Götter, Helden, Ungeheuer: Die Welt der griechischen Mythen – Bernard Evslin [Gastrezension]

Klappentext:
Im Alltag begegnen sie uns häufig, die Namen der griechischen Götter und ihrer Verwandten unter den Menschen. So manches griechische Restaurant heißt Apollon, Aphrodite oder Zeus. Doch wer kennt den Götterhimmel der Griechen, weiß zu sagen, wer mit wem wieso verwandt ist?

Bernard Evslin lässt in seinen Geschichten die alten mythischen Götterhelden und Heldensagen wieder aufleben. Wir erfahren, wie Hera ihren hässlichen Sohn Hephaistos vom Olymp hinunterwirft, wie Hades Persephone entführt und sie zur Königin der Unterwelt macht, woher es kommt, dass es Winter und Sommer gibt, warum alle Krähen schwarz sind und vieles andere mehr.

—

In dem Buch beginnt man eine kleine Reise durch einige Mythen der griechischen Götter. Wenn man wie ich ein Neuling in der griechischen Mythenwelt ist, sind es  spannende kleine Geschichten.

Es werden einige der unzähligen Götter und deren Entstehungsgeschichte liebevoll und sehr jugendfrei erzählt.

Die griechischen Namen sind am Anfang noch etwas gewöhnungsbedürftig für mich gewesen. Man liest sich allerdings  auch hier schnell hinein.

Beim Lesen habe ich mich ertappt, wie ein Aha-Erlebnis bei der ein oder anderen Geschichte erfolgte, die wir von z.B. den Gebrüdern Grimm kennen. Da ist z.B. Dornröschen, die in einem Turm eingesperrt ist, ohne Zugang und mit nur einem kleinen Fenster. Diese Geschichte scheint auf dem Mythos von Perseus begründet zu sein, dessen Mutter in eben diesem Turm eingesperrt wurde. Auch bin ich teilweise auf die Abenteuer des „tapferen kleinen Schneiderleins“ und anscheinend die Ideenvorlage für „Die Tribute von Panem“ in der Geschichte von Theseues gestoßen.

Sehr viele Alltagsbegriffe, welche man gelegentlich ohne zu wissen, woher sie stammen benutzt, begegnen einem in den Geschichten. Da ist z.B. Sisyphos, welcher als Strafe einen großen Stein einen Berg hinauf rollen muss, welcher auf halber Strecke wieder zurück rollt und er wieder von vorn beginnen muss. Auch woher die Angewohnheit kommt, den Verstorbenen eine Münze unter die Zunge zu legen, damit sie den Fährmann bezahlen können. Wie der Minotauros entstand oder woher das Echo kommt.

Alle Mythen sind liebevoll nacherzählt. Sie eignen sich sogar als gute Nachtgeschichten für Kinder. Wobei die ein oder andere würde ich nicht unbedingt vor dem Einschlafen vorlesen bzw. sind abhängig vom Alter des Kindes, gerade die vom Tartaros und die Jagdgeschichten von z.B. Atalanta. Dort fließt doch etwas Blut und Eingeweide.

Alles in allem sind die Mythen spannend, liebevoll und manchmal auch traurig. Die Illustrationen dazu lassen einen noch tiefer in die Geschichte eintauchen und tragen zur Vorstellung der Abenteuer stärker herbei.


Anzeige über Amazon Partnerprogramm
Titel: Götter, Helden, Ungeheuer: Die Welt der griechischen Mythen
Autor: Bernard Evslin
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag
Seiten: 240
ISBN: 978-3423623773
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Lady Alexia 03 – Entflammte Nacht – Gail Carriger [Gastrezension]

Inhalt

Lady Alexia Maccon wurde von ihrem Ehemann wegen Untreue verstoßen, denn sie ist schwanger, und Werwölfe können keine Kinder zeugen. Doch Alexia hat ihn nicht betrogen. Fest entschlossen, ihre Unschuld zu beweisen, bricht sie nach Italien auf, in die Heimat ihres Vaters. Dort hofft sie, einen Hinweis darauf zu finden, wie sie trotzdem schwanger werden konnte. Denn nur so kann sie das Herz ihres geliebten Werwolfs zurückgewinnen …

Cover

das Cover ist wieder sehr schön gestaltet mit dem Mond im Hintergrund und passend zum Inhalt diesmal nicht vor London als Hintergrund.

Fazit
Auch den dritten Teil fand ich wieder spannend zu lesen, aber was der Titel mit dem Buch zu tun hat kann ich nicht sagen. Man erfährt in diesem Teil etwas mehr von Alexias Welt. Es ist eine Spannende Reise der schwangeren Alexia von London nach Italien, wo sie scheinbar Schutz erhält vor ihren Verfolgern.
Also eine gelungene Fortsetzung der Reihe und ich werde begeistert weiterlesen.

Anzeige über Amazon Partnerprogramm
Titel: Entflammte Nacht – Lady Alexia 3
Autor: Gail Carriger
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag
Seiten: 416
ISBN: 978-3442376513
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Flammenkinder – Lars Kepler

Das schwedische Autoren-Ehepaar Alexander Ahndoril und Alexandra Coelho Ahndoril haben unter ihrem Pseudonym „Lars Kepler“ ihren 3. Roman „Flammenkinder“ herausgebracht.

Lars Kepler wurde erschaffen, da die beiden mit dem Namen „Lars“ eine Hommage an den schwedischen Schriftsteller Stieg Larsson erbringen wollten. Der leider verstorbene Schriftsteller hat Alexandra und Alexander sehr inspiriert und ganz Schweden mit seinen Büchern belebt.

Zu „Kepler“ kamen sie durch den Astronomen Johannes Kepler – der, wie die beiden Autoren fanden, ein guter Detektiv war. Er löste schließlich das Rätsel um die Planetenbewegung mit der Entdeckung seiner Planetengesetze.

Klappentext:
In einer Einrichtung für suizidgefährdete junge Mädchen im Norden Schwedens wird eine Zwölfjährige ermordet aufgefunden – aufgebahrt in einem Bett, mit beiden Händen vor dem Gesicht. In der gleichen Nacht wird eine Krankenschwester brutal erschlagen. Niemand hat etwas gesehen. Als in einem Zimmer ein blutverschmierter Hammer gefunden wird, scheint der Fall aufgeklärt, doch das Mädchen, das dort lebte, ist verschwunden. Ihm ist es gelungen, in einem Auto zu fliehen. Für die Polizei beginnt damit ein dramatischer Kampf gegen die Zeit, denn in dem Wagen saß ein kleines Kind. Das Auto wird kurze Zeit später in einem Fluss in der Nähe entdeckt, und die Mörderin gilt auf tragische Weise als überführt. Nur Kriminalkommissar Joona Linna ist skeptisch. Zu viele Fragen sind noch offen. Was war das Mordmotiv? Und warum wurde eines der Opfer so merkwürdig aufgebahrt?

—

Der Kriminalroman beginnt im Haus Birgitta – eine Einrichtung für gewaltbereite und suizidgefährdete Mädchen nördlich von Sundsvall, Schweden. Elisabeth Grimm, eine Betreuerin der Einrichtung wo Mädchen im Alter von 12 bis 17 Jahren leben, erlebt die schlimmste Nacht ihres Lebens. Alles beginnt ruhig und harmlos. Die Mädchen streiten sich mal wieder und Elisabeth greift durch und schickt ein Mädchen, Miranda, in das Isolierzimmer der Einrichtung. Als auch die anderen Mädchen nach diesem Vorfall endlich in ihren Zimmern sind und die Nacht eingekehrt ist, möchte auch Elisabeth zu Bett gehen und hört kurz davor eigenartige Geräusche und versucht der Sache auf den Grund zu gehen. Leider war dies ihr größter Fehler…

Stil:
Der Schreibstil von Lars Kepler ist großartig. Die Geschichte ist in sehr kurzen Kapiteln gehalten, was die Spannung aufbaut und das Lesen erleichtert. Auch sind die Sätze so aufgebaut, dass sich der Leser wie in einem Film vorkommt. Ich dachte beim Lesen immer, dass ich mittendrin bin und nicht nur lese, dass war schon echt toll und gut umgesetzt.

Protagonist:
Kommissar Joona Linna, der eigentlich aus Finnland kommt, ist in diesem Teil als Beobachter und nicht als eigenständiger Ermittler tätig. Warum das so ist erfährt der Leser bröckchenweise im Buch. Joona ist mir sehr sympathisch. Mit viel Witz, Charme, Sarkasmus und guter Beobachtungsgabe ist er ein toller Typ ohne Superhelden-Charakter.

Cover:
Ein gelber Vogel in einer blau-grauen Hand, der einzige Farbfleck im Bild. Viel anfangen konnte ich damit nicht und kann es auch nach dem Lesen noch nicht zuordnen. Ein gelber Vogel wird zwar im Buch erwähnt, aber ein anderes Motiv hätte meiner Meinung nach besser auf die Titelseite gepasst. Schön ist aber der Wiedererkennungswert des Covers zu den anderen Lars Kepler Büchern. Es ist immer ein gelber Tupfer in der ansonsten eintönigen Covergestaltung zu sehen.

Fazit:
Schade fand ich, dass ich die ersten beiden Teile nicht gelesen habe (Der Hypnotiseur und Paganinis Fluch) denn teilweise wusste ich mit einigen Szenen nichts anzufangen, da mir das Grundwissen um den Kommissar Joona Linna fehlte. Also würde ich dazu raten bei dieser Reihe mit Teil 1 anzufangen 😉

Ich empfehle dieses Buch an Krimi und Thriller interessierte mit einem starken Magen, denn einige Szenen sind schon ein bisschen eklig – aber für mich in Ordnung und vertretbar.

Meine Bewertung für dieses Buch ist etwas zwiegespalten. Ich habe hin und her überlegt wie ich das Buch bewerten soll, denn es war gut und spannend geschrieben, aber das Ende ließ für mich zu viele Fragen offen. Natürlich wird Joona Linna weiter ermitteln und die Reihe wird fortgesetzt, diese offenen Fragen würde ich nicht bemängeln, aber für mich erscheinen noch Fragen, die die Mädchen betreffen einfach nicht beantwortet. Es fehlt mir zu viel über den Mordhergang, über die Ermittlungen, dann wurden bei der Fahndung Personen überprüft, die eindeutig etwas zu verbergen haben – nicht den Fall betreffend – aber was dennoch aufgeklärt hätte werden müssen. Und diese Unwissenheit nervt mich dann doch etwas. Daher bekommt dieses Buch von mir nur 3 Sterne.

 

Ich bedanke mich bei Bastei Lübbe für das Rezensionsexemplar.


Anzeige über Amazon Partnerprogramm
Titel: Flammenkinder
Autor: Lars Kepler
Verlag: Bastei Lübbe
Seiten: 624
ISBN: 978-3785724637
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

Neues für den SuB

Nachdem ich die letzten Tage etwas lesefaul war, habe ich den heutigen Tag zum Kauf neuer Bücher genutzt. Das heißt, mein Stapel ungelesener Bücher wächst und gedeiht.

Ich möchte in den nächsten Tagen den 3. Abschnitt von Lars Keplers Flammenkinder schaffen und den 1. Teil der Sturm-Trilogie von Nora Roberts abschließen. Dann folgt Hautnah von Julia Crouch.

Meine Planung hört dort erstmal auf und ich werde mich spontan für das nächste Buch entscheiden, wir werden sehen 😉

Heute neu dazugekommen sind:

Der König und die TotenleserinDer König und die Totenleserin von Ariana Franklin

Klappentext:
Die erste Pathologin des Mittelalters ermittelt wieder. Artus, der sagenumwobene König, auf dessen Rückkehr seine Untertanen immer noch hoffen, und zwei Skelette, die von einem grausamen Mord erzählen: Könnte eines der beiden der geliebte König sein? Die Totenleserin Adelia erhält den Auftrag, die Ermordeten zu identifizieren, und gerät mitten in eine tödliche Intrige…

 

Der Fluch von ColonsayDer Fluch von Colonsay von Kaye Dobbie

Klappentext:
Eine junge Frau – ein altes Haus – eine düstere Vergangenheit. Eigentlich hat sie das Erbe gar nicht antreten wollen: Nur widerstrebend kehrt Rosamund nach Colonsay zurück, wo sie eine einsame Kindheit verbracht hat. Nun soll das stattliche, aber heruntergekommene Haus an der australischen Küste renoviert werden. Doch kurz nach ihrer Ankunft stellt Rosamund zu ihrem Schrecken fest, dass etwas Unheimliches in dem alten Haus vor sich geht. Zuerst ist es nur ein seltsamer Duft, dann folgen grauenhafte nächtliche Geräusche. Und schließlich hört sie eine Stimme, die klagend ihrem Namen zu rufen scheint. Als die ersten Unfälle auf der Baustelle geschehen, ist sich Rosamund sicher: Das Haus birgt ein furchtbares Geheimnis.

 

Der Durft der roten AkazieDer Durft der roten Akazie von Kaye Dubbie

Klappentext:
„Wer ist Ella Seaton?“ Diese Frage stellt sich Adam, als er am Straßenrand von Seaton Lagoon eine hübsche Dame von offensichtlich höherem Stande trifft, die aufgrund einer schweren Kopfverletzung ihr Gedächtnis verloren hat. Von den Gefahren des australischen Outbacks hat Ella Seaton, wie Adam sie nennt, keine Ahnung, und so machen sie sich gemeinsam auf, um nach Ellas Vergangenheit zu forschen. Eine Suche, die bald gefährlicher wird, als beide ahnen …