Der Spezialist – Mark Allen Smith

Klappentext:
NUR EINER IST BESSER ALS DER TEUERSTE LÜGENDETEKTOR. SEIN NAME IST GEIGER

Sie brauchen eine Information? Sie kennen die Person, die diese Information hat, aber sie hüllt sich in Schweigen? Lassen Sie das meine Sorge sein. Ich hole immer die Wahrheit aus meiner Zielperson heraus. Denn ich bin ein Spezialist. Dabei befolge ich stets meinen Kodex. Eines Tages bekam ich den Auftrag, gegen meinen Kodex zu verstoßen. Die Folgen waren schrecklich. Für meinen Auftraggeber.

Mein Name ist Geiger.
Ich spiele Violine.
Und foltere Menschen.


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Titel: Der Spezialist
Autor: Mark Allen Smith
Verlag: Bastei Lübbe
Seiten: 346
ISBN: 978-3785760604
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Geiger beschafft für jeden der genug Geld und Beziehungen hat Informationen. Der Informant wird geliefert und Geiger beginnt… ganz egal um was oder wen es geht. Geiger ist nur an der Wahrheit interessiert. Doch dann bricht ein Klient die Regeln, Geiger soll mit einem kleinen Jungen arbeiten…

Schreibstil:
Der Stil von Mark Allen Smith ist grandios! Ich konnte sofort in die Geschichte eintauchen und der Spannungsbogen wurde bis zum Schluss gut gehalten. Der Ausdruck war passend und angemessen. Trotz der brutalen Thematik ist Smith sprachlich bei der Sache geblieben und hat mich dadurch noch mehr überrascht.

Charaktere:
Geiger ist ein toller Typ. Eigentlich müsste der Kopf sagen, dass man Geiger dank seines Berufes nicht mögen dürfte, aber ganz ehrlich: Geiger ist mein Held! Nicht erst nach dem beenden des Buches sondern gleich auf den ersten Seiten konnte ich ihn greifen und in mein Herz schließen. Er ist eine Persönlichkeit die irgendetwas Mystisches ausstrahlt und doch nähe rüberbringen kann. Ein wirklich interessanter und fühlender Charakter, der mir noch lange – auch durch seine Weisheiten – im Gedächtnis bleiben wird.

Die anderen Personen waren auch sehr gut dargestellt und wirkten natürlich. Auch hier hatte ich wieder meine Favoriten.

Cover:
Das Cover finde ich sehr ansprechend. Vor allem das aufklappbare Röntgenbild hat etwas sehr spezielles so bekommt Geigers Arbeit ein ganz anderes Bild.

Fazit:
Der Spezialist hat mich sehr beeindruck und macht Lust auf mehr. Ein spannendes und tiefgründiges Buch, welches ich an Thrillerfans empfehlen kann. Ich vergebe für dieses außergewöhnliche Debüt 5 Sterne.

Der Nachtwandler – Sebastian Fitzek

Klappentext:
WER BIST DU, WENN DU SCHLÄFST?
Wegen massiver Schlafstörungen wurde Leon in seiner Jugend psychiatrisch behandelt. Seit langem glaubt er sich geheilt – doch als eines Nachts seine Frau unter mysteriösen Umständen verschwindet, keimt ein schrecklicher Verdacht in ihm: Ist er, wie damals, im Schlaf gewalttätig geworden?
Um seinem nächtlichen Treiben auf die Spur zu kommen, befestigt Leon eine bewegungsaktive Kamera an seiner Stirn – und entdeckt beim Betrachten des Videos Unfassbares: Sein schlafwandelndes Ich steigt durch eine ihm unbekannte Tür seines Zimmers hinab in die Dunkelheit …

Titel: Der Nachtwandler
Autor: Sebastian Fitzek
Verlag: Knaur
Seiten: 320
ISBN: 978-3426503744
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
Im Buch geht es fast nur um Leon und seine Erfahrungen bzw. Entdeckungen die er in seinen Schlaf- und Wachphasen hat. Eine spannende und erschreckende Zeit beginnt und das nicht nur für Leon!

Schreibstil:
Der Stil von Sebastian Fitzek ist, wie gewohnt, thrillig und packend. Der Ausdruck nicht ganz so vulgär wie gewohnt und daher gut zu lesen.

Charaktere:
Leon war gut zu greifen und ich konnte sofort mit ihm fühlen. Wer hatte nicht schon mal Schlafprobleme!?
Die anderen Personen waren alle gut beschrieben und passten wunderbar in die Handlung.

Cover:
Nach dem Lesen ist das Cover verständlicher. Davor konnte ich allerdings wenig mit dem Schein der Lampe anfangen.

Fazit:
Ein gelungener Psychothriller mit einem überraschenden Ende. Ich empfehle das Buch an Fitzek- sowie Thrillerfans und natürlich an Leser die gerne etwas über Schlafwandeln lesen möchten.
Mir hat „Der Nachtwandler“ eine aufregende und sehr verwirrende Lesezeit beschert, daher gibt es von mir 4 Sterne.

Im Netz des Verbrechens – Olga A. Krouk

Klappentext:
BELOGEN, VERRATEN, ENTFÜHRT…In St. Petersburg macht sich die junge Studentin Juna auf die Suche nach ihrer Freundin Pyschka, die unter mysteriösen Umständen verschwand. Ihre Nachforschungen führen sie nach Deutschland, wo sie in die Fänge grausamer Mädchenhändler gerät. Doch Juna kann fliehen – und findet Unterschlupf bei Nick, der genauso anziehend wie gefährlich ist. Allerdings steht er in den Diensten von Junas Entführern und scheint seine eigenen Ziele zu verfolgen. Kann die junge Russin Nick vertrauen, oder spielt er ein grausames Spiel mit ihr?


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Titel: Im Netz des Verbrechens
Autor: Olga A. Krouk
Verlag: Lyx
Seiten: 432
ISBN: 978-3802586415
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Die junge Russin Juna kommt nach Deutschland um ihre Freundin Pyschka aus den Klauen eines dubiosen Modelscouts zu retten. Doch als Juna sich mit Oleg, dem Scout, trifft, kommt alles anders als geplant und Juna gerät selbst in die Fänge der Mädchenhändler. Doch sie trifft Nick, der ganz anders zu sein scheint als die bösen Buben …

Schreibstil:
Der Schreibstil von Olga A. Krouk ist wieder hervorragend. Bereits im ersten Teil der Reihe (Im Visier des Todes) überzeugte sie mit viel Spannung und Nervenkitzel, gepaart mit viel Gefühl und Romantik. Auch bei „Im Netz des Verbrechens“ sieht es nicht anders aus: Ein packender und atemberaubender Thriller der unter die Haut geht! Besonders interessant fand ich die Mischung Deutsch – Russisch. So wurden Verständigungsschwierigkeiten dargelegt und auch die Grammatikproblematik eingearbeitet, was für kleine schmunzler während des Lesens sorgte.

Charaktere:
Juna ist eine bezaubernde junge Frau. Sie betreibt Taijiquan (besser bekannt als Tai-Chi), was sie sehr besonders macht. Taiji ist nämlich nicht nur eine Kampfkunst sondern eine Philosophie – mit sich und der Umwelt im Reinen sein, Lebewesen achten und nach strengen Regeln Leben. Durch diese Lebensweise ist Juna ganz anders als andere Mädchen und lässt den Leser auch an ihrer Einstellung teilhaben. Mir hat Juna sehr gut gefallen und auch die Beschreibungen des Taiji waren perfekt!

Pyschka, die hilfsbedürftige Freundin, ist ein furchtbarer Typ. Teilweise hätte ich sie am liebsten genommen und geschüttelt oder sie zurückgelassen. Ich mochte sie gar nicht und war froh über Szenen bei denen sie nicht dabei war.

Nick ist aus dem ersten Teil bereits bekannt und wirkte hier genauso mysteriös wie „Im Visier des Todes“. Allerdings lüftet sich sein Geheimnis zum Ende des Buches, was ich sehr schön fand. Nick ist mir immer noch sehr sympathisch und ich würde sehr gerne noch mehr über ihn erfahren. Auf der letzten Seite gibt es da eine Andeutung, ich hoffe also auf: mehr Nick 😉

Natürlich gibt es noch mehr Charaktere – auch aus dem ersten Teil. Diese sind sich treu geblieben und es gibt dramatische Hintergründe, die „Im Visier des Todes“ in ein ganz anderes Licht rücken.

Cover:
Das Cover ist wieder toll geworden. Eine Krähe, ein Mädchen, dunkel – Gefahr!

Fazit:
Eine sehr gelungene Fortsetzung, die mich zittern lies! Eine absolute Leseempfehlung geht an die Leser, die den ersten Teil gelesen haben und an Leser welche sich für Thriller mit Romantik interessieren oder zumindest in das Thema reinschnuppern möchten.

Im Visier des Todes muss nicht unbedingt gelesen werden um Im Netz des Verbrechens zu verstehen, es wäre aber besser.

Ich vergebe volle 5 Sterne für dieses nervenaufreibende Buch, welches mich sehr überzeugt hat.

Ich bedanke mich beim Lyx-Verlag für das Rezensionsexemplar.

Schattengrund – Elisabeth Herrmann

Klappentext:
Schattengrund. Als die 17-jährige Nicola das Haus ihrer verstorbenen Tante erbt, ahnt sie nicht, wie bedeutsam dieser Name für sie wird. Es ist ein einsames Haus in einem abgelegenen Dorf, in dem sie als Kind oft zu Gast war. Ein Haus, in dem die Vergangenheit schlummert. Und ein Haus, das Nicos Eltern auf keinen Fall annehmen wollen. Als die Eltern das Erbe stellvertretend für ihre Tochter ausschlagen, reißt Nico heimlich aus, um Schattengrund wiederzufinden. Und kaum hat sie die Schwelle übertreten, da scheint eine lange verdrängte Wahrheit nach ihr zu greifen…


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Titel: Schattengrund
Autor: Elisabeth Herrmann
Verlag: cbt
Seiten: 416
ISBN: 978-3570161265
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
Ein Besen, ein Stein und eine halbe Postkarte: Nicos Erbe! Leicht enttäuscht, aber doch irgendwie entzückt nimmt Nico das Erbe ihrer Tante Kiana an. Als sie dies dem Notar mitteilt, erfährt sie, dass dies noch nicht alles ist. Wenn Nico diese 3 Dinge an den Ort ihrer Bestimmung bringt, erbt sie das alte Haus „Schattengrund“. Allein und unwissend macht sich Nico auf den Weg zum Brocken, nach Sibenlehen…

Schreibstil:
Der Schreibstil von Elisabeth Herrmann ist flüssig und leicht zu lesen. Am Anfang schafft sie eine hervorragende Spannungskurve, die leider zum Ende hin abflacht.

Charaktere:
Nico ist eine schüchterne junge Frau, welche ich von der ersten Seite an in mein Herz schließen konnte. Ich fieberte mit ihr mit und bekam es mit der Angst zu tun, wenn auch ihr sich die Nackenhaare sträubten.

Leon, der smarte Typ aus dem Dorf war mir zu Beginn sehr suspekt, aber später entwickelte er sich zu einem interessanten Typen, über den ich gerne noch mehr erfahren hätte.

Kiana, Nicos verstorbene Tante, muss eine herzensgute Frau gewesen sein. Von den Dingen, die man über sie erfährt, macht sie einen tollen Eindruck und ich konnte sie mir recht gut vorstellen

Cover:
Das Cover passt recht gut. Ein kleines verlassenes Haus getrübt von … vielen Dingen 😉

Fazit:
Ein sehr nervenaufreibender Thriller, der meiner Meinung nach nichts für Jugendliche ist. Mir ging das Thema sehr Nahe und ich habe etwas ganz anderes erwartet. Teilweise war mir der Schreibstil zu bildhaft und zu gruselig, dass ich das Buch weglegen musste – Albtraum garantiert! Andererseits war mir der letzte Teil zu stark konstruiert, so dass ich mir die Geschichte etwas ausgewogener gewünscht hätte. Ich empfehle Schattengrund an Liebhaber von Thrillern und Harzkennern. Die Geschichte spielt in realen Orten, nur Siebenlehen ist fiktiv. Auch die Sage um die Rosstrappe wird völlig neu interpretiert, was ich sehr interessant fand. Ich vergebe 4 Sterne für Schattengrund – einen Stern ziehe ich aufgrund des Themas für ein Jugendbuch ab.

Kate Burkholder 01: Die Zahlen der Toten – Linda Castillo

Klappentext:
Ist der „Schlächter“ wirklich zurück?

Vor 16 Jahren erschütterte eine brutale Mordserie die ländliche Kleinstadt Painters Mill in Ohio. Kate Burkholder, ein junges Mädchen aus der Gemeinde der „Amish People“, ist dem Killer damals entkommen. Heute ist sie die erste weibliche Polizeichefin von Painters Mill – und findet die schrecklich zugerichtete Leiche eines jungen Mädchens, die ganz eindeutig die Handschrift des „Schlächters“ trägt. Kate muss den Täter fassen, bevor er noch einmal zuschlägt – auch wenn sie dadurch ihre Familie verrät und ein dunkles Geheimnis aufdeckt, das ihr Leben zerstören kann.


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Titel: Die Zahlen der Toten
Autor: Linda Castillo
Verlag: Fischer
Seiten: 432
ISBN: 978-3596184408
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Anfang März habe ich mit dem 2. Fall von Kate Burkholder (Blutige Stille) begonnen und war so begeistert, dass ich mir nun wirklich noch den ersten Teil geholt habe. Normalerweise lese ich keine Krimireihen von Teil 1 bis Ende, sondern immer nur die Episoden, die mich ansprechen. Hier mache ich nun wirklich eine Ausnahme, denn Linda Castillo schafft es wirklich mich zu fesseln.

Inhalt:
Ein Serienmörder geht um in Painters Mill und Chief of Police, Kate Burkholder, muss ermitteln. Doch sie birgt ein Geheimnis, welches ihre Kollegen nie erfahren dürfen und ihre Verschwiegenheit behindert dann auch noch die Ermittlungen. Ob der Field Agend, John Tomasetti, zu Kate durchdringt und ob sie zusammen den „Schlächter“ aufspüren können?

Schreibstil:
Der Stil von Linda Castillo ist sehr brutal und detailliert, so dass ich das Buch teilweise weglegen und mir anderen Lesestoff suchen musste. Andererseits hat sie einen so fesselnden und direkten Ausdruck, dass ich unbedingt weiterlesen wollte.

Charaktere:
Die Charaktere kannte ich ja nun bereits, trotzdem war es spannend noch mehr Hintergründe zu erfahren um das Verhalten noch besser verstehen zu können. Aber auch wenn ich mit diesem Teil angefangen hätte, wären Kate und ihrem Team meine Sympathie sicher gewesen. So herzlich und pflichtbewusst wie sich die Ermittler in dem Buch geben, muss man sie einfach gern haben und mit ihnen fühlen.

Cover:
Das Cover ist wieder sehr gut getroffen. Die Geschichte spielt im Winter mit viel Schnee – also die perfekte Lektüre um sie genau jetzt zu lesen 🙄 und genau das spiegelt das Cover wieder.

Fazit:
Ein gelungener erster Teil, der gelesen werden sollte! Ich empfehle „Die Zahlen der Toten“ an Leser, die gerne spannende Thriller mögen und auch vor detailreichen, brutalen Szenen nicht zurückschrecken. Mich hat dieser Teil überzeugt und ich freue mich auf Teil 3 „Wenn die Nacht verstummt“ – von mir volle 5 Sterne!