Keine Angst, Darling – Vera Buck

Klappentext:
Millionen wollen sein wie sie.
Doch ihr Leben ist eine gefährliche Lüge.

In der Luxussiedlung Santa Familia in Florida hat Lea endlich, wonach sie sich immer gesehnt hat: ein sicheres Zuhause, eine Tochter, die sie über alles liebt, und einen Mann, der sie auf Händen trägt. Für ihr schillerndes Leben wird sie online von Millionen gefeiert – nur ihre Schwester Paula misstraut der makellosen Inszenierung. Als Lea plötzlich verstummt, reist Paula besorgt von Deutschland nach Florida. Doch in der Sancta Familia ist ihre Schwester nicht. Ihr Mann behauptet, sie sei in einem Retreat. Aber warum gibt es kein Lebenszeichen? Je tiefer Paula in die scheinbar heile Welt der Siedlung eindringt, desto sichtbarer werden die Risse: Strenge Regeln erfordern bedingungslosen Gehorsam. Und Frauen, die sich widersetzen, verschwinden …

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Titel: Keine Angst, Darling
Autor: Vera Buck
Verlag: Lübbe
Länge: 475 Seiten
ASIN: ‎B0GWR4BZYJ
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Frauen brauchen Sicherheit und die bekommen sie zu Hause, von ihrem Mann. Daher sollte sich die Frau auch dankbar zeigen und ihren Mann vergöttern. Dieses Bild stellt Lea in Social Media zur Schau und begeistert viele Menschen mit ihrem Lebensstil. Nur Paula, Leas Schwester ist nicht überzeugt und als Lea dann nichts mehr postet, sucht Paula nach ihrer Schwester …

Meinung:
Bereits der Debütroman „Runa“ von Vera Buck hat mich vor 10 Jahren mehr als begeistert und mit „Keine Angst, Darling“ schafft es die Autorin wieder, mich zu fesseln und mit extrem vielen Gedanken zurückzulassen.

Der Roman behandelt viele Themen sehr differenziert u. a. das Frauenbild der Moderne im Gegensatz zur Tradition, häusliche Gewalt und Übergriffigkeit im öffentlichen Raum, Glaubenssätze sowie Social Media und bringt diese Themen damit sehr präsent in den eigenen Kopf ohne zu bewerten oder zu urteilen.
Die Handlung ist logisch aufgebaut und ist in mehrere Erzählweisen aufgeteilt. So gibt es die Geschichte von Paula in der Gegenwart, die von Lea vor dem Verschwinden, ein Haushaltsbuch als Tagebuch und Transkripte von Podcast und Social Media Posts. Es ist also sehr lebendig und zeigt (aufgrund der Transkripte) auch gleich die Marketingstrategien in Social Media auf.
Der Schreibstil ist flüssig und absolut punktiert, auch wenn ich zu Beginn etwas Bedenken hatte, dass ich mir nun Transkripte von perfekten Hausfrauen durchlesen muss, war ich absolut positiv überrascht, wie gut die Beschreibungen waren und das es genau das ist, was den Sog zur Nachahmung vertieft.

Die Charaktere entwickeln sich. Sehr interessant sind die langsam eingebauten Routinen, welche die Personen verändern. Es ist für außenstehende sehr schwer nachzuvollziehen, warum man sich (in gewissen Bereichen) manipulieren lassen kann, andererseits geht es in anderen Phasen sehr schnell und diese Dynamik zeigt Vera Buck anhand vieler Beispiele und die haben wir alle selbst in der Hand. Laufen wir vor der Arbeit zum Bäcker oder nutzen wir einen Drive-thru, um den Weg zur Arbeit ohne Fußmarsch schneller hinter uns zu bringen? Wir werden nicht gleich faul, aber wir gewöhnen uns daran und laufen dann weniger. Es sind Feinheiten, welche uns in Bahnen lenken, die wir später als normal empfinden und durch diese kleinen Routinen verändert sich das Leben und irgendwann findet man so vieles normal, was wir uns vor einiger Zeit nicht einmal vorstellen konnten. Diese Art der Manipulation ist perfekt dargestellt und bietet zudem gleich an, das eigene Verhalten zu hinterfragen und oder zu optimieren.
Besonders gefallen hat mir Paula, ihre Stärke und auch ihr Umgang mit Fehlern. So will sie nur helfen, setzt sich aber auch mit ihrer Vergangenheit auseinander und offenbart tiefliegende Traurigkeit und die Erkenntnis, nicht immer richtig gehandelt zu haben und das sie aus Fehlern lernen kann. Dennoch steht sie zu sich und zu ihrer Familie. Sie ist stark, allerdings nicht übermenschlich – sie wirkt einfach gut gefestigt im Leben.
Lea hat viel durch im Leben und sucht daher nach Schutz und halt – einfach logisch! Dass sie sich über kleine Routinen immer mehr von sich selbst entfernt ist ihr bewusst, aber was wiegt stärker, das eigene selbst oder der Wunsch nach einem sicheren Leben? Eine sehr spannende und individuelle Frage, welche die Autorin perfekt gelöst hat. Im Nachwort gibt es weitere Informationen, welche sehr schlüssig sind.
Auch die anderen Charaktere sind sehr gut dargestellt, es gibt kein schwarz oder weiß, jeder hat etwas an sich, was ihn einzigartig macht und das auch bei Nebenfiguren!

Cover:
Das Cover sagt mir ehrlicherweise gar nicht zu. Die Farben beißen im Auge und spiegeln nicht den Inhalt wider. Eine glückliche Familie vor einem gepflegten Haus wäre passender gewesen. So wie Paula es in einer Szene beschreibt: Passend für eine Werbepostkarte für Sancta Familia.
Den Farbschnitt (Paperback) finde ich dagegen grandios!

Fazit:
Ein absolutes must read! Für jeden Thrillerfan und wer sich mit manipulierendem Verhalten, Social Media und dem Frauenbild in der Moderne und Tradition beschäftigen möchte. Von mir gibt es daher 5 Sterne.

Ich bedanke mich bei Lübbe für das Rezensionsexemplar.

Cursed for Good – Amy Coombe

Klappentext:
Prinzessin zu sein, ist gar nicht so leicht: Die kleinen Feen im Königsgarten beißen, die schönen Kleider zwicken, und zwischen den vielen Reisen, Eröffnungszeremonien und königlichen Bällen bleibt kaum Zeit zum Lesen. Als Tandy verflucht wird, in einem Buchladen zu leben, bis sich ihr Herzenswunsch erfüllt, ist das daher wie ein wahr gewordener Traum. Endlich hat sie alle Zeit der Welt, sich ihren Büchern zu widmen – nur eine pubertierende Shopassistentin (ihre Drachenflügel stoßen ständig die Regale um) und ein bücherstehlender Pirat (er ist attraktiver, als es gut für ihn – und Tandy – ist) machen ihr das Leben schwer. Zudem sind Tandys Eltern gar nicht begeistert. Sie entsenden die sieben Prinzen der umliegenden Reiche, um Tandy zu umwerben und von ihrem Fluch zu befreien. Denn ist es nicht der Herzenswunsch einer jeden Prinzessin, ihren Prinzen zu finden? Oder doch eher einen sexy Piraten?

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Titel: Cursed for Good
Autor: Amy Coombe
Verlag: Kyss
Länge: 434 Seiten
ASIN: ‎B0FXW17B8F
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

Inhalt:
Tandy ist verflucht und muss so lange in einem Buchladen leben, bis sich ihr Herzenswunsch erfüllt, aber was ist, wenn es schön ist, in einem Buchladen zu leben?

Meinung – mit Spoilern:
Nach dem Lesen des Klappentextes wollte ich das Buch lesen, denn was gibt es schöneres, als in einem Buchladen zu leben? Dass der Klappentext allerdings den kompletten Inhalt wiedergibt, damit hatte ich nicht gerechnet.
Tandys Welt wird nicht erklärt, es wird vorausgesetzt, das man weiß, was Dragona, Halblinge etc. sind und das man sich diese auch so vorstellt, wie es die Autorin getan hat, denn sonst wirken ihre beiläufigen Beschreibungen gar nicht. Auch die Namen der Figuren sind zwar typisch Fantasygeschichte, sehr lang, unaussprechlich und lassen keinen Rückschluss auf die Art des Wesens zu, aber stellenweise hat man es dann doch übertrieben und so viele Buchstaben in unaussprechlicher Reihenfolge ergänzt, das es einfach keinen Spaß mehr machte, da hilft es dann auch nicht, das alle einen Spitznamen bekommen, der sehr kurz ist. Das Setting ist daher eher befremdlich und wenig einladend und so bleiben die Figuren blass und wirken konstruiert. Als Tandys Eltern dann die Prinzen zu ihr schicken, um sie vom Fluch zu befreien wird es fast lächerlich. Einer ist verrückter als der andere und die Frage war nur noch, welches Trauma versucht die Autorin zu kaschieren – in der Danksagung wird dann auch das gelöst. Die Handlung zieht sich unwahrscheinlich, springt immer wieder zwischen Tandys Gedanken und Unterhaltungen. Gerade die letzten 100 Seiten sind unwahrscheinlich zäh. Weil jede Figur das Gespräch mit „Aha“ und „Oh“ kommentieren muss und alle alles verstehen, nur Tandy nicht und dann wird das von jedem erklärt und wieder von allen mit kurzen Lauten kommentiert. Es ist wirklich extrem nervig! Das dämlichste allerdings, der Fluch wird nur dadurch gelöst, dass Tandy ihren Wunsch äußert, umgesetzt wurde er zu diesem Zeitpunkt allerdings nicht!

Cover:
Das Cover ist niedlich gestaltet und passt zum Inhalt, vor allem der Farbschnitt auf dem Paperback ist gelungen.

Fazit:
Ein Buch ohne klare Zielgruppe, absolut vorhersehbar und übertrieben konstruiert. Daher gibt es von mir nur 2 Sterne und keine Leseempfehlung.

Ich bedanke mich bei Rowohlt für das Rezensionsexemplar.

Ach du Liebesglück – Kristina Valentin

Klappentext:
Ein kleiner Bauernhof am Meer – klingt idyllisch und romantisch? Nicht für Lilly, denn sie wohnt dort mit ihrem siebenjährigen Sohn, dem kauzigen Untermieter und einer bissigen Gans. Aber dann zieht Lilly mit ihrem Traktor das Auto eines gut aussehenden Surfers aus dem Sand, und ein geheimnisvoller Hausgast mit sehr blauen Augen quartiert sich unerwartet in ihre Ferienwohnung ein. Und auf einmal sieht es fast so aus, als könnte es mit der Liebe doch noch klappen …

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Titel: Ach du Liebesglück
Autor: Kristina Valentin
Verlag: Tolino media
Länge: 284 Seiten
ASIN: ‎B0B24MH9WH
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Als Lilly von ihrer Nachbarin gefragt wird, ob sie glücklich ist, fängt Lilly an alles zu hinterfragen und sucht das Glück – ob sie es findet?

Meinung:
Bisher konnten mich alle Bücher von Kristina in eine wundervolle Welt entführen und so ist es auch mit diesem Werk. Gleich zu Beginn baut sich eine wundervolle Welt in meinem Kopf auf und die Figuren beginne zu leben. Sie sind so sympathisch, unterschiedlich und entwickeln sich mit der Zeit. Gerade Lilly macht in der Geschichte unwahrscheinlich viele Fortschritte, ohne dabei übermenschlich zu wirken. Das ist motivierend sowie ansprechend. Auch die anderen Figuren (sei es nun die Gans, der Hund oder ein Hahn) bekommen ihren Raum und sind ein fester Bestandteil des allgemeinen, gemütlichen Chaos in der Handlung. Es bleibt dauerhaft turbulent, geheimnisvoll, romantisch und natürlich witzig verrückt. Sehr angenehm zu lesen und perfekt, um die reale Welt für eine Zeit auszublenden. Denn wie Lilly so schön auf S. 175 bemerkt: Nervös an den Nägeln kauend starre ich wie paralysiert auf den Bildschirm. Nach zehn Minuten halte ich es nicht mehr aus und schalte den Fernseher ab. Wenn die Welt untergeht, möchte ich vorher nicht in Kenntnis gesetzt werden.

Cover:
Das Cover ist so niedlich mit den Hühnern und bunt und durcheinander – es passt einfach perfekt!

Fazit:
Ein absolutes must read für alle, die eine romantisch-geheimnisvolle Geschichte an der Nordseeküste genießen möchten. Tolle Figuren, super Handlung. Wer Kristina kennt, wird es lieben und die, die sie nicht kennen, sollten hier anfangen zu lesen! 5 Sterne.

Cat & Cole 02: Ein grausames Spiel – Emily Suvada

Reihenfolge:
Die letzte Generation
Ein grausames Spiel

Klappentext:
Die Seuche ist vorüber, aber der Kampf hat gerade erst begonnen!
Cat ist erschöpft, verwundet und schockiert über die grausame Entdeckung über ihren Vater. Sein Plan: die komplette Menschheit nach seinen Wünschen umzuprogrammieren. Cat und Cole müssen ihn aufhalten und dafür eine Allianz mit dem Feind eingehen. Aber überall warten Lügen und Betrug. Cat muss alles und jeden, dem sie vertraut, infrage stellen. Und während ihr Vater immer zwei Schritte voraus ist, stellen sich Cats Geheimnisse, versteckt in ihrem eigenen Kopf, als größte Bedrohung heraus …

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Titel: Cat & Cole – Ein grausames Spiel
Autor: Emily Suvada
Verlag: Planet!
Länge: 465 Seiten
ASIN: ‎B07JG9TGWK
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

Inhalt:
Das Virus ist besiegt, aber Cats Vater noch nicht, daher muss noch eine Schlacht geschlagen werden, um das Leben der Menschheit zu bewahren …

Meinung:
Der zweite Teil setzt nahtlos am ersten Band an. Es ist daher sinnvoll den ersten Band zu kennen – auch wenn das Wichtigste wiederholt wird. Die alten Figuren und auch neue tauchen auf, aber leider entwickeln sich die Charaktere nicht mehr, sondern wirken konstruiert, genau wie die komplette Handlung. Diese besteht nur noch aus brutalen kämpfen (detailreich beschrieben), vielen Schimpfwörtern und ganz viel Programmierung. Zudem ist das Lektorat echt schlecht, es fehlen teilweise Wörter, es gibt viele Schreibfehler und zwischendrin werden auch noch Namen der Protagonisten vertauscht. Das Korrektorat lässt auch wieder zu Wünschen übrig, so ist es wie im ersten Teil immer wieder zu Handlungsfehlern gekommen. Ein Jeep wird mehrmals mit wichtigen Unterlagen zerstört, taucht später wieder auf (mit allen Unterlagen), wird dann wieder zerstört usw.. Zudem wird der Jeep immer wieder beschrieben, so findet sich das Cartaxus Logo auf dem Jeep, später ist das Auto glücklicherweise nicht als Firmenfahrzeug zu erkennen, weil es keinen Aufdruck trägt – wie praktisch!
Cat und Cole streiten sich mehrmals wie man nun mit einigen Problemen umgeht und entweder Cat will Gewallt anwenden oder Cole – je nachdem wer es ist, spricht sich der andere dagegen aus. Gerade auf den letzten 100 Seiten war es mir wirklich zu blöd, es geht nur noch ums fliehen und retten und immer wieder geht damit die Diskussion einher, ob getötet werden soll und wenn ja wer. Das Buch hätte man tatsächlich um gute 150 Seiten kürzen können, dann hätten viele Wiederholungen und auch abstruse Handlungen einfach gestrichen werden können. So trainiert Cat mit Lee (zur Übung) und die beiden prügeln sich so stark, dass sich Cat immer mit Heiltek volldröhnt – woher bekommen die eigentlich immer den ganzen Nachschub? Später kommt raus, dass Cat eine schwere Gehirnerschütterung hat und sich schonen soll, prügelt sich weiter, gibt ja Heiltek. Das Team um Cat bricht in Häuser ein, alle sind super aufgeräumt und beherbergen alles, was sie brauchen, deutet wahrscheinlich darauf hin, dass die Hütten bewohnt sind. Was machen sie? Hinterlassen alles dreckig, es wird ausführlich beschrieben wie geduscht wird und nasse Handtücher und Sachen auf dem Boden landen und liegen gelassen werden. Auch bietet Cartaxus offenbar überall Lagerhäuser an, mit Nachfüllware – was macht Lee? Räumt den Schrank leer und alles, was ihm nicht passt, landet auf dem Boden. Wer macht da sauber?
Das Ende ist dann leider auch vorhersehbar und es könnte tatsächlich noch einen dritten Teil geben …

Cover:
Das Cover passt zum ersten Band, allerdings wirkt es entspannter – nicht mehr so explosiv, dafür umfassend, was auch passt.

Fazit:
Der Teil kann nicht überzeugen, zu technisch, zu unlogisch und voller Fehler. Ich vergebe daher nur 2 Sterne und die Leseempfehlung geht nur an jene, welche den ersten Teil für sehr gut befunden haben. Die komplette Reihe empfehle ich nur, wenn man sich viel mit Programmierung auseinandersetzen möchte und daran Freude findet.

Cat & Cole 01: Die letzte Generation – Emily Suvada

Reihenfolge:
Die letzte Generation
Ein grausames Spiel

Klappentext:
1 Milliarde Leben am Abgrund. 2 Menschen, die sie retten können. 1 Geheimnis, versteckt in ihrer DNA.
Krankheiten, Schönheitsmakel, körperliche Einschränkungen: von der Erde gelöscht! Mensch und Technik sind verschmolzen, jeder trägt ein Panel in sich, das den eigenen Körper perfektioniert. Fast! Eine mörderische Seuche ist ausgebrochen, und nur eine einzige Person auf der Welt ist fähig, den Impfstoff zu entschlüsseln – Catarina Agatta.
Gemeinsam mit Cole, dessen Körper gentechnisch verändert wurde, kommt die geniale Hackerin Cat einer Wahrheit näher, die grausamer ist als jedes tödliche Virus!

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Titel: Cat & Cole – Die letzte Generation
Autor: Emily Suvada
Verlag: Planet!
Länge: 481 Seiten
ASIN: ‎B07C7KGDMS
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

Inhalt:
Eine Seuche beherrscht die Welt und Cat ist ganz allein, nachdem ihr Papa vom Tech-Konzern entführt wurde. Nun schlägt sie sich allein durch und versucht zu überleben, das gelingt zwei Jahre auch ganz gut, bis wieder jemand vom Konzern vor ihrer Tür steht und sie um jeden Preis schnappen möchte …

Meinung:
Der Einstieg ist leicht und gleich fesselnd. Die Seuche bestimmt das Leben und hat die Welt verändert. Es ist leicht mit Cat zu fühlen und beängstigend zugleich, denn irgendwie scheint nichts so zu sein, wie es soll und so ist die Geschichte spannend, abwechslungsreich und natürlich auch voll von Gefühlen. Die Figuren sind alle sympathisch und sie entwickeln sich mit der Zeit. Man lernt immer mehr von ihren Persönlichkeiten kennen und dann kommt ein Punkt, in dem einem langsam klar wird, was Cartaxus (der Tech-Konzern) verbrochen hat und es ist unglaublich gut umgesetzt – es könnte tatsächliches vieles so passieren – was das Kopfkino natürlich noch mehr anregt und man noch mehr in die Handlung abtauchen. Schade ist, dass sich immer wieder ein paar Fehler eingeschlichen haben – weil ich nicht spoilern möchte, bleibe ich bei den belanglosen Sachen: Lee hält eine Flasche in der Hand, diese ist leer und er stellt sie in die Wanne. Eine Seite später nimmt Lee einen Schluck aus der Flasche, leert sie damit und stellt sie ab. Solche Sachen hätten im Korrektorat auffallen müssen! Es gibt leider mehrere solcher Szenen in denen Sachen oder Personen immer wieder auftauchen, obwohl sie bereits auf einer Seite davor weggeschrieben wurden, sowas ist schade, stört den Fluss und behindert innere Bilder. Zudem ist die Handlung sehr technisch, ich bin mir nicht sicher, ob die ganzen technischen Skills für jeden nachvollziehbar sind. Um die Geschichte zu mögen, muss man definitiv eine Affinität zur Programmierung, Codierung und Hacking haben. So ist die Ausdrucksweise und der Erzählstil aber flüssig und gut geeignet für ein Jugendbuch. Auch die Liebesgeschichte ist passend gestaltet, sie ist nicht von null auf jetzt, entwickelt sich irgendwie, ohne aufdringlich zu erscheinen.

Cover:
Das Cover ist super schön und es passt perfekt, es wirkt hochexplosiv und wenn man die Geschichte kennt ein bisschen eklig.

Fazit:
Ein spannender Auftakt der Dilogie. Aufgrund einiger Handlungsfehler und der tiefen Einsichten ins Hacking (nicht für jeden geeignet) vergebe ich nur 3 Sterne und eine Leseempfehlung nur an Fans von Programmierung und DNA-Optimierung.