Land in Sicht – Kristina Steffan

Klappentext:
Das Glück schmeckt nach Äpfeln und Schokolade

Lotta hasst Veränderungen. Blöd nur, dass das Leben darauf keine Rücksicht nimmt. Als ihre Oma stirbt, ist sie plötzlich Hausbesitzerin. Auf dem Land. Gemeinsam mit ihrer ungeliebten Schwester. Von nun an kämpft Lotta mit Kühen im Garten, mit den Dorfbewohnern und Handwerkern, die gern auch mal die falsche Wand einreißen. Und dann ist da noch der geheimnisvolle Graf im Nachbarhaus, der ihre Gefühle ganz schön durcheinanderbringt …


Anzeige über Amazon Partnerprogramm
Titel: Land in Sicht
Autor: Kristina Steffan
Verlag: Diana Verlag
Seiten: 336
ISBN: 978-3453357785
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
Oma ist tot. Einfach nicht mehr aufgestanden, als sie sich zum Mittagsschläfchen in ihre Hollywoodschaukel legte. Was nun?! Lotta und Lea sollen laut dem Testament von Oma gemeinsam ihr altes Haus beziehen, natürlich ist das alles nicht so einfach …

Schreibstil:
Die Geschichte geht flüssig voran und der Schreibstil ist typisch Kristina Steffan / Kristina Günak – was soviel bedeutet wie: schnell, spritzig, gefühlvoll. Allerdings sind die Themen in diesem Roman nicht so witzig und auch mir rollte teilweise etwas Tränenflüssigkeit über mein Gesicht 🙁 dennoch schafft es Kristina die Themen geschickt zu verarbeiten und diese zwar amüsant aber nicht lächerlich zu beschreiben – ein interessanter Spagat!

Charaktere:
In diesem Fall möchte ich nicht explizit auf die einzelnen Personen eingehen. So viel sei aber gesagt: Sie sind alle auf ihre Art „speziell“ und es zeigt sich wieder deutlich, dass erlebtes sich in die Psyche einbrennen und die Persönlichkeit formen kann.

Cover:
Das Cover ist schön, weckte bei mir aber andere Assoziationen zur Geschichte, was ja nicht bei jedem so sein muss. Ich stellte mir ein Leben in einer Kleingartenanlage vor – wobei: Jeder kennt und hilft jedem. So unterschiedlich ist das wohl auch nicht 😉

Fazit:
Eine traurige sowie amüsante Sommerlektüre über Verlust, Liebe, Familie und den alltäglichen Kampf mit Psychosen, Macken und Mitmenschen! Mir hat „Land in Sicht“ gut gefallen und es liest sich sehr flüssig. Da die Thematik mit dem Verlust eines Menschen im Vordergrund steht ist eine Empfehlung zu geben sehr schwer – auch wenn das Thema sympathisch umgesetzt wurde.

„Schluss sag ich!“ Von Menschen, die in Würde altern wollten – Waltraud Berle

Klappentext:
Im Mittelpunkt dieser erzählerischen Dokumentation stehen die `drei Hoheiten´, drei alte Damen-darunter auch die Mutter der Autorin-, die das Schicksal in einem Pflegeheim an den selben Tisch verbannt hat. Waltraud Berle prangert die herz- und gedankenlosen Übergriffe auf die Würde alter Menschen an, deren Überlebenswillen, Findigkeit und Leistungsbereitschaft die nach dem Krieg Geborenen so viel zu verdanken haben. In ihrer oft traurigen, zuweilen aber auch zum Lachen komischen Erzählung gibt sie ihnen die `Würde des Alters´ zurück. Über fünf Jahre-die Zeit, in der ihre Mutter in Pflegeheimen lebte-recherchierte Waltraud Berle zu diesem Thema. Eine gewichtige Stimme inmitten der augenblicklichen gesellschaftlichen Debatte um Alter und Sterben.


Anzeige über Amazon Partnerprogramm
Titel: „Schluss sag ich!“ Von Menschen, die in Würde altern wollten
Autor: Waltraud Berle
Verlag: Osburg
Seiten: 208
ISBN: 978-3955100780
Meine Bewertung: 3 Sterne

Ich muss ehrlich sagen, dass mir diese Rezension sehr schwer fällt. Denn auf der einen Seite habe ich gemerkt, dass es für Waltraud Berle sehr schwer ist über das Erlebte zu schreiben, auf der anderen Seite habe ich mir aber auch mehr erhofft. Ich versuche, und das meine ich ernst, hier meine Gedanken zum Buch wieder zu geben, ohne das schwere Schicksal der drei Hoheiten herabzuwürdigen. Die Geschichten von Frau Gertrud, Frau Edith und Frau Schuster sind traurig, aufrüttelnd und schonungslos! Nun kommt allerdings mein ABER: durch den teilweise sehr emotionalen Ausdruck von Waltraud Berle war ich oft verwirrt was mir die Autorin mitteilen möchte. Durch diverse Zeitsprünge und Texte ohne Absätze bin ich teilweise einfach nicht mitgekommen. So erzählt Berle von Frau Schuster, dann vom Krieg und dann von wechselndem Pflegepersonal. Ich musste also Abschnitte mehrmals lesen um zu verstehen wo ich denn geistig gerade sein soll. Allerdings wurde gerade zu Beginn des Buches vieles wiederholt. So wurde beispielsweise immer wieder vorgerechnet woher denn nun Geld für das Heim kam und wie sich dieses zusammensetze. Im letzten Drittel des Buches scheint es auch der Autorin aufgefallen zu sein, dass die ewigen Zeitsprünge und wechselnden Geschichten nicht unbedingt dem Lesefluss dienen, so erwähnt sie im Text den Leser und erklärt, warum sie noch nicht bereit ist in der Geschichte um ihre Mutter fortzufahren, gerade weil es sie so mitgenommen hat. Das verstehe ich auch und ich kann das als emotionale Leserin auch nachvollziehen, aber die Ausweichgeschichten dazwischen haben mich einfach – es tut mir leid, wenn ich das so schreibe – genervt.

SPOILER ANFANG
Berle berichtet von offenen Beinen ihrer Mutter im Heim und ist dann so emotional dabei, dass sie einen Zeitsprung in die Jugend ihrer Mutter macht. Diesen Abschnitt breitet sie über mehrere Seiten aus und schreibt dann an den Leser, dass sie emotional noch nicht so weit ist um über das weitere Geschehen zu berichten und hält den Abschnitt von der jugendlichen Frau Gertrud weiter aufrecht.
SPOILER ENDE

Ich gebe zu, dass ich diese Geschichte von Missständen erwartet habe und ich bin soweit klar im Kopf, dass ich mir vorstellen kann, wie Wunden bzw Pflegemissstände aussehen bzw wie sie sich auswirken. Ich habe mir wohl eher erhofft, dass in diesem Buch Lösungsansätze, -vorschläge oä gegeben werden. Wie findet man gute Heime? Wieso gibt es keine emotionalen Pflegekräfte? Warum verschließen sich die Angestellten vor den Missständen? Und genau dies konnte ich aus diesem Buch nicht herauslesen und daher kann ich nur 3 Sterne vergeben, denn meine Erwartungen an „Schluss, sag ich!“ wurden so nicht erfüllt. Wer allerdings einen Erfahrungsbericht über 3 Damen und deren (Lebens-)Geschichte im sogenannten Pflegeheim lesen möchte und meine Erwartungen nicht teilt, ist mit diesem Buch sehr gut bedient.

Ich bedanke mich beim Osburg Verlag für das Rezensionsexemplar.

Schattenspiel – Charlotte Link

Klappentext:
Fünf Menschen kennen für ihre gescheiterten Träume nur einen Schuldigen: David Bellino – reich, skrupellos und ohne Freunde. Doch der Tag der Abrechnung ist nah. Gemeinsam versuchen die fünf, den Teufelskreis der Vergangenheit zu durchbrechen. Getrieben von dem Wunsch, die Schatten der Erinnerung abzuwerfen und sich aus dem Netz gefährlicher Liebschaften und dunkler Geheimnisse zu lösen …


Anzeige über Amazon Partnerprogramm
Titel: Schattenspiel
Autor: Charlotte Link
Verlag: Blanvalet
Seiten: 528
ISBN: 978-3442377329
Meine Bewertung: 1 Stern – gefällt mir
gar nicht

Ich habe dieses Buch nach 75 Seiten abgebrochen. Und ich kann nicht mal etwas zum Inhalt schreiben 🙁 Die Geschichte war zu Beginn recht interessant: ein Mann, welcher sich an die Spitze gearbeitet hat und einen Ziehsohn zu sich nahm. Dieser, geblendet durch eine Frau, schätze allerdings seinen Ziehvater nicht und sorgte dann unbewusst für dessen grausames Ableben … sehr vorhersehbar und dieser Punkt nahm schon gute 40 Seiten ein. Die Aufklärung dann auch noch mal 10 und dann ging es in den nächsten plätschernden Part – die Geschichte um den Ziehsohn und seine Vergangenheit … und dann tauchten wieder Personen auf, die natürlich auch eine Vergangenheit hatten und, logisch, alle sind miteinander irgendwie verwoben – oha!

Ich hatte zuvor noch nie ein Buch von Charlotte Link in den Händen und auch jetzt reizt mich kein weiteres. Wobei „Schattenspiel“ wohl eines ihrer ersten Veröffentlichungen war. Der Schreibstil ist einfach und alles wurde in die Länge gezogen und es folgt ein Klischee dem vorherigen. Spannung? Nein! Und auch sonst gab es nichts, was mich dazu angehalten hätte diesem Buch meine weitere Aufmerksamkeit zu schenken. Das Leben ist zu kurz für schlechte Bücher. Daher von mit ein Abbruch und nur ein Stern.

Numbers: Die Trilogie plus Prequel – Rachel Ward

Klappentext:
Sie wird von Generation zu Generation weitergegeben. Die Gabe, die eigentlich ein Fluch ist. Wer sie besitzt, sieht in den Augen seines Gegenübers eine Zahl: das Datum seines Todes.


Anzeige über Amazon Partnerprogramm
Titel: Numbers (Trilogie + Prequel)
Autor: Rachel Ward
Verlag: Chicken House
Seiten: 1200
ASIN: B00KL5SXQC
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

Inhalt:
Das E-Book beginnt mit Teil 1 (Jem und Terry), dann folgt das Prequel, in dem nochmals alle Figuren vorgestellt werden und das Leben vor Teil 1 beleuchtet wird. In Teil 2 und 3 geht es um Adam, den Sohn von Jem und Terry.

Schreibstil:
Der Stil von Ward ist sehr einfach gehalten und in den ersten drei Büchern in einem eigenartigen Jargon geschrieben. So klingt alles sehr gestellt und übertrieben jugendlich, die Brutalität und die Ausdrucksweise der Charaktere sind auch nicht ohne, aber alles bessert sich im letzten Teil.

Charaktere:
Wirklich lieb gewonnen habe ich keinen Charakter, dafür umso mehr gehasst. Ich bin mit Terry einfach nicht warm geworden und konnte daher auch Jem wenig verstehen, wie sie sich zu einer Person hingezogen fühlen kann, die sich nicht wäscht und einfach nur gnadenlos stinkt. Auch war mit nicht klar, warum Rachel Ward ausgerechnet einen schwarzen Jungen als hyperaktiv, zappelig, unsauber und mit Spitznamen „Spinne“ betitelt. Ich finde das rassistisch. Ebenfalls war die Auswahl der anderen Personen fragwürdig, ein Kind von Teens und ein Kind, welches Inzest erdulden musste … schwere Last für ein Jugendbuch.

Cover:
Die Cover kommen auf dem Reader gut rüber und sind passend zur Geschichte.

Fazit:
Mich konnte „Numbers“ nicht überzeugen. Die Charaktere machten mir das Lesen nicht leicht und der Schreibstil tat sein übriges. Die Idee hinter „Numbers“ finde ich sehr gut und ich hätte mir einfach mehr gewünscht. Wem ich „Numbers“ empfehlen kann weiß ich ehrlich gesagt gar nicht. Die Einfachheit der Handlung macht das Paket zum Lesespaß für Jugendliche, allerdings ist die Brutalität und die Auswahl der Themen nicht unbedingt für Jugendliche gedacht.

Reiheninfo:
Teil 1 – Den Tod im Blick
Teil 2 – Den Tod vor Augen
Teil 3 – Den Tod im Griff

Numbers 03: Den Tod im Griff – Rachel Ward

Klappentext:
2030 – Adam ist kein Unbekannter mehr. Seit er versucht hat, die Menschen vor der bevorstehenden Katastrophe zu warnen, weiß jeder von seiner Gabe. Denn wenn Adam in fremde Augen schaut, kann er das Todesdatum seines Gegenübers sehen. Und genau das macht ihn zum Objekt der Begierde von Saul und seinen Männern. Um Adam unter Druck zu setzen, entführen sie Sarahs Tochter Mia. Adam bleibt nur eins: Er muss so tun, als wäre er zur Zusammenarbeit bereit. Denn noch ahnt niemand, dass auch Mia eine unheimliche Gabe besitzt. Und die kann zu ewigem Leben verhelfen …


Anzeige über Amazon Partnerprogramm
Titel: Numbers 03: Den Tod im Griff
Autor: Rachel Ward
Verlag: Chicken House
Seiten: 324
ASIN: B007SVJ8TI
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

Inhalt:
Adam hat es mit seiner kleinen Familie geschafft, sie befinden sich in einem kleinen Lager und versuchen ein neues Leben aufzubauen, bis die Regierung Adam aufspürt …

Schreibstil:
Was ist denn hier passiert? Es wurde endlich auf einen vernünftigen Ausdruck geachtet, der erstens jugendfreundlich und zweitens sogar ohne Slang auskam. Ansonsten war dieser Teil der rasanteste der Reihe und lies sich flott lesen.

Charaktere:
Ich hatte das Gefühl, dass zwischen Band 2 und 3 Jahrzehnte und nicht nur zwei Jahre vergangen sind. Die Charaktere sind alle gewachsen und haben sich gut entwickelt. Dennoch konnte ich alle durch kleine Macken wiedererkennen. Leider wurde die kleine Mia mit ihren 2 Jahren zu stark herausgearbeitet, auch mit ihrer alten Seele, kann sie sich nicht so benehmen und dies wirkte unglaubwürdig.

Cover:
Auch hier finde ich das Cover gelungen.

Fazit:
Für mich der beste Teil der Reihe, obwohl mir auch hier viel fehlt. So wurden Dinge, die passieren, hingenommen und dann einfach überspielt. Es ist nicht möglich erlebtes, einfach mal beiseite zu schieben und normal weiterzuleben, Traumata bleiben zurück bzw. beschäftigen im wahren Leben – aber Numbers ist ja nicht real … Ich vergebe aufgrund der rasanten Spannung und des guten Abschlusses 3 Sterne, eine Leseempfehlung spreche ich nur an Fans der anderen Teile aus.