Die Auserwählten-Trilogie: II In der Brandwüste – James Dashner

Klappentext:
Sie haben einen Ausweg aus dem tödlichen Labyrinth gefunden und geglaubt, damit wäre alles vorbei. Dass sie frei sein werden und nie mehr um ihr Leben rennen müssen. Doch auf Thomas und seine Freunde wartet das Grauen: Sengende Hitze, verbranntes Land und Menschen, die von einem tödlichen Virus befallen sind. Und die undurchsichtigen Schöpfer halten noch immer die Fäden in der Hand. Damit steht den Jungen die nächste Prüfung bevor. Sie müssen innerhalb von zwei Wochen die Brandwüste durchqueren, sonst sind sie verloren. Und dabei wird ihnen alles abverlangt, sogar ihre Menschlichkeit. Doch dazu ist Thomas nicht bereit.


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Titel: Die Auserwählten – In der Brandwüste
Autor: James Dashner
Verlag: Carlsen
Seiten: 492 (lt. Printausgabe für Teil 2)
ASIN: B00FKZ74TU
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
Das Labyrinth ist verlassen, doch die Sicherheit war nur vorgetäuscht. Die Lichter müssen sich erneut beweisen und viele Prüfungen bestehen. Diesmal verschlägt es sie in die wirkliche Welt, die nach der schlimmen Sonneneruption nicht mehr normal ist …

Schreibstil:
Der Schreibstil ist immer noch außergewöhnlich. Der Spannungsbogen wird wieder gut gehalten und für Verwirrung ist auch gesorgt. Der Ausdruck ist jugendfreundlich, was allein auf die Wortneuschöpfungen zurückzuführen ist. Leider gibt es aber hier und dort kleine Logikfehler, die zwar nicht so stark auffallen aber trotzdem vorhanden sind.

Charaktere:
Ich kann sie immer noch nicht greifen 🙁 Die Lichter sind mir immer noch suspekt, gleiches gilt für ANGST und Gruppe B. Thomas, der immer noch die Hauptperson spielt, ist mir irgendwie auch noch, nicht wirklich unsympathisch, aber auch nicht sympathisch. So ganz normal scheinen alle nicht zu sein :rool:

Ich habe bis jetzt noch kein Buch gelesen, in dem ich die Charaktere nicht einschätzen konnte. Es gab welche die langweilig oder nichts sagend waren, aber das passt hier alles nicht. Die Charaktere hier sind verwirrend und anziehend und doch irgendwie abstoßend; lieb, sympathisch bis unsympathisch; vielsagend und doch verschwiegen – irgendwie toll 😀

Cover:
Das Cover wirkt beängstigend. Ein Junge, der Brandverletzungen im Gesicht und Halsbereich hat und zudem ausgezehrt und kraftlos wirkt.

Fazit:
Ein toller zweiter Teil der Trilogie, der Lust auf mehr macht. „Im Labyrinth“ sollte vorher gelesen werden, damit wirklich alle Informationen beim Leser präsent sind und nicht erst „In der Brandwüste“ herausgelesen werden müssen. Eine Leseempfehlung geht daher an Leser, welche den ersten Teil bereits gelesen haben. Ich vergebe 4 Sterne für eine spannende Fortsetzung.

Die Auserwählten-Trilogie: I Im Labyrinth – James Dashner

Klappentext:
Sein Name ist Thomas. An mehr kann er sich nicht erinnern. Und er ist an einem bizarren Ort gelandet: eine Lichtung, umgeben von einem riesigen Labyrinth. Doch er ist nicht der Einzige. Zusammen mit fünfzig Jungen, denen es genauso geht wie ihm, sucht er einen Weg in die Freiheit. Der führt durch das Labyrinth, dessen gewaltige Mauern sich Nacht für Nacht verschieben und in dem mörderische Kreaturen lauern. Doch gibt es wirklich einen Weg hinaus? Ist das Ganze eine Prüfung? Und wer hat sich dieses grauenvolle Szenario ausgedacht? Den Jungen bleibt nicht viel Zeit, um das herauszufinden.


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Titel: Die Auserwählten – Im Labyrinth
Autor: James Dashner
Verlag: Carlsen
Seiten: 496 (lt. Printausgabe für Teil 1)
ASIN: B00FKZ74TU
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
Im ersten Teil der Auserwählten geht es um Thomas und sein Erwachen auf „der Lichtung“. Diese Lichtung befindet sich in einem Labyrinth. Warum Thomas dort ist und sich die Lichtung mit ca. 50 anderen Jungen teilt weiß keiner, es wird Zeit um dies herauszufinden …

Schreibstil:
Der Schreibstil ist interessant. So wirft Dashner einen Charakter und den Leser (beide unwissend) in eine fremde Welt, die feindselig und trotzdem friedlich ist. Mit viel Verwirrung schafft es der Autor allerdings die Spannung zu halten – dafür passieren ein paar Logikfehler 🙁 Ganz toll fand ich den Ausdruck, den Dashner an den Tag legt. Statt der Kraftausdrücke, die ordentlich fliegen würden, verwendet er andere Worte, diese sagen zwar auch sinnbildlich das gleiche, aber es wirkt sympathischer 😉

Charaktere:
Schwierig. Wirklich schwierig. Die Charaktere bauen viel auf. Dies heißt, dass sie nicht greifbar sind. Thomas wurde von mir schnell erfasst und ich konnte mit ihm umgehen, ich war genauso hilflos und verwirrt wie er, als er auf der Lichtung erwachte und ich konnte – genau wie er – die anderen Charaktere nicht verstehen. Erst im Laufe des Buches habe ich – genau wie Thomas – angefangen zu verstehen und konnte auch mit den anderen Figuren warm werden. So eine Geschichte und kennenlernen der Persönlichkeiten kannte ich bis jetzt nicht und bin wirklich positiv überrascht, allerdings fühle ich mich durch Thomas manipuliert und kann weder ihn noch die anderen wirklich einschätzen. Ich bin gespannt wie sich das entwickelt.

Cover:
Das Cover wirkt gruselig. Ein Junge, der grimmig und angriffslustig nur halb vor einer Zeichnung zu erkennen ist.

Fazit:
Ein toller und spannender Einstieg in die Trilogie, der sehr viel Lust auf mehr macht. Ganz toll finde ich die Verwirrung die Dashner mit seinem Schreibstil schafft und nicht nur den Protagonisten Thomas, sondern auch den Leser im Dunkeln lässt. Eine Leseempfehlung geht an Jugendliche sowie Erwachsene die gerne etwas außergewöhnliches lesen möchten. Ich gebe 4 Sterne für einen nervenaufreibenden ersten Teil (einen ziehe ich aufgrund der Logikfehler ab).

[Testbericht] Tolino Shine eReader

Ich habe den Schritt in die digitale Bücherwelt gewagt. Elektronische Bücher lese ich bereits seit einer Weile. Dies allerdings nur auf dem iPad mit der kindle-App oder BlueFire-App. Bis vor kurzem war ich damit auch ganz zufrieden. Viele E-Books lese ich nicht, ich mag die Haptik, den Geruch und nachher die hübschen Bücher im Regal, aber es gibt einfach unschlagbar günstige Angebote im E-Book-Bereich.

Ausschlaggebend für den Kauf eines „richtigen“ eReaders war der Sammelband von Choga Regina Egbeme  – Alle 3 Teile (Hinter goldenen Gittern + Die verbotene Oase + Hinter dem Schleier der Tränen) in einem Band.

Warum?!

Alle 3 Bände waren bisher geliehen und so bewegend, das ich wirklich überlegt habe diese zu kaufen. Als ich im Internet nach den Büchern suchte fand ich den Sammelband und den günstigen E-Book-Preis. Ich überlegte nicht lange und kaufte. Meine kindle-App, die mir immer öfter und immer länger Werbung zeigte, lud das digitale Buch herunter und ich öffnete dies. Alles klappte wunderbar und ich stellte das iPad zum Lesen auf Flugmodus (ich lese gerne ohne Überwachung meiner Lesezeiten und -orte). Eingekuschelt wollte ich mich nun nochmals dem ersten Buch von Choga widmen und begann mit dem Lesen, Seite eins funktionierte noch einwandfrei und nach dem Umblättern war das Buch weg. Richtig weg. Es war nicht mehr in meiner Bibliothek – ich war so sauer verband mich erneut mit dem Internet, mit amazon und lud das Buch erneut, blieb Online, blätterte bis zur letzten Seite vor (das Buch musste also vollständig im Zwischenspeicher der App sein), schaltete das Internet wieder aus und konnte lesen.

Was soll das? Muss man sich echt so abhängig machen? Okay dachte ich mir, dann halt keine App mehr, dann richtig. Ein eReader ist ja eh viel leichter als das iPad, dazu kommt noch die Stromersparnis und verleihen würde ich den Reader auch eher als das iPad.

Was für ein Gerät kauft man sich denn nun, wenn einem das Internet und Filme anschauen nicht wichtig ist? Die Testberichte lobten den kobo und tolino – vom kindle mal ganz abgesehen, aber der sollte es nun wirklich nicht werden. Ich möchte mich nicht an ein Unternehmen binden und der Werbemaschinerie schutzlos ausgeliefert sein.

Der kobo wurde es nicht, weil ich gelesen habe, dass sich das Gerät nur über den kobo-shop bestücken lässt. Also für mich auch nicht der Hit, da ich meine Rezi-Exemplare schon gerne auf einem eReader lesen möchte und nicht weiterhin übers iPad. Denn, laut Internettest lässt der kobo eine Datenübertragung via USB nicht so einfach zu.

Es blieb: Der tolino shine


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E-Ink Display mit integrierter Beleuchtung

Display:
Bilddiagonale: 15,27 cm
6 “ Display
Auflösung Breite: 758 Pixel
Auflösung Höhe: 1.024 Pixel

Speicher:
Bis zu 4 GB Speicher intern maximal
Bis zu 32 GB Speichererweiterung maximal
Typ Micro SD Card
Typ Micro SDHC

Schnittstellen:
WLAN

Grundeigenschaften:
Farbe: Grau
Höhe: 175 mm
Breite: 116 mm
Tiefe: 9 mm
Gewicht inkl. Akku: 190 g

Gekauft bei Thalia, weil das Angebot inkl. Tasche und E-Books irgendwie verlockend war. Gut die digitalen Bücher sind jetzt nicht so mein Fall, aber reinschnuppern werde ich, die Tasche gefällt mir gut (Wendetasche aus Neopren).

Nun zum Gerät:

Der tolino shine ist sehr leicht, liegt gut in der Hand, ist einfach zu bedienen und selbsterklärend. Ein USB-Kabel lag dem Gerät bei, ein Netzteil nicht. Ich denke, dass fast jeder Haushalt ein Micro-USB-Ladekabel oder zumindest einen Netzstecker im Hause hat. Daher ein Pluspunkt, dass nicht zu viel Sondermüll mitgeliefert wird.

Nachdem ich die Ländereinstellung im eReader bestätigt hatte installierte sich die Software selbstständig und ich konnte auf die, dem Gerät mitgelieferten, E-Books zugreifen. Die nächsten Einstellungen dienten dem WLAN – dies wollte ich ja eigentlich nicht haben! Aber das Gerät wollte Updates und die Gratis-E-Books zum Kauf bei Thalia mussten ja auch irgendwie aufs Gerät. Also mal kurz ins WLAN geschlüpft – auch hier ging die Einrichtung problemlos! Der tolino shine zog sich die benötigten Updates und auch die 4 E-Books von Thalia. Wohlgemerkt, ich war noch nicht im Shop registriert – sehr merkwürdig :rool:

Nachdem die wichtigsten Einstellungen also getätigt waren – nicht in der Telekom-Cloud registriert, nicht im Shop angemeldet, WLAN deaktiviert (sonst verbindet sich tolino auf Reisen noch selbstständig mit den Telekom-hotspots, das will ich dann doch nicht. Konnte ich mich den Leseeinstellungen widmen. Diese sind komfortabel und leicht zugänglich und bleiben beim Buchwechsel erhalten. Die Leselampe ist manuell zu steuern und kann zudem noch in der Helligkeit angepasst werden. Das E-Ink-Display lässt sich spiegel- und blendfrei lesen und ist superscharf. Da hat die Werbung nicht zu viel versprochen!

Per USB lassen sich die digitalen Bücher sowie PDF-Dateien problemlos auf den eReader laden und löschen. Der tolino shine wird selbstständig als USB-Speichergerät erkannt und kann, ähnlich wie ein Stick, gehandhabt werden.

Letzter Test: Was passiert beim Download aus dem Thalia-Shop?

Heute morgen wollte ich es wissen und habe mich getraut. Wenn ich sonst E-Books von Thalia geladen hatte, habe ich diese immer via Mail erhalten und konnte die epub-files bequem von der Mail in die BlueFire-App kopieren, wie geht es wohl mit dem tolino? Ganz einfach: Im Shop anmelden (tolino-Startseite), digitales Buch auswählen und Kaufen. Aber oh Schreck: den tolino habe ich mit der Kreditkarte bezahlt und genau diese Zahlungsart war nun auch in den Shopeinstellungen des tolino verankert, ich konnte sie nicht ändern! Na gut, dachte ich, spätestens wenn ich nach den Sicherheitszahlen gefragt werde, muss ich das ja ändern können und bestätigte den Kauf. Nichts! Abgebucht! Heftig, ich dachte sowas wäre unmöglich, aber ich lerne ja auch nie aus 😉 – Die Zahlungseinstellung konnte ich dann nur via PC über mein Thaliakonto ändern;

Der Download begann dann sehr schnell, vom Shop aufs Gerät, doch oh Wunder, die Telekom-Cloud war auf einmal auch aktiviert. Komisch gestern hätte ich mir da noch ein Konto anlegen müssen 😳

Fazit:
Handling: 5 Sterne
Design: 5 Sterne
Bindung an Cloud: ja, daher nur 2 Sterne

Der tolino shine ist ein kleiner und handlicher eReader der viel Lesefreude bereiten kann, wenn der Nutzer nur am Lesen von eBooks interessiert ist. Bilder kann der tolino shine durch die Graustufen nur schwer darstellen. Die Bedienung ist einfach und selbsterklärend, nur der Bezug von Daten bereitet mir Kopfzerbrechen, daher gibt es von mir die Gesamtnote: 4 Sterne

Ein Gerät zum privaten Lesen gibt es wohl doch nicht 🙁 oder man manipuliert an den Geräten und E-Books herum und umgeht somit die Lizenzen. Damit wäre wohl auch keinem geholfen. Somit bleibt mein Wunsch nach einem unüberwachtem Lesespaß ein Traum. Zumindest kann ich das WLAN deaktivieren und den tolino shine noch über USB füttern.

Hinter dem Schleier der Tränen: Mein Abschied vom Harem der Frauen – Choga Regina Egbeme

Klappentext:
Choga Regina Egbeme hatte einen Traum: Sie gab ihren Gefährtinnen aus dem afrikanischen Harem ihres Vaters ein neues Zuhause. Denn alle verbindet ein Schicksal: Sie sind HIV-positiv. Aber Choga ist an Aids erkrankt und muss erkennen, dass sie den Frauen als Heilerin nicht mehr helfen kann. Die ungewöhnliche Frauengemeinschaft droht auseinander zu brechen. Mit letzter Kraft kämpft Choga um die Zukunft ihrer Gefährtinnen – bis ein weiterer furchtbarer Schicksalsschlag ihr Leben erschüttert.


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Titel: Hinter dem Schleier der Tränen: Mein Abschied vom Harem der Frauen
Autor: Choga Regina Egbeme
Verlag: Ullstein
Länge: 299 Seiten
ISBN: 978-3548364797
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
Der dritte Teil nach „Hinter goldenen Gittern“ und „Die verbotene Oase“ geht nach dem furchtbaren Anschlag der Muslime, auf Chogas christliche Farm, weiter. Choga fällt in eine tiefe Depression. Daraus folgt, dass sie ihre Aufgabe als Heilerin zu stark vernachlässigt und ihren heilenden Tee nicht mehr zubereitet. Die schwere Folge: Choga erkrankt an AIDS. Um wieder zu Kräften zu kommen fährt sie mit ihrem Sohn, Josh, zu Ezira in den Regenwald …

Schreibstil:
Der Schreibstil war gut und flüssig, aber irgendwie angeschlagen. Ich hatte das Gefühl, dass Choga nicht mehr ganz so spirituell bzw. nicht eins mit sich war. Sie schrieb nachdenklicher und überdachte mehr.

Charaktere:
Über Choga habe ich , glaube ich, bereits genug erwähnt. Sie war eine sehr starke Persönlichkeit die ich gerne persönlich kennengelernt hätte.

Magdalena gefiel mir in diesem Band gar nicht. Sie wolle zwar nur helfen, aber irgendwie waren mir ihre Eingriffe zu heftig. Sie störten die Ruhe, auch wenn Magdalena nur das beste wollte. Oder anders: Ich merkte das Deutsche, welches die afrikanische Gemütlichkeit störte.

Beeindruckt haben mich Amara (Kräuterheilerin) sowie Ezira und Buchi – die beiden Heilerinnen aus dem Regenwald; Diese 3 starken Frauen, die auf die Kraft von Mutter Erde vertrauen und gute Erfolge erzielen sind selbstlos und stehen trotzdem so fest im Leben, das wir uns alle ein Stückchen von ihrer Art aneignen sollten!

Cover:
Ein schönes Cover, das eine schöne Verschmelzung zwischen Himmel und Erde durch einen Menschen zeigt.

Fazit:
Ein bewegender Abschluss, der mich zu tränen rührte. Choga lies mich an ihrem Leben teilhaben und dies auf eine erschreckende und doch liebenswürdige Art. Trotz ihres Schicksals hat sie nie aufgegeben und war immer für die anderen da. Schade fand ich das abrupte Ende des Buches. Ich hätte gerne noch mehr Hintergrundinformationen über das Leben von Bisi, Ada, Amara, Tanisha und den anderen gehabt. Es gibt zwar noch ein kleines Namensregister mit einem kurzen Lebenslauf, aber dieser reichte mir persönlich nicht. Daher vergebe ich nur 4 Sterne für dieses bewegende Buch.

MärchenLust – Luisa Grimaldi

Klappentext:
Liebe und Lust gab es schon immer und schon immer waren sie unwiderstehlich auch vor dem berühmten Schlusssatz: Und wenn sie nicht gestorben sind …

Das gar nicht so brave Dornröschen hat der Prophezeiung keinen Glauben schenken wollen und muss nun wach geküsst werden, doch nicht nur ein Prinz findet sie schlafend.

Hingegen ist die tugendhafte Rapunzel Opfer einer Entführung in den Turm wird sie aber nicht von einer bösen Zauberin gesperrt, sondern vom ärgsten Feind ihres Vaters.

Schneewittchen flieht vor der Grausamkeit ihrer Stiefmutter und muss sich als Magd verdingen dies auf einem Schiff, das gewiss nicht unter der Flagge der sieben Zwerge segelt.

Die tüchtige Aschenputtel erliegt dem Charme ihres Prinzen noch vor der Hochzeitsnacht, glaubt sie auch, sich in einen Narren verliebt zu haben.

König Drosselbart hat sehr viel Humor und ist zudem ein guter Schauspieler, weshalb ihn die gemeinen Worte der eigentlich tieftraurigen Prinzessin zu einer List greifen lassen.

Der Froschkönig wiederum lässt sich die leeren Versprechungen seiner Auserwählten teuer bezahlen und ist mit einem einfachen Wurf gegen die Wand ganz sicher nicht von der Dunkelheit in seiner Seele zu befreien.


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Titel: MärchenLust
Autor: Luisa Grimaldi
Verlag: Elysion-books
Länge: 224 Seiten
ISBN: 978-3942602464
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
6 altbekannte Märchen in einem neuen Gewandt – frisch, frech und neu erzählt mit einem anderen Ende für Erwachsene 😉

Schreibstil:
Der Schreibstil der Autorin ist sinnlich und passend. Die Märchen weichen zwar etwas, aber nicht viel vom ursprünglichen ab – der Leser erkennt also deutlich um welches Märchen es sich handelt.

Charaktere:
Im Gegensatz du den Märchenfiguren sind die Charaktere eigenständiger, die Frauen emanzipierter und die Prinzen weisen keine Strumpfhosenmanier auf. Ich mochte das sehr.

Cover:
Das Cover wirkt von weitem schöner als es letztendlich ist. Die schöne Fee wurde so stark nachbearbeitet, dass sie alte Hände mit dreckigen Fingernägeln hat, dass passt gar nicht. Das Gesicht, Make-up und Frisur sind allerdings wunderschön!

Fazit:
Ein schönes Märchenbuch für zwischendurch. Für Erwachsene, die gerne Märchen lesen uneingeschränkt zu empfehlen. Leider sind die Geschichten zu kurz, beziehungsweise fangen erst dann an „spannend“ zu werden, wenn sie schon fast vorbei sind. Daher vergebe ich 4 Sterne.