21:37 – Mariusz Czubaj

Klappentext:
In der Nähe des Olympia-Zentrums in Warschau werden die Leichen zweier junger Männer gefunden. Die Opfer waren Schüler eines örtlichen Priesterseminars. Vor ihrem Tod wurden sie grausam gefoltert, der Mörder hat ihnen anschließend die Zahlen 21 und 37 ins Gesicht geschrieben. Beziehen sich diese auf den Todeszeitpunkt von Johannes Paul II.? In welchem Zusammenhang stehen diese Morde zum Tod des Papstes?
Ein Sonderkommando wird ins Leben gerufen, das sich auf die Fährte des Killers setzen soll. Darunter ist auch Rudolf Heinz, ein erfahrener Profiler.
Zum Kreis der Verdächtigen gehören bald einflussreiche und angesehene Leute, ein Skandal großen Ausmaßes bahnt sich an.


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Titel: 21:37
Autor: Mariusz Czubaj
Verlag: Prospero
Länge: 383 Seiten
ISBN: 978-3941688377
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

Inhalt:
2 Priesterschüler werden tot aufgefunden. Beide wurden vor ihrem Ableben bestialisch gefoltert, mit einer Plastiktüte erstickt und tragen auf der Stirn die Zahlen 21 und 37. Profiler Rudolf Heinz wird nach Warschau beordert, um den Ortsansässigen Kollegen zu Helfen den Fall zu lösen …

Schreibstil:
Schreibstil bzw. Übersetzung lagen mir gar nicht. Der Satzbau ist mir zu lang, zu konfus und einfach zu viel. Es wurden zu viele Details eingebaut, die das Buch in die Länge ziehen, der Wortwitz ist konstruiert und nicht lustig.

Zitat S. 375
„Unser Priesterlein hatte einen eingedrückten Kehlkopf. Und danach hat es jemand in einen Sessel gesetzt und […] ihm einen Skistock ins rechte Auge gestoßen.“ „Die Saison ist vorbei […] dann noch die Skiausrüstung im Haus zu haben kann gefährlich werden.“

Charaktere:
Diese gab es wohl, aber mir ist keiner im Gedächtnis geblieben. Auch wenn ich als Leser den Profiler über das gesamte Buch begleitet habe, blieb mir kein Detail im Kopf. Ich konnte zu keiner Person eine Bindung aufbauen, sie waren alle so verkorkst, langweilig und nichtssagend, dass ich froh bin das Buch beendet zu haben.

Cover:
Das Cover finde ich richtig gut! Eine Person, die ihre letzten Atemzüge unter einer Plastiktüte verbringt. Das Cover passt also wunderbar zur Geschichte.

Fazit:
Ein Krimi der mich nicht fesseln konnte, weder durch die Personen noch durch den Schreibstil. Der Hintergrund zum Krimi ist gut, ebenso das Cover, daher vergebe ich 2 Sterne und eine Leseempfehlung an Leser, welche sich auch mal mit polnischer (Krimi-)Literatur vertraut machen wollen.

Ich bedanke mich beim Prospero Verlag und Blog dein Buch für das Rezensionsexemplar.

KARIZMA – Sara Gmuer

Klappentext:
Victoria trifft Said. Beide wissen sofort: Es ist die große Liebe. Doch dann verschwindet der Rapper nach einem Gig in Südfrankreich im Mittelmeer. Victoria, mit Anfang zwanzig bereits Ex-Model mit großer Wohnung und großer Leere im Leben, ist wieder allein. Was bleibt, sind Erinnerungen und Saids Plattensammlung. Sie sucht ihn in seinen Texten und seiner Musik, und tatsächlich findet sie ihn wieder – aber anders als vermutet.


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Titel: KARIZMA
Autor: Sara Gmuer
Verlag: Orange Press
Länge: 219 Seiten
ISBN: 978-3936086621
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

Inhalt:
Victoria, die als Model nicht mehr gebucht wird, lebt ihre Krise allein in Berlin aus. Drogen und Alkohol sind keine Seltenheit und verschönern ihr Leben. Eines Tages lernt sie Said, einen Rapper, kennen. Said und Vitoria verstehen sich auf anhieb und führen eine tiefe und enge Beziehung, bis Said verschwindet. Für Victoria bricht eine Welt zusammen …

Schreibstil:
Der Schreibstil ist für einen Rapp-Roman angemessen. Die Sprache ist abgehackt, vulgär und direkt. Ich mag das, aber zum Ende des Buches wurde es mir dann auch zu heftig. Der Wortwitz und das Wortspiel das Gmuer einsetzt sind allerdings sehr gelungen und machen Spaß.

Charaktere:
Victoria war leider gar nicht mein Fall. Sie hatte eine schwere Kindheit und wollte immer nur Liebe, doch leider bekam sie diese nicht und flüchtete sich in ihre eigene Welt. Diese Wut und Depression schleicht sich durch das ganze Buch und überträgt sich auch auf mich, als Leser. An einer Stelle wird Victoria selbst „wach“ und erkennt, dass sie sich auspowern muss um ihre Aggression loszuwerden – ich hatte nach dem Buch das gleiche Gefühl.

Said war für mich total unscheinbar. Ich konnte ihn nicht greifen, wusste nicht, was ich von ihm halten soll und habe auch nicht verstanden was Victoria an ihm gut fand.

Cihad, der kleine Bruder von Said ist mir am meisten im Gedächtnis geblieben. Seine Art wie er für andere einsteht und dieses spontane gefiel mir richtig gut, ich hätte gerne mehr über ihn gelesen.

Cover:
Das Cover passt und auch der Farbverlauf gefällt mir gut.

Fazit:
Das Leben ist nun mal Ursache und Wirkung, und wer nicht aufpasst, was er macht, muss aufpassen, was zurückkommt. S. 74

Dieses Zitat beschreibt das Buch sehr gut. Es geht viel um Handeln, Aktion – Reaktion und die Folgen, die das ganze haben kann. Karizma ist ein Rapp-Roman der unter die Haut und sofort ins Gehirn geht. Wer die Sprache und die Musik mag (Rapptexte inklusive) ist mit diesem Buch sehr gut bedient. Für Leser, die Texte in Hochdeutsch bevorzugen und nichts über eine verzweifelte und Drogensüchtige Protagonisten lesen wollen, ist Karizma nicht zu empfehlen. Von mir gibt es 3 Sterne, da mich die Charaktere und die Drogenexzesse nicht überzeugen konnten sondern eher abschreckten.

Ich bedanke mich bei Orange Press für das Rezensionsexemplar.

Porträt eines Starters: Die Kurzgeschichte zu »Starters« – Lissa Price

Klappentext:
Nach dem Ausbruch eines tödlichen Virus gibt es nur noch sehr alte und junge Menschen. Mittellos kämpfen die 16-jährige Callie und ihr kleiner Bruder auf der Straße ums Überleben. Callie entschließt sich daher zu dem Undenkbaren: Sie verleiht ihren Körper an einen alten Menschen, dessen Bewusstsein übernimmt ihren Körper und kann so wieder jung sein. Doch alles verläuft anders als geplant … Wie es nach »Porträt eines Starters« weitergeht, erfährst du im Roman »Starters«, erschienen bei ivi.


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Titel: Porträt eines Starters
Autor: Lissa Price
Verlag: ivi
Länge: 20 Seiten
ASIN: B007CVWUF8
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

Die Bonusgeschichte ist eher eine Leseprobe zum Roman Starters von Lissa Price. Ich habe die Bonusstory nach Starters gelesen und finde, dass ich mich richtig entschieden habe. Denn wirklich Lust auf mehr, habe ich danach nicht verspürt …

Inhalt:
Michael, der mit Callie und ihrem Bruder Tyler auf der Straße lebt, schildert das Leben aus seiner Sicht …

Schreibstil:
Die Spannung lässt auf sich warten, dafür ist hier die Romantik sehr hervorgehoben, denn Michael hegt mehr Gefühle für Callie als sie ahnt und als im Roman zu erahnen ist. Trotzdem ist der Stil gleich und wiedererkennbar.

Charaktere:
Ich finde es schön, Michael nochmals kennenzulernen und diesmal aus seiner Sicht. Im Roman nahm ich ihn eher als Randfigur war, hier war er mir sogar sympathisch und ich konnte gut mit ihm fühlen.

Cover:
Das Cover finde ich nicht so gelungen, das Gelb sticht mir zu sehr hervor und schreckt mich eher ab.

Fazit:
Eine Leseprobe, die nicht unbedingt gelesen werden muss. Mir hat sie das Buch nicht näher gebracht, ich hätte es mir danach zumindest nicht gekauft und bin froh die Bonusgeschichte erst nach dem Roman gelesen zu haben.

Weil mir die Geschichte zu trocken war, vergebe ich 3 Sterne.

Starters – Lissa Price

Klappentext:
Nach einer unvorstellbaren Katastrophe gibt es nur noch sehr alte und junge Menschen. Mittellos kämpfen die 16-jährige Callie und ihr kleiner Bruder auf der Straße ums Überleben. Callie entschließt sich daher zu dem Undenkbaren: Sie verleiht ihren Körper an einen alten Menschen, dessen Bewusstsein übernimmt ihren Körper und kann so wieder jung sein. Doch alles verläuft anders als geplant … Die Body Bank, ein mysteriöses wissenschaftliches Institut, bietet Callie eine einzigartige Möglichkeit, an Geld zu kommen: Sie lässt ihr Bewusstsein ausschalten, während eine reiche Mieterin die Kontrolle über ihren Körper übernimmt. Aber Callie erwacht früher als geplant, in einem fremden Leben. Sie bewohnt plötzlich eine teure Villa, verfügt über Luxus im Überfluss und verliebt sich in den jungen Blake. Doch bald findet sie heraus, dass ihr Körper nur zu einem Zweck gemietet wurde – um einen furchtbaren Plan zu verwirklichen, den Callie um jeden Preis verhindern muss …


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Titel: Starters
Autor: Lissa Price
Verlag: ivi
Länge: 400 Seiten
ISBN: 978-3492702638
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
Die sechzehnjährige Callie lebt seit dem großen Sporenkrieg mit ihrem Bruder (Tyler) und ihrem Freund (Michael) auf der Straße. Ihre Eltern sind tot und als minderjährige Waise lebt man gefährlich. Ohne Geld versuchen die drei vor den Marshalls zu fliehen, bis Tyler schwer erkrankt. Aus liebe zu ihrem Bruder vermietet Callie ihren Körper an die Body Bank…

Schreibstil:
Der Schreibstil ist gut, spannend und fesselnd, allerdings weist die Geschichte teilweise Ähnlichkeit mit Meyers Seelen auf und auch der Stil ist hier nicht groß verändert. Trotzdem schafft es Price ihrer Geschichte ein anderes Flair zu vermitteln.

Charaktere:
Callie war eine liebe Persönlichkeit, die mir aber zu perfekt erschien. Sie konnte sehr vieles sehr gut und es erschien mir fast zu einfach wenn sie sich aus einer schwierigen Situation heraus manövrierte.

Helena, die Mieterin von Callie, mochte ich sofort. Auch wenn ihre Gründe einen jungen Körper zu mieten sehr egoistisch waren, war sie ein toller Charakter den ich gerne genauer kennengelernt hätte.

Auch die anderen Figuren passten gut ins Buch waren mir aber auch hier zu glatt. Ich wusste wie sie handeln und leider auch, wie sie sich zum Ende des Buches entwickeln.

Cover:
Das Cover finde ich sehr schön, dunkel und düster, ein menschlicher Umriss ohne Gesicht, sehr passend.

Fazit:
Ein schöner erster Teil, der spannend ist, aber zum Ende hin vorhersehbar und gehetzt wirkt. Ich empfehle das Buch an Leser, welche gerne Dystopien lesen. Mir hat das Lesen viel Freude bereitet und ich gebe 4 Sterne für Starters.

Die Scanner – Robert M. Sonntag

Klappentext:
Google war gestern – und was wird morgen sein?

Die Welt im Jahr 2035: Gedruckte Bücher, Zeitungen, Zeitschriften gibt es nicht mehr. Für Rob kein großes Problem. Er kennt es nicht anders. Er ist in einer vernetzten Welt aufgewachsen und arbeitet für einen Megakonzern, der jedes Druckerzeugnis, das er in die Finger bekommt, digitalisiert. So wird alles Wissen für alle zugänglich. Jederzeit! Und kostenlos! Ist doch prima, oder?
Aber dann gerät Rob in die Kreise einer geheimen Büchergilde. Einer verbotenen Organisation aus Pleite gegangenen Buchhändlern, arbeitslosen Autoren, Übersetzern, Journalisten und ausgemusterten Verlagsmitarbeitern. Und plötzlich sieht Rob sein Bild als Top-Terrorist in den Nachrichten auf allen TV-Kanälen. Im Kampf um Wissen, Monopolisierung und Macht ist er mit einem Mal der Staatsfeind Nummer eins.


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Titel: Die Scanner
Autor: Robert M. Sonntag
Verlag: Fischer
Länge: 192 Seiten
ISBN: 978-3596855377
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

Inhalt:
Robert M. Sonntag arbeitet für die Scan AG. Als Buchagent scannt er alles, was gedruckt wurde, um es der Menschheit jederzeit und kostenlos zur Verfügung zu stellen. Doch was dann passiert, schildert Sonntag in seinem Buch …

Schreibstil:
Der Schreibstil ist einfach gehalten und ohne Spannungskurve, dafür mit viel Witz und Situationskomik angereichert.

Charaktere:
Robert ist wahnsinnig naiv, was ich auf seine Lebenserfahrung schließe. Er lebt mit dem System und hinterfragt dieses nicht! Dies ist für mich als denkender und selbst handelnder Mensch sehr schwer nachzuvollziehen. Genau aus diesem Grund bin ich mit Rob das gesamte Buch über nicht warm geworden, gleiches gilt auch für seinen Freund Jojo. Wie können Individuen so blind sein und einfach machen, wir sind doch keine Maschinen?!

Wirklich interessant fand ich Arne. Arne ist ein Denker, er versucht das beste aus der Situation zu machen und hinterfragt, ich hoffe das er mehr Arnes als Robs gibt 😉

Cover:
Das Cover ist okay, allerdings fand ich den Druck auf dem Einband viel schöner. Ich lese Bücher grundsätzlich ohne Schutzumschlag und hatte mich gefreut, dass das gedruckte Symbol im Buch noch erklärt wurde.

Fazit:
Die Handlung ist für Vielleser und denkende Menschen vorhersehbar, langatmig und langweilig, für Jugendliche und Leseanfänger hat Robert M. Sonntag dagegen ein lesenswertes Buch erschaffen. Ich empfehle „Die Scanner“ daher nur an Leser, welche sich noch keine Gedanken um die Digitalisierung von Medien, Soziale Netzwerke und die mitdenkende Technik gemacht haben und gebe 3 Sterne für das Buch.

Meine Empfehlung statt „Die Scanner“ ist: Like me. Jeder Klick zählt – Thomas Feibel oder, wer lieber einen Film sehen möchte: In Time – Deine Zeit läuft ab