Der nie abgeschickte Liebesbrief an Harold Fry: Das Geheimnis der Queenie Hennessy – Rachel Joyce

Klappentext:
„Dies ist mein zweiter Brief an Dich, Harold, ein ganz anderer diesmal. Keine Lügen. Jetzt werde ich Dir alles gestehen, denn Du hattest recht damals: Es gibt so viel, was Du immer noch nicht weißt. Zwanzig Jahre lang waren meine Geheimnisse in mir vergraben; jetzt müssen sie ans Licht, bevor es zu spät ist.“
Queenie Hennessy erzählt die ganze Wahrheit…

Ein Roman über Aufbruch, Freiheit, Schuld und Hoffnung – und die Frage, ob wir uns gegenseitig retten können.


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Titel: Der nie abgeschickte Liebesbrief an Harold Fry: Das Geheimnis der Queenie Hennessy
Autor: Rachel Joyce
Sprecher: Andrea Sawatzki
Verlag: argon
Länge: 10 Std. 21 Minuten (ungekürzt)
ASIN: B00NO3XIV8
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
Queenie Hennessy befindet sich im Hospiz und hat nur noch wenige Wochen zu leben. Doch bevor sie sich selbst aufgeben kann, schreibt ihr Harold Fry, dass Queenie bitte auf ihn warten solle, denn Harold macht sich auf den Weg zu ihr. Queenie nutzt die Gelegenheit und schreibt Harold, falls dieser zu spät im Hospiz eintreffen sollte, einen Brief …

Stil:
Ich bin hin und hergerissen von dem Inhalt der Geschichte und dem Schreibstil im allgemeinen. Die Idee und die Umsetzung durch Andrea Sawatzki ist wundervoll gelungen. Das Gefühl in der Stimme und die Dramatik im Geschehen sind so heftig, dass ich teilweise schon arg weinen musste, weil mich das Schicksal der Protagonisten so mitgerissen hat. Die andere Seite der Medaille ist die Teils langatmige Handlung, bei der ich mich schon fragte, ob gewisse Dinge nur untergebracht wurden, weil sie Seiten füllend gewesen waren.

Charaktere:
Sehr schwer zu beschreiben, weil sie alle ihre Last zu tragen hatten. Besonders imponierend fand ich aber eine der Schwestern mit franzsöschichem Namen – alle die die Geschichte kennen, werden wissen wen ich da meine. Für alle anderen: ihr werdet sie ebenfalls lieben, wenn ihr euch diese Geschichte anhört.

Cover:
Das Cover finde ich interessant und passt zur Geschichte von Harold Fry: Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry (diese Geschichte kenne ich noch nicht)

Fazit:
Eine sehr bewegende Geschichte, welche mich des Öfteren zu Tränen rührte und mich sofort in die Welt von Queenie und Harold entführt hat. Andrea Sawatzki liest sehr gut und berührte mich damit ebenfalls zutiefst. Leider weist die Handlung immer wieder Längen auf und daher nur 4 Sterne.

Das Kind – Sebastian Fitzek

Klappentext:
„Als er diesem ungewöhnlichen Treffen zugestimmt hatte, wußte er nicht, dass er damit eine Verabredung mit dem Tod einging …“

Strafverteidiger Robert Stern ist wie vor den Kopf geschlagen, als er sieht, wer der geheimnisvolle Mandant ist, der ihn auf einem abgelegenen Industriegelände treffen wollte: Simon, ein zehnjähriger Junge, zerbrechlich, todkrank – und fest überzeugt, in einem früheren Leben ein Mörder gewesen zu sein. Doch Roberts Verblüffung wandelt sich in Entsetzen, als er in jenem Keller, den Simon beschrieben hat, tatsächliche Überreste findet: ein Skelett, der Schädel mit einer Axt gespalten. Robert ahnt noch nicht, dass von nun an der Tod sein ständiger Begleiter sein wird …


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Titel: Das Kind
Autor: Sebastian Fitzek
Verlag: Knaur
Seiten: 416
ISBN: 978-3426512173
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

„Das Kind“ habe ich 2009 bereits zum ersten Mal gelesen und den Inhalt nach 4 Jahren vergessen, also Zeit das Buch wieder aus dem Regal zu holen und nochmals zu lesen. Ich weiß nicht so genau woran es gelegen hat, aber wirklich fesseln konnte mich die Geschichte nicht. Simon, der an seinem 10. Geburtstag eine Rückführung erhalten hat, beteuert vor 15 Jahren einen Mann ermordet zu haben und verlangt einen Anwalt. Diesen erhält der todkranke Junge auch und die Suche nach der Wahrheit und nach der angeblichen Leiche beginnt…

Der Schreibstil von Sebastian Fitzek ist einfach und flüssig zu lesen. Leider gibt es zwischen den doch spannenden und grausamen Szenen auch wieder Durststrecken, die das Buch nicht braucht.

Die Charaktere wirken alle zu aufgesetzt und konstruiert, so dass ab der Hälfte schon klar ist was passiert. Simon ist mit seinen 10 Jahren einfach zu weit und wirkt teilweise intelligenter als die Erwachsenen im Buch. Star-Anwalt Robert Stern und Carina Freitag begehen ein Vergehen nach dem Nächsten und es passiert nichts, würde man diese Geschichte wirklich auf das Leben übertragen, ich glaube da würde vieles nicht funktionieren.

Fazit:
Ein Buch für lange und kalte Abende mit viel Brutalität und jeder Menge Details über Kindesmissbrauch. Ich muss das jetzt nicht so detailiert lesen und empfehle das Buch daher Lesern, die gerne über dunkle Machenschaften lesen und über 16 Jahre alt sind 🙂 Ich vergebe 3 Sterne für „Das Kind“, da mich die Geschichte eine Weile unterhalten hat und ich das doch recht grausame Thema wichtig aber zu detailiert beschrieben finde.