Die Hurenkönigin ermittelt 02: Die Hurenkönigin – Ursula Neeb

Klappentext:
Frankfurt 1511: Am Gedenktag von Maria Magdalena wird die Leiche der Hübscherin Roswitha entdeckt. Ursel Zimmer, die Vorsteherin der städtischen Hurengilde, findet heraus, wer der letzte Freier war. Doch als man seiner habhaft wird, beteuert der verzweifelte Mann, er habe nur einen Auftrag erfüllt. Er erwähnt einen geheimnisvollen Ring, der die Hurenkönigin zwar auf eine heiße Spur bringt, sie aber auch höchster Gefahr aussetzt …


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Titel: Die Hurenkönigin
Autor: Ursula Neeb
Verlag: Ullstein
Seiten: 400
ISBN: 978-3548283760
Meine Bewertung:
3 Sterne – läst sich gut lesen

Nachdem ich vom 1. Teil (Das Geheimnis der Totenmagd) nicht so überzeugt war, aber „Die Hurenkönigin“ noch in meinem Bücherregal lagerte und ich das Buch nicht ungelesen abgeben wollte, habe ich mich zum Lesen überreden können.

In diesem Band geht es wirklich um Ursel Zimmer, die Hurenkönigin. Im ersten Buch wurde sie nur erwähnt und fand weiter keine Beachtung, aber hier gab es schöne Einblicke in das Leben der Huren und wie die Gildemeisterin nun wirklich arbeitet.

Schreibstil:
Ursula Neeb verwendet wieder eine Menge Adjektive und bemüht sich viele unterschiedliche Wörter für Personen zu finden, so wirkt es einfach zu gekünstelt, wenn in einem Gespräch der eine immer „der Frauenhausknecht“ und sein Gesprächspartner „der Geliebte“, „der Gelehrte“, „der Doktor“ oder „Berthold“ genannt wird. Kurz: Auch dieses Buch erinnert vom Stil eher an einen Schulaufsatz. Allerdings ist dieser Band spannender und auch flüssiger zu lesen als der erste Teil.
Was ich aber immer noch gruselig fand ist diese gestellte „alte“ Sprache. Wer weiß denn heute noch wirklich wie die Menschen früher miteinander kommuniziert haben? Und wenn ich dann lese, dass Menschen in der dritten Person angeredet wurden und es wirklich gestelzt klingt und einen Satz später kommt „ach wir haben uns halt verkracht“, dann finde ich diese Aussage irgendwie lächerlich und unpassend.

Charaktere:
Ursel Zimmer scheint eine interessante Persönlichkeit zu sein, aber sehr einfach. Ihr Herz liegt ihr auf der Zunge und sie lässt sich nicht die Butter vom Brot nehmen. War dies damals so? Eine Frau die so eigenständig ist, ich kann es mir schwer vorstellen fand Ursel aber sympathisch.

Die Huren fand ich alle sehr liebenswürdig und auch gewisse Praktiken schienen damals schon sehr auf dem Vormarsch zu sein, interessant.

Probleme hatte ich wieder mit anderen Figuren, die für mich ohne Hirn handelten und absolut verbohrt waren. Die Handlungen waren für mich unverständlich und es ging mir zu leicht für diese, doch sehr harte, Zeit.

Cover:
Das Cover ist wunderschö. Rot – verrucht – mit leichtem Gold …

Fazit:
Der zweite Band kann unabhängig vom ersten Band gelesen werden und zeigt stilistisch eine deutliche Besserung, dennoch wirkt der Ausdruck zu gestellt. Ich finde, dass es bessere historische Romane gibt und spreche daher keine Leseempfehlung aus, als Lückenfüller ist dieses Buch aber allemal geeignet.

Das Seidengeheimnis – Clio Gray

Klappentext:
Toskana, Beginn des 19. Jahrhunderts:
Die Seidenstadt Lucca hat ein großes Geheimnis zu hüten: Seit Jahrhunderten verbergen die Seidenhändler von Lucca ihr Heiligtum im ferngelegenen London. Als Napoleon mit seinen Truppen vor den Toren der Stadt steht, wächst die Befürchtung, dass das Geheimnis gelüftet wird.

Zeitgleich in London:
Das junge Mädchen Mabel erfährt über grausame Umwege von dem Geheimnis. Zusammen mit dem eigenbrötlerischen Whilbert Stroop will sie es um jeden Preis ergründen. Sie ahnt weder, dass sie sich damit in größte Lebensgefahr bringt, geschweige denn, dass sie nichts Geringeres als das Schicksal der toskanischen Stadt in ihren Händen hält …

Titel: Das Seidengeheimnis
Autor: Clio Gray
Verlag: EDITIONNOVA
Seiten: 300
Sonderausgabe: 29056217
Meine Bewertung:
1 Stern – gefällt mir gar nicht

Ich habe dieses Buch wirklich oft zur Seite gelegt und zwischenzeitlich auch wieder ins Regal geräumt, aber irgendwie wollte ich doch wissen wann es denn mal losgeht mit dem Geheimnis und ob der Schreibstil mal besser wird …

Die Geschichte ist sehr wirr, die Autorin springt sehr in den Zeiten – ja es handelt sich um einen historischen Roman in mehreren Epochen, dennoch erwarte ich eine passende Zeitform – Im Buch selber wurde im Präsens und Präteritum geschrieben, was noch schlimmer war als die ständigen Sprünge der Handlung. Ich musste Abschnitte zeitweise mehrmals lesen um zu verstehen wo die Handlung nun spielt und was mir die Autorin nun mitteilen möchte. Dies nervte und war unwahrscheinlich anstrengend. Auch hielt sich Clio Gray sehr viel mit Nichtigkeiten auf. So wird über einen kompletten Abschnitt berichtet, wie sich eine Person einen Schnaps genehmigt (inkl. dem Suchen der Flasche, dem Aufschrauben und des genüsslichen Trinkens … Prost!)

Der Plot selbst ist banal und als das Geheimnis dann endlich gelüftet wurde hatte ich nur ein „ah ja“ im Kopf und war froh, dass das Buch nach weiteren 5 Seiten endlich zu Ende war.

Die Charaktere sind flach und es sind eindeutig zu viele. Ich mag Geschichten die viele Handlungen haben und bei denen viele Personen eingebunden werden, aber hier war es mir ehrlich gesagt auch zu viel. Ich hatte keine Möglichkeit die Personen kennenzulernen oder etwas mit ihnen zu verbinden, Nichtigkeiten wurden beschrieben, die Charaktere nicht, sowas ist schade und hätte beim Korrektorat auffallen müssen.

Das Cover ist schön und war auch für mich ein Kaufgrund, leider konnte der Inhalt nicht überzeugen.

Fazit:
Ein Buch, welches mich nicht überzeugen konnte. Ich habe viel Quergelesen und konnte mich nur zwingen das Buch zu beenden. Der Wirre Schreibstil und das Springen der Handlung sowie der Zeitformen nahmen mir den Lesespaß. Daher gibt es von mir nur 1 Stern und keine Leseempfehlung.

Die Hurenkönigin ermittelt 01: Das Geheimnis der Totenmagd – Ursula Neeb

Klappentext:
In der Nacht von Allerseelen beobachtet der Totengräber ein dunkles Ritual. Am Morgen findet er im Beinhaus die Leiche einer jungen Frau. Der Verdacht fällt auf ihn, er soll gehenkt werden. Nur seine Tochter Katharina ist von seiner Unschuld überzeugt. Sie sucht den wahren Mörder und gerät dabei immer tiefer in den Sog einer Bruderschaft, die Meister Tod verehrt …


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Titel: Das Geheimnis der Totenmagd
Autor: Ursula Neeb
Verlag: Ullstein
Seiten: 432
ISBN: 978-3548282817
Meine Bewertung:
2 Sterne – gefällt mir nicht

Inhalt:
Die Totenwäscherin Katharina erleidet einen schweren Schicksalsschlag: Ihr Vater, der Totengräber, soll einen Mord begangen und die Leiche geschändet haben. Dies sagt zumindest sein Geständnis nach tagelanger Folter aus. Katharina will dies nicht glauben und ermittelt eigenständig …

Scheibstil:
Normalerweise mag ich historische Romane, besonders dann, wenn ich etwas von ihnen lernen kann. Leider hat mir die Geschichte um die Totenmagd rein gar nichts gebracht, außer: ein furchtbar schnulziger Satzbau mit vielen Füllwörtern und ein inszenierter Plot. Ursula Neeb hat sich bemüht viele historische Dinge in ihren Roman einzuarbeiten und hat gut recherchiert (langer Quellnachweis am Ende des Buches), aber mit dem Schreiben hapert es einfach etwas.

Charaktere:
Katharina, die nur aus Liebe zu ihrem Vater, den besten Freund desselbigen geheiratet hat. „Onkel Rupp“ – wie sie ihren Mann nennt, nimmt dies auch alles so hin und die beiden leben nebeneinander her. Für mich eine eigenartige Kombination und nicht nachvollziehbar.

Die Brüder des Todes waren für mich eine Sekte, ohne Sinn und Verstand, liefen sie ihrem „Meister“ hinterher – gut ggf. war das so, aber ich konnte auch dies nicht glauben. Die Charaktere und ihre Rollen waren mir zu lieblos und fremd, dass ich keinen Zugang gefunden habe.

Cover:
Das Cover ist interessant und macht neugierig auf das Geheimnis der Totenmagd.

Fazit:
Mit weniger schnulzigen Sätzen und Lückenfüllern hätte mir das Buch sicherlich besser gefallen. So fand ich es zu lang (200 Seiten weniger wären total ok gewesen) und vergebe nur 2 Sterne.

Klassisches Reiten auf Grundlage der Biomechanik – Dr. Thomas Ritter

Inhalt:
Grundlegende Aspekte der Reiterei
Philosophische Vorbemerkungen
Ziele der Dressurausbildung unter Einbeziehung der Biomechanik des Pferdes
Die drei Säulen der Ausbildung
Ausbildungsprinzipien
Arbeitsplatz und Ausrüstung
Die gymnastischen Arbeitsprinzipien des Systems – Ein Ausflug in die Geschichte
Die spezifischen gymnastischen Bausteine des Systems
Das Netzwerk der Hilfengebung
Fundamentale Fertigkeiten des Reiters
Sitz und Hilfen – praktische Anwendung in Beispielen
In der Tradition alter Meister

Aufbau:
Das Buch ist klar strukturiert und wundervoll gestaltet. Die Seiten haben eine tolle Haptik (festes Papier mit Veredelung), allerdings eignet sich, durch die Glanzschicht des Papieres,  das Buch nicht zum Lesen bei direkter Lichteinstrahlung – das Papier reflektiert und macht das entspannte Lesen unmöglich.

Aufgelockert werden die Abschnitte immer durch Bilder von Shana und Thomas Ritter sowie Zeichnungen von Maria Mähler. Auch gibt es immer wieder Zitate alter Meister und Diagramme, die die Ausbildungsprinzipien hervorragend darstellen.

Meine Meinung:
Dieses Buch ist für Reiter, die mehr wollen! Ich würde sagen, dass ein reiterliches Können ab A / L Voraussetzung ist, um nicht von dem geballten Wissen erschlagen zu werden. Ritter berichtet bis ins kleinste Detail und gräbt verborgenes Wissen – wie z. B. den Bügeltritt – wieder aus. Auch beschreibt er viele Hilfen in Kombination, was viele Reiter zu Beginn verwirren kann.

Fazit:
Meine Leseempfehlung geht daher an Reiter, die bereits gut reiten können und ihr Wissen vertiefen möchten, für Reitanfänger könnte das Buch aufgrund der geballten Ladung an Informationen eher abschreckend wirken.

Hintergrundinfo:
Auszug von Ritters Webseite – www.klassische-reitkunst.com

Dr. Thomas Ritter erhielt seine reiterliche Ausbildung in den 80er Jahren bei Thomas Faltejsek und Dorothee Baumann-Pellny, die beide aus dem engeren Schülerkreis um Egon von Neindorff stammen. Diese Ausbildung wurde ergänzt durch Unterricht bei Herrn von Neindorff selbst. Nach seiner Umsiedlung in die USA in den 90er Jahren besuchte er Lehrgänge bei ehemaligen Reitern der Spanischen Reitschule, Wien. […]


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Titel: Klassisches Reiten auf Grundlage der Biomechanik
Autor: Dr. Thomas Ritter
Verlag: Cadmos
Seiten: 223
ISBN: 978-3840410048
Meine Bewertung:
4 Sterne – gefällt mir

Die Macht des Mr. Miller – Charles den Tex

Klappentext:
Nach dem Erhalt seiner fristlosen Kündigung verschafft sich Unternehmensberater Michael Bellicher heimlich Zugang zu seinem früheren Büro. Eine fatale Entscheidung, denn er wird Zeuge eines Mordes und selbst der Tat verdächtigt. Michael taucht unter – und macht Bekanntschaft mit einem ominösen Mr. Miller, der alles über ihn zu wissen scheint, aber doch nicht greifbar ist …


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Titel: Die Macht des Mr. Miller
Autor: Charles den Tex
Verlag: grafit
Seiten: 447
ISBN: 978-3894255619
Meine Bewertung:
3 Sterne – lässt sich gut lesen

Inhalt:
Michael Bellinger wird aus der Bahn geworfen. Sein Bruder taucht nach einer langen Zeit wieder auf. Belli muss dies erst verarbeiten und ist zu lange von seiner Arbeit ferngeblieben, sodass ihm die Kündigung droht. Doch Belli will nicht aufgeben, er versteckt sich heimlich im Büro und entdeckt im großen Gebäudekomplex die Leiche einer Kollegin. Doch das schlimmste: Belli ist Tatverdächtiger Nummer 1 – laut Computerüberwachung war er der einzige im Gebäude …

Schreibstil:
Ich hatte zu Beginn des Buches Schwierigkeiten in die Geschichte zu kommen. Die Überschriften zeigen zwar die Unterteilung der Geschichte und Bellis-Weblog, allerdings habe ich die Blog-Einträge nicht gleich verstanden. Sie weisen einen tiefen Einblick in Bellis Psyche, aber halt sehr abstrakt 😉

Die Geschichte selbst ist einfach geschrieben und zur heutigen Zeit keine große Kunst. Ich denke früher, so vor 10 Jahren (also in der Zeit, in der das Buch spielt) war das Verständnis für die digitale Überwachung noch nicht so weit und daher war dieser „Krimi“ auch eher als „Thriller“ eingestuft.

Charaktere:
Diese waren mir irgendwie über- oder unterzeichnet. Mal zu viel und mal zu wenig, teilweise zu einstudiert. Es gab wenig Leben.

Cover:
Passt zur Geschichte, aber ist kein eye-catcher.

Fazit:
Für Leser, welche sich mit IT-Technik auskennen, ist dieses Buch eher ein Lückenfüller, für alle anderen könnte es ein spannender Krimi sein. Mir war „Die Macht des Mr. Miller“ zu vorhersehbar und daher vergebe ich nur 3 Sterne.