Die verlorenen Spuren – Kate Morton

Klappentext:
England, Greenacres Farm 1961: Während einer Familienfeier am Flussufer beobachtet die junge Laurel, wie ein Fremder das Grundstück betritt und ihre Mutter aufsucht. Kurz darauf ist der idyllische Frieden des Ortes jäh zerstört. Erst fünfzig Jahre später gesteht sich Laurel beim Anblick eines alten Fotos ein, dass sie damals Zeugin eines Verbrechens wurde. Doch was genau geschah an jenem lang zurückliegenden Sommertag? Weltbestseller-Autorin Kate Morton erschafft eine einzigartige Welt, in der die Vergangenheit die Gegenwart nicht loslässt.

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Titel: Die verlorenen Spuren
Autor: Kate Morton
Verlag: Heyne
Länge: 609 Seiten
ASIN: ‎B00AM5HK7E
Meine Bewertung: 1 Stern – gefällt mir gar nicht

Inhalt:
Laurel ist noch ein Kind, als sie einen Mord beobachtet, als alte Frau kann sie endlich alles verstehen …

Meinung:
Mein viertes Buch von Kate Morton und es ist einfach nur langweilig! Die Figuren wirken mehr als konstruiert und die ganze Handlung ist so vorhersehbar, sodass man die ersten und die letzten 50 Seiten lesen kann und sich alles fügt. Der Teil dazwischen besteht aus Briefen, Wiederholungen und Kriegserzählungen.
Die Handlung spielt hauptsächlich in den 40er Jahren, aber auch in den 60ern und 2011. Das, was früher passierte, wird in der Gegenwart wieder aufgegriffen und so erfährt man mehrmals was wie passierte und wer was sagte. Was soll das?! Gabs zu viel Druck, ein Buch mit über 500 Seiten zu schreiben?
Die komplette Geschichte schleppt sich dahin und ich habe viele Seiten überblättert und nur Satzfetzen quergelesen, ich bin wunderbar zurechtgekommen – wie traurig ist das bitte? Keine Figur konnte mich fesseln oder hatte irgendein Merkmal, was sie besonders machte. Die Handlung war nichtssagend und wurde auch von den Protagonisten als „nebensächlich“ deklariert. So unterhalten sich Vivien und Dorothy bspw. bei einem Luftangriff und Vivien erklärt, dass ihre Geschichte wichtiger ist, und Dorothy den Alarm bitte ignorieren soll – aha! Oder es geht um einen brutalen Übergriff und ein Geständnis, was mit einem „ach so“ quittiert wird. Ja, wenn die Charaktere untereinander schon keine Empathie und Sympathie kennen, wie soll man diese dann selbst zur Geschichte aufbauen?

Cover:
Das Cover ist typisch Kate Morton und passt super zu den anderen Büchern.

Fazit:
Absolut langweilige Geschichte, welche extrem vorhersehbar ist und die Charaktere sind so stumpf, dass es nervt. Daher nur einen Stern und keine Leseempfehlung – dann eher der verborgene Garten oder das geheime Spiel lesen.

Birthmarked 03: Der Weg der gefallenen Sterne – Caragh O’Brian

Reihenfolge:
Die Stadt der verschwundenen Kinder
Das Land der verlorenen Träume
Der Weg der gefallenen Sterne

Klappentext:
Die junge Gaia Stone ist Hebamme. Doch in einer zerstörten Welt kann auch sie den verlorenen Kindern nicht mehr helfen, und so trifft Gaia eine schwere Entscheidung. Gemeinsam mit einer Gruppe junger Siedler verlässt sie das Ödland, um zur Stadt hinter der Mauer zurückzukehren und um Hilfe zu bitten. Werden sie die gefährliche Reise überstehen? Und wird sich Gaias Hoffnung auf eine bessere Zukunft endlich erfüllen?

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Titel: Der Weg der gefallenen Sterne
Autor: Caragh O’Brian
Verlag: Heyne
Länge: 352 Seiten
ISBN: 978-3453267435 ‎
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

Inhalt:
Teil drei knüpft nahtlos an den zweiten Band an und die Siedler machen sich auf den Weg zur Enklave …

Meinung:
Ich habe die ganze Zeit im Hinterkopf, dass diese Trilogie für junge Erwachsene geschrieben ist und ich kann es einfach nicht glauben! Bereits im vorherigen Band gab es viele Sachen, welche konstruiert und schon wirklich verrückt waren, der dritte Teil ist noch konstruierter, noch verrückter und wirkt immer unglaubwürdiger. Auf eine Art ist viel Moral in der Geschichte: Gewalt erzeugt Gegengewalt und Frauen sollen selbst über ihren Körper und ihre Kinder entscheiden dürfen (Selbstbestimmung, Abtreibung, Leihmutterschaft). Andererseits hat Gaia (im ersten Band) selbst Kinder aus dem Elternhaus entrissen und fand dies absolut vertretbar. Nicht einmal kam eine Reflexion dazu, was der Geschichte sicherlich gutgetan und Gaia auch glaubwürdiger gemacht hätte. Nun zur Glaubwürdigkeit der Charaktere, diese scheinen so gut wie nicht zu „reifen“. Ein Jahr soll seit dem letzten Band vergangen sein, alle sind endlich älter geworden – Gaia ist inzwischen 17! Allerdings geistig noch so verkopft wie immer und auch Leon (der jetzt 21 sein müsste) verhält sich wie ein trotteliges Kind. Immer mit dem Kopf durch die Wand und das mehrmals! Die beiden zusammen sind so naiv, dass es wehtut – sie machen immer wieder die gleichen Fehler, es endet immer mit dem gleichen Ergebnis und als sie dann von den anderen unterstützt werden, sterben Menschen – wie erwartet. Es ist eine furchtbare Handlung – Entwicklung möchte ich es nicht nennen, weil es keine Veränderung gibt, nur immer und immer mit dem Kopf durch die Wand.

Cover:
Ich bin immer noch von dem Cover begeistert, so verträumt und mystisch.

Fazit:
Ein furchtbar langweiliger Abschluss, welcher sich stark mit dem Thema Kinderwunsch beschäftigt und damit weit weg von der spannenden Handlung des ersten Bandes entfernt ist. Die Charaktere und die Handlung wirkten extrem konstruiert und damit verlor die Geschichte ihren Reiz, daher vergebe ich nur 2 Sterne und empfehle diesen Band nur an Fans der vorherigen Bände.

Nichts bleibt begraben – Harlan Coben

Klappentext:
Vor über zwanzig Jahren wurde Patricia Lockwood während eines Raubüberfalls entführt und schwer misshandelt. Ihr gelang die Flucht, doch ihr Peiniger wurde nie gefasst. Auch die damals gestohlenen Gemälde blieben verschollen. Bis in einem New Yorker Apartment neben einer Leiche eines der Bilder gefunden wird – und der Koffer, den der Entführer Patricia zu packen zwang. Zeit für Patricias Cousin, Windsor Horne Lockwood III, den Dingen auf den Grund zu gehen: Win, wie seine wenigen Freunde ihn nennen, ist hochintelligent, skrupellos und wild entschlossen, den Fall zu lösen. Einen Fall, der die dunkelsten Geheimnisse seiner Familie ans Tageslicht zu bringen droht…

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Titel: Nichts bleibt begraben
Autor: Harlan Coben
Sprecher: Detlef Bierstedt
Verlag: Der Hörverlag
Länge: 733 Minuten
ASIN: ‎B09BD2JVTF
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut hören

Inhalt:
Win ist reich, Win kann alle Kampfsportarten und Win ist der beste Liebhaber. Win kann alles und hat auch schon alles gemacht. Win hat sogar früher für das FBI gearbeitet und nun soll er selbstständig ermitteln, weil er an keine Regeln gebunden ist…

Meinung:
Detlef Bierstedt gibt Win die perfekte Stimme – gerade weil das Buch in Ichform geschrieben ist, kann Bierstedt seine Stimme dauerhaft gelangweilt und überheblich klingen lassen und damit Win den perfekten Sound geben. Immer weiß Win, was zu tun ist und wie er seine Antworten bekommt. Nur beim persönlichen Fall tappt er sehr lange im Dunkeln, denn schnell ist klar, was tatsächlich hinter dem Familiendrama steckt und dafür, dass Win immer alles weiß und kann, stellt er sich bei seiner Cousine ziemlich begriffsstutzig an. Der Thriller greift viele Themen und Handlungsstränge auf und so muss man erst durch alle Haupt- und Nebenstränge durch und sämtliche Figuren kennenlernen, bevor sich eine Gemeinsamkeit herstellen lässt. Bei über 12 Stunden Hördauer ist das stellenweise eine Herausforderung, denn ziemlich viel zieht sich. Als Hörbuch fand ich die Geschichte okay, als Buch wäre es mir zu langweilig geworden. Was allerdings wirklich hängen geblieben ist, ist folgende Metapher:
Ich habe den Privatjet nicht, weil ich zu viel Geld habe, sondern weil ich mir damit Zeit erkaufe – meine Qualitytime.
Wir sollten nämlich alle beherzigen, dass Zeit ein wertvolles Gut ist!

Cover:
Das Cover wirkt gruseliger als die Geschichte letzten Endes ist. Dennoch passt das Cover zum Anwesend der Lockwoods.

Fazit:
Eine Geschichte, welche aus der Myron-Bolitar-Reihe entstanden ist. Wer die Reihe kennt, kennt Win. Wer die Reihe nicht kennt, hat nicht so viel verpasst. Alles Relevante wird erläutert. Dennoch haut mich die Geschichte nicht aus den Socken und ich vergebe nur 3 Sterne und für einen netten Krimi.

Birthmarked 01: Die Stadt der verschwundenen Kinder – Caragh O’Brian

Reihenfolge:
Die Stadt der verschwundenen Kinder
Das Land der verlorenen Träume
Der Weg der gefallenen Sterne

Klappentext:
Sag mir, wo die Kinder sind
Die junge Gaia gehört mit ihrer Mutter zu den wichtigsten Menschen ihrer Gemeinschaft: Als Hebamme muss sie jeden Monat die ersten drei Neugeborenen an der Mauer der Stadt abgeben – so lautet das Gesetz. Noch nie hat jemand es gewagt, gegen dieses Gesetz und die Herrscher jenseits der Mauer aufzubegehren. Doch dann werden Gaias Eltern verhaftet, und das Mädchen begibt sich auf die Suche nach dem Geheimnis der Stadt jenseits der Mauer – und nach dem Schicksal der verschwundenen Kinder …

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Titel: Birthmarked 01: Die Stadt der verschwundenen Kinder
Autor: Caragh O’Brian
Verlag: Heyne
Länge: 464 Seiten
ASIN: B004P1J6RS
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
Gaia ist 16 Jahre alt und lebt im Armenviertel. Sie arbeitet mit dem System und liefert jeden Monat die ersten drei Säuglinge, welche sie als Hebamme auf die Welt geholt hat, bei der Enklave ab. Sie befolgt die Regeln, genau wie ihre Eltern, doch eines Tages werden ihre Eltern verhaftet und Gaia wird verhört. Langsam beginnt sie zu hinterfragen und fasst einen Plan …

Meinung:
Der Einstieg in Birthmarked ist gelungen. Schnell ist man in die Geschichte eingetaucht und fiebert mit Gaia mit. Was ist mit ihren Eltern, was passiert mit den abgelieferten Babys und was bezweckt die Enklave mit allem? Viele Fragen, welche die Geschichte spannend machen und auch die Charaktere sind sympathisch und stellenweise sehr undurchsichtig, sodass man (wie Gaia) nicht weiß, ob diejenigen nun Freund oder Feind sind.
Zu Beginn des Buches gibt es eine Landkarte, sodass man ungefähr weiß, wie die Welt um Gaia aufgebaut ist – leider ist die Karte im E-Book sehr klein und kaum lesbar, dennoch ist das wichtigste zu erahnen. Auch im Buch geht es zwischenzeitlich visuell weiter, denn es gibt Geheimnisse zu lösen. Bspw. gibt es einen versteckten Code, welcher entschlüsselt werden muss und dieser ist ebenfalls bebildert im Buch abgedruckt, sodass man sich auch selbst versuchen kann diesen zu knacken. Diese Aktion ist mehr als gelungen und verbindet einen noch mehr mit dem Inhalt – wer experimentierfreudig ist und Rätsel liebt, kommt hier ganz auf seine Kosten. Wer es nicht mag, muss nicht tätig werden, weil die Figuren im Buch später auf die Lösung kommen und der Lösungsweg nachvollziehbar erläutert wird. Die Geschichte bietet viele Fragen, viele Antworten, eine erschütternde sowie spannende Handlung und ein bisschen Gefühl und Rebellion gibt es natürlich auch. Leider wird am Ende etwas viel konstruiert und einige Sachen gelingen zu leicht. Dennoch tut es der Handlung nicht weh und es ist sogar erleichternd zu wissen, dass es einigermaßen gut in Band zwei weitergehen kann.

Cover:
Das Cover wirkt verträumt und es spiegelt sich die Herde mit dem Himmel – was es damit auf sich hat, wird hoffentlich noch erklärt. Aktuell weiß man nur, es geht auch um Sternbilder – aber warum?

Fazit:
Ein gelungener Auftakt, der definitiv Lust auf mehr macht! Aufgrund leichter Konstruktionen zum Ende vergebe ich nur 4 Sterne, dennoch kann ich den ersten Teil von Birthmarked an alle, welche Dystopien lieben, empfehlen.

Atem – Mo Hayder

Klappentext:
ZWEI Schwestern, ZWEI Schicksale, EIN dunkles Geheimnis
Sally Benedict ist sich sicher: Alles fing mit dem Mord an Lorne Wood an, dem 16-jährigen Mädchen, das in dieselbe Schule ging wie ihre Tochter Millie. Man fand sie tot am Kanal, mit einem Tennisball im Mund. Doch dies ist nicht das Einzige, was Sally zu schaffen macht: Als ihre Tochter immer mehr Ansprüche stellt, schlägt Sally einen Weg ein, der sie tief in kriminelle Kreise führt. Und dann übernimmt auch noch ihre Schwester Zoë, die bei der Polizei arbeitet, den Fall Lorne Wood – und es geschieht etwas, das die beiden Schwestern für immer aneinander binden wird …

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Titel: Atem
Autor: Mo Hayder
Sprecher: Dana Geissler
Verlag: Der Hörverlag
Länge: 861 Minuten
ISBN: 978-3867178280 ‎
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

Inhalt:
Sally und Zoë könnten nicht unterschiedlicher sein, seit ihrer Kindheit sind sie nicht im Reinen miteinander und als dann ein Teenager ermordet aufgefunden wird müssen die Schwestern zusammen halten, um ein schreckliches Geheimnis zu wahren …

Meinung:
Dana Geissler konnte mich schon in anderen Hörbüchern nicht überzeugen – leider habe ich beim Aussuchen des Hörbuchs nicht auf die Sprecherin geachtet – und das geht auch in diesem Hörbuch so weiter. Sie liest auch hier wieder sehr monoton und ohne Emotionen. Gerade zu Beginn werden viele Personen vorgestellt und auch im Kapitel werden die Sichtweisen der Figuren ohne Überschriften gewechselt, sodass es schwierig ist, herauszufinden bei wem man sich gerade befindet und wer mit wem agiert. Nachdem die Startschwierigkeiten dann Überwundern sind, wechselt die Geschichte von brutal ins Langweilige und zu absolut konstruierten Handlungen – welche nicht im mindesten nachvollziehbar sind. Viele Nebenfiguren und Handlungen werden eingeführt, ohne das sie relevant sind und damit werden natürlich falsche Fährten gelegt, die das Hörbuch unnötig in die Länge ziehen – über 14 Stunden ist schon echt übel. Das Einzige, was tatsächlich überzeugen konnte, waren die letzten 10 Minuten, ein tolles Ende, das tatsächlich spannend ist. Dennoch kann dieses nicht über den stellenweise sehr detaillierten Schreibstil von Mord und Vergewaltigung und blasse Charaktere hinwegtäuschen.

Cover:
Das Cover passt zur Geschichte, ein Mädchen allein im Wald und was passiert(e) dann?

Fazit:
Ein sehr schwacher Thriller, welchen man weder Lesen noch hören muss – eventuell besser in der gekürzten Fassung (ca. 425 Minuten) mit Anneke Kim Sarnau als Sprecherin. Mich konnte Atem nicht überzeugen und ich habe es nur zu Ende gehört, weil es von der Gartenarbeit abgelenkt hat – daher nur 2 Sterne.