Robert und die Auserwählten – Andrea Schneeberger

Klappentext:
Ein Mann, vor dem niemand ein Geheimnis verstecken kann, eine Frau, die zaubern kann, ein Junge der Türen zu anderen Welten öffnet, ein Mann, der Gespräche mit seiner toten Mutter führt, und eine Frau deren Zeichnungen zur Realität werden, treffen aufeinander. Einige von ihnen werden sich dem Bösen stellen.


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Titel: Robert und die Auserwählten
Autor: Andrea Schneeberger
Verlag: Tempus Logus Verlag
ASIN: B005NBN1CA
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

Die Geschichte beginnt flüssig und leicht verständlich mit Robert und seiner Mutter. Robert wird sechs Jahre alt und darf sich seinen Geburtstagskuchen aussuchen. Auf der Fahrt zum Laden sieht Robert eine adipöse Frau und, als er sie zu lange Anblickt, sieht er ihr dunkelstes Geheimnis – sie vernachlässigt ihr Kind. Als Robert seiner Mutter von seiner Gabe, Dinge zu sehen, berichtet glaube sie ihm nicht und auch als Robert bei anderen Menschen dunkles zu berichten weiß, wird er zum Psychiater geschickt. Erst dort hört er auf von seinen Visionen zu sprechen und versucht so normal wie möglich zu leben. Später versucht Robert mit seiner Fähigkeit Gutes zu tun – ob es ihm gelingt?

Stil:
Der Stil von Andrea Schneeberger ist sehr steif und daher doch recht schwer zu lesen. Dann kommt noch die österreichische Ausdrucksweise hinzu, die mich teilweise etwas verwirrte.

Charaktere:
Leider bin ich mit keinem Charakter warm geworden. Robert, der seine Gabe irgendwie erst später, aber dann sowas von Platt eingesetzt hat, langweilte mich, genauso ging es mir mit den anderen Auserwählten. Die Randfiguren – deren Geheimnisse der Leser durch Robert erfährt – bleiben ebenfalls farb- und lieblos.

Fazit:
Ich freute mich auf einen netten Fantasyroman, den ich leider nicht erhalten habe. Der Stil konnte mich nicht überzeugen und die Brutalität – die Robert in den Gedanken seiner Mitmenschen sieht – erst recht nicht. Ich weiß nicht mal so recht, wem ich dieses eBook empfehlen soll – für Kinder zu brutal und für Erwachsene zu trocken – schade. Ich vergebe 2 Sterne, da die Idee und der Anfang wirklich interessant war.

Der Psychologe – Åsa Nilsonne

Klappentext:
Diesmal ermittelt die Stockholmer Polizistin Monika Pedersen in eigener Sache: In dem Buch eines renommierten Psychologen stößt sie auf die Lebensgeschichte ihrer früh verstorbenen Mutter. Bisher glaubte sie, diese sei bei einem Unfall ums Leben gekommen, doch was sie dann herausfindet, lässt sie anderes vermuten. Denn schon bald stößt sie auf dunkle Machenschaften, die sie auf die Spur eines skrupellosen Mörders führen …

Mein erstes Buch von Åsa Nilsonne und es wird auch mein letztes sein. Der Schreibstil – jedenfalls in diesem Buch – ist sehr Gewöhnungsbedürftig und langweilig. Es kann natürlich auch an der Story gelegen haben, die mich auch micht sonderlich begeisterte.
Die Protagonistin Monika Pedersen ist für mich nicht glaubwürdig und spiegelt nicht das Bild einer Polizisten wieder. Auch der Psychologe, der dem Buch wohl seinen Titel leiht, macht auf mich einen eigenartigen Eindruck.
Das, was Hand und Fuß hat, ist die Geschichte um Äthiopien, wo sich alle Charaktere irgendwie wiederfinden. Hier wurde gut recherchiert und auch das Schlusswort zum Thema gefällt mir sehr. Auch spielt das Buch mit der Hinterfragung von Spenden, kommen diese an? Und wenn ja, in welcher Höhe?
Für den Schreibstil und die blassen Figuren ziehe ich 2 Sterne ab, so dass 3 Sterne bleiben.

Fazit: ein Buch über eine Familiengeschichte, die bis in den Nahen Osten reicht. Empfehlenswert für Menschen mit interesse an Äthiopien.


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Titel: Der Psychologe
Autor: Åsa Nilsonne
Verlag: UNIVERSO
Seiten: 319
ISBN-13: 978-3869972466
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

Die Therapeutin – Camilla Grebe, Åsa Träff

Klappentext:
Siri Bergmann, Psychotherapeutin in Stockholm, ist den Umgang mit seelischen Abgründen und schmerzhaften Geheimnissen gewöhnt. doch seit ihr Mann tödlich verunglückt ist, kämpft sie vor allem mit sich selbst. Trotz ihrer panischen Angst vor der Dunkelheit lebt sie abgeschieden am Meer, Als sie eines Morgens auf die Leiche einer Patienten stößt, nimmt ihr Albtraum Gestalt an: Hat Siri versagt – oder will jemand ihr Leben zerstören?

Noch im Buchladen meinte die Verkäuferin „Das ist ein spannendes Buch – guter Kauf“ – heute weiß ich, sie wollte mir sagen „lassen Sie es liegen“. Also, es lässt sich gut lesen, ist flüssig geschrieben und es fängt vielversprechend an. Geschrieben wurde das Buch von 2 Schwestern. Eine Psychologin – was man an den abgedruckten Therapiegesprächen auch herausliest, die andere Schriftstellerin – meiner Meinung nach sollte sie dies üben oder ganz sein lassen.

Die Therapiegespräche sind sehr interessant dargestellt, so könnte eine Therapie laufen, aber der Rest des Buches? Sehr langweilig, oberflächlich, vorhersehbar und unlogisch.

ACHTUNG Spoiler
Schnell war mit klar, wer derjenige ist, der Siri etwas Angst einjagen möchte – das wird ja schon im Vorwort erwähnt…

Fazit: die Therapiegespräche sind gut und der Leser merkt die Erfahrung der Autorin, aber einen Thriller sollten die beiden Schwestern nicht schreiben. Schade. Aber 3 Sterne fürs flüssig geschriebene.


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Titel: Die Therapeutin
Autor: Camilla Grebe, Åsa Träff
Verlag: btb
Seiten: 432
ISBN: 978-3442741830
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

Aufschrei – Truddi Chase

Klappentext:
Seit frühester Jugend wurde Truddi Chase von ihrem Stiefvater sexuell mißbraucht. Um diese Situation bewältigen zu können, erstarrte ihre eigentliche Persönlichkeit, und an ihre Stelle trat eine Vielzahl von Personen, die in ihrem Körper lebten und das Kind nach außen hin vertraten und verteidigten.

Die erwachsene Truddi Chase war sich dieses Zustandes lange nicht bewußt; als sie jedoch anläßlich ihrer Scheidung einen Psychotherapeuten aufsuchte, entdeckte dieser ihre multiple Persönlichkeit.

Das Ergebnis seiner Therapie ist dieses Buch, das eigentlich nicht von der Autorin geschrieben wurde, sondern von den Personen, die in ihr leben. Es ist nicht nur ein erschütternder Bericht über die schlimmsten Formen von sexuellem Mißbrauch in frühester Kindheit, sondern zugleich auch eine erregende Abrechnung mit dem Leben, das die Protagonistin führen mußte. Ein noch nie dagewesenes Buch – wer es einmal gelesen hat, wird es nie wieder vergessen!

Ein furchtbares Buch, welches ist schon so lange in meinem Schrank habe und auch nie aussortieren werde.

Sehr beeindruckend finde ich, zu was unsere Psyche fähig ist. Die Personen untereinander wissen gar nicht, dass es nur Teilpersönlichkeiten sind und leben mit der Co-Existenz. Auch ist in dem Buch eine Art Schriftprobe, wo fast alle Persönlichkeiten etwas geschrieben haben abgedruckt. Denn nicht nur unterschiedliche Schriften können entwickelt werden, sondern auch Krankheiten, die nur einige Teilpersonen bekommen können.

Ein sehr bewegendes aber auch aufklärendes Buch, was unbedingt gelesen werden muss. Da die Ausführungen der Persönlichkeiten teilweise so barbarisch sind und ich diesem Buch eine gewisse Zeit widmen möchte um noch nachzuwirken, werde ich nun erstmal eine Lesepause einlegen.


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Titel: Aufschrei
Autor: Truddi Chase
Verlag: Bastei Lübbe
Seiten: 561
ISBN: 3-404-61133-0
Meine Bewertung: 5 Sterne – Leseempfehlung!