Maria sucht Josef – Nicole Joens

Klappentext:
Der Taxifahrer traut seinen Augen nicht, als sich im Schneematsch eine Hochschwangere mit zwei Kindern zu ihm ins Taxi quetscht. Dabei wollte er eigentlich gerade nach Hause fahren und in Ruhe eine seiner Country-DCs anhören. Miriam dagegen ist unsagbar erleichtert, endlich einen Taxifahrer gefunden zu haben, der sich zur Hebamme bringt. Ist das vielleicht ein Zeichen, dass in ihrem Leben nun alles besser wird? Nur wie soll sie ihm beibringen, dass sie gar kein Geld hat? Eine märchenhafte Geschichte, die wunder wahr werden lässt.

Puh, eine Weihnachtsgeschichte ist anders… Die Geschichte spielt hauptsächlich an ein paar aufeinanderfolgenden Tagen. Zwischen der eigentlichen Geschichte gibt es immer wieder Rückblenden zur Vergangenheit der Protagonisten. Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich gut und schnell lesen.

Die Schwangere Miriam – ihre Schwester (Carola) kam mit ihrem Mann (Wassili) bei einem Autounfall ums Leben – schlägt sich mit ihrem Neffen Bene und ihrer Nichte Anna-Sophie so durch. Einen Mann hat Miriam nicht mehr an ihrer Seite, denn dieser hat sie für eine andere verlassen. Total abgebrannt, psychisch und physisch am Ende, versucht sie zur Hebamme zu gelangen und lernt so den netten Taxifahrer Joe kennen…

Mit der Protagonistin bin ich das ganze Buch über nicht warm geworden. Eine Frau, die denkt, dass sie das Beste für die Kinder tut, aber ihre Fehler nicht sieht.  ACHTUNG Spoiler – Obdachlos und ohne Essen – ist bestimmt nicht gut!

Dann ist Miriam auch noch männerhassend oder auch menschenhassend, lügt und lebt in ihrer Traumwelt, also alles nicht meins.

Joe dagegen ist nett, hilfsbereit, gutgläubig und zum lieb haben. Auch die anderen Charaktere waren erträglich bis sehr liebreizend.

Meiner Meinung wollte Nicole Joens zu viel in diesem Buch unterbringen. Von einer Liebesgeschichte, über die Vergangenheit der Charaktere (bis zum Weltkrieg), dann kam noch etwas spirituelles hinzu und zu guter Letzt noch das Jugendamt. Das sprengt für mich den Rahmen und lies mich zwischendurch doch zweifeln ob das ein gutes Ende geben wird, oder ob sich die Autorin eventuell doch verzettelt hat. Ich war positiv überrascht, dass es dann doch geklappt hat.

Fazit: das Buch lässt sich gut lesen, es ist flüssig geschrieben, aber definitiv kein Weihnachtsbuch! Der teilweise doch sehr männerhassende und depressive Stil macht das Buch zu einer schweren Kost, mit der der Leser umgehen können sollte oder diese Art mag.

 

Meinen Dank an Nicole Joens für das signierte Rezensionsexemplar.


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Titel: Maria sucht Josef
Autor: Nicole Joens
Verlag: Piper
Seiten: 352
ISBN: 978-3492274036
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

Shades of Grey II – Gefährliche Liebe – E. L. James

Klappentext:
Verunsichert durch die gefährlichen Leidenschaften ihres Liebhabers Christian Grey, hat Ana Steele ihre Beziehung zu dem attraktiven jungen Mann abgebrochen. Aber Anas Verlangen nach Christian ist stärker denn je. Als er vorschlägt, sich noch ein einziges Mal mit ihr zu treffen, willigt Ana daher sofort ein – und beginnt erneut eine Affäre mit ihm. Eine höchst riskante Affäre, in der sie immer wieder Grenzen überschreitet, aber auch mehr über die Vergangenheit von Christian erfährt, die ihn zu einem ebenso verletzlichen wie faszinierenden Mann gemacht hat. Und sie muss die wichtigste Entscheidung ihres Lebens treffen. Eine Entscheidung, bei der ihr niemand helfen kann …

Christian und Ana kommen wieder zusammen, wer hätte dies gedacht?! Beide bewegen sich in diesem Teil mehr aufeinander zu und schauen mehr auf die Bedürfnisse des Partners, sie passen sich an und kommen immer besser miteinander zurecht. Um Spannung aufkommen zu lassen, passieren neben der Liebesgeschichte der beiden dann noch Szenen wie aus einem Krimi – ich gebe zu, dass habe ich nicht erwartet und bin positiv überrascht.

In diesem Buch habe ich nicht nur von „postkoitalen Haar“ gelesen (nur ganz selten) sondern wirklich Action erlebt und teilweise sogar mitgefiebert. Das Ende war leider, für mich, vorhersehbar aber es macht wahnsinnig Lust auf den 3. Teil.

Ansonsten wurden meine Wünsche vom ersten Teil in diesem Buch total erfüllt. Ich weiß endlich mehr über Christians Vergangenheit! Dafür und für die Action 4 Sterne.

Der Schreibstil ist so geblieben und auch der Aufbau des Buches hat sich nicht verändert. Ana erzählt ihre Geschichte und der Mailverkehr hat auch nicht nachgelassen.

Christian ist ganz anders als im ersten Buch und das gefällt mir. Er ist viel realistischer und langsam kommt der Leser hinter die Geheimnisse, die er mit sich herum trägt. Er ist wahnsinnig sympathisch und hat mich, beim lesen seiner Geschichte, sehr nachdenklich gemacht.

Ana ist immer noch sehr naiv und teilweise auch dumm. Ich weiß nicht ob sie sich nur so verhält, weil sie Christian ärgern will, aber ich würde sie teilweise doch gerne auf den Mond schießen. Ich hoffe, dass es im 3. Teil besser wird, dass ich den beiden meinen Segen geben kann 😉

Fazit: viel besser als Teil 1! Leider immer noch eine zu heile Welt, zu viele Klischees aber dafür mit Action und wesentlich besserer Handlung. Teil 1 muss nicht, sollte aber zum besseren Verständnis, vorher gelesen worden sein.



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Titel: Shades of Grey – Gefährliche Liebe
Autor: E. L. James
Verlag: Goldmann
Seiten: 608
ISBN: 978-3442478965
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Im Tal des wilden Eukalyptus – Inez Corbi

Klappentext:
Australien 1801: Das Glück der vor einem Jahr ausgewanderten Irin Moira scheint vollkommen – sie und ihr Geliebter Duncan bekommen ein Kind! Das Leben in einer einfachen Hütte ist hart, aber sie sind glücklich. Bis Duncan fliehen muss, weil britische Soldaten ihn verfolgen. Da nutzt Moiras offizieller Ehemann die Gelegenheit und nimmt ihr den lang ersehnten Sohn. Moira ist am Boden zerstört. Doch sie nimmt den Kampf um ihr Kind auf und schreckt auch vor den lauernden Gefahren im Busch nicht zurück …

Dieser Roman ist der Nachfolger von „Das Lied der roten Erde“ (Erschienen am 07.12.2010) und ich gestehe, dass ich den ersten Teil der Saga nicht gelesen habe. Daher bin ich gleich in eine für mich unbekannte Geschichte gestupst worden, aber alles halb so wild, ich bin gut mitgekommen und habe den Anschluss sofort gefunden.

Inhalt:
Die Geschichte spielt um 1801 in New South Wales – später dann Australien. Moira und ihr Geliebter Duncan bekommen nach einer Fehlgeburt einen gesunden Sohn und kümmern sich aufopferungvoll um ihn. Da Moira noch verheiratet ist und sich ihr Mann einen Erben wünscht entzieht dieser ihr das Kind und Moira und Duncan kämpfen so gut es geht um ihr Baby.

Duncan, der als Ex-Sträfling aufpassen muss wie er sich verhält, bemüht sich um jeden Preis nicht zu sehr aufzufallen und nicht mit den britischen Soldaten in einen Konflikt zu geraten. Allerdings macht sich Duncans Vater, der sich mit den verhassten Eingeborenen, den „Eora“, herumtreibt keine Freunde und somit stehen Moira und Duncan stark unter Beobachtung …

Charaktere:
Moira ist in meinen Augen eine starrköpfige Frau, und ich glaube nicht, dass dies in dieser Zeit so war und sein durfte. Um 1800 gab es glaube ich keine Frau, die sich derart Benehmen durfte oder konnte. Frauen die ihre Meinung sagten oder gar als Verheiratete mit einem Geliebten leben durften, das kann ich mir einfach nicht vorstellen. Daher wirkt sie auf mich leider unglaubwürdig. Was sie für ihr Kind tut ist reiner Mutterinstinkt und logisch nachvollziehbar.

Duncan ist eine sympathische, natürliche Person mit liebenswerten Zügen. Mit ihm hatte ich mehr Mitgefühl als für Moira, da er wesentlich ehrlicher und realistischer wirkte.

Die anderen Charaktere waren lebhaft beschrieben und hatten einen guten Auftritt in der Geschichte, es fehlte mir nichts.

Schauplätze:
Der Busch und die Kolonie sind für mich bildhaft beschrieben und entführten mich teilweise in die schöne Landschaft, andererseits erschreckten mich auch die nicht so schönen Szenen, wie das Lazarett oder das Gefängnis.

Cover:
Das Cover gefällt mir, allerdings würde ich Bilder vom Busch und den Eora bevorzugen, denn diese spielten auch eine große Rolle und würden noch mehr Träume bei mir wachrufen. Besonders schön finde ich, dass die Schrift auf dem Cover und dem Buchrücken geprägt wurde und nicht nur gedruckt, damit hat das Buch eine ganz besondere Haptik – ich mag das 😉

Fazit:
Ein tolles Buch, Auch ohne den ersten Teil der Saga gelesen zu haben, hatte ich keine Schwierigkeiten. Das wichtigste wurde halt nochmals kurz angerissen und so war ich immer auf dem Laufenden. Vor dem ersten Kapitel ist eine Landkarte eingefügt, so dass ich als Leser sehen kann wo sich die Handlung abspielt und am Ende des Buches erhalte ich dank eines Nachwortes noch Informationen über die Geschichte (nicht alle Personen sind Fiktion).

Das einzige, was ich bereits oben schon bemängelt habe ist, dass ich Moiras Starrköpfigkeit, Leben mit einem Ex-Sträfling obwohl sie verheiratet ist, nicht wirklich glauben kann – dies ist für mich in dieser Zeit unverständlich und daher gebe ich dem Buch nur 4 Sterne.

 

Meinen Dank an den Ullstein Buchverlag für das Rezensionsexemplar.

 


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Titel: Im Tal des wilden Eukalyptus
Autor: Ines Corbi
Verlag: List
Seiten: 320
ISBN: 978-3548611167
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Wie ein einziger Tag – Nicholas Sparks

Klappentext:
„Und so beginne ich wieder, wie jeden Tag, laut aus meinem Tagebuch vorzulesen, damit sie es hören kann, in der Hoffnung, dass das Wunder, das mein Leben beherrscht, noch einmal wahr wird … “

Sie waren siebzehn , und der Sommer schien so unendlich wie ihre Liebe: aber als Allie mit ihrer Familie den verträumten Urlaubsort verlässt, verschwindet sie auch aus Noahs Leben, vierzehn Jahre lang. Dann aber will Allie, die inzwischen verlobt ist und kurz vor der Hochzeit steht, noch einmal den Mann sehen, den sie nie vergessen konnte.

Das Wiedersehen mit Noah wird für Allie zu einer Begegnung mit sich selbst und jener unwiderstehlichen Energie, die nur wahre Liebe birgt. Und dann erfährt diese wundervoll einfühlsame Geschichte eine ungeahnte Wendung …

Die Geschichte beginnt in einem Altenheim, dort liest ein männlicher Bewohner den anderen Heimbewohnern Geschichten vor. Diesmal geht er zu einer Frau und beginnt mit einer Geschichte aus seinem Tagebuch.
Anstatt, wie ich erwartet hatte, in „Ich-Form“ zu erzählen spielt die Tagebuch-Geschichte in einer Art Roman, so dass ich erstmal ein paar Seiten brauchte bis ich verstanden hatte, was nun gerade passiert. Aber als ich dann soweit war, las ich eine wundervolle Liebesgeschichte, die mich bildlich überhaupt nicht erreichte und auch nicht überragend geschrieben war, aber von der Handlung her sehr rührend wirkte. Danach geht die Handlung wieder im Altenheim weiter und rührte mich dort sehr zu tränen.

Noah wirkt auf mich wie ein Naturtyp, total Bodenständig und locker. Wahnsinnig sympathisch aber auch nervig durch seinen übertriebenen Hang für Gedichte, die er überall einbringen muss.

Allie ist eher darauf bedacht was andere Denken und möchte es allen recht machen und entscheidet sich später erst für ihre Bedürfnisse. Aber sie entscheidet sich, dass ist doch mal was. Ob sie mir sympathisch geworden ist, weiß ich gar nicht so, aber sie war mir nicht egal und ich wollte schon wissen wie sie ihr Leben meistert.

Fazit: der Schreibstil war gar nicht mein Fall. Die Geschichte hatte für mich kein Herz. Die Handlung war wahnsinnig bedrückend und rührte mich, aber eher die Eckpunkte der Geschichte und nicht das, was geschrieben wurde. Der Stil von Nicholas Sparks ist mir einfach zu weich, zu poetisch und unpersönlich. Daher bekommt dieses Buch von mir 3 Sterne, da die Grundidee eine sehr schöne ist.


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Titel: Wie ein einziger Tag
Autor: Nicholas Sparks
Verlag: Heyne
Seiten: 240
ISBN: 978-3453408708
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

Traumfänger – Petra Röder

Klappentext:
Seit ihre kleine Schwester Emma im Koma liegt, hört Kylie sie in ihren Träumen um Hilfe rufen. In genau einem solchen Traum trifft sie Matt Connor, der dort seit Monaten festsitzt. Bald wird klar, dass die beiden sich zueinander hingezogen fühlen, doch hat ihre aufkeimende Liebe überhaupt eine Chance? Denn nur wenn es Kylie gelingt, Matt und Emma aus diesem Traum zu befreien, werden die beiden auch in der realen Welt überleben. Doch in der Traumwelt wimmelt es von bösartigen Kreaturen und Matt trägt ein dunkles Geheimnis mit sich, von dem Kylie erst erfährt, als es fast zu spät ist.

Diese Geschichte riss mich von der ersten bis zur letzten Seite in ihren Bann. Wunderbar geschrieben, von witzig bis gruselig war alles dabei.

Die Schauplätze der Geschichte waren sehr realistisch gestaltet und genau dass, fand ich gut. Keine Fantasiegebilde sondern genau so, wie ich selbst Träume war es auch im Buch beschrieben – Wälder, Schluchten, … – Natürlich träume ich nicht von den Merkwürdigen Kreaturen aber in einem Alptraum ist ja alles möglich 😉

Kylie und Matt mochte ich sehr. Sie waren keine Superhelden, sondern einfach auf der Suche nach einem Ausweg. Da überwindet jeder Hürden, die sonst evtl. abschreckend und unüberwindbar wirken. Auch ist die Liebe zwischen den beiden nicht überdreht dargestellt, sondern wirklich tauglich. Es ging mir zwar ein bisschen zu schnell, aber die Zuneigung der beiden war nur ein kleines Anhängsel der Geschichte, deswegen war es okay.

Fazit: Mit viel Witz und Charme hat es Petra Röder geschafft eine freche Geschichte zu schreiben, die ich uneingeschränkt für Jugendliche und fantasieliebende Erwachsene empfehle. Dafür 5 Sterne.

 


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Titel: Traumfänger
Autor: Petra Röder
Verlag: winterwork
Seiten: 292
ASIN: B007OUI5KQ
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr