Während du stirbst – Tammy Cohen

Klappentext:
„Sehr wahrscheinlich werde ich TOT sein, bevor Sie das hier zu Ende gelesen haben.“

Drei Dinge gibt es über Jessica Gold zu wissen: Sie ist neunundzwanzig Jahre alt, sie hat eine Knopfphobie, und sie wurde entführt. Von einem Fremden, der sie zwölf Tage lang in seiner Wohnung gefangen hält, sie mit perfiden Grausamkeiten quält, sie angekettet in einer Hundehütte am Fuß seines Bettes schlafen lässt. Und jeden Tag überreicht er seinem Opfer ein Geschenk – eines grausamer als das letzte –, bis Jessica am zwölften Tag sicher weiß: Der Mann wird sie töten. Doch Jessica hat ein Geheimnis, von dem niemand etwas ahnt …


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Titel: Während du stirbst
Autor: Tammy Cohen
Verlag: blanvalet
Seiten: 416
ISBN: 978-3734102196
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
Jessica Gold ist 29 als sie ihren bevorstehenden tot niederschreibt und den Leser an ihrem restlichen Leben teilhaben lässt. Zeitgleich wird die Ermittlung zu ihrer Entführung beschrieben. Werden es die Ermittler schaffen sie zu retten und den Fall aufzuklären?

Schreibstil:
Tammy Cohen hat es tatsächlich geschafft mich ab der ersten Seite in ihren Bann zu ziehen. Die Welt, die Charaktere, die Situation, einfach alles was sie erschafft wirkt real und am schlimmsten: Die Charaktere sind sympathisch! Der Ausdruck ist perfekt gewählt, die Details sind genau richtig verteilt und es scheint alles zu stimmen, es wirkt perfekt. Doch alles was Perfekt wirkt, ist es leider nicht. Am Ende schwächelt Cohen und ihre Details werden ihr zum Verhängnis. Viele Spuren werden außer Acht gelassen und teilweise bleibt nur ein großes Fragezeichen zurück. Dennoch bleibt der Psyochothriller bis zum Ende spannend.

Charaktere:
Die Charaktere wirken sympathisch – selbst die eigentlich bösen. Die perfekte Maskerade bröckelt nur im Unterbewusstsein des Lesers, denn niemand ist perfekt und das kommt nach und nach zum Vorschein. Auch kann niemand 24/7 Schauspielern. Daher sind die Charaktere sehr faszinierend entworfen.

Cover:
Das Cover wirkt, nach dem Lesen, noch eindrucksvoller als davor. Die Prägung erweckt eine schöne Haptik und gerade das hat fiese Nachwirkungen – Kopfkino garantiert!

Fazit:
Ursprünglich wollte ich dem Buch nur 4 Sterne geben, weil es teilweise ein paar Fehlerchen enthält, aber die Sache mit dem geprägten Cover hat mich so angefixt, dass ich auf 5 Sterne erhöhe – Bitte das Buch lesen zum verstehen 😉 Von mir gibt es eine Leseempfehlung an Psycho-Thriller-Fans und an Leser, welche es mögen, wenn das Buch noch nach dem Lesen „nachwirkt“ – das ist hier der Fall. Eine spannende Geschichte mit viel Kopfkino ist garantiert.

Highlander-Reihe 04: Ein Highlander zur rechten Zeit – Lynsay Sands

Reiheninfo:
Die Braut des Schotten
Mein rebellischer Highlander
Meine ungezähmte Highlander-Braut
Ein Highlander zur rechten Zeit

Klappentext:
Ihr Herz schlägt für die Highlands
Als ihr Halbbruder sie für ein paar Pferde verkaufen will, begreift Murine Carmichael, dass sie unter seiner Obhut nicht mehr sicher ist. Sie flieht in die Wildnis, wo sie auf Dougall Buchanan trifft. Der stolze Highlander hatte das schändliche Angebot ihres Bruder empört abgelehnt – nun ist er jedoch umso entschlossener, das Herz der schönen Murine für sich zu gewinnen.


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Titel: Ein Highlander zur rechten Zeit
Autor: Lynsay Sands
Verlag: LYX
Seiten: 352
ISBN: 978-3736305519
Meine Bewertung: 3 Sterne

Inhalt:
Montrose Danvries würde seine Halbschwester für ein paar Pferde an jeden Mann verkaufen. Als Murine dies erfährt, nimmt sie vorsorglich Reißaus, auf das Leben einer Dirne verzichtet sie lieber, schließlich ist sie eine Lady. Auf ihrer Flucht begegnet sie den schottischen Pferdehändlern, welchen sie als Tauschen angeboten wurde …

Schreibstil:
Ich liebe die Geschichten von Lynsay Sands. Sie sind immer gefühlvoll, witzig, sexy und bereiten beim Lesen einfach nur Freude. Allerdings ist Susanne Gerold wohl nicht die Übersetzerin der Wahl oder Lynsay Sands hat, beim Schreiben, absolut geschlampt! Es handelt sich um einen historischen Roman oder eher um eine Geschichte, welche vor vielen Hundert Jahren gespielt haben soll. Dann sollten gewisse Ausdrucksformen, Verhaltensregeln und Kosenamen bitte auch authentisch gewählt werden! Zudem beinhaltet der Text viele Rechtschreibfehler (darunter Wortwiederholungen, Satzfehlstellungen, vertausche Namen). Hinzu kommt, dass sich einige Abschnitte sehr in die Länge ziehen. Es passiert einfach nichts und die Auflösung der Geschichte ist ebenfalls schnell klar.

Charaktere:
Murine wirkt durch ihre Ohnmachtsanfälle künstlich schwach, dieses bemuttert werden passt nicht zu ihrer Persönlichkeit. Was mir gefallen hat war, dass sie durch ihre viel zu schlanke Gestalt ihren Körper nicht mehr unter Kontrolle bekam. Mädels esst etwas!

Dougall gefiel mir gut. Allerdings wirkte er im Laufe der Geschichte immer mädchenhafter. Das was Murine an Stärke gewann, verlor er. Ob diese Anpassung als stilistisches Mittel genutzt wurde?!

Montrose war auch keine Konstante, er war wankelmütig. Es sah zwar immer so aus als ob er auf seinen Vorteil bedacht war, aber dafür hätte es etwas mehr Gehirn geben müssen 😉

Auch die anderen Charaktere wirkten fahrig und daher konstruiert.

Cover:
Das Cover ist ansprechend und macht Lust auf das Buch.

Fazit:
Mein erstes Buch der Highlander-Reihe und mein letztes. Ich bin wunderbar in die Geschichte reingekommen, man muss die anderen Teile also nicht gelesen haben. Aber die Übersetzung mit der faden Story liegen mir nicht. Daher nur 3 Sterne.

Ich bedanke mich bei LYX für das Rezensionsexemplar.

Liebe im Grandhotel – Marie-Louise Fischer

Klappentext:
Grandhotel Horster sein Name steht für Luxus, Mondänität und Eleganz. Es ist der Treffpunkt der High Society aus allen Teilen der Welt. Doch wie sieht es hinter den prunkvollen Fassaden aus? Leidenschaftliche Affären und Intrigen führen nicht selten zu menschlichen Katastrophen und Tragödien, aber genauso geht hier so mancher Traum von Liebe und Zärtlichkeit in Erfüllung.


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Titel: Liebe im Grandhotel
Autor: Marie-Louise Fischer
Verlag: Bastei Lübbe
Seiten: 255
ISBN: 978-3404157242
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

Inhalt:
Urban Horster, der Direktor des Grandhotel Horster, erlebt einen schweren Autounfall und muss für längere Zeit aus dem Hotelgeschäft aussteigen. Seine Frau übernimmt daher das Geschäft und hat mit allerhand Unannehmlichkeiten zu kämpfen …

Schreibstil:
Die Lektüre ist schon etwas älter und es handelt sich um einen leichten Roman für „zwischendurch“ daher sind meine Erwartungen an Handlung und Logik nicht sonderlich hoch gewesen. Dennoch habe ich mich zwischenzeitlich immer wieder gewundert, wie man so viel Dummheit der Protagonisten aufschreiben kann und damit noch zufrieden ist. Der Ausdruck ist einfach gehalten und daher liest sich die Geschichte einfach nur weg, ohne dass man lange über irgendwas nachdenkt – oder den Kopf schüttelt – ist halt so 😉

Charaktere:
Ich weiß gar nicht wie man es schafft, alle Charaktere unsympathisch und oder dumm zu gestalten. Es gab sie alle: den reichen Schnösel mit Geliebte; Die betrogene Frau, welche sich durch harte Arbeit etabliert und natürlich den treuen Freund, der total verliebt in seine Göttin ist, die ihn aber nicht sieht … öhm

Cover:
Kann man mögen oder auch nicht. Dieses Buch wurde oft verlegt und zeigt jedesmal ein verträumtes Cover, so wie man es an jedem Kiosk bei den Groschenromanen findet.

Fazit:
Es ist halt ein Buch für zwischendurch, ein Groschenroman über Liebe, Betrug und Verrat, bei dem keine Logik funktioniert, sondern nur die Ehe zählt. Wer das lesen möchte bitte, für mich war das jetzt nichts. Daher nur 2 Sterne.

SexLust – Denise Harris

Klappentext:
Kennen Sie diese Situation: Ihr Partner ist perfekt. Aber Sie begehren einen anderen?
Sie betrügt ihn und er betrügt sie – Trotzdem ist sie extrem eifersüchtig … Es entbrennt ein Wirbel an Konflikten!


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Titel: SexLust
Autor: Denise Harris
Verlag: blue panther books
Seiten: 224
ISBN: 978-3862771011
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Ein etwas anderer erotischer Roman, der einem bei SexLust geboten wird. Denise R. Harris schreibt über sich selbst. Das heißt nicht nur eine Geschichte in ich-Form sondern auch eine Geschichte über die erotik-Schriftstellerin Denise Harris.

Denise beschreibt in ihrem ersten Roman ihr Leben mit ihrer Familie, ihrer liebe zu anderen Männern und auch wie sie damit umgeht, dass auch ihr Mann Ron nicht immer treu sein kann. Teilweise hat SexLust den Stil einer Biografie, andererseits auch wieder zu erotisch um allein in dieses Genre gedrückt zu werden.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr interessant und offen. Der Leser wird mitten in das Leben von Denise gestupst und erfährt in vielen Rückblenden mehr über die Vergangenheit von Denise und ihren Mitmenschen. Natürlich kommen auch die erotischen Kontakte im ganzen Buch nicht zu kurz.

Über die Charaktere möchte ich mich diesmal nicht äußern. Ich bin mir einfach zu unsicher was Fiktion ist und was wirklich aus dem wahren Leben stammt – So greifbar, und echt wirkten die Personen mit ihren Eigenarten. Interessant fand ich die sehr offene Ehe zwischen Denise und Ron und auch der kleine Sohn Titouan hat mir sehr gefallen, eine kleine glückliche Familie. Liebe Freunde – wobei hier das Wort „enge“ Freundschaft eine ganz andere Bedeutung zeigte, gab es auch und interessante Männerbekanntschaften, die alle sehr interessant wirkten.

Fazit:
Eine gelungene Mischung aus Biografie und sinnlicher Erotik, das habe ich so noch nie gelesen und fand es gut. Ich empfehle SexLust an Leser die gerne Biografien lesen und sich dieses Genre auch mit einen Touch Erotik vorstellen können. Auch für Leser, die Erotik-Romane mögen könnte dieses Werk eine interessante Abwechslung bieten. Ich vergebe 4 Sterne für diesen doch recht einzigartigen Roman, da er mir gut gefallen hat.

Ich bedanke mich bei blue panther books für das Rezensionsexemplar.

Gut gegen Nordwind – Daniel Glattauer

Klappentext:
Emmi Rothner möchte per E-Mail ihr Abo der Zeitschrift „Like“ kündigen, doch durch einen Tippfehler landen ihre Nachrichten bei Leo Leike. Als Emmi wieder und wieder E-Mails an die falsche Adresse schickt, klärt Leo sie über den Fehler auf. Es beginnt ein außergewöhnlicher Briefwechsel, wie man ihn nur mit einem Unbekannten führen kann. Auf einem schmalen Grat zwischen totaler Fremdheit und unverbindlicher Intimität kommen sich die beiden immer näher – bis sie sich der unausweichlichen Frage stellen müssen: Werden die gesendeten, empfangenen und gespeicherten Liebesgefühle einer Begegnung standhalten? Und was, wenn ja?


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Titel: Gut gegen Nordwind
Autor: Daniel Glattauer
Verlag: Goldmann
Seiten: 224
ISBN: 978-3442465866
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

„Schreiben sie mir, Emmi.
Schreiben ist wie küssen, nur ohne Lippen.
Schreiben ist küssen mit dem Kopf“

Und genau dieser Ausschnitt auf der Buchdecke machte mich so neugierig, dass ich „Gut gegen Nordwind“ sofort in meine Leseliste einbringen musste. Leider konnte mich die Geschichte nicht so verzaubern wie das oben genannte Zitat 🙁

Emma und Leo schreiben sich E-Mails ohne das ich mitbekommen habe warum. Natürlich ist der Aufhänger erwähnt: Emma möchte eine Zeitschrift kündigen und vertippt sich bei der Mail-Adresse. Aber warum Leo und Emma sich in eine Person, die sie nicht kennen und nur ein paar Mails getauscht haben, ineinander verlieben bleibt mir leider verborgen. Beide sind so farblos und lieblos, dass bei mir keine Sympathie aufkam und ich immer wieder drauf und dran war das Buch abzubrechen. Aber was soll man gegen seiner Neugierde tun? – Weiterlesen 😕 Es wurde dann leider noch schlimmer. Emma und Leo entwickeln sich immer mehr zu Teenagern (dabei sollten laut Geschichte beide über 30 sein) und auch die weitere Handlung wirkte noch konstruierter und langgezogener als am Anfang.

Immer wieder habe ich mich gefragt, warum die beiden sich nicht einfach treffen, denn das „ja“ für ein Daten und das darauffolgende „nein“ war auch nicht mehr neu und nervte nur noch und selbst das Ende des Buches – was natürlich auf den Nachfolger „Alle sieben Wellen“ aufmerksam machen soll – ist sowas von sinnfrei, dass ich das Buch getrost von meiner Leseliste streichen kann.

Fazit:
2 Sterne für eine niedliche Idee, die leider miserabel umgesetzt wurde. Es gab nichts an diesem Buch, in dieser Geschichte, was mich zu fesseln wusste – empfehlen kann ich es nur an Leser, die gerne in fremden E-Mails lesen, denn daraus besteht das Buch: E-Mailverkehr.