Die Macht des Mr. Miller – Charles den Tex

Klappentext:
Nach dem Erhalt seiner fristlosen Kündigung verschafft sich Unternehmensberater Michael Bellicher heimlich Zugang zu seinem früheren Büro. Eine fatale Entscheidung, denn er wird Zeuge eines Mordes und selbst der Tat verdächtigt. Michael taucht unter – und macht Bekanntschaft mit einem ominösen Mr. Miller, der alles über ihn zu wissen scheint, aber doch nicht greifbar ist …


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Titel: Die Macht des Mr. Miller
Autor: Charles den Tex
Verlag: grafit
Seiten: 447
ISBN: 978-3894255619
Meine Bewertung:
3 Sterne – lässt sich gut lesen

Inhalt:
Michael Bellinger wird aus der Bahn geworfen. Sein Bruder taucht nach einer langen Zeit wieder auf. Belli muss dies erst verarbeiten und ist zu lange von seiner Arbeit ferngeblieben, sodass ihm die Kündigung droht. Doch Belli will nicht aufgeben, er versteckt sich heimlich im Büro und entdeckt im großen Gebäudekomplex die Leiche einer Kollegin. Doch das schlimmste: Belli ist Tatverdächtiger Nummer 1 – laut Computerüberwachung war er der einzige im Gebäude …

Schreibstil:
Ich hatte zu Beginn des Buches Schwierigkeiten in die Geschichte zu kommen. Die Überschriften zeigen zwar die Unterteilung der Geschichte und Bellis-Weblog, allerdings habe ich die Blog-Einträge nicht gleich verstanden. Sie weisen einen tiefen Einblick in Bellis Psyche, aber halt sehr abstrakt 😉

Die Geschichte selbst ist einfach geschrieben und zur heutigen Zeit keine große Kunst. Ich denke früher, so vor 10 Jahren (also in der Zeit, in der das Buch spielt) war das Verständnis für die digitale Überwachung noch nicht so weit und daher war dieser „Krimi“ auch eher als „Thriller“ eingestuft.

Charaktere:
Diese waren mir irgendwie über- oder unterzeichnet. Mal zu viel und mal zu wenig, teilweise zu einstudiert. Es gab wenig Leben.

Cover:
Passt zur Geschichte, aber ist kein eye-catcher.

Fazit:
Für Leser, welche sich mit IT-Technik auskennen, ist dieses Buch eher ein Lückenfüller, für alle anderen könnte es ein spannender Krimi sein. Mir war „Die Macht des Mr. Miller“ zu vorhersehbar und daher vergebe ich nur 3 Sterne.

Westside Blvd. Entführung in L.A. – Torsten Hoppe

Klappentext:
Die junge Schauspielerin Heather Simms wird in L.A. auf dem Weg nach Hause entführt.
Während die Polizei verzweifelt versucht, Hinweise oder Spuren zu finden, verfolgt der Entführer seine ganz eigenen, ungewöhnlichen Pläne.
Unter dem Deckmantel der Gerechtigkeit stellt er Forderungen, doch Lieutenant Steve Delaney vom LAPD muss schnell feststellen, dass dieser Fall nach keinem gängigen Schema abläuft.
Während die Polizei im Zuge der Ermittlungen zu unkonventionellen Mitteln greifen muss, spürt auch Heather bereits sehr bald, dass sie in den Händen eines unberechenbaren Psychopathen gelandet ist.
Sie sieht sich gezwungen, einen gefährlichen Kampf um ihr Leben zu führen.
Einen Kampf, für den ihr niemand ein fertig geschriebenes Drehbuch reichen kann und dessen Regeln sie erst erlernen muss…


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Titel: Westside Blvd. – Entführung in L.A.
Autor: Torsten Hoppe
Verlag: neobooks
Seiten: 473
ASIN: B00CGK5LMO
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

Inhalt:
Heathers Leben war wie im Bilderbuch. Durch einen Zufall wurde die junge Frau als Schauspielerin entdeckt und bekam eine gute Rolle in einer Daily Soap. Alles lief nach Plan, bis sie eines Abends auf dem Weg nach Hause entführt wird …

Schreibstil:
Der Schreibstil von Torsten Hoppe ist sehr detailliert, drehbuchartig und amerikanisch. Ich hatte immer wieder das Gefühl, ich sitze am Set und erlebe was Heather auch erlebt, allerdings war mir das ganze zu viel 🙁 ich fühlte mich dadurch erdrückt und habe mir zwischenzeitlich gewünscht, auch meine eigenen Emotionen spüren zu können, statt immer vorhergesagt zu bekommen was Heather (oder auch die anderen Charaktere) fühlt, sieht, erlebt. Der Ausdruck ist gewählt, aber dennoch teilweise zu metaphorisch.

Charaktere:
Ich denke, dass es für einen Autor sehr schwer ist, eine Protagonistin zu wählen und diese als ich-Erzählerin fungieren zu lassen. Kein Mann wird jemals in der Lage sein eine Frau zu verstehen 😳 eventuell lag es genau daran, dass ich mit Heather nicht warm geworden bin. Vielleicht war es aber auch, dass jede kleine Regung von ihr beschrieben wurde und sie sich, in meinen Gedanken, nicht frei entfalten konnte. Sie war für mich eine Schauspielerin – ja das solle sie verkörpern – aber ich finde nicht auf diese Art.

Auch die anderen Charaktere wirkten auf mich einstudiert und „lebten“ nicht. Sie verrichteten ihre Aufgabe, sie taten dies, was sie tun mussten.

Cover:
Das Cover finde ich sehr interessant. Dunkle Augen über L. A.

Fazit:
Ein Buch mit Potential, welches für Leser, die amerikanische Krimiserien mögen ein must read sein dürfte. Mir war das alles etwas zu viel, zu geplant und daher vergebe ich nur 3 Sterne.

Hintergrundinfo:
Torsten Hoppe wurde 1968 in Dortmund geboren, wo er als Groß- und Außenhandelskaufmann arbeitet.
Bücher waren schon immer ein fester Bestandteil seines Lebens, mit seinem Roman »Westside Blvd. – Entführung in L.A.« wechselt er nun die Fronten: vom Buchkonsumenten zum Autor, der es sich zur Aufgabe macht, seine Leser in eine andere Welt zu führen.

Ich bedanke mich bei Torsten Hoppe für das Rezensionsexemplar.

Lady Celias gewagter Plan – Sabrina Jeffries

Reiheninfo:
Lord Stonevilles Geheimnis
Spiel der Herzen
Ein vortrefflicher Schurke
Eine Lady zu gewinnen …
Lady Celias gewagter Plan

Klappentext:
Lady Celia Sharpe sucht nach einem passenden Ehemann, um das Ultimatum ihrer Großmutter zu erfüllen, die sie enterben will, sollte sie nicht bald heiraten. Sie beauftragt den Privatermittler Jackson Pinter, mögliche Kandidaten auszuspionieren, ohne jedoch zu ahnen, dass Pinter selbst ein Auge auf sie geworfen hat.


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Titel: Lady Celias gewagter Plan
Autor: Sabrina Jeffries
Sprecher: Cathlen Gawlich
Verlag: audible GmbH
Länge: 11 Std. 50 Min. (ungekürzt)
ASIN: B00KDNO7PS
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
Im fünften und letzten Teil von „The Hellions of Halstead Hall“ geht es um Lady Celia, die jüngste der Sharpe-Geschwister. Sie lässt Jackson Pinter ihre Bewerber überprüfen und ahnt nicht, dass der smarte Ermittler selbst ein Auge auf die Lady geworfen hat. Nebenbei wird der Mord an den Sharpe-Eltern aufgeklärt …

Stil:
Wie in den anderen Teilen ist der Schreibstil gefühlvoll, seicht und einfach gehalten. Gawlich weckt das ganze durch ihre einmalige Stimme auf und beschert so einen ganz besonderen Hörgenuss.

Charaktere:
Wie immer sind alle Charaktere liebevoll und ehrlich beschrieben. Ihre Handlungen passen immer zu ihnen, ohne das etwas plump oder einstudiert wirkt.

Celias Zerrissenheit wird hier besonders deutlich. Sie ist hin- und hergerissen zwischen ihren Gefühlen und findet am Ende das, was sie braucht.

Auch Pinter bekommt nach langer Zeit bei den Sharpes einen wundervollen Lohn – nicht nur Celia sondern auch Anerkennung – nun kann er endlich ohne Komplexe leben, was mich für ihn sehr freut.

Cover:
Das Cover ist wieder sehr schön und geheimnisvoll.

Fazit:
Ein wundervoller Abschluss der Pentalogie. Ich empfehle diesen Teil nur an Leser, welche die anderen Teile kennen – sonst gibt es zu viele Wissenslücken um den Mord der Sharp-Eltern – wer nur an der Liebesgeschichte zwischen Lady Celia und Pinter interessiert ist, kann natürlich sofort in die Geschichte eintauchen. Besonders gefallen hat mir der Spagat der Protagonisten und die Aufklärung des Mordes.

Braun & Hammer: Narzissmus brutal – Heinz-Gerhard Witte & Holger Schmidt

Klappentext:
Die Psychologen Braun und Hammer sind vertraute Freunde und tauschen sich auch fachlich aus. Besonderer Redebedarf besteht, weil Patient Theodor Konrad Wolf, der an einer schweren und brutalen Form von Narzissmus leidet, Braun selbst in den Wahnsinn treibt. Die Therapeuten geraten an die Grenzen ihres psychologischen Auftrages, als klar wird, dass sich ein Verbrechen anbahnt und der Narzisst dabei einen teuflischen Plan ausheckt. Ein Buch voller Spannung und Charakter! Für Leser, die es lieben, tief in die Absurditäten der menschlichen Psyche einzutauchen…


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Titel: Braun & Hammer: Narzissmus brutal
Autor: Heinz-Gerhard Witte & Holger Schmidt
Verlag: Provoke Media
Seiten: 320
ISBN: 978-3981640939
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

Leider konnte mich dieses Buch nicht überzeugen 🙁 Der Klappentext hat sich vielversprechend angehört und ich dachte es geht um einen Narzissten. Irgendwie war dies auch so, aber nur zum Teil. Ich fange mal vorne an:

In diesem Buch geht es um 2 Psychologen (T. Braun und P. Hammer) und einen Patienten (T. K. Wolf). Die beiden Psychologen sind gut befreundet, treffen sich oft und tauschen sich aus. Der Leser erfährt also viel über das Privatleben der Therapeuten und auch über Behandlungen. Besonderes Augenmerk liegt, bei den Gesprächen der beiden Therapeuten, auf dem Patienten Wolf, der wegen seines ausgeprägten Narzissmus in Behandlung ist.

So weit so gut, allerdings verstehen die Autoren wohl etwas anderes unter Narzissmus als ich. Herr Witte, Dipl. Psychologe aus Osnabrück, hat sicherlich viel Erfahrung, aber wie sieht es mit dem Rest der Leserschaft aus? Ein Narzisst ist für mich ein Mensch, der sich selbst am meisten liebt, er kommt als arrogant und egoistisch rüber, bewundert sich selbst und hält alle anderen für minderwertig. Und genau so erschien mir Wolf zu Beginn des Buches, allerdings taten sich dann noch andere Krankheitssymptome auf, welche ich nicht mit dieser Störung in Verbindung bringen konnte. Wahrscheinlich kommt die Selbstliebe nie allein, aber das störte mich irgendwie. Ich habe keinen Bezug mehr zum Narzissten Wolf gefunden und auch die Gespräche der Psychologen waren mir irgendwie am Thema vorbei. Der Schreibstil ist gut, allerdings etwas trocken und teilweise zu fachlich, was ich auf den Beruf von Witte zurück führe. Auch hatte ich Schwierigkeiten mit der Berufsbezeichnung der Therapeuten, sind sie nun Psychologen, Psychotherapeuten oder psychologische Psychotherapeuten? Alles unterschiedliche Berufsbezeichnungen, welche allerdings unterschiedliche Arbeitsfelder aufzeigt – Schade!

Die Charaktere sind leider auch klischeebehaftet und wenig originell. Einzig der Einblick in eine Therapie und wie der Therapeut über seine Patienten denkt, bringen etwas Leben ins Geschehen.

Das Cover gefällt mir gut. Ein Therapeut und sein Klient, der nur sich selbst sieht und wahrnimmt. Leider passt es nicht zwingend zur Geschichte.

Fazit:
Ein Buch, welches Einblicke in die Welt der Therapie bringt. Ich habe mir etwas ganz anders unter Titel, Cover und Klappentext vorgestellt und wurde durch meine Erwartungshaltung enttäuscht. Trockener Stil, viele Klischees und teilweise vorhersehbar, von daher gebe ich nur 2 Sterne für „Narzissmus brutal“ – es hat mir einfach nicht gefallen.

Ich bedanke mich bei Provoke Media für das Rezensionsexemplar.

Totenblick – Markus Heitz

Klappentext:
„Die Wahrheit liegt im Auge des Betrachters“, lautet die rätselhafte Botschaft, die ein Serienmörder an sorgfältig inszenierten Tatorten hinterlässt. Fieberhaft suchen die Ermittler vor Ort nach versteckten Hinweisen. Bis sie eine grauenvolle Entdeckung machen: Der Täter hat auf der Netzhaut seiner Opfer genau das Bild fixiert, das sie im Augenblick ihres Todes sahen.


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Titel: Totenblick
Autor: Markus Heitz
Sprecher: Simon Jäger
Verlag: audio media Verlag
ASIN: B00EA1QY8W
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

ACHTUNG – zum besseren Verständnis sollte vorher Oneiros von Markus Heitz gelesen / gehört werden

Inhalt:
Laipzig. Ein Serienmörder hält die Polizei auf Trab. Er arrangiert seine Opfer nach bekannten Kunstwerken und meldet die Fundorte sofort nach Erschaffung mit dem Hinweis: „Die Wahrheit liegt im Auge des Betrachters“. Die Polizei rätselt lange und es sterben immer mehr Menschen – auch Polizisten, die dem Fluch des Totenblicks erliegen …

Stil:
Im Vergleich zu Oneiros schwächelt Totenblick sehr. Ein Thriller ist dieses Werk für mich nicht. Schnell war klar was der Mörder mit seinen Opfern macht und das es weitere Tote geben wird. Auch Jäger konnte mich dieses Mal nicht überzeugen. Spannung und Nervenkitzel habe ich total vermisst und die vielen Charaktere wirken sehr ermüdend.

Charaktere:
Der Bestatter Korf spielt wieder eine kleine aber wichtige Rolle – aus diesem Grund sollte „Onerios“ vor „Totenblick“ gelesen oder gehört werden. Es geht auch ohne, aber es könnten zu viele Fragen entstehen 😉
Korf mochte ich bereits sehr aus „Oneiros“ und auch hier gab er sich ruhig und sachlich.

Löwenstein, ein rundlicher Personaltrainer mit interessanter Vergangenheit, entwickelte sich zu stark zu einem Alleskönner. Ich fand ihn zu Beginn sympathisch, dies verlor sich allerdings recht schnell – denn er war einfach zu gut 🙁 Weniger ist manchmal mehr.

Die anderen Charaktere hatten eher eine Nebenrolle – abgesehen vom Mörder – und wuselten durch die Geschichte. Wirklich hängen geblieben ist mir nur noch ein Charakter: der Kommissar mit ADS (er vergisst alles, fummelt ständig an seinem Beruhigungsstein und wiederholt alles) – arghs, das ist langweilig immer wieder alles vorgekaut zu bekommen!

Cover:
Das Cover ist schön, es zeigt deutlich worum es in „Totenblick“ geht.

Fazit:
Ein schwacher Versuch einen Thriller zu schreiben. Mich konnte „Totenblick“ nicht überzeugen und auch die Auftritte von Korf retteten die Geschichte nicht. Von mir gibt es keine Leseempfehlung.