Number 10 01: Traue nur dir selbst – C. J. Daugherty

Reiheninfo:
Night School – kann (muss aber nicht) vorher konsumiert werden!
Traue nur die selbst
Denn sie werden dich verraten

Klappentext:
Back to „Night School“.
Nach einem missglückten Partybesuch muss Gray Langerty, die rebellische 16-jährige Tochter der neuen Premierministerin in Hausarrest. Die unfreiwillige Freizeit nutzt sie, um die Downing Street Number 10 mit all ihren verborgenen Winkeln und Ecken zu erkunden. Eines Nachts stößt sie dabei auf einen alten Tunnel, der direkt ins Parlament führt. Dort belauscht sie ein Gespräch zweier Politiker: Sie planen einen Mordanschlag auf Grays Mutter, um selbst an die Macht zu gelangen. Sofort erzählt Gray ihrer Mutter davon. Doch die glaubt ihr nicht. Gray hat keine andere Wahl als gemeinsam mit ihrem Bodyguard und dem Sohn des politischen Gegners ihrer Mutter selbst den Mord zu vereiteln.


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Titel: Number 10: Traue nur dir selbst
Autor: C. J. Daugherty
Verlag: Oetinger
Länge: 352 Seiten
ASIN: B08Q65ZGD9
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
Gray lebt innerhalb eines streng regulierten Systems, in dem persönliche Freiheit kaum existiert und jede Entscheidung überwacht wird. Als sie beginnt, die Regeln zu hinterfragen, gerät sie zunehmend in einen Strudel aus Intrigen und Unsicherheiten, bei dem sie bald nicht mehr weiß, wem sie noch vertrauen kann.

Meinung:
Der Roman lebt von seiner beklemmenden Atmosphäre und dem Gefühl ständiger Bedrohung. Die Autorin schafft es, eine Welt zu zeichnen, die gleichzeitig futuristisch und erschreckend nah an aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen steht. Besonders gelungen ist die Darstellung des inneren Konflikts der Hauptfigur, die zwischen Anpassung und Aufbegehren schwankt. Dadurch entsteht eine emotionale Tiefe, die fesselt. Allerdings gelingt es Gray zu leicht alles nach ihren Wünschen zu verändern, was die Spannung in diesen Punkten abschwächt. Stilistisch ist das Buch leicht zugänglich und temporeich geschrieben, wodurch es sich flüssig lesen lässt. Die Handlung entwickelt sich dynamisch, auch wenn einige Wendungen vorhersehbar erscheinen und manche Nebenfiguren etwas blass bleiben. Dennoch tut dies dem Lesegenuss insgesamt keinen großen Abbruch, weil der Fokus klar auf der Protagonistin liegt.

Cover:
Das Cover wirkt aufregender als die Geschichte letzten Ende ist. Ich habe mir mehr Weite und Tiefe erwartet.

Fazit:
Eine überzeugende Grundidee mit kleinen Schwächen in der Ausarbeitung regt es dennoch zum Nachdenken über Vertrauen, Kontrolle und individuelle Freiheit an. Ich vergebe daher 4 Sterne und empfehle es allen, welche Night School gut fanden.

Der Regler 01: Der Regler – Max Landorff

Reiheninfo:
Der Regler
Die Stunde des Reglers
Die schweigenden Frauen
Die Siedlung der Toten
Ohne Reue – Die Rückkehr des Reglers

Klappentext:
Er ist der »Regler«. Für die Reichen und Mächtigen regelt er alles – Liebe, Karriere, Geld, Sex. Bis er erkennen muss: Du kannst alles regeln. Nur nicht deine Vergangenheit.

Gabriel Tretjak ist der Regler. Im Auftrag seiner Klienten greift er in ihre Biographie ein, legt sich an ihrer Stelle mit dem Schicksal an – ohne moralische Grenzen. Seine Preise sind hoch, seine Methoden bedienen sich wissenschaftlicher Erkenntnisse von der Psychologie bis zur Gehirnforschung. Seine Geschäftsgrundlage ist die Sehnsucht der Menschen, dass am Ende alles gut ausgeht, egal, wie verfahren eine Situation ist. Aber was heißt schon gut – gut für wen?

Dann wird in einem Pferdetransporter die Leiche eines renommierten Hirnforschers gefunden, dem die Augen ausgeschält wurden. Das erste Opfer eines Mörders, dessen Spuren alle in eine Richtung weisen: zum Regler. Während Tretjak noch versucht, durch seine Methoden Herr der Lage zu bleiben, breitet sich in ihm ein Gefühl aus, das er sich sonst nur bei anderen zunutze macht: Angst. Denn schnell wird klar, dass die Morde ihr Motiv in Gabriel Tretjaks Vergangenheit haben. Und die kann nicht einmal der Regler regeln.

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Titel: Der Regler
Autor: Max Landorff
Sprecher: Detlef Bierstedt
Verlag: argon
Länge: 473 Minuten
ASIN: ‎
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

Inhalt:
Gabriel Tretjak regelt alles – weil er alles kann und weil er viel Geld hat, klappt das auch ganz gut …

Meinung:
Wie langweilig kann ein Thriller sein! Ich muss gestehen, dass ich mir das Hörbuch zweimal angehört habe, nicht weil es so gut ist, sondern weil ich dachte, dass ich zwischendrin immer wieder eingeschlafen bin und ich die Hälfte schlicht verschlafen habe. Aber auch beim zweiten Hören ist die Geschichte einfach schlecht! Die Geschichte spielt in der Gegenwart sowie in der Vergangenheit und es kommen unfassbar viele Charaktere vor und natürlich wird in den Kapitelüberschriften nie erwähnt, wann und wo die Handlung nun spielt. Viele Handlungsstränge laufen ins Leere, viele Fragen bleiben unbeantwortet und der Regler kann einfach alles, bis auf seine Probleme regeln. Das ist unglaubwürdig und absolut konstruiert. Detlef Bierstedt liest gut, aber auch ihm scheint zwischendurch langweilig zu sein, denn auch er schafft es nicht Spannung aufzubauen.

Cover:
Das Cover wirkt strukturiert und klar – es passt daher überhaupt nicht zum Inhalt.

Meinung:
Es hätte spannend sein können, wurde aber absolut überzeichnet und damit verliert sich die Handlung in Nebensächlichkeiten und ziel darauf ab, die weiteren Bände zu konsumieren. Von mir gibt es daher nur 2 Sterne und keine Empfehlung.

Die Schuldlosen – Petra Hammesfahr

Klappentext:
Menschliche Abgründe aus nächster Nähe
Alex Jungblut hat bereits zwei Menschenleben auf dem Gewissen, davon sind fast alle überzeugt. Doch während sein erstes Opfer angeblich bei einem von ihm verursachten Autounfall ums Leben kam, hat man ihm den Mord an einer Mitschülerin zweifelsfrei nachweisen können. Als verwöhnter Sprössling einer reichen Bierbrauer-Dynastie stand er bis zu seinem Verschwinden im Ruf eines Frauenhelden und brutalen Schlägers. Deshalb freut sich keiner, als Alex nach sechs Jahren Gefängnisaufenthalt in seine beschauliche Heimatstadt zurückkehrt. Viele sehen in ihm das Monster lauern, das jederzeit erneut töten wird. Und die, die ihn für unschuldig halten, haben andere Gründe, ihn zu fürchten …


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Titel: Die Schuldlosen
Autor: Petra Hammesfahr
Sprecher: Franziska Pigulla
Verlag: argon Verlag
Länge: 435 Minuten
ISBN: 978-3839891520
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut hören

Inhalt:
Alex Jungblut kommt nach 6 Jahren aus dem Gefängnis frei. Er soll im Vollrausch „die Dorfmatratze“ umgebracht haben, daher freut sich niemand, in im beschaulichen Ort wiederzusehen…

Meinung:
Franziska Pigulla liest angenehm vor und führt durch eine Geschichte, die so tatsächlich passiert sein könnte. Die Handlung ist relativ simpel, dennoch spielen so viele Charaktere mit, dass man tatsächlich aufpassen muss, um wen es jetzt gerade geht. Weil der Titel „die Schuldlosen“ schon vermuten lässt, dass Alex schuldlos ist, ist die Handlung im Allgemeinen eher langweilig und so plätschert die Geschichte dahin und man erfährt viel über die ganzen Personen, das Leben im Dorf und natürlich den Dorfklatsch. Aus dem Thema, dass Alex im Gefängnis war, dass er jemanden umgebracht hat, dass er nicht mehr richtig in der Gesellschaft akzeptiert wird, hätte man ggf. mehr machen können. So sprang die Handlung leider nur zwischen damals und heute und zeigte wenig Zwischenmenschliches.

Cover:
Bei dem Cover hätte ich eher einen Thriller vermutet, leider entpuppt sich der Inhalt eher als Dorfklatsch.

Fazit:
Aus der Idee hätte man mehr machen können, so wurde der Plot künstlich in die Länge gezogen und die Charaktere bleiben dennoch blass. Daher nur 3 Sterne, kann man hören, muss man aber nicht. Eine Empfehlung geht nur an Fans der Autorin.

Der Frauenjäger – Petra Hammesfahr

Klappentext:
Dein Leben ist perfekt. Doch er lauert schon im Dunklen… Keiner weiß, dass es ihn gibt. Niemand hat die Zeichen erkannt, niemand die Frauen gefunden. Frauen, die seiner Meinung nach Parasiten sind. Die sich von ihren Männern aushalten lassen und diese betrügen. Auch Marlene muss nicht arbeiten. Ihr Mann ist erfolgreicher Unternehmensberater, sie hat zwei wohlgeratene Kinder, ein Haus – kurz: alles, was man braucht. Nur das Gefühl, gebraucht zu werden, fehlt ihr oft. Nur zu gerne hilft Marlene daher einem alten Freund aus der Klemme. Kurz darauf erwacht sie in totaler Finsternis…


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Titel: Der Frauenjäger
Autor: Petra Hammesfahr
Sprecher: Andrea Sawatzki
Verlag: Audiobuch
Länge: 811 Minuten
ASIN: B0CSDN3CYK
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut hören

Inhalt:
Marlene ist die einzige von ihren Freundinnen, welche nicht arbeiten gehen muss und dies bringt sie in Lebensgefahr …

Meinung:
Andrea Sawatzki liest gut und hat mich fleißig bei der Stange gehalten, denn leider ist die Handlung nicht sonderlich spannend. Schnell ist klar, in welche Richtung sich die Geschichte entwickelt. Die Figuren sind stellenweise zum Haare raufen, besonders Marlene scheint alles zu machen, was andere ihr sagen. Obwohl sie zu Beginn als selbstbewusste Frau dargestellt wird, handelt sie wirr uns lässt sich wirklich alles gefallen. Erst als es um ihr Leben geht, scheint sie einigermaßen wache Momente zu haben. Ihre Freundinnen beißen sich durch, wirken selbstbewusst und konnten sich aus allen Opferrollen schnell befreien. Die Autorin hat also gezielt eine Opferrolle für Marlene erschaffen, obwohl sie keins ist. Diese gezielte Überzeichnung brachte deutlichen Sympathieverlust, was schade ist. Auch sonst hatte die Geschichte ein paar Lücken und es wurden zu offensichtlich falsche Fährten gelegt.

Cover:
Mein Hörbuch hatte ein anderes Cover – Hände, welche sich an Stein entlang tasteten. Dies passte wesentlich besser zur Geschichte als das oben abgebildete.

Fazit:
Der Frauenjäger konnte nicht ganz überzeugen. Daher nur 3 Sterne, weil sich das Hörbuch gut hören ließ. Eine Empfehlung nur an Fans von Petra Hammesfahr.

Im Wald der stummen Schreie – Jean-Christophe Grangé

Klappentext:
Untersuchungsrichterin Jeanne Korowa wird auf eine grausame Mordserie angesetzt: Drei brutal ausgeweidete Frauen, deren Leichen makaber in Szene gesetzt werden – und deren Körperteile teilweise verspeist wurden. Bei ihren Ermittlungen stößt sie auf einen besorgten Vater, der von den seltsamen Taten seines autistischen Sohnes berichtet. Kann der Junge der Täter sein? Jeannes Ermittlungen führen sie bis in den Dschungel Argentiniens. Was sie dort entdeckt, übersteigt ihre kühnsten Vorstellungen.


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Titel: Im Wald der stummen Schreie
Autor: Jean-Christophe Grangé
Sprecher: Andrea Sawatzki
Verlag: Lübbe
Länge: 459 Minuten
ASIN: B005HXX3YA
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

Inhalt:
Die Untersuchungsrichterin Jeanne Korowa ermittelt auf eigene Kosten und Eigeninitiative und begibt sich dazu noch nach Argentinien …

Meinung:
So wirr wie der Einleitungssatz ist auch die ganze Geschichte. Einzig Andrea Sawatzki hat mich bei Laune gehalten, denn ihre Stimme und Betonung ist wirklich gut. Der Inhalt dagegen ist abstrus, nervig, langweilig und absolut an den Haaren herbeigezogen. Eine Richterin, welche sich selbst befriedigt, weil sie (beim Hören von Audiobeweisen) durch die Stimme eines Mannes erregt wird. Sie daraufhin den Fall übernehmen will – den Fall aber nicht bekommt – und daraufhin alles aus eigener Tasche finanziert und … Also absolut wie in der Realität 😉 Bereits der Anfang konnte daher nicht fesseln und im Laufe der Geschichte wurde es noch „wilder“. Das Ende ist dann komplett irre und es war befreiend, dass das Hörbuch endlich ein Ende fand. Die Schilderungen der Toten war dafür sehr genau. Es wirkte schon so, dass der Autor wenigstens eine Sache halbwegs realistisch beschreiben wollte. Was er bei den Charakteren und der Handlung nicht gemacht hat, holte er hier in sämtlichen Details nach.

Charaktere:
Alle Figuren waren blass, nicht greifbar, absolut oberflächlich und unglaubwürdig. Welche Untersuchungsrichterin räumt denn bitte ihr komplettes Konto leer, um einen Fall zu klären, der ihr nicht mal übertragen wurde?

Cover:
Das Cover wirkt düster und geheimnisvoll, wirkt gut, der Inhalt kann da allerdings nicht mithalten.

Fazit:
Ein sehr schlechtes Buch, welches durch Andrea Sawatzki gut gelesen wurde. Daher noch 2 Sterne. Allerdings keine Empfehlung, es sei denn, man mag die Sprecherin. Der Inhalt ist extrem konstruiert und unrealistisch.