dass sie ihre Aufgabe als Heilerin zu stark vernachlässigt und ihren heilenden Tee nicht mehr zubereitet. Die schwere Folge: Choga erkrankt an AIDS. Um wieder zu Kräften zu kommen fährt sie mit ihrem Sohn, Josh, zu Ezira in den Regenwald …

Schreibstil:
Der Schreibstil war gut und flüssig, aber irgendwie angeschlagen. Ich hatte das Gefühl, dass Choga nicht mehr ganz so spirituell bzw. nicht eins mit sich war. Sie schrieb nachdenklicher und überdachte mehr.

Charaktere:
Über Choga habe ich , glaube ich, bereits genug erwähnt. Sie war eine sehr starke Persönlichkeit die ich gerne persönlich kennengelernt hätte.

Magdalena gefiel mir in diesem Band gar nicht. Sie wolle zwar nur helfen, aber irgendwie waren mir ihre Eingriffe zu heftig. Sie störten die Ruhe, auch wenn Magdalena nur das beste wollte. Oder anders: Ich merkte das Deutsche, welches die afrikanische Gemütlichkeit störte.

Beeindruckt haben mich Amara (Kräuterheilerin) sowie Ezira und Buchi – die beiden Heilerinnen aus dem Regenwald; Diese 3 starken Frauen, die auf die Kraft von Mutter Erde vertrauen und gute Erfolge erzielen sind selbstlos und stehen trotzdem so fest im Leben, das wir uns alle ein Stückchen von ihrer Art aneignen sollten!

Cover:
Ein schönes Cover, das eine schöne Verschmelzung zwischen Himmel und Erde durch einen Menschen zeigt.

Fazit:
Ein bewegender Abschluss, der mich zu tränen rührte. Choga lies mich an ihrem Leben teilhaben und dies auf eine erschreckende und doch liebenswürdige Art. Trotz ihres Schicksals hat sie nie aufgegeben und war immer für die anderen da. Schade fand ich das abrupte Ende des Buches. Ich hätte gerne noch mehr Hintergrundinformationen über das Leben von Bisi, Ada, Amara, Tanisha und den anderen gehabt. Es gibt zwar noch ein kleines Namensregister mit einem kurzen Lebenslauf, aber dieser reichte mir persönlich nicht. Daher vergebe ich nur 4 Sterne für dieses bewegende Buch.