Seelenriss – Hanna Winter

Klappentext:
Der Tod hat seine Meisterin gefunden.

Ein brutaler Killer treibt sein Unwesen in Berlins Straßen. Er genießt es, zu töten. Er muss es wieder tun. WANN? WER? Und WARUM? Nur Profilerin Lena Peters kann sein blutiges Geschäft beenden. Denn sie hat die Hölle am eigenen Leib erlebt und weiß: Wo Gedanken endlos kreisen, findet das Böse keine Ruhe!


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Titel: Seelenriss
Autor: Hanna Winter
Verlag: Ullstein
Seiten: 320
ISBN: 978-3548283678
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Seelenriss ist der Nachfolger von „Opfertod“ und genau dort setzt die Geschichte auch an. Dies bedeutet, dass das Ende von „Opfertod“ hier nochmals erzählt wird und Leser welche diese Geschichte nicht kennen sehr gut in „Seelenriss“ einsteigen können. Nachdem die Vorgeschichte um Lena Peters abgearbeitet ist und der Leser nun über ihren ersten Fall Bescheid weiß geht es im neuen Fall gleich richtig zur Sache: Eine junge Frau, kippt sich Säure ins Gesicht und springt dann aus dem Fenster. Die Polizei glaubt – fast Flächendeckend – an Selbstmord nur Wulf Belling und Lena Peters wollen dies nicht wahrhaben und ermitteln …

Der Schreibstil von Hanna Winter ist flüssig und spannend. Teilweise saß ich auf der Couch und hatte richtig Gänsehaut. Die Kapitel sind so aufgebaut, dass diese kurz, passend und Stimmungsvoll zum weiterlesen animieren. Seelenriss spielt zudem in Berlin, was mich als Berlinerin natürlich sehr freut. Zudem stimmten die Beschreibungen der Schauplätze und Verkehrsmittel überein, was mich noch mehr an das Buch fesselte.

Lena konnte ich erst spät greifen und dann auch nicht richtig, irgendwie fehlte immer etwas. Teilweise hätte ich gerne mehr über Lenas Arbeit als Profilerin erfahren, aber vielleicht wurde dieses Thema bereits bei „Opfertod“ behandelt und dieses Buch habe ich leider nicht gelesen.

Wulf Belling hingegen kam sofort als lieber, netter, älterer Kollege rüber und später als treuer Papa, natürlich hätte ich auch gerne noch mehr über ihn erfahren.

Was mir bei Lena und Wulf zu wenig war, war bei den anderen Charakteren genau richtig. Es reichte um die Personen in die Handlung zu integrieren, aber mehr musste nicht. Trotzdem hatte jede Figur etwas, dass ihn bzw. sie auszeichnete und ihn bzw. sie einzigartig machte.

Das Cover ist richtig gut gestaltet. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass es nur gedruckt richtig toll aussieht. Die 5 Früchte / Blüten schimmern leicht gelb-grünlich und verwischen dann leicht in einen Schatten, etwas geheimnisvoll und schauerlich – genau wie die Geschichte 😉

Fazit:
Seelenriss ist ein interessanter Thriller mit einer sehr bedeutungsvollen Botschaft – denn der Mörder tötet nicht, er will seinen Opfern etwas verständlich machen … Ich vergebe 4 Sterne für diesen Thriller, da er wirklich schauerlich war, für 5 Sterne hätte ich gerne tiefgründigere Hauptcharaktere gehabt.

Meine Empfehlung geht natürlich zum Kauf, denn die Botschaft und die Art des Thrillers ist auf jeden Fall lesenswert. Besonders natürlich für Thrillerfans 😀

 

Ich bedanke mich ganz herzlich beim Ullstein Buchverlag für das Rezensionsexemplar.

Der Ursprung des Bösen – Jean-Christophe Grangé

Klappentext:
Mathias Freire leidet unter einer rätselhaften Krankheit: Sobald er in Stress gerät, verliert er das Gedächtnis. Und wenn er das Bewusstsein wiedererlangt, ist er ein anderer: Ein neues Ich hat sich formiert, mit einer neuen Vergangenheit, einem neuen Lebensschicksal. Währenddessen sucht die Polizei nach dem Täter einer Serie von Ritualmorden, die allesamt in der Nähe Freires verübt wurden, ohne dass man diesem etwas nachweisen kann. Und wenn nun doch er der Mörder ist? Freire gerät zunehmend in Panik. Auf sein Gedächtnis ist kein Verlass. Also muss er einen anderen Weg finden, um seine Vergangenheit zu rekonstruieren. Doch die Suche nach seiner wahren Identität wird schon bald zu einem entsetzlichen Albtraum, aus dem es kein Entrinnen zu geben scheint. Ein Albtraum, der in einem dunklen Geheimnis um Freires Herkunft begründet liegt …


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Titel: Der Ursprung des Bösen
Autor: Jean-Christophe Grangé
Sprecher: Dietmar Wunder
Verlag: Lübbe Audio
ASIN: B008YIV2W0
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Der Stil von Jean-Christophe Grangé war mir nur aus dem Film „Die purpurnen Flüsse“ bekannt. Nun, da ich gerade auf dem Hörbuchtrip bin und mir die Hörprobe so gut gefallen hat – der Lausch-Auschnitt ging um ein Gespräch über eine gespaltene Persönlichkeit – konnte ich nicht widerstehen, mir das ungekürzte Hörbuch (über 21 Stunden) zu laden und ich wurde nicht enttäuscht. Die Geschichte beinhaltet alles, was ein guter Thriller benötigt: bestialische Morde, Intrigen und ganz viel Psychologie.

Meine Meinung:
Dietmar Wunder hat hervorragend gelesen und machte das Hörbuch zu einem tollen Erlebnis. Spannende Stellen las er schneller und auch verstellte er die Stimmen bei den einzelnen Personen – so macht das hören wirklich Spaß und die Zeit vergeht wie im Flug 😀

Teilweise hatte ich allerdings Probleme mit den ganzen französischen Namen und Plätzen der Geschichte, beim Lesen hätte ich das Buch wahrscheinlich aufgrund der Namen und teilweise doch sehr langwierigen Wiederholungen öfters beiseite gelegt, aber wie oben bereits erwähnt, war das Hören sehr angenehm.

Die Charaktere waren alle verständlich und passend dargestellt und einige konnte man sogar ins Herz schließen, andere natürlich nicht und einige Personen hätte die Geschichte, meiner Meinung nach, nicht wirklich gebraucht.

Fazit:
Der Ursprung des Bösen ist ein gelungener Psychothriller der sich ausgiebig mit dissoziativer Identitätsstörung (multipler Persönlichkeitsstörung) befasst. Leser oder Hörer sollten also wissen, auf was sie sich einlassen. Ich vergebe 4 Sterne für eine in sich schlüssige Geschichte die toll vorgetragen wurde.

Ausgelöscht – Cody McFadyen

Klappentext:
Ich hatte einmal ein Leben. Doch ich erinnere mich nicht mehr daran. Ich hatte eine Familie. Doch ich kenne sie nicht mehr. Ich hatte viele Erinnerungen. Doch jemand war in meinem Gehirn. Er hat alles ausgelöscht. Und ich wünschte, er hätte mich nicht am Leben gelassen.


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Titel: Ausgelöscht
Autor: Cody McFadyen
Verlag: Bastei Lübbe
Seiten: 480
ISBN: 978-3404165810
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Auf Callies Hochzeit wird, gerade als Pater Yates die Zeremonie beendet, eine verwirrte Frau aus einem Auto geworfen. Sie schaut sich verstört um und fängt an zu schreien. Sie hört nicht mehr auf und FBI Agentin Smoky Barrett nimmt sich ihrer an …

Stil:
Der Schreibstil von Cody McFadyen ist sehr gewöhnungsbedürftig. Ziemlich bildlich und brutal fesselt er den Leser an einer sehr komplexen Story. Das ganze Buch über bleibt er seinem Stil treu und schafft so eine sehr interessante Atmosphäre.

Charaktere:
Alle Charaktere bleiben sich auf ihre Art treu. Es gibt keine Superhelden, die es nicht sein sollten, und jene, die nahe am Helden dran sind, wurden durch die Spezialausbildung des FBI gedrillt, daher ist dies nicht verwunderlich sondern nachvollziehbar.

Cover:
Das Cover beschreibt die Szenerie sehr gut. Eine Frau, die nicht mehr ist als eine Hülle. Ihre Züge und Merkmale sind wie ausradiert …

Fazit:
Obwohl dies schon der 4. Fall für Smoky Barrett war, merkt man dies nicht. Ich kannte vorher keinen Fall von ihr und bin super mit dieser Geschichte zurechtgekommen. Ich habe alles, was wichtig war, erfahren und es bleiben keine Fragen offen. Ich gebe für dieses sehr spannende und teilweise auch sehr brutale Buch 4 Sterne. Teilweise waren mir die verdeckten Ermittlungen zu langgezogen, daher ziehe ich einen Stern ab.

Splitter – Sebastian Fitzek

Klappentext:
Was wäre, wenn wir die schlimmsten Erlebnisse unseres Lebens für immer aus unserem Gedächtnis löschen könnten und dabei etwas schief geht? Viel stärker als der Splitter in Marcs Kopf ist die seelische Wunde seines selbst verschuldeten Autounfalls, denn seine Frau hat nicht überlebt. Als Marc von einem psychiatrischen Experiment hört, das ihn von dieser quälenden Erinnerung befreien könnte, schöpft er Hoffnung. Doch nach den ersten Tests beginnt das Grauen: Marcs Wohnungsschlüssel passt nicht mehr. Ein fremder Name steht am Klingelschild. Die Tür öffnet sich und Marc schaut einem Alptraum ins Gesicht …


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Titel: Splitter
Autor: Sebastian Fitzek
Sprecher: Simon Jäger
Verlag: Lübbe Audio
ISBN: 978-3785742099
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Ein sehr gruseliges und spannendes Hörbuch was einem hier präsentiert wird. Marc, tief erschüttert, möchte nur eines: Vergessen! Er meldet sich zu einem Experiment und der Hörer ist live dabei, wenn Marc die Nebenwirkungen kennenlernt…

Simon Jäger, als Sprecher, ist hervorragend geeignet. Die doch sehr düsteren Themen von Sebastian Fitzek kommen durch seine Stimme noch gruseliger und furchtbarer rüber als es das eigenständige Lesen hätte tun können. Die Panik, die Marc in der Geschichte verspürt, erhält durch die Stimme, die ihm gegeben wird, noch mehr Ausdruck und das bekommt dem Hörbuch richtig gut!

Die Charaktere sind „typisch Berlin“ mit einer etwas größeren Klappe ausgestattet – auch wenn das Geschehen eher in den nobleren Gegenden spielt. Dies bedeutet natürlich, dass sich der Hörer schon auf ein paar Kraftausdrücke einstellen sollte. Wenn ein lautes „Scheiße“ also keine Anstößigkeit auslöst, und mit Charakteren welche ihre Meinung und Panik offen kundtun kein Problem besteht, dann viel Spaß bei „Splitter“ 😉

Fazit:
Ein schönes Hörbuch, welches ich an Krimi- und Thrillerfans gerne weiter empfehle. Ich vergebe volle 5 Sterne für ein richtig gut umgesetztes Werk, dass mir schon mal einen Schauer über den Rücken jagte 😀

Die dunklen Blüten der Fabrik (Passion, Pain & Pokerface) – Violet Mascarpone

Klappentext:
Ein dominanter Gangster im Hawaiihemd, eine devote Killerin in Armeehosen, ihre hochintelligente beste Freundin und ein Priester, der unter seinem würdevollen Gewand keine Unterhose trägt, stellen sich der Fabrik, dem größten Syndikat des Landes entgegen, denn die Fabrik frisst Menschen. Und wenn sie nicht kämpfen, dann wird sie sich nehmen, was ihnen das Wichtigste ist: Diejenigen, die sie lieben.

Auf ihrem Weg werden die vier nicht nur von Pistole Candy, einem Raben namens Pepper, einer tätowierten Schlange und einer Vielzahl freundlicher Götter begleitet, sondern auch jeder Menge Drinks, wahrer Liebe und vor allem heißem Sex, der die Grenzen zwischen Lust und Schmerz verschwimmen lässt.

Passion, Pain & Pokerface ist der erste Band der Trilogie „Die dunklen Blüten der Fabrik“.


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Titel: Die dunklen Blüten der Fabrik (Passion, Pain & Pokerface)
Autor: Violet Mascarpone
ASIN:B00AMQW302
Meine Bewertung: 3 Sterne – ist okay

Die dunklen Blüten der Fabrik – Teil 1 – ist etwas ganz neues und anderes. Dieser Thriller beinhaltet neben sexueller, erotischer Handlung auch noch eine komplett verdrehte Welt. Die Kirche betreibt Bordelle und Drogenhandel gibt es dann auch noch … Ganz interessant ist die Geschichte zwischen der Killerin Mono und dem Tempelbewohner Sunny. Beide dürften normalerweise gar nicht zusammen sein, da ihre Partnerschaft rein beruflicher Natur sein sollte, aber in diesem Buch ist nichts wie es sein sollte 😉

Violet Mascarpone schreibt, wie oben bereits erwähnt, anders. Stil und Ausdruck sind sehr gewöhnungsbedürftig, schnell und teilweise sprunghaft. Was das Lesen teilweise unterbricht, aber auch zum Kopfkino anregt.

Die Charaktere konnte ich das ganze Buch über nicht greifen. Kaum hatte ich mich an einen gewöhnt, kam der Szenenwechsel. Daher blieben die Personen leider sehr farblos und blass.

Das Cover ist super! Der kleine Rabe Pepper sitzt und lauert – Leser des Buches wissen mehr 😉

Fazit:
Der erste Teil der Trilogie war interessant, aber leider nicht so mein Fall, so dass ich auf die anderen Teile verzichten werde. Ich empfehle „Die dunklen Blüten der Fabrik“ eher an Leser die gerne schnelle, leicht sprunghafte und actionreiche Thriller inkl. SM-Einlagen lesen.

Was ich ganz toll finde ist das Schlusswort der Autorin: persönliche Anmerkung zum Thema Safer-Sex. Dies ist wirklich das erste erotische Buch, welches diesem wichtigen Thema Raum gibt! Toll!

 

Ich bedanke mich bei Violet Mascarpone für das Rezensionsexemplar.