Mach doch, was ich will: Die Kunst der Manipulation – Thorsten Havener

Klappentext:
Manipulation ist eine dunkle Kunst. Gegen uns gerichtet, sorgt sie dafür, dass unsere Gedanken und Handlungen nicht frei sind. Oft bemerken wir nicht einmal, dass wir zu Marionetten anderer werden, die ihre eigenen Interessen gnadenlos durchsetzen. Denn manipuliert wird überall: im Berufsalltag, unter Freunden, in der Beziehung und der TV-Werbepause. Höchste Zeit, die Kontrolle und Selbstbestimmung über unser Leben zurückzugewinnen, indem wir die häufigsten und wirksamsten Manipulationsmethoden durchschauen und unsere Mitmenschen und ihre verborgenen Interessen lesen lernen.

Thorsten Havener enthüllt die Geheimnisse der Manipulation aus der Sicht des Mentalisten und beschreibt die psychologischen Strategien, mit denen unsere Meinungen und Entscheidungen gesteuert und sabotiert werden. Wie werden wir dazu gebracht, zu tun, was andere von uns wollen? Und wie können wir uns gegen diese mächtigen Kräfte wehren, um andere durch Charisma und Selbstbewusstsein, starke Rhetorik und Körpersprache von unseren eigenen Ideen zu überzeugen?

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Titel: Mach doch, was ich will: Die Kunst der Manipulation
Autor: Thorsten Havener
Sprecher: Thorsten Havener
Verlag: YES / avm
Länge: 439 Minuten
ASIN: ‎B0BK9WCJWT
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut hören

Inhalt:
Thorsten Havener ist bekannt als Redner und Autor im Bereich Gedankenlesen, Menschenkenntnis und für mentale Tricks. Diese offenbart er in diesem Buch.

Meinung:
Ich bin mit der Stimme von Thorsten Havener nicht warm geworden und hatte zu Beginn echte Schwierigkeiten am Hörbuch dranzubleiben. Der Einstieg ist auch Marketing pur. Also schlimme Eigenwerbung und sowas finde ich unsympathisch. Natürlich wollte Havener nur zeigen, wie Marketing funktioniert und das macht man natürlich mit Eigenwerbung, aber es war irgendwie zu viel des guten und wirkte abschreckend. Zudem viel zu stark wiederholend – und diese Wiederholung zog sich auch mit anderen Sachen durch die ersten Kapitel. Erst ab dem letzten Drittel hatte der Autor dann auch mal Sachen im (Hör-)Buch, welche ich so noch nicht kannte und es wurde ein bisschen interessanter. Allerdings gab es da immer noch diese Stimmprobleme – Havener spricht sehr langsam und übertrieben eindringlich, fast so, als müsse er alles Schritt für Schritt erklären. Die zahlreichen Beispiele und Geschichten wirken häufig abgeschweift und nicht immer relevant zum Kapitelinhalt. Insgesamt ist vieles bereits bekannt, einige Einsichten sind jedoch durchaus lohnenswert.

Cover:
Das Cover wirkt wenig ansprechend. Es lässt viel Platz ungenutzt und erscheint insgesamt zu düster.

Fazit:
Das Hörbuch bietet interessante Ansätze zu Menschenkenntnis und mentalen Tricks, überzeugt jedoch nur bedingt durch die Präsentation. Besonders für Neueinsteiger kann die anfängliche Eigenwerbung und die monoton wirkende Sprecherstimme den Einstieg erschweren, daher vergebe ich nur 3 Sterne und empfehle vorab eine Hör-/Leseprobe.

Die Hütte in der Mitte des Waldes: Vier Einsichten und was wirklich zählt im Leben – Aljoscha Long & Ronald Schweppe

Klappentext:
Als jüngster CEO seiner Firma hat David beruflich mehr erreicht als andere in ihrem ganzen Leben. Aber heute ist nicht sein Tag. Erst gibt es Ärger auf der Arbeit, dann geht ihm auf dem Weg in die Berge das Benzin aus. Das Handy? Liegt im Büro. Auf der Suche nach einer Tankstelle nimmt David eine Abkürzung durch den Wald –  ohne zu ahnen, dass dieser Weg zum größten Abenteuer seines Lebens wird. Er verirrt sich und stößt auf die Hütte der geheimnisvollen Frau Jumma. Dort beginnt das eigentliche Abenteuer: Er findet vier Türen, die ihn in verschiedene Welten führen. Jede offenbart eine neue Wahrheit oder Einsicht, die das Potenzial hat, sein Leben von Grund auf zu verändern. Wird David die richtige Wahl treffen?

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Titel: Die Hütte in der Mitte des Waldes: Vier Einsichten und was wirklich zählt im Leben
Autor: Aljoscha Long & Ronald Schweppe
Sprecher: Martin Valdeig
Verlag: Geäfe & Unzer
Länge: 298 Minuten
ASIN: B0F1NCFFV8 ‎
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut hören

Inhalt:
David ist jüngster CEO und im Dauerstress. Als er sich endlich Zeit nimmt, um in die Berge zu fahren, geht alles schief, sein Auto hat eine Panne und er hat kein Handy dabei. Daher bleibt ihm nichts anderes übrig, als sich zu Fuß durch den Wald zu begeben und sich mit sich selbst zu beschäftigen.

Meinung:
Martin Valdeig hat eine sehr angenehme Stimme und daher ist es eine Freude ihm zuzuhören, allerdings hetzt die Geschichte unwahrscheinlich. Daher stimmt der ruhige Ausdruck des Sprechers nicht mit dem, was die Handlung vorgibt, überein. Der Protagonist (David) stolpert von einer Situation in die nächste und lernt binnen Minuten sehr viel über sich, seine Vergangenheit, Achtsamkeit, Stressbewältigung, … Es ist unmöglich in knappen 5 Stunden (Hörzeit) bzw. 162 Seiten so viel Selbstfindung zu legen, wie es die Autoren hier versucht haben. David scheint zwar viel mitzunehmen, aber für den Konsumenten (der Geschichte) wird ein Tempo vorgelegt, was falsche Erwartungen wecken könnte. Einfach mal ein paar Stunden im Wald und schon bist du erleuchtet und du triffst auf deinem Weg auch nur nette, hilfsbereite Menschen, welche dich weiterbringen. Die Aussage ist schon korrekt, jeder Kontakt bringt einen weiter, sei es nun positiv oder als Zeichen, dass man so nie werden möchte, dennoch muss man auch alles verarbeiten und diese Zeit der Reflexion wird David, in der Handlung, nicht gegeben. David versteht alles sofort, reflektiert scharfsinnig und zieht umgehend die korrekten Schlüsse. Super für David, auch gut für den Konsumenten. Allerdings fern der Realität. Daher ist dieses Werk eher für jene, welche sich bereits mit dem Thema der Selbstfindung und Achtsamkeit beschäftigt haben und eine kurze Zusammenfassung wünschen, als für absolute Neulinge.

Cover:
Das Cover ist niedlich gestaltet, aufgrund dessen, dass die Hütte im Tal liegt, zeigt es, dass wir in einem Tief bei uns schauen müssen und danach geht es wieder bergauf, dennoch scheint immer die Sonne.

Fazit:
Eine Geschichte, welche eher als Zusammenfassung der Selbstfindung und Achtsamkeit dient, weil sie sehr gehetzt geschrieben ist und für Neulinge ein falsches Bild der Reflexion liefern kann. Daher gibt es nur 3 Sterne und eine begrenzte Empfehlung.

Unstoppable Brain: Warum unser Gehirn uns manchmal ausbremst und wie wir das ändern. Neue Erkenntnisse der Neurowissenschaft: der Habenula-Code – Kyra Bobinet

Klappentext:
DER HABENULA-CODE: IMMUN WERDEN GEGEN MISSERFOLGE
In „Unstoppable Brain“ führt die Verhaltensforscherin Dr. Kyra Bobinet in eines der faszinierendsten, bislang kaum bekannten Hirnareale ein: die Habenula – ein Schalter in unserem Gehirn, der Motivation ausknipsen kann, wenn wir etwas als Scheitern („gescheitert“) bewerten. Doch genau das lässt sich ändern.

Bobinet zeigt, wie wir durch einen Perspektivwechsel, kreative Lösungsansätze und die Kraft der Iteration neue Wege einschlagen – und dabei selbst Rückschläge als wichtigen Teil des Prozesses begreifen können. Das Wissen um die Habenula und ihre Funktionsweise wirkt sich auf viele wichtige Bereiche unseres Lebens aus: Gesundheit, Stimmung/Stressbewältigung, Gewichtsmanagement/Abnehmen, Berufsleben, persönliche Beziehungen und vieles mehr. Wissenschaftlich fundiert, verständlich erklärt und berührend lebensnah ist dieses Buch eine Offenbarung – endlich gelingen dauerhafte, positive Veränderungen!

Denn wer nicht aufgibt, kann nicht scheitern. Und wer iteriert, ist unaufhaltbar.

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Titel: Unstoppable Brain
Autor: Kyra Bobinet
Verlag: Mankau
Länge: 267 Seiten
ASIN: B0GK96LNQ9 ‎
Meine Bewertung: 3 Sterne

Inhalt:
Unstoppable Brain von Kyra Bobinet beschäftigt sich mit der Frage, warum Menschen trotz guter Vorsätze oft in alte Gewohnheiten zurückfallen und wie das Gehirn dabei funktioniert. Die Autorin verbindet Erkenntnisse aus Neurowissenschaft, Psychologie und Verhaltensforschung und erklärt, dass viele Entscheidungen nicht rein rational getroffen werden, sondern von tief verankerten Mustern und Belohnungssystemen beeinflusst werden. Genauer gesagt von der Habenula, welche als „Bewertungssystem“ im Gehirn arbeitet.

Meinung:
Das Buch hinterlässt einen zwiespältigen Eindruck. Positiv fällt auf, dass die Autorin neurobiologische Prozesse rund um Motivation, Rückschläge und Verhaltensänderung verständlich erklären möchte. Gleichzeitig wirkt der Aufbau des Buches jedoch widersprüchlich. Statt lösungsorientiert zu motivieren, arbeitet Bobinet häufig mit Negierungen und problemzentrierten Aussagen wie „Du bist nicht schlecht“ oder „Du bist nicht allein“. Dadurch richtet sich der Fokus zunächst stark auf Scheitern und Defizite, was für ein Motivationsbuch irritierend wirkt.

Ein großer Teil des Buches (ca. die ersten 140 Seiten) besteht aus Geschichten über Krisen, Süchte und gescheiterte Lebenssituationen. Diese Beispiele sollen zeigen, dass es viele Menschen gibt, welche scheitern – was dann zum Kapitel „Du bist nicht allein“ passt, auf Dauer wirkt dies jedoch extrem belastend. Erst später wird die eigentliche Kernidee deutlicher: Bobinet zieht sich die sogenannten „McGyvers“ heran. Diese Menschen finden nach Rückschlägen kreative Wege, um weiterzumachen. Laut Bobinet gelingt den McGyvern dies, weil sie lernen, die Habenula – einen Bereich des Gehirns, der mit Frustration und negativen Erwartungen verbunden ist – zu beeinflussen.

Zentral ist dabei das Konzept der „Iteration“. Der Begriff wird allerdings kaum klar erklärt. Iteration bedeutet aus Erfahrungen zu lernen, Fehler zu beobachten und den nächsten Versuch anzupassen. Genau dieses Begriffsverständnis setzt die Autorin allerdings voraus, statt sie verständlich herzuleiten. Des Weiteren verwendet Bobinet viele Fachbegriffe aus Neurowissenschaft und Psychologie und setzt auch viele Kenntnisse von Motivationstrainings voraus wie bspw. die SMART-Methode, ohne diese genauer einzuordnen. Wer also bisher keine Erfahrungen im Coaching oder Zielformulierung gemacht hat, kann mit der Lektüre schnell überfordert werden – oder muss viel nachschlagen.

Als praktische Lösung präsentiert sie ihr eigenes ITERATES-Modell: Inspiration, Timing, Einflussbereich, Reduzieren von Hindernissen, Ausweiten von Unterstützung, Togetherness (Zusammenhalt), Erwartungen und Substitute (Alternative) finden. Viele dieser Punkte wirken nachvollziehbar und sinnvoll, basieren jedoch größtenteils auf bereits bekannten Ansätzen der Verhaltensänderung (mit Leistungszielen).
Gleichzeitig entsteht ein Widerspruch: Einerseits kritisiert Bobinet klassische Leistungsziele und Selbstoptimierung, andererseits führt ihr eigenes Modell erneut strukturierte Ziel- und Verhaltenssysteme ein. Dadurch wirkt „ITERATES“ eher wie ein neu verpacktes Konzept zur Selbstoptimierung mit Zielsetzung.

Kritisch erscheint außerdem die Verbindung zwischen wissenschaftlicher Erklärung und Vermarktung. Das Buch verweist indirekt auf Apps und Programme der Autorin beziehungsweise ihrer Firma, wodurch stellenweise der Eindruck entsteht, dass wissenschaftliche Inhalte und geschäftliche Interessen ineinander übergehen. Auch die dargestellten Erfolgsgeschichten scheinen nicht immer ausschließlich auf die Methode zurückzuführen. Faktoren wie Unterstützung durch Netzwerke, öffentliche Aufmerksamkeit oder günstige Umstände scheinen ebenfalls eine große Rolle zu spielen, werden im Buch jedoch oft als Bestätigung des eigenen Konzepts dargestellt.

Cover:
Das Cover vermittelt den Eindruck eines übermächtigen Geistes, welchen wir in unserem Gehirn tragen und wir müssen diesen nur aktiveren. Daher ist das Cover perfekt gewählt.

Fazit:
Insgesamt enthält Unstoppable Brain interessante Gedanken zu Resilienz, Motivation und dem Umgang mit Rückschlägen. Das Buch bietet Denkanstöße, verliert sich jedoch häufig in problemorientierten Erzählungen, theoretischen Konstrukten und einer strategisch wirkenden Dramaturgie. Wer es liest, sollte die vorgestellten Modelle kritisch hinterfragen und eher als bekannte Methoden in neuer Verpackung betrachten. Ich vergebe daher nur 3 Sterne und eine Leseempfehlung gibt es aus genannten Gründen nur begrenzt.

Steampunk-Chronicles 02: Das Mädchen mit dem Flammenherz – Kady Cross

Reiheninfo:
Das Mädchen mit dem Stahlkorsett
Das Mädchen mit dem Flammenherz

Klappentext:
Eine Heldin, wie sie die Welt noch nicht gesehen hat
New York im Jahr 1897: Die 16-jährige Finley Jayne und ihre Gang erobern Manhattan. Ihre Mission: Jasper aus der Gewalt eines Mannes zu befreien, der vor nichts zurückschreckt. Ihre Waffen: übernatürliche Fähigkeiten, Freundschaft und Mut. Ihre Erfolgsaussichten: tendieren gegen null. Also genau die Art von Auftrag, bei der Finley Jaynes Herz höherschlägt. Dass es dies gelegentlich auch tut, wenn der geheimnisvolle Griffin sie nur lang genug anschaut, ignoriert sie geflissentlich. Dafür hat sie wahrlich keine Zeit …

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Titel: Das Mädchen mit dem Stahlkorsett
Autor: Kady Cross
Verlag: Heyne
Länge: 352 Seiten
ISBN: ‎ 978-3453534322
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

Inhalt:
Band 2 knüpft nahtlos an den ersten Teil an und so reisen die Freunde nach Amerika, um Jasper aus den Fängen der bösen Jungs zu befreien …

Meinung:
Auch der zweite Teil der Stempunk-Chronicles ist leicht vorhersehbar, aber die Charaktere entwickeln sich weiter, Leben in ihrer bezaubernden sowie spannenden Welt und es gibt (natürlich) viele Ereignisse, welche die besonderen Begabungen der Freunde hervorbringen. Auch auf der romantischen Seite passiert viel, denn Finley und Griffin müssen sich langsam eingestehen, dass da etwas zwischen ihnen passieren könnte – wenn sie denn wollen würden. Schade ist, dass Jack zwar wieder erwähnt wird, aber es dann nicht weitergeht. Theoretisch hätte Kady Cross es dann auch einfach sein lassen können ihn überhaupt in diesen Band einzuarbeiten. Das Ende ist, wie im ersten Teil, dann einfach da – es ist okay, aber irgendwie wirkt es wieder so gehetzt. Zudem bleiben auch hier Fragen offen und es hätte Potenzial für mehr.

Cover:
Das Cover passt zum Inhalt und zur Reihe.

Fazit:
Eine schöne Fortsetzung und ein passender Abschluss der Dilogie. Allerdings gibt es immer noch ein paar offene Fragen – dennoch eine schöne Geschichte, die sich gut lesen lässt und etwas ganz anderes ist, als das, was es sonst so gibt. Daher vergebe ich 3 Sterne.
Steampunk, starke Frauen und sympathische Männer sowie ein bisschen Romantik. Daher eine Leseempfehlung für alle, welche gerne ungewöhnliches lesen und nicht alles bis ins kleinste Detail aufgelöst haben wollen.

Steampunk-Chronicles 01: Das Mädchen mit dem Stahlkorsett – Kady Cross

Reiheninfo:
Das Mädchen mit dem Stahlkorsett
Das Mädchen mit dem Flammenherz

Klappentext:
Eine Heldin, wie sie die Welt noch nicht gesehen hat
Sie ist eine ganz besondere junge Lady: Ihr Name ist Finley Jayne, sie ist sechzehn Jahre alt und arbeitet als Dienstmädchen. Gelegentlich. Vor allem aber macht sie in den finstersten Gassen Londons Jagd auf Verbrecher. Finley mag hübsche Kleider, ihre Unabhängigkeit und wohlerzogene junge Männer. Wen Finley nicht mag, der kommt ihr besser nicht in die Quere, denn sie ist außergewöhnlich stark. Doch hinter ihren enormen Kräften verbirgt sich ein dunkles Geheimnis …

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Titel: Das Mädchen mit dem Stahlkorsett
Autor: Kady Cross
Verlag: Heyne
Länge: 464 Seiten
ISBN: ‎ 978-3453314641
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

Inhalt:
Finley wird in ihrem Job bedrängt, wehrt sich und flieht. Dabei läuft sie Griffin in die Arme, welcher sich Finley annimmt und ihr ein Zuhause anbietet – doch es ist nicht alles so wie es scheint, weder bei Griffin, noch bei Finley …

Meinung:
Die Steampunk-Chronicles lagen schon echt lange auf meinem SuB und im Nachhinein habe ich mich echt geärgert nicht schon viel früher in die Welt eingetaucht zu sein. Der Schreibstil von Kady Cross ist flott, spannend und romantisch. Die Charaktere sind eigenständig und entwickelt sich. Auch wenn einige Dinge vorhersehbar sind, so bleibt es doch interessant, wie sich die Charaktere entscheiden und wie sie letzten Endes handeln werden. Gerade Finley ist eine sehr starke Persönlichkeit. Sie weiß, was sie will, achtet dabei auf Etikette, aber bleibt dennoch sich selbst treu. Auch wenn sie Hilfe annimmt, wirkt es nicht als würde sie sich retten lassen, sondern als hilfreiche Unterstützung, um Ziele zu verfolgen. Diese starke Charaktereigenschaft ist gut dargestellt – ohne diese übertriebene „One-Woman-Eigenschaften“ oder „Mädchen in Not“ Episoden. Auch die anderen Charaktere sind leistungsmäßig gut verteilt. Die kleine Emily als Technikerin – passt super, weil sie mit ihrer Zierlichkeit gut an Maschinen werkeln kann. Der große Sam mit seiner Kraft (eine starke Finley haben wir ja schon) und der hübsche Griffin. Natürlich ist auch der geheimnisvolle Jack nicht zu verachten, denn er unterstützt die Geschichte im romantischen Sinne.
Was allerdings verstörend wirkte, war das schnelle Ende. Es wurde so viel Zeit darauf verwendet alles zu planen und die Geschichte spannend zu halten für den großen Showdown und dann war nach 3 Seiten alles vorbei. Ernsthaft? Ich kann das nicht glauben! Ich freue mich sehr auf den zweiten Teil, welcher dann allerdings nicht mehr in London spielen soll – der Cliffhanger zeigt einen anderen Kontinent als Bühne. Hier interessiert mich, ob man auch die Nebencharaktere wiedertrifft.

Cover:
Das Cover zeigt eine starke Persönlichkeit im Stile des Steampunk. Es passt absolut zum Inhalt.

Fazit:
Ein spannender Einstieg in die Steampunk-Chronicles, allerdings ist das Ende echt flach und es bleiben viele Fragen offen. Daher vergebe ich nur 3 Sterne und hoffe auf eine gute Fortsetzung. Eine Empfehlung spreche ich für alle aus, welche sich für Technik und starke Charaktere begeister können.