Verloren in der grünen Hölle – Ute Jäckle

Klappentext:
Das Leben der siebzehnjährigen Kolumbianerin Elena verläuft glücklich und sorgenfrei. Bis sie eines Tages gemeinsam mit zwei Freundinnen auf dem Weg zu einem Einkaufsbummel entführt und in das Camp einer professionellen Kidnapperbande mitten im Regenwald verschleppt wird. Eine Zeit voller Todesangst und Schrecken bricht für die Mädchen an, denn der cholerische Bandenführer Carlos kennt keine Gnade.
Elena will sich mit ihrem Schicksal nicht abfinden, sie rebelliert mit dem Mut der Verzweiflung gegen die Männer und fordert damit den Zorn von Carlos heraus. In letzter Minute beschützt der attraktive Entführer Rico sie vor dem gefährlichen Anführer und stürzt Elena in einen Gewissenskonflikt. Ehe Elena bewusst wird, auf was sie sich einlässt, zieht es sie in einen reißenden Strudel aus Leidenschaft und tödlicher Gefahr.


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Titel: Verloren in der grünen Hölle
Autor: Ute Jäckle
Verlag: bookshouse
Seiten: 509
ASIN: B00KU6TUE6
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

Inhalt:
Ein sonniger und unbeschwerter Tag in Kolumbien. Elena und ihre zwei Freundinnen lassen sich vom Chauffeur zur Shopping Mall fahren, bis der Chauffeur einen anderen Plan hat und die Mädchen an dubiose Gestalten ausliefert …

Schreibstil:
Der Schreibstil von Ute Jäckle ist flüssig und sehr detailgetreu. Für mich ist diese Detailtreue in der Beschreibung des Geschehens zu viel gewesen, mein Kopfkino konnte sich nicht frei entfalten, mir wurde einfach zu viel vorgegeben – ich habe demnach „nur“ gelesen und konnte nicht in das Geschehen eintauchen. Bei Szenen, die die Gewaltbereitschaft der Entführer beschreiben, war das „nur lesen“ allerdings angebracht. Auch hier waren mir die Details viel zu viel. Auch der Ausdruck ist, für die Geschichte vielleicht passend, aber irgendwie flach – es gibt viele Ausdrücke.

Charaktere:
Ich musste bei Elena wirklich des Öfteren nachlesen wie alt sie sein sollte. Ich bin ehrlich gesagt nicht auf ihre 17 Jahre gekommen. Die Mädels scheinen alle gleichaltrig zu sein, benehmen sich aber viel kindlicher. Sie finden Haare an Männerarmen schlimm (Haare auf dem Rücken auch, aber da gehe ich mit 😳 ) und ein Mann Mitte 20 ist alt. Obwohl sich Elena in einer sehr gefährlichen Situation zu befinden scheint, hatte ich immer das Gefühl, dass sie das nicht erkennt. Natürlich stellt sie eine Kämpfernatur dar, aber dennoch ist ihr Verhalten eher naiv, stur, dickköpfig und einfältig. Als sie dann noch ihre Sympathie für Rico entdeckt musste ich an das Stockholm-Syndrom denken, anders kann ich mir ihr Verhalten nicht erklären.

Cover:
Das Cover sieht so sehr gut aus, es macht neugierig, was der Dschungel zu bieten hat, aber warum sieht man deutlich die Brustwarzen des Mädchens? Finde ich anstößig und gefällt mir nicht so.

Fazit:
Ein Buch welches sofort spannend beginnt und diese auch so schnell nicht wieder abgibt. Rasant läuft die Geschichte von der ersten bis zur letzten Seite. Eine Leseempfehlung gebe ich an Leser, welche Spannung, Details und Entführungsgeschichten mit derben Ausdrücken mögen. Ich vergebe 3 Sterne, weil ich mit der Protagonistin und den Detailbeschreibungen nicht zurechtgekommen bin.

Ich bedanke mich bei Ute Jäckle für das Rezensionsexemplar.

Ich bin die Nacht – Ethan Cross

Klappentext:
Mein Name ist Francis Ackerman junior. Ich bin das, was man gemeinhin einen Serienkiller nennt. Doch ich töte nicht wahllos, und jedes meiner Opfer bekommt eine faire Chance, denn ich fordere es zu einem Spiel heraus. Wer gewinnt, überlebt. Ich habe noch nie verloren. Die meisten Menschen werden mich verabscheuen. Einige, die mir ähnlich sind, werden mich verehren. Aber alle, alle werden sich an mich erinnern. Mein Name ist Francis Ackerman junior. Ich bin die Nacht, und ich möchte ein Spiel mit Ihnen spielen.


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Titel: Ich bin die Nacht
Autor: Ethan Cross
Verlag: Bastei Luebbe
Seiten: 400
ASIN: B00COMUCMS
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

Inhalt:
Francis Ackermann Junior, ein Serienmörder, erschaffen von seinem eigenen Vater, treibt sein Unwesen…

Schreibstil:
Der Schreibstil ist einfach, lässt sich daher gut lesen und bleibt trotz einiger Fehler spannend. Der Ausdruck ist für einen Thriller passend, blutig, brutal.

Charaktere:
Francis, der mir das gesamte Buch nicht wirklich psychopathisch erschien, ist ein eigenartiger Typ. Er wurde von seinem Vater als „Serienmörder“ ausgebildet. Durch perverse Versuche wurde Francis zum töten animiert und lebt dieses antrainierte Verhalten weiterhin aus. Das macht ihn zu einem Menschen, der nicht gemocht werden kann, aber durch bestimmte Züge, die er immer mal wieder zeigt, änderte sich meine Meinung immer wieder. So zeigt Francis Wahnvorstellungen und schreit nach Hilfe. Er ist ein Charakter, der gut aufzeigt, was in einer gequälten Seele passiert.

Marcus, ein „ausrangierter“ Polizist, der ausversehen die Bekanntschaft mit Ackermann macht, ist mir das Buch über suspekt geblieben. Er widerspricht sich immer wieder, bleibt seinen Vorgaben nicht treu und scheint daher unsympathisch.

Die anderen Charaktere waren mir teilweise zu überzeichnet und somit nicht wirklich greifbar. Sie handelten entweder nicht rational oder zu vorhersehbar.

Cover:
Das Cover finde ich interessant, aber nicht herausstechend.

Fazit:
Ein netter Thriller, welcher in „Ich bin die Angst“ fortgesetzt wird. Das Ende ist, für mich persönlich, zu „offen“ und macht nicht unbedingt Lust auf den nächsten Teil. Auch haben mich ein paar Ungereimtheiten in diesem Buch gestört, welche die Spannungskurve unterbrachen. Daher gibt es von mir nur 3 Sterne. Eine Leseempfehlung spreche ich bei „Ich bin nicht Nacht“ nicht aus, da ich keine Ahnung habe, wem ich das Buch empfehlen könnte.

Anna im blutroten Kleid – Kendare Blake

Klappentext:
Manche Geister sollte man nicht sich selbst überlassen

Cas Lowood hat eine dunkle Berufung: Er ist ein Geisterjäger. Mit seiner Mutter zieht er quer durchs Land, immer auf der Suche nach den ruhelosen Seelen, die oft schon seit Jahrzehnten die Lebenden in Angst und Schrecken versetzen – bis Cas ihrem Treiben ein Ende bereitet. In einer Kleinstadt in Ontario wartet die berüchtigte Anna im blutroten Kleid auf ihn, eine lokale Berühmtheit, deren Leben in den 50er-Jahren ein grausames Ende fand. Seitdem bringt sie jeden um, der es wagt, das verlassene viktorianische Anwesen zu betreten, das einst ihr Zuhause war. Doch bei Cas macht die schöne Tote eine Ausnahme …


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Titel: Anna im blutroten Kleid
Autor: Kendare Blake
Verlag: Heyne
Seiten: 384
ISBN: 978-3453314191
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Cas, 17 Jahre und Geisterjäger, wird von einer Stadt in die nächste beordert um den ansässigen Geistern das „Leben“ zu nehmen. Nicht jeder Geist muss von der Erde verschwinden, sondern nur die wirklich „harten“ Fälle. So eine wie Anna. Anna, die im blutroten Kleid mordet und bereits über 2 Dutzend Jugendliche auf dem geisterlichen Gewissen hat. Cas begibt sich auf die Suche und findet das Mädchen mit dem von Blut durchwirkten Kleid …

Schreibstil:
Der Schreibstil ist grandios! Gerade als Debüt ist dieses Buch wirklich sehr schaurig-gruselig und zum mitfühlen realistisch geschrieben. Der Ausdruck ist gewählt und die Cliffhanger passend gesetzt, so dass das Buch bis zur letzten Seite spannend bleibt.

Charaktere:
Cas, der mir von der ersten Seite an sympathisch war hatte es nicht leicht. Sein Vater, der Geisterjäger, und seine Mutter, die Kräuterhexe, haben ihm viel seiner eigentlichen Kindheit geraubt. Trotzdem konnte ich Cas gut verstehen und freute mich für ihn, dass er es dennoch schaffte sein Leben so zu meistern, wie er es tut.

Anna, eine bemerkenswerte Persönlichkeit, die ich gerne besser kennengelernt hätte. Es reichte zwar um alles zu verstehen aber dennoch hätte mich ihr Leben in den 50er-Jahren interessiert. Ich mochte die vielen Facetten, die das Mädchen zeigte und auch ihre Art – wenn diese zu Beginn auch nicht gerade einfach war.

Cas´ Mutter sowie Onkel waren perfekt! Eine wirklich sehr interessante Familie, die gar nicht anders sein darf. Gleiches gilt für Carmel und Thomas, die Schulfreunde von Cas. Die beiden waren zu Beginn des Buches nicht leicht zu greifen, entwickelten sich aber gleichsam mit der Geschichte und bereiteten mir viel Freude.

Cover:
Das Cover finde ich sehr schön. Anna trägt auf dem deutschen Cover zwar kein blutrotes Kleid (wie auf dem englischen Original), aber dennoch gefällt mir dies besser und passt auch sehr gut zur Geschichte – nach dem Lesen ist man schlauer 😀 toll ist auch die Prägung des Buchtitels, die dem Buch eine schöne Haptik verleiht.

Fazit:
Es ist lange her, dass ich ein Buch binnen einer Nacht verschlungen habe, aber „Anna im blutroten Kleid“ konnte ich nicht aus der Hand legen. Die schaurig-schöne Gruselgeschichte ist spannend, fantasiereich und liebenswert geschrieben. Wer außergewöhnliche Geschichten rund um Geister mag, wird dieses Buch lieben. Daher gibt es von mir eine absolute Leseempfehlung – wer schwache Nerven hat, sollte nur am Tage lesen 😉 – und volle 5 Sterne.

Der Experte – Mark Allen Smith

Klappentext:
Geiger weiß genau, wie man einen Menschen bricht. Er zählt zu den besten Verhörexperten weltweit. Aber Geiger hat Moral. Schwache Menschen verhört er nicht – und das ist der Grund, aus dem er abgetaucht ist. Bei seinem letzten Auftrag hat er sich mit der Zielperson verbündet und einen gegnerischen Agenten verkrüppelt. Vielleicht hätte er den Mann besser getötet. Denn der ist ebenfalls ein Folterprofi, allerdings ohne Moral. Und ihm schießt nur ein Gedanke durch den Kopf: Geigers Tod.


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Titel: Der Experte
Autor: Mark Allen Smith
Verlag: Bastei Lübbe
Seiten: 448
ISBN: 978-3785760864
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Nach der Regenerationszeit, die Geiger brauchte um nach dem Kampf mit seinem Widersacher wieder fit zu werden, fühlt sich Geiger nicht mehr als Inquisitor berufen. Er möchte von vorne anfangen: als Schreiner 🙂

Schreibstil:
Der Stil von Smith beeindruckte mich bereits beim ersten Band „Der Spezialist„. Bei „Der Experte“ hatte ich das Gefühl als ob Smith noch besser wurde. Der Ausdruck war immer passend, es wirkte alles authentisch und ich sah und hörte die Protagonisten ohne das ich das Buch wirklich lesen musste. So müssen Bücher sein, ein Film vor Augen ohne Kampf zu lesen! Kurz gesagt: Smith schafft eine sehr starke Bindung zu seinen Büchern und zieht den Leser ins Geschehen. Die, von der ersten Seite aufgebaute Spannung, kann der Autor bis zur letzten halten ohne einmal davon abzuweichen.

Charaktere:
Geiger 😳 ich weiß nicht wirklich was ich schreiben soll. Geiger ist Geiger, er ist ein Spiegel und jeder sieht etwas anderes in ihm (ein schönes Zitat aus dem Buch). Denn so ist es wohl. Ich sehe in Geiger eine Person, die es in der Kindheit nicht leicht hatte, autistische Züge entwickelt hat, aber dennoch eine tolle Ausstrahlung sowie Charakter besitzt.

Harry, auch im ersten Teil bereits dabei, wurmte mich in diesem Teil etwas; andererseits zeigte er auch viele Facetten eines Menschen, die so auftreten. – Da komme ich wieder zum grandiosen Schreibstil und die Wandlungsfähigkeit von Personen. Harry wirkte anders, aber nicht gestellt. Es passte perfekt!

Die anderen Charaktere, alle wichtig, waren so wie es ein guter Thriller braucht: Mystisch, brutal, wahnsinnig, clever, verschwiegen – aber dennoch ihrer Art und Weise treu.

Cover:
Das Cover ist klasse. Genau wie beim Spezialisten ist das Deckblatt ein Röntgenbild, welches sich aufklappen lässt.

Fazit:
Eine sehr gute Fortsetzung die unbedingt nach „Der Spezialist“ gelesen werden sollte. Ein Einstieg mit „Der Experte“ ist möglich, aber nicht zu empfehlen, da dem Leser zu viele Informationen und Bindungen fehlen. Von mir gibt es eine uneingeschränkte Leseempfehlung und volle 5 Sterne!

Ich. Darf. Nicht. Schlafen. – S. J. Watson

Klappentext:
Ohne Erinnerung sind wir nichts. Stell dir vor, du verlierst sie immer wieder, sobald du einschläfst. Dein Name, deine Identität, die Menschen, die du liebst – alles über Nacht ausradiert. Es gibt nur eine Person, der du vertraust. Aber erzählt sie dir die ganze Wahrheit?


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Titel: Ich. Darf. Nicht. Schlafen.
Autor: S. J. Watson
Verlag: Fischer
Seiten: 400
ISBN: 978-3596191468
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

Inhalt:
Christine wacht jeden morgen ohne ihre Erinnerungen auf. Jeden Tag lernt sie die selben Dinge über sich kennen – wer ihr Mann ist, was sie den Tag über macht – nur um es am nächsten Tag wieder zu hören. Sie fängt an Tagebuch zu schreiben, um wenigsten eine Konstante in ihrem Leben zu haben, doch was ihr das Tagebuch offenbart hätte sie nie erwartet …

Schreibstil:
S. J. Watson hat einen angenehmen Stil und Ausdruck. Das Buch lässt sich dadurch gut und flüssig lesen. Die Spannungskurve ist vorhanden aber kann nicht kontinuierlich gehalten werden.

Charaktere:
Christine ist eine starke Frau, die sich nicht unterkriegen lässt. Trotz ihrer schweren Krankheit versucht sie alles, um trotzdem wieder Leben zu können. Der Kämpferwillen von ihr ist beeindruckend und machte sie mir sympathisch.

Ben, der Ehemann von Christine, ist ein Idiot. Ich mochte ihn von der ersten Seite an nicht und auch die Entwicklung zeigte das Ben ein sehr gestörter Mensch ist. Er passte aber wunderbar ins Bild und zeigt auch wie schwer es ist, sich mit einem geliebten Menschen in einer schwierigen Situation zurechtzufinden.

Dr. Nash, Christines Arzt, ist irgendwie eine komische Figur gewesen. Er gab sich zwar Mühe, hat aber seine Schwächen, die nicht sein dürfen. Er hätte nicht alles glauben dürfen was er selbst von Christine erfährt, sondern selbst mehr Interesse an ihrem Fall zeigen sollen. Ich konnte ihn nicht greifen und wollte keine Verbindung zu ihm aufbauen.

Cover:
Das Cover ist mit einem Schmetterling versehen, welches auf den „Schmetterlingseffekt“ hinweisen kann. Dieser besagt, dass eine kleine Abweichung langfristig ein ganzes System verändern kann. Ich finde dieses Spiel zwischen Metapher und Cover gelungen.

Fazit:
Für ein Debüt ist das Buch sehr gut, allerdings sind die Tagebucheinträge teilweise zu lang und zu detailiert. Dadurch verliert der Thriller an Glaubwürdigkeit. Wer darüber hinwegsehen kann, hat mit „Ich. Darf. Nicht. Schlafen.“ einen guten Thriller in seinen Händen. Mich hat die Länge und teilweise die verlorenen Spannung gestört, daher vergebe ich nur 3 Sterne. Ich empfehle das Buch aber trotzdem an Thrillerfans und an Leser, die sich mit dem Thema Amnesie beschäftigen möchten.