Vertrauen Sie mir, ich tu’s ja auch: Das verblüffend sympathische Besserwisser-Hörbuch – Antoine Monot Jr.

Klappentext:
Würden Sie diesem Mann vertrauen?

Antoine Monot Jr. hilft immer gern. Auch wenn er gar nicht gefragt wird. In allen Lebenslagen weiß er Rat: Zu welchem Arzt, an welchem Tag, welches Handy das Beste ist, wie man die Fernbedienung repariert und Holunderblüten in Bierhefeteig serviert. Und: Warum man die Freundin nach einem Streit eigentlich nicht anrufen sollte und wann besser doch. Ein Besserwisser? Oh ja – aber was für einer! Als leidenschaftlicher Computer-Fan aktualisiert er sein Besserwissen ständig und ist in allen Fragen immer up-to-date. Humorvoll erzählt Monot Geschichten aus seinem Leben und warum unseres besser wäre, wenn wir doch endlich mal auf ihn hören würden: Vertrauen Sie ihm, er tut es ja auch!


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Titel: Vertrauen Sie mir, ich tu’s ja auch: Das verblüffend sympathische Besserwisser-Hörbuch
Autor: Antoine Monot Jr.
Sprecher: Antoine Monot Jr.
Verlag: argon
Länge: 4 Std. (ungekürzt)
ISBN: 978-3839814253
Meine Bewertung: 1 Stern – gefällt mir gar nicht

Ich, als absolute Besserwisserin – ich tue nicht nur so, ich weiß es wirklich IMMER besser 😉 – habe mich sehr auf dieses Hörbuch gefreut. Leider hat der Titel mehr versprochen als er gehalten hat. Denn es handelt sich bei diesem Produkt um eine Autobiografie von Anoine Monot Jr. – die sehr wenig mit dem Titel des Werkes gemein hat.

Inhalt:
Antoine Monot Jr. berichtet von seiner Kindheit bis hin zu seinem jetzigen Leben, seinen Schauspielaufträgen und auch privates ist zu erfahren.

Stil:
Beginnen möchte ich mit der Tonqualität, die ich so vom argon Verlag nicht gewohnt bin. So spricht Antoine Monot Jr. teils in normaler Lautstärke, dann auf einmal sehr leise – teilweise musste ich die Lautstärke am Radio verändern und diese dann kurze Zeit später wieder runterdrehen, da die Stimme so stark erhoben wurde, dass ich dachte mir platzt das Trommelfell. Auch die Stimmfarbe gefällt mir gar nicht – für seine Stimme kann zwar keiner was, aber dieser O-Ton der bei einigen Textpassagen durchklang ist nicht meiner. Ich hatte immer das Gefühl, dass Monot gewisse Passagen (als Bsp. Menschen zu erniedrigen, gar vorzuführen) genossen hat und dies beim Vorlesen nochmals richtig auskostete. So ein Verhalten finde ich unsympathisch und hat nichts mit „besser wissen“ zu tun.

Cover:
Macht da der argon Verlag Werbung für eine Einzelhandelskette?!

Fazit:
Beim Autofahren höre ich sehr gerne Hörbucher, dieses habe ich teilweise sehr gerne ausgeschaltet und wieder Radio gehört. Vom Titel blenden lassen und eine Autobiografie zu erhalten ist schon arg böse, aber dann auch noch zuhören zu müssen, wie ein angeblicher Besserwisser über Menschen herzieht, die es ggf. nicht anders können ist echt unsympathisch. Daher nur einen Stern und keine Hör- oder Leseempfehlung.

[Statistik] Jahresrückblick & more

Das gesamte Team von Coras Bücherkiste wünscht euch ein gesundes und glückliches 2016!

Wir hoffen, dass ihr einen guten Rutsch hattet und die besten Knaller des Jahres 2015 eure gelesenen Bücher waren 😉

Aber nun erst mal die Statistik für Dezember 2015


Gelesen:

Frühstück mit Sophie – Jennifer Bentz / 304 Seiten / 3 Sterne

ABC of the Horse: Atlas – Pauli Grönberg / 202 Seiten / 5 Sterne


Gehört:

Sorry, wir haben die Landebahn verfehlt: Kurioses aus dem Cockpit – Stephan Orth / 71 Minuten / 3 Sterne

Glaskinder – Kristina Ohlsson / 137 Minuten / 4 Sterne

Hummeln im Herzen – Petra Hülsmann / 252 Minuten / 3 Sterne


Fazit:

Im Dezember habe ich 506 Seiten gelesen, 460 Minuten gehört und das ganze mit einer Durchschnittsbewertung von 3,6 Sternen abgeschlossen.

Dann gab es im Dezember noch eine Besonderheit: Ich habe mich für mehr Ruhe entschieden, den ausführlichen Beitrag findet ihr hier: Gestern war ich clever …


 

Halbjahrestatistik (Juli – Dezember)

Juli: 3 Bücher gelesen, 1 Buch gehört, 1 Buch abgebrochen, 853 Seiten, 528 Minuten, 2,8 Sterne

August: 4 Bücher gelesen, 1 Buch gehört, 1.602 Seiten, 467 Minuten, 4,6 Sterne

September: 1 Buch gelesen, 152 Seiten, 4 Sterne

Oktober: 4 Bücher gelesen, 2 Bücher gehört, 728 Seiten, 1.119 Minuten, 3,2 Sterne

November: 4 Bücher gelesen, 1 Buch gehört, 1.600 Seiten, 396 Minuten, 4,4 Sterne

Dezember: 2 Bücher gelesen, 3 Bücher gehört, 506 Seiten, 460 Minuten, 3,6 Sterne

Gesamt:

18 Bücher gelesen,
8 Bücher gehört,
1 Buch abgebrochen,
5.441 Seiten,
2.970 Minuten,
3,7 Sterne


 

Zum Vergleich die Ergebnisse aus dem 1. Halbjahr
27 Bücher gelesen,
5 Bücher gehört,
3 Bücher abgebrochen,
8.205 Seiten,
2.962 Minuten,
3,3 Sterne


 

Ergibt zusammen für ganz 2015:

45 Bücher gelesen,
13 Bücher gehört,
4 Bücher abgebrochen
13.646 Seiten gelesen,
5.932 Minuten gehört,
3,5 Sterne

Statistiken sind toll 😀


Ich habe es wirklich geschafft, ein Jahr lang fleißig meine Statistik zu pflegen und ich bin schon ganz schön stolz auf meine Leistung, denn wenn ich die gelesenen Seiten und gehörten Minuten auch noch auf die Jahrestage verteile, habe ich pro Tag knappe 38 Seiten gelesen und 16 Minuten gehört. Challenges habe ich dagegen keine geschafft und ich werde 2016 auch an keiner weiteren Teilnehmen.

In diesem Sinne: Auf ein wundervolles neues 2016!

ABC of the Horse: Atlas – Pauli Grönberg

Ich habe lange überlegt, ob ich dieses Buch rezensieren soll und ob es überhaupt irgendjemand interessiert. Mittlerweile bin ich zu dem Schluß gekommen, dass dieses Buch eines der besten ist und für jeden Reiter, Richter, Pferdetherapeut eine Pflichtlektüre darstellen sollte!


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Titel: ABC of the Horse: Atlas
Autor: Pauli Grönberg
Verlag: PG Team OY
Seiten: 202
ISBN: 978-9526813028
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Detailgetreue Zeichnungen vom Skelett (einzelne Knochen sowie Gelenke), Bänder und Muskeln. Dazu finden sich allgemeine Erklärungen zu allen Bereichen und, was ganz wichtig ist: auch die Richtungsbezeichnungen (kranial, dorsal, ventral, medial, lateral, …) auch die Ursprünge und Ansätze der Muskulatur sowie die dazugehörige Muskelfunktion wird erläutert.

Meine Meinung:
Das Buch ist in Englisch und Latein verfasst, was es für den nicht englisch sprechenden Leser etwas schwierig machen könnte sich mit diesem Buch anzufreunden. Es gibt aber gute Übersetzungsprogramme, welche einem interessierten Leser durchaus weiterhelfen.

ABC of the horse Atlas ist, in meinen Augen, ein Buch für Reiter, Richter, Stallbetreiber und Pferdetherapeuthen. Denn es werden alle Knochen, Gelenke, Bänder, Sehnen und Muskeln beschrieben. Nur wer die Anatomie des Pferdes kennt, ist in der Lage das Pferd so zu trainieren, dass es den Reiter tragen kann. Wie oft sieht man im Stall oder auch auf großen Turnierplätzen schlecht bemuskelte Pferde?! Wer sich aber nicht mit der Anatomie beschäftigt, wird immer glauben, dass ein Pferd, so wie wir es oft sehen, super bemuskelt und toll trainiert ist – auch, wenn es einfach nur viel zu dick ist.

Auch für Reiter, welche gerne ihren Vorbildern nacheifern oder sich einen Trainer / Bereiter kommen lassen, ist dieses Buch ein muss. So entwickeln einige Pferde Fehlstellungen weil der Reiter gerne eine bestimmte Sache reitet und dem Pferd damit eine Muskulatur antrainiert, die eher schadet als hilft.

Oder aber ein Pferd verletzt sich oder wird durch einen Spielkameraden verletzt. Es entstehen Blutergüsse, Muskelanrisse oder ähnliches. Der Tierarzt kommt und dieser spart sich eine mühselige Übersetzung, beim Ultraschall erkennt man ggf ebenfalls etwas und kann sich noch besser mit dem Arzt über Trainingspläne austauschen um eine gezieltere Rehabilitation zu erreichen.

Aufbau:
Pauli Grönberg, selbst Pferdetherapeut, hat den ABC Atlas logisch und strukturiert aufgebaut. So beginnt er schon fast spielerisch mit einer Pferdezeichnung, welche er in alle Ebenen unterteilt hat (körpernah – medial, körperfern – lateral, etc.) diese Zeichnung macht den Einstieg in die Welt der Bezeichnungen leicht und alle anderen Zeichnungen von Muskel bis Knochen bauen darauf auf (als Beispiel wird die Vorhand des Pferdes von vorne abgebildet und im Buch findet man die „kraniale“ Ansicht). Grönberg setzt auf genaue Zeichnungen und ständige Wiederholung, was das Belohnungszentrum im Gehirn anspricht. So liest und lernt man gleichzeitig und freut sich, wenn man das gelernte gleich wieder nutzen kann. Einen kleinen Wermutstropfen gibt es aber leider doch, denn Grönberg scheint kein gutes Dokumentensystem zu besitzen. So gibt es (in bis jetzt 5 erschienen Auflagen) immer wieder kleine Fehler. In einigen Auflagen wurden Fehler korrigiert, welche dann in der übernächsten wieder auftauchen. Es sei aber klar gesagt: die Fehler sind minimal und können getrost übergangen werden. Wer beim Autor persönlich bestellt – einfach mal googlen – zahlt auch weniger (im Moment 50,-) als bei allen gängigen Versandhäusern oder Buchläden.

Fazit:
Dieses Buch gehört einfach in jedes Bücherregal von Pferdeleuten. In vielen Fachbüchern um das korrekte Reiten wird ganz viel erzählt und gezeigt, aber kein einziger Autor geht auf die Grundsubstanz ein. Alle haben schon die perfekten Pferde, mehr oder weniger gut geritten, aber ein normal sterblicher zur heutigen Zeit wird es ohne korrektes anatomisches wissen niemals so weit bringen. Daher 5 Sterne für ein sehr detailgetreues Anatomiebuch für den kleinen Reiter bis hin zum Therapeuten.

Hummeln im Herzen – Petra Hülsmann

Klappentext:
Eine wundervolle Liebesgeschichte voller Humor und Herzenswärme

Der Verlobte eine Niete, das gemeinsame Haus nicht länger ein Zuhause und der Job wegen einer falschen Bemerkung ein Ex-Job – Lena ist reif für einen Neuanfang. Für Selbstmitleid bleibt Lena aber kaum Zeit. Ihr Leben muss dringend generalüberholt werden, und außerdem zieht ausgerechnet sie als Ordnungsfanatikerin in die chaotische WG ihrer besten Freundin. Vor allem Mitbewohner Ben nervt! Der ist nämlich nicht nur unglaublich arrogant, sondern auch ein elender Womanizer. Umso irritierter ist Lena, als ihr Herz beim Gedanken an ihn immer öfter auffällige Aussetzer hat.


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Titel: Hummeln im Herzen
Autor: Petra Hülsmann
Sprecher: Nana Spier
Verlag: Bastei Lübbe
Länge: 4 Std. 32 Min. (gekürzt)
ISBN: 978-3785750025
Meine Bewertung: 3 Sterne – läst sich gut hören

Inhalt:
Lena und Simon planen ihre Hochzeit und kurz bevor es losgeht, macht Simon einen Rückzieher. Lena ist daraufhin so verplant, dass sie ihren Job verliert und zu ihrem Bruder in die WG zieht …

Stil:
Die Geschichte könnte so in etwa passieren, aber ich glaube nicht, dass ein Paar sich so verhalten würde – also den Bund der Ehe eingehen wollen und sich im Endeffekt doch so fremd zu sein. Das wirkt mir zu konstruiert, aber der Rest: passt schon.

Dennoch ist die Handlung nichts neues, aber Petra Hülsmann schrieb ja selbst: […] es gibt keine Geschichte, die noch nicht erzählt wurde, es wird nur immer wieder etwas abgeändert […] (so oder so ähnlich hieß es zumindest im Hörbuch, als sich die Charaktere über Bücher unterhielten).

Nana Spier liest gut und ist mit Eifer dabei. Die Betonung ist super, aber dennoch sehe ich immer „Buffy“ vor mir, wie sie Vampire tötet … ihre Stimme ist einfach nicht mein Favorit.

Charaktere:
Sie wirken alle konstruiert und handeln dementsprechend. Ich glaube nicht, dass mir auch nur einer lange im Gedächtnis bleiben wird.

Cover:
Das Cover finde ich niedlich und passend.

Fazit:
Eine leichte Unterhaltung für zwischendurch, die teilweise witzig aber auch nervig sein kann. Mich hat die Geschichte nicht 100%ig überzeugt, dafür aber gut unterhalten, daher vergebe ich 3 Sterne.

Frühstück mit Sophie – Jennifer Bentz

Klappentext:
Louisa ist 28 und ihr Leben gleicht einem Bausparvertrag: geplant und geregelt, auf Jahrzehnte hinaus. Herrlich! Doch plötzlich setzt ihr Freund sie vor die Tür. Zum Glück haben Sophie und Paul ein Zimmer frei. Aber in der WG der beiden Rentner geht es alles andere als ruhig zu. Cannabispflanzen auf dem Balkon, wilde Parties – Louisa versucht verzweifelt, ihren penibel strukturierten Alltag aufrechtzuerhalten. Am meisten nervt sie Ben von gegenüber, der sie nur noch „Stuffy Lou“ nennt und dummerweise verdammt sexy ist …


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Titel: Frühstück mit Sophie
Autor: Jennifer Bentz
Verlag: Ullstein
Seiten: 304
ISBN: 978-3548287522
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

Inhalt:
Louisa hat ein perfekt durchgeplantes Leben. Es gibt keine Überraschungen und für alles gibt es Regeln. Doch was, wenn der vorgeplante Mann die Regeln mißachtet? Anstatt Louisa den Heiratsantrag zu machen, gesteht Steffen, dass er Louisa betrogen hat und Vater wird …

Meine Meinung:
Wer „Wenn alle Stricke reißen“ gelesen hat, wird sich freuen: Es gibt ein wiedersehen mit Lea, Tine und Willy Brandt. Für alle anderen: Es ist kein Problem „Wenn alle Stricke reißen“ erst nach diesem Buch zu lesen, da die Handlung im jeweiligen Roman in sich abgeschlossen ist und auch eigenständig verstanden / verarbeitet werden kann. (Es lohnt sich definitiv den anderen Roman zu lesen!)

„Frühstück mit Sophie“ ist etwas ganz anderes als „Wenn alle Stricke reißen“ und ich finde es etwas ungünstig beide Romane miteinander zu vergleichen, aber da beide Bücher die gleichen Personen beinhalten, hängen die Bücher für mich, so dicht zusammen, dass mir nichts anderes übrigbleibt. Der Humor ist der gleiche, frisch, spritzig, einfach „auf den Punkt“. Aber leider an einigen Stellen zu viel des guten. Lea, die bereits im ersten Teil sehr impulsiv war und ihre cholerische Art gut zum Ausdruck brachte überspitzt dies teilweise und auch Tine ist mir zu heftig inszeniert. Auch die Drogengeschichte hätte nicht so positiv rübergebracht werden müssen. Es sind mir leider zu viele Klischees untergekommen, die dann so vorhersehbar geendet hatten, dass die Lesefreude nicht mehr so da war wie erhofft.

Fazit:
Ggf. hätte mich das Buch mehr überzeugt, wenn es komplett neue Charaktere gegeben hätte, statt die bekannten Personen wieder aufzuwärmen. Dennoch ist „Frühstück mit Sophie“ eine witzige Geschichte, die sich rasant entwickelt und für kleine und große Lacher sorgt. Wer das Leben ernst oder nicht zu ernst nimmt und eine Geschichte über das Leben sucht, welches sich nicht typisch entwickelt, ist mit diesem Buch sehr gut bedient. Von mir gibt es, aufgrund der oben genannten Punkte nur 3 Sterne.

Ich bedanke mich bei Jennifer Bentz für das Rezensionsexemplar.