Gone 03: Lügen – Michael Grant

Klappentext:
„Angst und Schrecken regieren. Und nichts stillt den Hunger. Jetzt wird Hoffnung zur stärksten Waffe.“

Niemand kann die Barriere berühren, die Perdido Beach von der Außenwelt abschirmt. Niemand außer Orsay. Wenn sie die Hand an die glühende Wand legt, sieht sie die Zukunft. Orsay prophezeit allen, dass der Hunger und das Leid bald ein Ende haben werden. Der fünfzehnjährige Sam misstraut ihr zutiefst, aber auch er merkt viel zu spät, wie sehr sie die anderen mit ihren Worten manipuliert…


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Titel: Gone 03: Lügen
Autor: Michael Grant
Verlag: Ravensburger
Seiten: 448
ASIN: B0051OSI0Y
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
Die FAYZ existiert immer noch, aber zumindest haben die Kids den Hunger in den Griff bekommen. Allerdings gibt es nun Unstimmigkeiten im Rat und jeder ist sich selbst der nächste. Die Lügen beginnen ….

Schreibstil:
Dieser Band gefällt mir bis jetzt am besten. Es gibt immer mehr zwischenmenschliches zu lesen und die Gewalt – welche allgegenwärtig ist – rückt teilweise in den Hintergrund. Es ist und bleibt spannend und auch die Auswirkungen der Glaskugel auf der anderen Seite der FAYZ werden beschrieben. Dennoch bleibt die Geschichte auch für einen Teil wirr. So verstehe ich immer noch nicht, was nun passiert wenn die Kids verpuffen. Sterben sie, wie es der Gaiaphage wünscht, oder kommen sie doch zu ihren Eltern, außerhalb der FAYZ. Ich hoffe, dass dieser Punkt noch geklärt wird und dies nicht auf einen Fehler des Autors zurückzuführen ist – das würde mich sehr ärgern …

Charaktere:
Zu Beginn des dritten Bandes dachte ich noch, dass Sam zu einem Übermenschen mutiert – ja indirekt ist er dies seit Band eins, aber ich meine das anders 😉 Aber dann bekommt er doch noch die Kurve und überlegt sein Handeln, bekommt einen psychischen Knacks und genau dies macht ihn menschlich und sympathisch!

Gruselig ist für mich die Beziehung zwischen Diana und Caine. Ich verstehe nicht, was die beiden miteinander haben oder nicht. Für mich ist diese Liebe grenzwertig und ich bin mir nicht sicher ob sie so wirklich in ein Jugendbuch gehört.

Die anderen Charaktere wirken auch nicht mehr so blass wie zu Beginn der Geschichte, ich freue mich daher sehr, dass Michael Grant über die Bände hin besser wird 😀

Cover:
Das Cover passt – spoilert aber leider etwas.

Fazit:
Ein sehr guter 3. Teil der Reihe, der mir ,bis jetzt, am besten gefallen hat. Die FAYZ und das Leben in ihr ist sehr plastisch beschrieben. Die vorherigen Bände müssen nicht gelesen werden um diesen zu verstehen, es wird alles gut genug erklärt. Von mir gibt es 4 Sterne, weil mir die Story und die Charaktere diesmal gut gefallen haben und ich unbedingt wissen will wie es weitergeht. Zu empfehlen ist „Lügen“ an jugendliche Leser, welche gerne Dystopien mit Sci-Fi mögen.

Blinde Vögel – Ursula Poznanski

Klappentext:
Zwei Leichen bei einem Salzburger Campingplatz – ein Mann und eine Frau, beide Mitte zwanzig. Auf den ersten Blick sieht es nach Mord und Selbstmord aus, doch die beiden scheinen zu Lebzeiten keinen Kontakt miteinander gehabt zu haben. Die einzige Gemeinsamkeit ist eigentlich zu belanglos, um sie ernst zu nehmen: Die Toten haben in einer Lyrik-Gruppe auf Facebook stimmungsvolle Gedichte und Fotos ausgetauscht. Ganz harmlos? Beatrice Kaspary folgt ihrem Ermittlerinstinkt und schleust sich als U-Boot in die Gruppe ein. Bald ahnt sie, dass hier Botschaften ausgetauscht werden, die nur wenige Teilnehmer verstehen, düstere Botschaften voller Todesahnung. Und dann stirbt eine Frau aus der Lyrik-Gruppe…

Titel: Blinde Vögel
Autor: Ursula Poznanski
Sprecher: Andrea Sawatzki
Verlag: Argon Verlag
Länge: 7 Std. 45 Min. (gekürzt)
ISBN: 978-3839892053
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
2 Leichen, beide verbindet nichts, bis auf eine Lyrik-Gruppe bei Facebook, in der beide Mitglied waren. Beatrix Kaspary will mehr erfahren und schleust sich inkognito bei der Gruppe ein. Was sie zwischen Gedichten und Diskussionen noch so erfährt ist grauenhaft …

Stil:
„Blinde Vögel“ ist meine erste Begegnung mit Ursula Poznanski und hat mir so recht gut gefallen. Die Geschichte ist gut geschrieben und gewinnt erst mit der Zeit einen Krimicharakter. Der Spannungsbogen wird gut aufgebaut und fast bis zum Schluss gehalten, so kann gut gerätselt werden, was denn nun eigentlich der Auslöser für die Tat(en) war. Interessant fand ich den großen Bezug zur Lyrik. Poznanski hätte jede x-beliebie Gruppierung wählen können, aber der Bezug auf Gedichte und diese auch noch im großen Maße wiederzugeben hat mir imponiert.
Andrea Sawatzki liest gut, betont die Gedichte hervorragend und ihre Stimme passt zu dieser Szenerie.

Charaktere:
Die beiden Kommissare sind ein sympathisches Team. Wobei ich noch nicht sicher bin ob ich ihre innige Verbundenheit gut finde. Irgendwie stört mich sowas, weil ich entweder Krimi oder Liebesroman lesen will. Bei beiden Themen kommt immer eines zu kurz. Dennoch sind beide sympathisch und menschlich.

Gut gelungen fand ich sämtliche Nebenfiguren. Jeder hatte etwas spezielles, was ihn einzigartig machte, aber dennoch blieben sie greifbar und wirkten natürlich.

Cover:
Nach dem Hören ist es mir verständlich, allerdings konnte ich davor nichts damit anfangen und würde das Medium auch nicht kaufen. Es wirkt trist, öde und macht mir angst – naja, vielleicht ist es doch gut ausgewählt 😀

Fazit:
Ein kleiner Krimi für zwischendurch, der sich immer anders entwickelt als gedacht. Es gibt ein paar Kleinigkeiten, welche mich gestört haben, da ich mir einfach nicht vorstellen kann, dass sie so bei der Polizeiarbeit passieren würden, daher vergebe ich für „Blinde Vögel“ 4 Sterne und empfehle es Lyrik- sowie Krimifreunden.

Gone 02: Hunger – Michael Grant

Klappentext:
In Perdido Beach ist nichts mehr, wie es einmal war: Seit alle Erwachsenen spurlos verschwunden sind, haben sich zwei verfeindete Lager unter den zurückgelassenen Kindern und Jugendlichen gebildet. Sam muss als Anführer eines dieser Lager nicht nur ein ständiges Auge auf seine Schützlinge haben, er muss auch jeden Tag von Neuem Hunger, Angst und Gewalt die Stirn bieten. Doch die größte Bedrohung lauert im Verborgenen: die Dunkelheit, die alle vernichten will …


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Titel: Gone 02: Hunger
Autor: Michael Grant
Verlag: Ravensburger
Seiten: 496
ASIN: B004WX7N8I
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

Inhalt:
Viele Tage sind vergangen, seit die Erwachsenen verschwunden sind und die Kids auf sich allein gestellt sind. Viele Krisen konnte Sam abwehren, doch gegen den Hunger und die Dunkelheit scheint auch er machtlos zu sein …

Schreibstil:
Dieser Teil ist noch brutaler als der erste und zeitweise richtig widerlich. Ich würde als Mama lange überlegen müssen, ob ich mein Kind „Hunger“ lesen lassen würde. Der Stil ist sehr bildhaft und macht gutes Kopfkino, dennoch passiert nicht wirklich viel und ich bin mir nicht sicher ob ich diesen Teil lange in meinem Kopf halten kann. Mir fehlte einfach dieses aha-Erlebnis.

Charaktere:
Die Kids haben sich weiterentwickelt. Viele Charaktere, die im ersten Teil noch blass wirkten, bekommen hier schon fast eine Hauptrolle. Ich finde diese Entwicklung gut und bin gespannt wie es mit der Entwicklung der besonderen Fähigkeiten weitergeht.

Cover:
Das Cover passt perfekt – es ist Dunkel und mystisch.

Fazit:
Leider kann ich nicht wirklich viel über „Hunger“ sagen. Es wirkt wie ein Brocken, der hingeworfen wird ohne dass viel passiert. Dennoch war die Lesezeit durch das geschaffene Kopfkino spannend und ekelhaft zugleich. Ich vergebe 3 Sterne für den 2 Teil der „Gone-Reihe“ und empfehle sie jungen Lesern, welche Horrorgeschichten bzw. ekelhafte Wesen mögen und sich auf eine mystisch-dystopische Reise begeben möchte. Der erste Teil muss nicht gelesen werden um diesen zu verstehen – es wird alles erklärt.

[Statistik] Mai 2015

Etwas verspätet, aber dennoch: Die Statistik für den 5. Monat (Mai)


Gelesen:

Klassische Reitkunst mit Anja Beran: Eine Anleitung für verantwortungsvolles Reiten – Anja Beran / 272 Seiten / 3 Sterne

Basis-Guide für feine Hilfen: Ein praxisnaher Begleiter auf dem Weg zur Reitkunst – Katharina Möller / 128 Seiten / 4 Sterne

LaLaurie 01: Dunkle Spiele – Jules Saint-Cruz / 238 Seiten / 5 Sterne

Grimms Manga Sonderband / 208 Seiten / 3 Sterne

Elionore Brevent 04: Verliebt, verlobt … Verhext – Kristina Günak / 169 Seiten / 5 Sterne

Gone 01: Verloren – Michael Grant / 512 Seiten / 3 Sterne


Gehört:

Gone Girl: Das perfekte Opfer – Gillian Flynn / 848 Minuten / 4 Sterne


Abgebrochen:

An einem Tag im Winter – Judith Lennox / 5 Stunden / 1 Stern


Interview:

Jules Saint-Cruz – zu ihrer neuen Reihe: LaLaurie


Fazit:
Im Mai war ja ganz schön was los bei mir! Ich habe mein erstes Interview geführt und werde dieses Jahr bestimmt noch eins anleiern. Meine Wunschkandidatin ist Jennifer Bentz (Wenn alle Stricke reißen), mal sehen welches Thema ich da nehme – vielleicht ihr neues Buch (das erscheint im November 2015, seid also gespannt 😉 )

Besonderes Glück hatte ich, dass ich 2 Bücher von zwei wundervollen Autorinnen lesen durfte, die ich auch umgehend mit 5 Sternen bewertet habe. Ansonsten habe ich einen Durchschnitt von 3,5 Sternen, 1.148 gehörten Minuten und 1.527 gelesenen Seiten – damit kann ich leben 😀

Gone 01: Verloren – Michael Grant

Klappentext:
Sams Welt steht Kopf. Alle, die älter als fünfzehn Jahre sind, verschwinden mit einem Mal spurlos. Gleichzeitig erscheint eine gigantische Mauer, die seine Kleinstadt umschließt und von der Außenwelt abschottet. Nun sind die Kids auf sich allein gestellt. Ein erbitterter Kampf ums Überleben beginnt. Doch Sam muss noch etwas anderes bekämpfen: seine Angst. Denn in genau 299 Stunden und 54 Minuten wird er selbst fünfzehn …


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Titel: Gone 01: Verloren
Autor: Michael Grant
Verlag: Ravensburger
Seiten: 512
ASIN: B004WX7NWY
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

Inhalt:
Eine ganz normale Kleinstadt, die von einer Sekunde zur anderen nicht mehr so existiert. Alle Personen, welche das 15. Lebensjahr überschritten haben, verschwinden auf mysteriöse Weise. Was passiert mit einer Stadt, die ohne Erwachsene auskommen muss und auch noch von einer seltsamen Barriere umgeben ist?

Schreibstil:
Ich bin erstaunlich schnell in die Geschichte hereingekommen und musste dann feststellen, dass ich eine schöne Dystopie erwischt habe. Die Idee, eine ganz normale Welt aus den Fugen kippen zu lassen und alles in einen Kreis mit 32 KM Durchmesser spielen zu lassen finde ich interessant. Allerdings waren mir eine Punkte einfach zu viel, es wirkte zu unrealistisch (ja ich weiß, eine Welt in der Erwachsene verschwinden und die Stadt in eine Kugel geschlossen ist, ist ebenso wirr, aber es gibt noch andere Punkte und die meine ich 😉 ) ansonsten ist die Spannungskurve gut aufgebaut worden und Spannung gibt es fast bis zur letzten Seite. Es sei denn man weiß, dass der Reihe noch 5 Teile folgen, dann hält sich das mitfiebern in Grenzen 😀 Der Ausdruck ist für diese Thematik erstaunlich jugendfreundlich, was die Brutalität angeht allerdings nicht. Es geht heiß her und Krieg inkl. Verstümmelungen sind ausführlich beschrieben …

Charaktere:
Es geht hauptsächlich um Gut gegen Böse – die Liebe und die Macht. Es ist leicht die „richtigen“ Charaktere zu mögen und den „Widersacher“ abstoßend zu finden. Dieses Klischee mag ich nicht so, ich hätte mir mehr Irrwege gewünscht und keine Personen die einfach Funktionieren, weil es sich besser lesen lässt.

Cover:
Das Cover gefällt mir und macht Lust auf mehr: was oder wer ist denn „Verloren“?

Fazit:
Ein schöner Einstieg in die „Gone“-Reihe. Mir persönlich haben die brutalen Szenen nicht gefallen, obwohl sich der Autor bemüht hat immer wieder zu betonen, dass Gewalt keine Lösung ist und man nicht grundlos jemanden umbringt. Ja dann hätte er sich halt was anderes ausgedacht – sie hätten ja auch Kniffel, oder so, spielen können … Dennoch hat Michael Grant eine interessante dystopische Welt erschaffen, die es zu erlesen lohnt. Ich vergebe 3 Sterne für den ersten Teil der Reihe und empfehle es Fans von Dystopien.