Gone 01: Verloren – Michael Grant

Klappentext:
Sams Welt steht Kopf. Alle, die älter als fünfzehn Jahre sind, verschwinden mit einem Mal spurlos. Gleichzeitig erscheint eine gigantische Mauer, die seine Kleinstadt umschließt und von der Außenwelt abschottet. Nun sind die Kids auf sich allein gestellt. Ein erbitterter Kampf ums Überleben beginnt. Doch Sam muss noch etwas anderes bekämpfen: seine Angst. Denn in genau 299 Stunden und 54 Minuten wird er selbst fünfzehn …


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Titel: Gone 01: Verloren
Autor: Michael Grant
Verlag: Ravensburger
Seiten: 512
ASIN: B004WX7NWY
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

Inhalt:
Eine ganz normale Kleinstadt, die von einer Sekunde zur anderen nicht mehr so existiert. Alle Personen, welche das 15. Lebensjahr überschritten haben, verschwinden auf mysteriöse Weise. Was passiert mit einer Stadt, die ohne Erwachsene auskommen muss und auch noch von einer seltsamen Barriere umgeben ist?

Schreibstil:
Ich bin erstaunlich schnell in die Geschichte hereingekommen und musste dann feststellen, dass ich eine schöne Dystopie erwischt habe. Die Idee, eine ganz normale Welt aus den Fugen kippen zu lassen und alles in einen Kreis mit 32 KM Durchmesser spielen zu lassen finde ich interessant. Allerdings waren mir eine Punkte einfach zu viel, es wirkte zu unrealistisch (ja ich weiß, eine Welt in der Erwachsene verschwinden und die Stadt in eine Kugel geschlossen ist, ist ebenso wirr, aber es gibt noch andere Punkte und die meine ich 😉 ) ansonsten ist die Spannungskurve gut aufgebaut worden und Spannung gibt es fast bis zur letzten Seite. Es sei denn man weiß, dass der Reihe noch 5 Teile folgen, dann hält sich das mitfiebern in Grenzen 😀 Der Ausdruck ist für diese Thematik erstaunlich jugendfreundlich, was die Brutalität angeht allerdings nicht. Es geht heiß her und Krieg inkl. Verstümmelungen sind ausführlich beschrieben …

Charaktere:
Es geht hauptsächlich um Gut gegen Böse – die Liebe und die Macht. Es ist leicht die „richtigen“ Charaktere zu mögen und den „Widersacher“ abstoßend zu finden. Dieses Klischee mag ich nicht so, ich hätte mir mehr Irrwege gewünscht und keine Personen die einfach Funktionieren, weil es sich besser lesen lässt.

Cover:
Das Cover gefällt mir und macht Lust auf mehr: was oder wer ist denn „Verloren“?

Fazit:
Ein schöner Einstieg in die „Gone“-Reihe. Mir persönlich haben die brutalen Szenen nicht gefallen, obwohl sich der Autor bemüht hat immer wieder zu betonen, dass Gewalt keine Lösung ist und man nicht grundlos jemanden umbringt. Ja dann hätte er sich halt was anderes ausgedacht – sie hätten ja auch Kniffel, oder so, spielen können … Dennoch hat Michael Grant eine interessante dystopische Welt erschaffen, die es zu erlesen lohnt. Ich vergebe 3 Sterne für den ersten Teil der Reihe und empfehle es Fans von Dystopien.

Grimms Manga Sonderband

Inhalt:
Anike Hage: Der alte Sultan
Anna Hollmann: Rumpelstilzchen
Misaho Kujiradou: Dornröschen
Mikiko Ponczeck: König Drosselbart
Inga Steinmetz: Brüderchen und Schwesterchen
Luisa Velontrova: Frau Holle
Nina Werner: Aschenputtel
Reyhan Yildirim: Die Bremer Stadtmusikanten


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Titel: Grimms Märchen Sammelband
Seiten: 208
Verlag: Tokyopop
ASIN: B00TXM8IDW
Meine Bewertung: 3 Sterne 

Meine Meinung:
Für diejenigen, welche noch nie einen Manga in der Hand gehalten haben: Es ist ein japanisches Comic, welches von hinten nach vorne und von oben nach unten gelesen wird. Soweit so gut, allerdings bin ich der Meinung, dass es bei einem E-Book absolut schwachsinnig ist. Ich öffne das Buch und muss erstmal über 200 Seiten blättern um dann später alles wieder zurück zu blättern – das hätte man definitiv bei der Erstellung anders lösen können. Schade ist auch, dass viele Zeichnungen in Farbe abgedruckt sind – was mein Reader leider nicht darstellen kann (auf dem PC waren die Bilder gut erkennbar). Die schwachen Schraffuren bei einigen Zeichnungen waren ebenfalls schwer erkennbar, dafür gab es auch Seiten, welche zu 3/4 schwarz waren. Daher empfehle ich den Manga eher auf dem PC oder einem guten Reader – welcher Farbe anzeigen kann – zu lesen. Der Inhalt selbst ist gut. So werden 8 bekannte Märchen der Gebrüder Grimm umgesetzt und auf ihre eigene Art zu neuem Leben erweckt.

Cover:
Das Cover gefällt mir sehr gut, es sieht nach einem alten Buch aus, welches durch die gezeichneten Figuren zum Leben erwacht.

Fazit:
Eine schöne Idee, alte Märchen neu einzukleiden und so auch eine andere Zielgruppe anzusprechen. Mir persönlich hat das Lesen aufgrund oben genannter Punkte nicht so recht Freude bereitet. Daher vergebe ich nur 3 Sterne und empfehle eher die Printversion.

Klassische Reitkunst mit Anja Beran: Eine Anleitung für verantwortungsvolles Reiten – Anja Beran

Klappentext:
Jeder Reiter möchte sein Pferd bestmöglich reiten. Aber wie macht man das konkret? Dieses Buch hilft dem interessierten Reiter zu verstehen, warum und vor allem wie man ein Pferd klassisch ausbildet. Die Autorin erörtert die Lektionen und beschreibt, wie sie erarbeitet werden. Im Anschluss erklärt sie, welche Probleme auftreten können und was dann zu tun ist. Die klassische Dressur ist die Basis aller anderen Reitdisziplinen. Sie dient allein dazu, das Pferd gesund zu erhalten, es zu stärken und zu einer schönen, ausdrucksvollen Persönlichkeit reifen zu lassen.


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Titel: Klassische Reitkunst mit Anja Beran: Eine Anleitung für verantwortungsvolles Reiten
Autor: Anja Beran
Verlag: Cadmos Verlag
Seiten: 272
ISBN: 978-3840410260
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

Zuerst möchte ich betonen, dass ein gebundenes Buch, egal wie schön es gestaltet ist, niemals diesen Preis rechtfertigt! Knappe 60,- Euro für ein Buch und knappe 50,- Euro für ein E-Book, ist ja wohl mehr als unverschämt! Kleiner Tipp: Schaut mal in eurer Bibliothek, ob ihr euch das Buch leihen könnt – so habe ich es gemacht und bin sehr zufrieden damit!

Inhalt:
VORWORT – WARUM EIN WEITERES BUCH?

INTERESSANTE FÄLLE AUS MEINEM REITERLICHEN ALLTAG
Friesenhengst „Gawain“
Westfalenwallach „Flamingo“
P.R.E.-Hengst „Ramon“
Hannoveranerwallach „Mephisto“

DIE ANALYSE – EINE BEWÄHRTE VORGEHENSWEISE, UM ERFOLGREICH AUSBILDEN ZU KÖNNEN
Beurteilung des Pferdes im Stehen
Beurteilung des Pferdes beim Freilaufen
Beurteilung des Pferdes an der Longe
Beurteilung des Pferdes unter dem Sattel
Die Befragung des Reiters, Züchters, Besitzers oder Verkäufers des Pferdes

AUSBILDUNG ENTSPRECHEND DEN ERGEBNISSEN DER ANALYSE
Die Basisarbeit
Das Verstehen der Reiterhilfen
Vorwärts als Basis
Der Schritt

Die Seitengänge als wichtigstes Instrument
Zum Mobilisieren
Zum Lösen
Zum An-die-Hilfen-Bringen
Zum Geraderichten
Zum Ins-Gleichgewicht-Bringen
Zum Versammeln
Lektionen erwachsen aus den Seitengängen

Weitere Grundlagen
Das Rückwärtsrichten
Der Trab
Die Übergänge
Der Galopp
Häufige Probleme beim Galopp
Das Reiten in Konterstellung

Die Lektionen sind kein Endziel, sondern ein Mittel zum Zweck
Der Spanische Schritt
Probleme, die bei der Ausbildung des Spanischen Schritts auftreten können
Probleme, die im Spanischen Schritt auftreten, wenn die Schiefe des Pferdes nicht berücksichtigt wird
Die Piaffe
Probleme, die bei der Ausbildung der Piaffe auftreten können
Die Passage
Probleme, die bei der Ausbildung der Passage auftreten können
Der starke Trab
Probleme, die bei der Ausbildung des starken Trabs auftreten können
Der Spanische Trab
Probleme, die beim Spanischen Trab auftreten können
Der Außengalopp
Probleme, die bei der Ausbildung des Außengalopps auftreten können
Die fliegenden Galoppwechsel
Probleme, die bei den fliegenden Galoppwechseln auftreten können
Die Pirouette
Probleme, die bei der Ausbildung der Pirouette auftreten können

Anmerkungen zum Vorwärts-abwärts-Reiten
Handarbeit – hilfreich oder nicht?
Kondition und Muskelaufbau

DAS AUSBILDUNGSERGEBNIS

Woran ist ein erfolgreiches Ergebnis der Ausbildung zu erkennen?
Selbsthaltung
Schönheit und Ausdruck
Das Pferd kaut auf dem Gebiss
Der Schweif pendelt
Entspannte Atmung
Minimale Reiterhilfen
Reine Grundgangarten
Die Pferdebeine
Die Versammlung
Die Durchlässigkeit

Wie lange bleibt so ein positives Ausbildungsergebnis erhalten?

CHECKLISTE FÜR DEN REITER, UM SEIN PFERD EINSCHÄTZEN ZU KÖNNEN
Fragen, um die natürliche Schiefe beurteilen zu können
Fragen, die man sich stellen sollte, um die Ausbildung seines Pferdes beurteilen zu können
Im Schritt und im Halten
Im Trab
Im Galopp

Untrügliche Zeichen, die auf eine fehlerhafte Ausbildung hindeuten

Meine Meinung:
Das Buch ist für Reiter, welche sich weiterbilden möchten um noch feiner und gezielter trainieren zu können. Besonderes Augenmerk liegt auf der Geraderichtung des Pferdes und das Erreichen der Balance durch die Seitengänge. Wie genau sich die Seitengänge unterscheiden und diese genau geritten werden, wird allerdings nicht erklärt – mir fehlen die Erklärungen der unterschiedlichen Seitengänge sowie der Gewichts-, Schenken- und Zügelhilfen. Erklärungen fehlen teilweise auch bei der Piaffe und Passage. Es wird zwar beschrieben wie man vorgeht und wie das Pferd mit touchieren animiert wird, aber dennoch wird nur auf das „Fühlen“ verwiesen. Es ist zwar ausreichend aber irgendwie dennoch zu dünn – für den Preis. Auch hat mir nicht gefallen, dass Anja Beran zwar auf „Hand ohne Bein, Bein ohne Hand“ und auf nicht widersprüchliche Hilfen verweist, dann aber beim Kapitel „Rückwärtsrichten“ genau diese beschreibt. Zitat: […] Reagiert das Pferd nicht, sollte [der Reiter] versuchen, einen kurzen vorsichtigen Impuls mit dem Schenkel zu geben, diesen aber sofort mit der Hand in ein Zurücktreten umzuleiten. […] Ich persönlich finde diese Hilfe sehr widersprüchlich zumal ich dem Grundsatz von Philippe Karl: „No action of the leg when you go back. Its a bad idea.“ folge.

Was mich weiterhin irritierte waren die Bilder im Buch. Alle sitzen sehr Schambeinlastig und mit Hohlkreuz im Sattel. Zuerst dachte ich an einen Remonte- oder Entlastungssitz, aber nach kleinen Recherchen bei Youtube fand ich eine Videosequenz eines Schulungsvideos von Anja Beran in dem erklärt wurde, dass so die beste Hingebung möglich sei. Warum finde ich denn genau dies nicht im Buch?

Fazit:
Um es also kurz zu machen: Ein interessanter Ausflug in die Welt der Seitengänge und eine tolle Erklärung wann ich welchen nutzen muss um die Balance des Pferdes herzustellen. Wer noch keine Erfahrung mit Seitengängen hat und nicht fühlen kann ist mit diesem Buch ganz sicher überfordert. Ich vergebe aufgrund der teilweise widersprüchlichen Hilfen, der fehlenden Begründung des reiterlichen Sitzes und des Preises nur 3 Sterne.

Der Tod der Märchenmacher – Thomas Weber

Klappentext:
Freddy, von seiner Freundin Melissa frisch abserviert, bleibt wenig Zeit, seine Tränen zu trocknen. Ausgerechnet das unattraktivste Mädchen der Schule, Cindy Crow, bittet um seine Hilfe. In ihrer Hand hält sie ein unvollendetes Märchen der Gebrüder Grimm, in dem sie die Prinzessin sei, und er der große Held mit blondem Haar, dazu auserkoren, das Märchen so enden zu lassen, wie sie alle enden. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute. Freddy hält Cindy für verrückt, doch als ihn kurz darauf ein sprechender Wolf anlacht, glaubt er sich in einem Traum wiederzufinden. Doch Taro, Wolfis Frauchen, hat ein größeres Problem: Die schwarze Kutsche ist unterwegs und gruselige Gestalten haben Taros Großmutter entführt. Die Märchenwelt ist in Gefahr und droht unterzugehen! Besitzt Freddy doch das besondere Etwas, das Helden zu Helden macht? Ein märchenhaft witziges Abenteuer!


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Titel: Der Tod der Märchenmacher
Autor: Thomas Weber
Verlag: Drachenmond Verlag
Seiten: 380
ISBN: 978-3931989651
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

Inhalt:
Freddy, der typisch flapsige 15-jährige Junge von nebenan ahnt nichts böses, als ihn die unansehnliche Cindy anspricht und ihn um Hilfe bittet. Freddy, der gerade von seiner Freundin Melissa abserviert wurde, möchte sich zumindest anhören was Cindy wünscht, doch als diese ihm erzählt sie sei eine verwunschene Prinzessin und aus einem Märchen entsprungen kann Freddy dies nicht glauben und beginnt zu recherchieren …

Schreibstil:
Der Debütroman von Thomas Weber ist flott, imposant und sehr umfangreich. So erinnerten mich viele Szenen an altbekannte Märchen wie Hänsel und Gretel, Schneewittchen, Hans im Glück gefolgt von neumodischen Geschichten wie Fluch der Karibik und Herr der Ringe bis hin zu Sagen und Geschichten von Romulus und Remus, König Arthur, Camelot, Cäsar und so weiter. Dies dann alles auf knappe 400 Seiten zu packen ist stolz und wirkt teilweise sehr hektisch. Dazu kommt ja dann noch die eigentliche Geschichte von Freddy, die sich zwar wie ein roter Faden durch die Epochen zieht aber dennoch nicht ausgereift erscheint. Viel mehr liegt das Augenmerk in der Aktion, dem Kampf zwischen Gut und Böse und nicht im Fokus der Figuren, was ich sehr schade finde. Zu Beginn fand ich die Reise von Freddy und seiner märchenhaften Begleitung spannend, aber mit der Zeit ging diese durch die vielen Begegnungen mit dem Bösen unter, es wurde zur Gewohnheit, dass alles gegen Freddy war und es war dann auch normal, dass er einen Weg heraus fand.

Sehr gelungen sind die Bilder, sie sehen handgezeichnet aus, die jedes Kapitel einläuten und einen kleinen Vorgeschmack auf das Geschehen liefern.

Charaktere:
Freddy war mir zu flapsig. Natürlich ist ein 15-jähriger Junge aus der heutigen Zeit sehr aufgedreht und plappert komisches Zeug, aber auch er sollte wissen, dass in einer anderen Zeit andere Regeln herrschen.

Taro sowie Wolfi – die beiden Märchengestalten, welche Freddy auf seiner Reise begleiteten – gefielen mir besser aber auch hier war es mir zu viel. Taro, die mich stark an ein Schwert schwingendes Rotkäppchen erinnerte und Wolfi der viel zu schelmisch war, gingen mir irgendwann auch auf den Keks.

Cindy, von der ich mir viel erhofft hatte, trat leider nur in einer kleinen Nebenrolle auf. Aber auch hier fehlte mir das gewisse etwas.

Cover:
Das Cover finde ich wunderschön und absolut passend zur Geschichte!

Fazit:
Eine sehr rasante Geschichte, welche mich oft zum schmunzeln brachte und mir Märchen, Sagen und Geschichten wieder ins Gedächtnis rief. Allerdings alles zu schnell, zu viel und zu flapsig, daher vergebe ich nur 3 Sterne. Eine Leseempfehlung gibt es von mir dennoch, denn dieser Mix ist lesenswert und besonders interessant für Leser, welche gerne Geschichten über epische Schlachten / Gut gegen Böse / Freundschaft / Mut / Zusammenhalt lesen möchten.

Ich bedanke mich beim Drachenmond Verlag für das Rezensionsexemplar.

Flötenzeit – Nikola Hotel

Klappentext:
Kann man sich in einen Mann verlieben, der seit neunzig Jahren tot ist?

Julia erbt überraschend die Villa ihres Großvaters. Im Keller des Hauses hört sie seltsame Flötentöne und stolpert über einen kleinen Jungen, der einfach nicht aus dieser Zeit zu stammen scheint. Kurz darauf entdeckt sie auf ihrem Handy das Foto eines unbekannten Mannes und ist verwirrt: Der Fremde sieht Clemens, dem Bruder ihrer Urgroßmutter, zum Verwechseln ähnlich. Doch der ist kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs zu einer Expedition nach Marokko und den Kanarischen Inseln aufgebrochen und bald darauf verstorben.
Bei ihren Nachforschungen muss Julia erkennen, dass die Vergangenheit stärker mit ihrem Leben verwoben ist, als sie zunächst geahnt hat. Denn sie findet einen Liebesbrief, der hundert Jahre darauf gewartet hat, nur von ihr gelesen zu werden …


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Titel: Flötenzeit
Autor: Nikola Hotel
Seiten: 424
ASIN: B00U7AKPQ2
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

Inhalt:
Julia erbt eine alte Villa und möchte diese am liebsten wieder verkaufen, bis sie auf einmal in Kontakt mit der Vergangenheit des Hauses kommt und sie Clemens kennen lernt …

Schreibstil:
Ich liebe den Stil von Nikola Hotel, bereits bei „Rabenblut“ und „Fernsehköche küsst man nicht“ hat mich die Autorin verzaubert. Allerdings konnte sie mich mit „Flötenzeit“ nicht überzeugen. Die Geschichte ist romantisch, wissenschaftlich, historisch und war für mich zu viel des Guten. Der Beginn war zauberhaft, verspielt und weckte Lust auf mehr, leider wurde dann die Handlung zu sehr auf Nebensächlichkeiten (Botanik, Zoologie, Marokko) gelenkt und hatte – für mich – zu wenig mit der eigentlichen Liebesgeschichte zu tun. Das Ende war dann zwar wieder stimmig, war dann aber irgendwie auch zu glatt. Alles in allem wirkte die Geschichte unfertig (an einigen Stellen wurde zu viel geschrieben, an anderen zu wenig).

Charaktere:
Julia hat mir gut gefallen, aber irgendwie fehlte etwas. Sie nahm zu viel einfach so hin. Ich habe mich als Leserin in einigen Szenen mehr gewundert oder aufgeregt als die Protagonistin und konnte das Verhalten von ihr leider nicht immer nachvollziehen.

Clemens ist ein angenehmer Zeitgenosse, aber ich hatte immer das Gefühl, dass er der Botanik mehr zugetan war als den Menschen. Durch seine Vergangenheit ist dies durchaus nachvollziehbar, aber die erfährt der Leser leider erst zum Ende des Buches. Auch konnte ich nicht verstehen, warum er sich zu Julia hingezogen fühlte.

Cover:
Das Cover ist eine Wucht und passt hervorragend zu dieser Geschichte.

Fazit:
Eine Geschichte, die zum Teil Liebesroman, zum Teil historischer Roman ist und sehr viel mit Botanik, Zoologie und Krieg zu tun hat – für meinen Geschmack war das zu viel. Dennoch hat sich „Flötenzeit“ sehr gut lesen lassen und war trotz einiger Längen ein schöner Liebesroman, dem ich 3 Sterne gebe. Eine Leseempfehlung gibt es von mir für Leser, welche gerne einen ungewöhnlichen Roman über die Liebe lesen möchten.

Ich bedanke mich bei Nikola Hotel für das Rezensionsexemplar.