Stigmata: Nichts bleibt verborgen – Beatrix Gurian

Klappentext:
Kurz nach dem Tod ihrer Mutter erhält Emma von einem unbekannten Absender eine alte Schwarz-Weiß-Fotografie, die ein Kleinkind zeigt. Dem Foto beigefügt ist die rätselhafte Aufforderung, die Mörder ihrer Mutter zu suchen. Angeblich soll Emma die Täter in einem Jugendcamp finden, das in einem abgelegenen Schloss in den Bergen stattfindet. Dort stößt sie immer wieder auf unheimliche Fotografien aus der Vergangenheit des Schlosses. Und auch in der Gegenwart häufen sich die mysteriösen Zwischenfälle …


Anzeige über Amazon Partnerprogramm
Titel: Stigmata: Nichts bleibt verborgen
Autor: Beatrix Gurian
Verlag: Arena
Seiten: 384
ISBN: 978-3401069999
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Emma verliert durch einen Autounfall ihre Mutter. Sie leidet unter diesem Verlust und gibt sich auch noch die Schuld an dem Tod. Emma gibt sich auf, bis sie ein Päckchen erreicht, in dem ihr mitgeteilt wird, dass sie die Mörder ihrer Mutter finden soll …

Schreibstil:
Spannend, beklemmend, nervenaufreibend. Anders kann ich dieses Werk nicht beschreiben! Mir wurde so oft warm, ich bekam Atemnot und zitterte – so sehr fieberte ich mit den Charakteren mit. Mein Kopfkino schaltete sich sofort ein und später fühlte ich auch noch – Wahnsinn! So muss es sein 😀 Der Ausdruck ist passend und für jugendliche und Erwachsene Leser zu empfehlen.

Charaktere:
Die junge Emma gefiel mir sehr gut, ich fühlte mit ihr und bewunderte ihren Mut. Leider entwickelte sie auf den letzten Seiten eine Art, die ich nicht mochte, sie wirkte übermächtig und allwissend.

Die anderen Charaktere blieben geheimnisvoll, nie wusste ich was ich von wem halten sollte. Ich wurde beim Lesen immer wieder in die irre geführt und stand, genau wie Emma, immer im Regen.

Cover:
Der Schutzumschlag ist ein echter Hingucker mit toller Haptik. Der Einband ist dunkelgrün und am Buchrücken findet sich auch eine silberne Einpressung.

Fazit:
Ein tolles Buch mit gruseligen Fotos untermalt. Ich habe sehr lange keinen so spannenden und fesselnden Schocker mehr gelesen und empfehle dieses Buch wirklich allen!

Hintergrundinfo:
Dieses Buch ist ein gemeinsames Werk von Beatrix Mannel und ihrem Mann Erol Gurian. Sie schrieb und er lieferte die zur Geschichte gehörenden Bilder, die in dem Buch abgedruckt wurden.

Ich bedanke mich beim Arena Verlag für das Rezensionsexemplar.

Testkörper – Heleen van Royen

Klappentext:
»Denken Sie jetzt nicht an Sex.«

Zu Diensten: Victoria, 27, Männertesterin, ehrgeizig, mehrsprachig, erfolgreich. Wer fremdgeht, wird von ihr bestraft. Sie arbeitet für eine internationale Elite-Klientel. Nüchtern und professionell liefert sie Beweismaterial an ihre Auftraggeber. Aber damit fängt ihre ganz private Mission erst an …


Anzeige über Amazon Partnerprogramm
Titel: Testkörper
Autor: Heleen van Royen
Verlag: Krüger
Seiten: 320
ISBN: 978-3810516299
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir
 nicht

Hätte man mir gesagt, ich soll einen Roman namens „Testkörper“ schreiben, in dem eine 27-jährige Protagonistin Männer auf Bestellung testet und bestraft. Tja dann hätte ich einige Szenen wohl exakt so geschrieben wie es Heleen van Royen getan hat. Nun habe ich den Roman leider nicht geschrieben, denn das, was die Autorin sonst noch in ihrem Buch geschrieben hat, hat mir nicht gefallen. Aber ich fange mal vorne an:

Inhalt:
Victoria ist 14 Jahre jung als ihr Vater stirbt. Ihre Mutter versucht sich nach einiger Zeit mit einem neuen Mann zu trösten. Leider hat sie kein gutes Händchen dafür und erwischt immer nur die falschen. Victoria beschließt darauf Männertesterin zu werden. Sie setzt ihren Körper gekonnt ein und verdient damit ihr Geld …

Schreibstil:
Ironisch, spritzig, vulgär ist der eine Teil dieser Geschichte, der andere ist langweilig, langatmig, männerhassend. Ich weiß nicht, wie ich es anders beschreiben soll. Für mich wirkte dieses Buch irgendwie zweigeteilt. Die Szenen, in denen Viktoria ihren Körper einsetzt, sind interessant, die anderen, also ihre persönliche Geschichte, ist so lieblos und unpassend, dass ich das Buch immer wieder weggelegt habe.

Charaktere:
Viktoria gefiel mir gut. Ihre Art mit ihrem Körper umzugehen und diesen bei der Arbeit einzusetzen ist klasse. Wie sie ihre Arbeit verbringt hat etwas spezielles. Ihr Privatleben und ihre Psychose – ich nenne das jetzt einfach mal so – haben mich genervt. Ich kann nicht verstehen, wie man so gegen etwas sein kann. Sie war mir zu schwarz-weiß in einigen Dingen.

Sophia, Victorias Mutter, benötigt dringend eine Therapie. Diese Frau hätte ich am liebsten nur geschüttelt und eingewiesen. So verbohrt, teilweise egoistisch und lieblos, das brauche ich nicht.

Oma Donna war super süß, so sollte eine Oma sein: schrullig und irgendwie immer für einen da.

Cover:
Das Cover ist genial! Es ist erst auf den zweiten Blick zu erkennen, dass es sich hierbei um einen Apfel handelt 😳

Fazit:
Testkörper ist ein Buch, welches zum Nachdenken anregt. Wollen wir wirklich immer alles wissen? Müssen wir alles wissen? Sind alle Männer untreu und Frauen hinterhältig? Ironisch geschrieben mit viel biss – so sollte das Buch sein – dies konnte ich so nicht immer herauslesen und war teilweise schockiert über das kaputte Leben der Protagonistin. Eine Leseempfehlung gebe ich bei diesem Buch nicht, aber 2 Sterne: eines fürs Cover und der zweite für die Testkörper-Idee.

[Abgebrochen] Final Cut – Veit Etzold

Klappentext:
Ein Killer, der wie ein Computervirus agiert: unsichtbar und allgegenwärtig. Er nennt sich der Namenlose, und seine Taten versetzen ganz Berlin in Angst und Schrecken.

Hauptkommissarin Clara Vidalis und ihr Team sind in der Abteilung für Pathopsychologie ohnehin schon für die schweren Fälle zuständig, aber die Vorgehensweise dieses Verbrechers raubt selbst ihnen den Atem. Perfide und genial, lenkt er die Ermittler stets auf die falsche Fährte. Und erst allmählich begreift die Kommissarin, dass der Namenlose sein grausames Spiel nicht mit der Polizei spielen will, sondern nur mit einem Menschen: mit ihr, Clara Vidalis.

Während die Ermittler noch verzweifelt versuchen, die Identität des Killers aufzudecken, startet der Medienmogul Albert Torino eine neue Casting-Show. Und es gibt jemanden, der diese Show für seine eigenen, brutalen Zwecke nutzen wird: der Namenlose.


Anzeige über Amazon Partnerprogramm
Titel: Final Cut
Autor: Veit Etzold
Verlag: cbj
Seiten: 449
ASIN: B007PW1KPU
Meine Bewertung: 1 Stern – gefällt mir gar nicht

Inhalt:
Claras Schwester wurde vor Jahren entführt, vergewaltigt und ermordet. Damals hatten die Kommissare keinen Ermittlungserfolg, nun ist Clara selbst Hauptkommissarin und will alles besser machen. Ein paar Serienmörder hat sie schon erwischt, nun geht es mit „Der Namenlose“ weiter …

Schreibstil:
Mein erstes Buch von Veit Etzold und ich bin enttäuscht! Der Schreibstil ist so gruselig, wie das Buch es sein sollte. Es gibt sehr viele Wortneuschöpfungen (z. B.  AGBs was sagt denn ein Lektorat dazu? Das Wort gibt es nicht!), dann noch viele Klischees, Belehrungen und Lexikaauszüge. Der Ausdruck ist brutal, Menschen verachtend und grob gesagt, einfach unterirdisch.

Charaktere:
Es gibt alles: die traumatisierte Ermittlerin, den – in der Kindheit verstörten – Serienmörder, den „geilen Bock“, den verplanten Polizisten, die überdurchschnittliche SpuSi.

Was es nicht gab: Charaktere, die einem im Gedächtnis bleiben, die einem sympathisch sind, Charaktere die es Wert sind, dieses Buch zu lesen.

Cover:
Das Cover finde ich (beim Taschenbuch) gelungen, die Schnitte sind im Deckblatt eingeritzt und zeigen die Richtung, in die diese Geschichte gehen soll.

Fazit:
Eine Geschichte, welche den Leser nicht weiterbringt. Wer Verdummung möchte und sein Gehirn „ausschalten“ will, der ist mit „Final Cut“ gut bedient, für Leser, welche bei einem Krimi mitfiebern möchten und ausgereifte Charaktere, sowie Handlung erwarten, rate ich vom Lesen ab. Meine Erwartungen hat „Final Cut“ nicht erfüllt, daher nur 1 Stern.

Das Haus ihrer Kindheit – Katja Maybach

Klappentext:
1946: Als die junge Isla dem Kunsthändler Sir Alistair Flythe ein Gemälde aus dem Besitz ihrer Familie anbietet, hat sie keine andere Wahl. Ihr hoch verschuldeter Ehemann gilt als verschollen, seine Gläubiger verfolgen sie. Sie ahnt nicht, dass das Bild eine Fälschung ist und dass Alistair es nur kauft, weil er Isla seit der ersten Begegnung liebt. Noch weniger kann sie ahnen, dass es sechzig Jahre später einer jungen Frau den Weg zu ihren Wurzeln weisen soll.


Anzeige über Amazon Partnerprogramm
Titel: Das Haus ihrer Kindheit
Autor: Katja Maybach
Verlag: Knaur
Seiten: 320
ISBN: 978-3426513712
Meine Bewertung: 1 Stern – gefällt mir gar nicht

Inhalt:
2 Frauen und deren untrennbares Schicksal, nur verbunden durch ein altes Gemälde, welches der jungen Georgia den Weg in ihre Vergangenheit weist …

Schreibstil:
Der Schreibstil ist gut, lässt sich flüssig lesen und das war es dann leider auch schon. Katja Maybach schafft es nicht eine Spannungskurve aufzubauen und dadurch ist die Geschichte vorhersehbar.

Charaktere:
Alle Männer, die eine Partnerin haben, sind egoistisch, vielleicht sogar Frauenverachtend und absolut hassenswert gezeichnet. Es gab nur einen Mann, der mir einigermaßen gefallen hat. Sir Alistair Flythe, der Kunsthändler. Aber auch hier, hat die Autorin immer wieder konstruierte Cliffhanger eingebaut, dass es selbst bei ihm anstrengend wurde am Ball zu bleiben.

Die Frauen nehmen sich aber auch nichts. Naiv und dumm sind sie dargestellt. Sie denken nicht selbstständig und wenn, dann geht es nicht gut aus.

Cover:
Das Cover finde ich sehr schön, eine junge Frau in London, auf der Suche nach …

Fazit:
Ein Buch ohne Spannungskurve und schwachen Charakteren. Auch müssen viele Charaktere unfreiwillig sterben / verschwinden um die Handlung voranzutreiben, so dass Krimiliebhaber eventuell auf den Geschmack kommen, aber wenig gefördert werden. Mir war die Geschichte nicht genug durchdacht, zu einfach und, was ich ganz schlimm fand, ich konnte zu keinen Charakter eine Bindung aufbauen. Daher nur einen Stern.

Ich bedanke mich bei Knaur für das Rezensionsexemplar,

Der König von Berlin – Horst Evers

Klappentext:
Der junge, ehrgeizige Kommissar Lanner wird tatsächlich aus Cloppenburg nach Berlin versetzt. Allerdings erwarten ihn dort Kollegen, die ihn als Dorfsheriff schikanieren, und eine Bevölkerung ohne den geringsten Respekt. Dazu die vergrabene Leiche eines Miethais im Hinterhof, der mysteriöse Tod vom Chef der größten Schädlingsbekämpfungsfirma, und kurz darauf wird Berlin auch noch von einer gewaltigen Rattenplage bedroht. Als Aushilfskammerjäger getarnt macht sich Lanner an die Enträtselung der mysteriösen Fälle und taucht bald viel tiefer in den Organismus der Stadt ein, als er sich das eigentlich gewünscht hatte.


Anzeige über Amazon Partnerprogramm
Titel: Der König von Berlin
Autor: Horst Evers
Sprecher: Horst Evers
Verlag: argon Verlag
Länge: 384 Seiten / 7 Std. 15 Min. (ungekürzt)
ISBN: 978-3839812105
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Eine Leiche wird gefunden, aber keine gewöhnliche, es handelt sich um eine Ratte. Die Kammerjäger Toni und Georg wissen: Wo eine Leiche liegt, da gibt es mehrere! Sie finden den Bau der Ratten und darin eine Leiche, diesmal menschlicher Natur. Als dann auch noch der verhasste Schulfreund von Georg, Hauptkommissar Lanner, die Ermittlungen aufnimmt entdecken sie unvorstellbares im Herzen von Berlin …

Stil:
Ich mag Horst Evers und seine Art Dinge, die trocken sind, absolut witzig zu beschreiben und vorzutragen. Normalerweise sind es kleine Kurzgeschichten, die Evers seinen Zuhörern eröffnet, aber mit diesem Kriminalroman hat er gezeigt, dass viel mehr in ihm steckt. Die Geschichte ist logisch, witzig und macht einfach nur Spaß. Durch die, doch sehr wandelbare Stimme war jede Sekunde des zuhörens ein Genuss.

Charaktere:
Ich bin ganz großer Fan von Toni. Der polnische Kammerjäger, kann ganz gut Deutsch, hat aber festgestellt, dass er mit „ist gut – ist nicht gut – ist egal“ viel weiter kommt und genau diese Einfachheit macht ihn zu meinem Liebling 😀

Georg, der kleine vertrottelte, entpuppt sich doch als sehr liebenswürdig und passt hervorragend in seine Rolle.

Hauptkommissar Lanner, ein nordischer Typ, der es echt schwer hat mit den Berlinern. Ich musste immer wieder lachen, wie Lanner uns Berliner empfand und seine Gedanken dazu waren so toll, dass man ihn lieb haben muss.

Cover:
Das Cover passt, da die Berliner U-Bahn eine Rolle in der Geschichte spielt, was nun das Federvieh auf der Bahnsteigkante verloren hat, dass weiß ich nun nicht.

Fazit:
Ein absolutes must read / hear für alle,die Humor lieben. Dieser Kriminalroman ist leicht, kommt ohne Blut aus und ist sogar für Kinder geeignet. Eine wundervolle Geschichte, die gerade für Berliner ein ganz besonderer Genuss ist. Auch nicht Berliner können der Geschichte ohne Probleme folgen – und lernen das mürrische Volk somit gleich ganz gut kennen.