Der Freund der Toten – Jess Kidd

Klappentext:
Der charmante Gelegenheitsdieb und Hippie Mahony glaubte immer, seine Mutter habe ihn aus Desinteresse 1950 in einem Waisenhaus in Dublin abgegeben. Sechsundzwanzig Jahre später erhält er einen Brief, der ein ganz anderes, ein brutales Licht auf die Geschichte seiner Mutter wirft. Mahony reist daraufhin in seinen Geburtsort, um herauszufinden, was damals wirklich geschah. Sein geradezu unheimlich vertrautes Gesicht beunruhigt die Bewohner von Anfang an. Mahony schürt Aufregung bei den Frauen, Neugierde bei den Männern und Misstrauen bei den Frommen. Bei der Aufklärung des mysteriösen Verschwindens seiner Mutter hilft ihm die alte Mrs Cauley, eine ehemalige Schauspielerin. Furchtlos, wie sie ist, macht die Alte nichts lieber, als in den Heimlichkeiten und Wunden anderer herumzustochern. Sie ist fest davon überzeugt, dass Mahonys Mutter ermordet wurde. Das ungleiche Paar heckt einen raffinierten Plan aus, um die Dorfbewohner zum Reden zu bringen. Auch wenn einige alles daran setzen, dass Mahony die Wahrheit nicht herausfindet, trifft er in dem Ort auf die eine oder andere exzentrische Person, die ihm hilft. Dass es sich dabei manchmal auch um einen Toten handelt, scheint Mahony nicht weiter zu stören …


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Titel: Der Freund der Toten
Autor: Jess Kidd
Verlag: DuMont
Seiten: 384
ISBN: 978-3832198367
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
Mahony wächst im Waisenhaus auf und erhält erst mit 26 Jahren einen Hinweis auf seine Vergangenheit. Natürlich macht sich der junge Mann auf den Weg zu seiner Geburtsstadt und wird von vielen unerlösten Seelen begleitet, denn Mahony hat eine Gabe: er kann die Toten sehen und mit ihnen sprechen …

Schreibstil:
Der Duktus von Jess Kidd ist unbeschreiblich schön! Ihre Art Dinge zu beschreiben, Gefühle auszudrücken und die Gabe, jedem Regentropfen ein Gesicht zu verpassen, ist meiner Meinung nach einmalig!

Der Ausdruck war sogar besser als die eigentliche Handlung der Lektüre, denn diese konnte mich nicht überzeugen. Teilweise sehr brutal geht es in dieser Geschichte gegen Tiere zu und das musste ich erstmal verdauen. Auch die Menschen untereinander schenken sich nichts. Und das schlimmste: das Ende blieb irgendwie offen und es schreit förmlich nach einer Fortsetzung. Die ich allerdings aufgrund der sprachgewaltigen Erzählung auch kaufen würde 😀

Charaktere:
Besonders gefallen hat mir, dass diese nicht bis ins Detail beschrieben wurden. Jess Kidd beschreibt bei allen die Eckdaten, gefüllt werden die Charaktere aber durch die eigene Vorstellungskraft. Dies regt die eigene Phantasie an und fördert eine stärkere Bindung zu den Charakteren. So waren mir einige sehr sympathisch, andere eher weniger.

Cover:
Mit dem Cover konnte ich nicht viel anfangen und kann jetzt, nach dem Lesen, nur etwas mit den Blumen verbinden, wenn ich lange nachdenke. Ich glaube, da hätte ein altes Haus mit einem Priester oder eine Insel im Wasser besser gepasst.

Fazit:
Ein Buch, welches mit so einer Sprachgewalt geschrieben wurde, dass ich immer noch geplättet bin, allerdings konnte mich die Handlung nicht überzeugen, daher gibt es nur 4 Sterne für diese Lektüre und eine Leseempfehlung an Literaturfreunde.

Das geheime Leben des Monsieur Pick – David Foenkinos

Klappentext:
Im bretonischen Finistère, am wind- und wellenumtosten »Ende der Welt«, gibt es eine ganz besondere Bibliothek. Sie sammelt Bücher, die nie erscheinen durften. Eines Tages entdeckt dort eine junge Pariser Lektorin ein Meisterwerk, und der Roman wird zum Bestseller. Der Autor, Henri Pick, war der Pizzabäcker des Ortes. Seine Witwe beteuert, er habe zeit seines Lebens kein einziges Buch gelesen und nie etwas anderes zu Papier gebracht als die Einkaufslisten – ob er ein geheimes Zweitleben führte? Diese verrückte Geschichte spornt viele Menschen an, selbst Neues zu wagen: Paare trennen sich, Liebende finden unerwartet zueinander, und so manche Gewissheit wird auf den Kopf gestellt.


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Titel: Das geheime Leben des Monsieur Pick
Autor: David Foenkinos
Verlag: DVA
Seiten: 336
ISBN: 978-3421047601
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
Eine Bibliothek für abgelehnte Manuskripte wird in einem kleinen Ort errichtet. Die Autoren müssen ihre nicht veröffentlichen Werke selber vorbeibringen, wenn diese in den heiligen Hallen beherbergt werden sollen. Jahrelang verstauben die Texte dort, bis eines Tages, die junge pariser Lektorin von der ungewöhnlichen Bibliothek erfährt und sich die Manuskripte durchliest …

Schreibstil:
Der Stil von David Foenkinos hat Ähnlichkeit mit dem Film „Die fabelhafte Welt der Amelie“. Ähnlich schnell entwickelt sich die Geschichte und die Fußnoten im Buch, welche den Text immer wieder ergänzen, wirken wie ein weiterer allwissender Erzähler. Dadurch flog die Geschichte nur so dahin und ich konnte sofort in die Welt der abgelehnten Bücher eintauchen. Doch dann passierte ein, für mich, nicht greifbarer Bruch in der Geschichte. Als die Erklärungen der Bibliothek endeten und die Geschichte um das geheime Buch des Moinseur Pick begann wollte mein Kopfkino nicht mehr so recht mitmachen. Zu viele Persönlichkeiten aus der Realität fanden Einzug in die Geschichte. Diese wirkte dann nicht mehr so reizvoll, sondern eher wie ein Buch aus dem Geschichts- oder Literaturunterricht. Natürlich ist es interessant einen Roman mit Verbindungen aus der Welt zu koppeln, um ihn realistischer erscheinen zu lassen, aber mir war es zu viel. Schlimm auch, wenn man die Personen nicht kennt und zwischenzeitlich erst mal googlen muss um eine Idee zu bekommen, warum Person XY nun so wichtig für die Geschichte ist, um erwähnt zu werden.
Kurz gesagt: Das Buch hat super angefangen, meine Erwartungen waren übertroffen und dann knallte ich hart in die Realität – im wahrsten Sinne des Wortes – und ab dem Punkt wollte der Funkte nicht mehr so überspringen. Dennoch ist der Schreibstil genial, einfach anders und das mochte ich!

Charaktere:
Gerade durch die Fußnoten und den dadurch immer wieder unterbrochenen Text, hatte ich immer wieder den Amelie-Film im Kopf und konnte mich schlecht auf die Charaktere einlassen. Ich war hin und her gerissen zwischen dem Film und meinen eigenen Gedanken, sodass ich Schwierigkeiten hatte die Charaktere zu greifen.

Cover:
Das Cover wirkt wirr und unstrukturiert, zu einem Teil passt es daher zur Geschichte, da der Autor seine Fäden geschickt spinnt und das eigentliche Ende nicht erraten werden kann.

Fazit:
Ein schönes Buch, welches so ganz anders ist, als die üblichen Romane. Mir hat er gefallen, auch wenn er durch den teils krampfhaften Realitätsbezug nicht immer flüssig zu lesen war. Ich gebe 4 Sterne und eine Leseempfehlung an Literaturfreunde.

Ich bedanke mich bei Bücher.de für das Rezensionsexemplar.

Ein Buch, das nie erschien: Vom System Gewalt gegen das Pferd – Regina Rheinwald

Klappentext:
„Sie haben keine Ahnung – Sie reden Unsinn – Ich schlag Dir gleich Deine Kamera in die Fresse!“
Noch nicht allzu lange her, dass die Deutsche Reiterliche Vereinigung zur Pressekonferenz rief und sehr werbewirksam ein Video vorstellte, das zeigen sollte, was sie auf deutschen Vorbereitungsplätzen nicht mehr zu sehen wünschte.
Anlass für diese Offensive war die wachsende Kritik am reiterlichen Umgang mit dem Pferd, vor allem an der sog. Rollkur.
Mehrere Jahre hat Regina Rheinwald auf etlichen Reitturnieren recherchiert, wie es dort um den Tierschutz bestellt ist und auch überprüft, was sich nach der FN-Offensive geändert hat. Das Ergebnis war ernüchternd und die FN-Vorgaben scheinen ein zahnloser Papiertiger zu sein.
In diesem Buch kann sie der Leser bei ihren Recherchen begleiten und auch miterleben, wie man sie beleidigte, ja gar bedrohte.
Über 90 Fotos und Hintergrundwissen dokumentieren, was Pferde täglich erleiden müssen und wie unscheinbar heutzutage schärfste Gebisse daherkommen.


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Titel: Ein Buch, das nie erschien: Vom System Gewalt gegen das Pferd
Autor: Regina Rheinwald
Verlag: Rheinwald-Verlag
Seiten: 136
ISBN: 978-3981767704
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
Regina Rheinwalt, Reitlehrerin und Pferdetrainerin, schildert in ihrem Buch ihre Erlebnisse, welche sie auf Turnieren und Freizeitställen miterleben musste und was geschah, als sie etwas dagegen unternehmen wollte.
Dieses Buch ist nichts für schwache Nerven! Es zeigt viele Fotos von Pferden in Rollkur / Hyperflexion / LDR und die Texte dazu sind ebenfalls nicht ohne …

Meine Meinung:
Ich habe schon jahrelang keine Turniere mehr besucht und mir keine im TV oder Internet angesehen, zu viel passiert schon im heimischen Pensionsstall und als Miteinsteller ist man fast machtlos gegen die anderen Reiter. So lernt schon jeder vernünftige Reiter: sage nix, sieh weg oder akzeptiere. Dass es im Leistungssport nur noch um das gewinnen und aufpolieren des eigenen Egos und gegen das Pferd geht, stellt dieses Buch ganz deutlich hervor, aber gibt es nicht auch Reiter, welche pro Pferd sind? Oder findet man die nicht auf Turnieren? Gleiches ist in der Ausbildung von Pferden zu sehen: Prügeln, brechen und irgendwann läuft der Gaul – gibt es niemanden, der die Pferde so ausbildet, wie sie es brauchen?

Das Buch ist gut, es ist ein Wachmacher! Allerdings und das ist sehr schade, ein einseitiger Wachmacher. Man kann nicht alles schlecht machen (was Pferdequälen eindeutig ist!), aber man muss auch alternativen aufzeigen. Was in diesem Fall wäre: Pferde in vernünftiger, physiologischer Aufrichtung; feine Zügelführung ohne Hilfszügel; gut sitzende Reiter ohne Sporen, Pferdeausbildung, welche Pferdegerecht ist; damit jene Menschen, welche durch falsche Vorbilder geprägt sind, eine Alternative kennen lernen!

Fazit:
Es ist für mich schwierig ein Buch zu rezensieren, von dem ich mich immer wieder ablenken musste, weil mich die Schilderungen und Bilder so verstört haben. Theoretisch möchte ich es jedem empfehlen um das Auge zu schulen „sieh hin, sag was, dass ist falsch!“, aber andererseits zeigt dieses Buch nicht, wie es besser gemacht werden sollte. Eine Kritik sollte auch aufklären und das fehlt in der Lektüre komplett. Daher vergebe ich nur 4 Sterne für dieses Buch mit dem Hinweis, sich mit einer physiologischen Reitweise zu beschäftigen und alles zu hinterfragen was man ans Pferd oder an den Reiter schnallt, damit das Reiten leichter fällt.

Ich bedanke mich bei Regina Rheinwald für das Rezensionsexemplar.

Akupressur für Pferde: Wirkung und Anwendung – Ina Gösmeier

Klappentext:
Akupressur wirkt nach denselben Kriterien wie die Akupunktur, ist aber auch für medizinische Laien zu erlernen und anzuwenden. Die sanfte Heilmethode dient der Gesunderhaltung des Pferdes, wirkt bei leichten Erkrankungen und hilft bei alltäglichen Problemen wie Ängstlichkeit oder Muskelverspannungen. Fallbeispiele zeigen, wie die Pferdetypen in der Akupressur sicher zugeordnet werden können und wie sie individuell behandelt werden.


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Titel: Akupressur für Pferde: Wirkung und Anwendung
Autor: Ina Gösmeier
Verlag: Kosmos
Seiten: 160
ISBN: 978-3440149256
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
Wirkungsweise und Anwendungsgebiete

Geschichte und gedankliche Hintergründe der Akupressur

Yin und Yang – Das Wesen aller Dinge
– Krankheiten des Yang-Typs
– Krankheiten des Yin-Typs
Wichtige Begriffe der chinesischen Medizin
– Die Organe
– Schmerz, Hitze, Kälte, Wind
– Qi – die treibende Kraft
Die Leitbahnen der Energie
– Lungen-Meridian
– Dickdarm-Meridian
– Magen-Meridian
– Milz-Pankreas-Meridian
– Herz-Meridian
– Dünndarm-Meridian
– Blasen-Meridian
– Nieren-Meridian
– Pericard-Meridian
– Dreifacher-Erwärmer-Meridian
– Gallenblasen-Meridian
– Leber-Meridian
– Das Lenkergefäß – Du Mai
– Das Konzeptionsgefäß – Ren Mai
– Das Gürtelgefäß – Dai Mai
Die Lehre von den fünf Elementen – der Weg zu den richtigen Punkten

Pferdetypen in der Akupressur

Der Gand- oder Lebertyp
Der Shen- oder Nierentyp
Der Pi- oder Milztyp
Der Xin(Chin)- oder Herztyp
Der Fei- oder Lungentyp

Akupressurpunkte zum psychischen Ausgleich der Pferdetypen

Leber 3 – Taichong – Großes Branden
Patientenbeispiel May
Niere 3 – Taixi – Großer Wildbach
Patientenbeispiel Lucy
Milz-Pankreas 6 – Sanyinjiao – Treffen der drei Yin
Patientenbeispiel Maron
Lunge 7 – Lieque
Patientenbeispiel Florit

Die Anwendung der Akupressur

Vorbereitung
Untersuchung
– Anschauen des Pferdes
– Abtasten des Pferdes
– Einordnen der Beobachtungen
Die Shu-Punkte
– Lokalisation und Bedeutung der Shu-Punkte
– Praktisches Vorgehen zur Untersuchung der Shu-Punkte
Patientenbeispiel Dari
Behandlungsprinzipien
– Auswahl der Akupressurpunkte
– Druckausübung auf den Akupressurpunkt
– Zeitdauer der Akupressur
Die Praxis
– Gesamtunterstützung ohne besondere Problemstellung
– Akupressur am heranwachsenden Pferd
– Akupressur am alten Pferd
– Lösen von psychischen Disharmonien
Patientenbeispiel Louis
– Vorbeugung vor Infektionskrankheiten
Patientenbeispiel Soli
– Akupressur nach überstandener Erkrankung
Patientenbeispiel Bronchitis
– Genickfestigkeit und Schmerzen im Genick
Patientenbeispiel Roll-up
– Beweglichkeitsübung für den Hals
– Rückenschmerzen – Muskelverspannungen
Patientenbeispiel Henrilo
– Nachsorge nach Verletzungen und Operationen
Patientenbeispiel Lori
Patientenbeispiel Mango
– Turniervorbereitung
Patientenbeispiel Ankor
Patientenbeispiel Navarolo
– Akupressurpunkte, die Qi in den Meridianen bewegen
– Individuelle Punktkombinationen
Patientenbeispiel Ayumi
Fehlerquellen
– Falsche Voraussetzungen
– Zu kurze Anwendung
– Falsche Punktauswahl
– Lokalisation der Akupressurpunkte
– Widerstand gegen die Akupressur
Patientenbeispiel Filigran
– Negativer Einfluss der Umgebung

Beschreibung und Wirkung der Akupressurpunkte

Lunge 7 – Lieque – Unterbrochene Reihenfolge
Patientenbeispiel Lotta
Magen 36 – Zusanli – Punkt der drei Dörfer oder dritter Weiler am Fuß
Patientenbeispiel Elba
Gallenblase 20 – Fengchi – Windteich
Gallenblase 41 – Zulinqu – Fließende Tränen des Flusses
Patientenbeispiel Little Browny
Dickdarm 4  – Hegu – Geschlossenes Tal oder Zusammenkunft der Täler
Milz-Pankreas 21 – Dabao – Allgemeine Kontrolle
Patientenbeispiel Melody
Blase 10 – Tianzhu – Himmelspfeiler
Dickdarm 16 – Jugu – Großer Knochen
Patientenbeispiel Leander
Blase 60 – Kunlun – Kunlun-Berge
Patientenbeispiel Larinus
Patientenbeispiel Pünktchen
Dünndarm 3 – Houxi – Hinterer Fluss
Patientenbeispiel Ticiano

 

Meine Meinung:
Ich habe mir das Buch gekauft, weil ich die Akupressur bei Menschen und Katzen kenne / anwende und beides hervorragend funktioniert. Beim Pferd benötigte ich, bis jetzt, weder die Akupunktur noch die Akupressur. Aber man lernt 1. nie aus und 2. nur weil man denkt etwas nicht zu brauchen, kann es für das Pferd dennoch gut sein 😉

Der Aufbau des Buches ist logisch und verständlich. Etwas zu kurz kam mir allerdings die Lehre der 5 Elemente, welche Seiten füllen könnte. Dennoch sind die Akupressurpunkte so gut beschrieben, dass man die Elementlehre bei der Punktauswahl vernachlässigen kann. Bei schwerwiegenden Problemen sollte sowie immer ein erfahrener Akupunkteur / Akupresseur zu einer Behandlung hinzugezogen werden (dies wird auch immer wieder im Buch erwähnt).

Die Einzelnen Kapitel sind mit Fallbeispielen aufgelockert, ordentlich bebildert und kurz und verständlich geschrieben. Längere Texte hätten das geschriebene nur aufgeweicht und die Fakten wären schwammig und missverständlich geworden. So wirkt die Aufmachung und der Inhalt absolut rund und ist für den Einstieg in die Akupressur auch für Laien absolut verständlich und empfehlenswert.

Vermisst habe ich ein Poster oder eine einlaminierte Karte, welche man mit ans Pferd nehmen kann. Das Buch hat keine abwaschbaren Seiten und wer sein Pferd nicht vor jedem „üben“ klinisch gereinigt hat, wird die Seiten beim umblättern / nachschlagen beschmutzen.

Fazit:
Ein super Buch für den Einstieg in die Pferdeakupressur. Trotz „Fallbeispielen“ muss der Leser sein Pferd gut kennen um die richtigen Punkte auszuwählen und auch sich selbst kritisch hinterfragen. Denn Pferde sind feinfühlig und spiegeln uns Menschen sehr genau, wenn wir nervös sind, kann es auch das Pferd werden, obwohl es gar nicht der nervöse-Typ ist – in diesem Fall wäre der falsche Akupressurpunkt ausgewählt und das ganze funktioniert nicht! Daher nur kaufen, wenn man bereit ist über den Tellerrand zu sehen und nicht um seine Probleme dem Pferd in die Hufe zu schieben oder weil man seinem Tier nicht gewachsen ist. Akupressur kann helfen, aber nur, wenn diese korrekt angewandt wird 😉

Ich vergebe 4 Sterne für „Akupressur für Pferde“ weil mir ein stalltauglicher „Punkt-Lageplan“ gefehlt hat und die Lehre der 5 Elemente zu kurz kam.

Drei Mal schwarze Katze: Drei haarige Kurzgeschichten – Kristina Günak

Klappentext:
Frau Günak mag keine Katzen. Sie lebt mit Herrn Hund zusammen. Der mag Katzen durchaus, jedoch lieber als Zwischenmahlzeit. Allerdings besitzen alle Nachbarn um Frau Günak herum Katzen, die ihr regelmäßig ins Blumenbeet kacken. Was sehr empörend ist! Dennoch wollte die Autorin sich mit dem ihr völlig unbekannten Wesen, nämlich „der Katze“, näher befassen. Fairerweise muss gesagt werden, dass Frau Günak sich immer einen gewissen Respekt für die Nachbarskatzen abringen konnte. Denn wenn sie eine Katze auf frischer Tat ertappte und diese mitten in der Schleichbewegung erstarrte und versuchte, die Autorin mit grellgrünen Augen niederzustarren, war das schon irgendwie beeindruckend. Dies war der Grund, warum Frau Günak beschloss: Ich muss einmal was über Katzen schreiben!

Diesen Kurzgeschichten liegen innige Studien aller Nachbarskatzen zugrunde. Frau Günak hat sie mit Leckerlis bestochen, beobachtet und sogar das ein oder andere Tier gestreichelt und im Laufe der Zeit ist so etwas wie Zuneigung entstanden. Es sei denn, es wird wieder ins Beet gekackt. Dann wird die Autorin auch heute noch fuchsteufelswild.

Die Geschichten sind ein wenig skurril. Ganz so, wie Frau Günaks Verhältnis zu Katzen.


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Titel: Drei Mal schwarze Katze: Drei haarige Kurzgeschichten
Autor: Kristina Günak
Seiten: 77
ASIN: B01LWQIZ8O
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
3 Kurzgeschichten über Katzen:
„Goldlöckchen“ handelt von einer geerbten Katze, welche es in einem Allergikerhaushalt natürlich nicht leicht hat.
„Über den Dächern von Paris“ ist leicht erotisch angehaucht.
„Eine Katze aus Wien“ ist mystisch-gruselig.

Schreibstil:
In der ersten Geschichte habe ich Kristina Günak sofort wiedererkennt, ihr typischer Duktus stach sofort hervor und brachte mich zum Lachen. Bei der zweiten Geschichte fehlte mir irgendetwas oder der Zauber von Paris sprang nicht auf mich über. Die dritte Geschichte plätscherte ebenfalls dahin, bis kurz vor Ende etwas so entsetzliches passierte, dass ich immer noch schlecht träume. Gruselfeeling ist vorprogrammiert und lässt diese drei Kurzgeschichten wohl ewig in meinem Hirn verweilen.

Cover:
Das Cover ist niedlich und passt unglaublich gut zu den 3 Geschichten.

Fazit:
3 schöne Kurzgeschichten für zwischendurch, welche einfach mal so passieren können. Bei der dritten Geschichte warne ich vor: nicht vor dem Einschlafen lesen 😉 Von mir gibt es für die kurze Unterhaltung 4 Sterne.