Schuld und Sühne – Fjodr Michailowitsch Dostojewski

Inhalt:
Rodion Raskolnikow, lebt in St. Petersbrug des 19. Jahrhunderts, schmeißt sein Studium und benötigt Geld. Neben vielen privaten Problemen ist die Geldnot eines seiner stärksten. So ist er oft Gast bei der Pfandleiherin Aljona, die ihn noch mehr Kostet als das Verleihen einbringt. Rodion beschließt daher aus Fadenscheinigen Gründen, die arme Aljona Iwanowa umzubringen. Doch wie geht es nach dem Mord weiter?!


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Titel: Schuld und Sühne
Autor: Fjodr Michailowitsch Dostojewski
Seiten: 573
ASIN: B004UBCWK6
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Schreibstil:
Der Schreibstil sowie die Übersetzung sind gelungen. So lässt sich dieses doch recht umfangreiche Werk schnell und flüssig lesen. Der Bildhafte Stil lässt den Leser in das St. Petersburg des 19. Jahrhunderts eintauchen und die düstere Stadt erfahren.

Charaktere:
Rodion ist ein sehr düsterer und teilweise verwirrter Charakter. So schmeißt er, als hochbegabter, sein Studium und versucht sich so durchzubringen. Auch den Mord scheint er, eine sehr lange Zeit, nicht zu bereuen. Er empfindet sich als Übermensch und rechtfertigt seinen Mord mit, wie er findet, guten Gründen.

Die anderen Charaktere sind alle auf ihre Art einzigartig und doch gleich. Jeder ist auf seinen Vorteil bedacht und es herrscht wenig Mitgefühl.
Das ganze Buch über musste ich mich fast auf jeder Seite fragen, wie ich die Charaktere einordnen kann. Sie sind liebenswürdig und doch teilweise sehr egoistisch.

Kurz: Dostojewski schafft es einen sehr tiefen Einblick in die menschliche Psyche und die Gedanken zu zeichnen und die Charaktere interessant aufleben zu lassen.

Fazit:
Schuld und Sühne ist ein sehr lesenswerter Klassiker der tief in die menschlichen Abgründe blicken lässt. Ich gebe 4 Sterne für ein sehr interessantes Werk, welches teilweise durch lange Monologe einschläfernd wirkte. Trotzdem waren diese nötig um die Hintergründe und Personen verstehen zu können.

Im Nachwort wird noch einiges zu Dostojewski selbst erwähnt. Diesen Teil fand ich besonders interessant, da hier auch ein kleiner Zusammenhang zwischen ihm und der Geschichte „Schuld und Sühne“ hergestellt werden kann.

Entmündigt – Heinz G. Konsalik

Klappentext:
Sie erbt ein Millionenvermögen – und den Hass ihrer Familie.
Gisela Peltzner ist Erbin eines Familienvermögens. Voller Neid sind ihre Verwandten hinter ihrem Geld her, an das sie aber nicht herankommen können, ehe Gisela nicht als unzurechnungsfähig erklärt und entmündigt wird. Mit allen Mitteln trachtet die „liebe Familie“, das Mädchen hinter die Gitter einer Nevenheilanstalt zu bringen. Nur ihr Verlobter, Dr. Klaus Budde, steht auf ihrer Seite und nimmt den Kampf gegen den skrupellosen Familienclan auf.

Inhalt
Die Geschichte beginnt mit Fahrzeugen, die ganz gemächlich auf den Hof einer Anstalt rollen. Im Inneren eines Autos sitzen Gisela und ihr Onkel Ewald. Als die Wagen zum stehen kommen, warten bereits Pfleger der Irrenanstalt auf die zierliche Frau, die zur Begutachtung ihrer Psyche für eine Weile in diesem Institut leben soll.

Stil
Da ich absoluter Konsalik-Fan bin und schon sehr früh (ich glaube ich war 12) ein Werk (das geschenkte Gesicht) von ihm gelesen habe, kann ich nicht anders, als diesen unverwechselbaren Schreibstil zu loben. Er ist einfach, direkt und flüssig. Dieser Stil schafft es gesellschaftskritische Themen sehr gut darzustellen und an den Leser zu bringen, ihn gar mit einzubeziehen.

Charaktere
Gisela ist eine starke Persönlichkeit, die ich gleich auf der ersten Seite in mein Herz geschlossen habe. Diese Grausamkeit, die ihr nur aus Habgier angetan wird, hat nicht nur sie gebrochen, sondern auch mich, als Leser. Allein und verzweifelt versucht sie das Beste aus ihrer Situation zu machen und schleicht sich so noch tiefer in mein Herz.

Onkel Ewald ist ein vor Neid und Dummheit strotzender Mensch, der am Ende der Geschichte zu seiner wahren Bestimmung findet – sehr gut! Ich mochte ihn natürlich nicht und war froh, dass er nicht allzu oft im Vordergrund der Geschichte vorkam.

Dr. Klaus Budde ist so ein lieber und toller Verlobter, den wünscht sich wohl jede Frau. Ich bin sehr froh, dass er Gisela bis zum Ende  zur Seite stand und den glauben nicht verloren hat.

Cover
Das Cover spiegelt das wieder, was das Buch erzählt. Eine Frau ganz allein im Nebel. Ohne Macht, ausgeliefert und allein zwischen weißen Wänden – furchtbar!

Fazit
Ein gelungenes Buch, welches die menschlichen Schwächen wunderbar aufzeigt und sehr zum nachdenken anregt. Geeignet für Menschen, die etwas zu egoistisch und neidisch durch die Welt laufen. Aber auch für Starke Persönlichkeiten, die nicht aufgeben um an ihr Recht zu kommen. 5 Sterne für ein kritisches Buch, was den Leser bereichern wird.


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Titel: Entmündigt
Autor: Heinz G. Konsalik
Verlag: Heyne
Seiten: 172
ISBN: 978-3453001336
Meine Bewertung: 5 Sterne – Leseempfehlung!

Jane Eyre, die Waise von Lowood – Charlotte Brontë

Titel: Jane Eyre, die Waise von Lowood
Autor: Charlotte Brontë
ASIN: B004UBCYHW
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Geladen habe ich mir dieses eBook da es kostenlos im Amazonangebot war und ich kurz davor Sturmhöhe von Emily Brontë gelesen hatte, welches mir auch gefallen hat.

Jane Eyre ist eine wundervolle Geschichte, die interessante Einblicke in die Vergangenheit gewährt. Geschrieben 1847 und das mit viel Liebe!
Jane wächst bei Ihrer Tante auf, da beide Elternteile verstorben sind und wird dann von besagter Tante in eine Einrichtung gesteckt, da dass Kind zu Hause eher eine Last ist und das abenteuerliche Leben für Jane beginnt.

Wundervoll umgesetzt. Gefühle, Begebenheiten, Persönlichkeiten und Schauplätze des Buches sind durch die detaillierte Beschreibung sofort im Kopf.

Fazit: Dieses eBook sollte gelesen werden, einfach um die Schätze der Vergangenheit aufrecht zu erhalten! 4 Sterne da das Buch noch viele Rechtschreibfehler enthält.

Sturmhöhe – Emily Brontë

Klappentext:
Auf einer Anhöhe inmitten der rauen Landschaft des englischen Yorkshire liegt das Anwesen »Wuthering Heights«, dem Wind schutzlos ausgesetzt, der hier strenger als anderswo weht. Sein Besitzer, der herzensgute Mr Earnshaw, nimmt den Findling Heathcliff zu sich, in den Earnshaws Tochter Cathy sich bald schon heftig verliebt. Doch ihre Liebe endet im Unglück, und ein Gespinst aus Verrat und Rache liegt fortan über dem Landgut.

In fast jedem englischen Buch, welches ich bis jetzt gelesen habe, wurden „Sturmhöhe“ ein paar Zeilen gewidmet und daher wollte ich es lesen.

Die Auswahl des „richtigen“ Buches stellte sich, jedenfalls für mich, als sehr schwierig dar. Ich wollte kein neumodisches umgeschriebenes Werk und die vielen angebotenen Exemplare machten das suchen nicht einfacher.
Nach langem hin und her hatte ich mich dann für oben genanntes Stück entschieden und es dem Briefträger förmlich aus der Hand gerissen. Nach einer kurzen Zeit des Lesens hatte ich mich an den Schreibstil gewöhnt und konnte das Buch binnen 2 Tagen beenden.

Besonders beeindruckt hat mich, dass dieses Buch von einer Frau in dieser Zeit (1847) geschrieben wurde (am Anfang zwar unter einem Pseudonym veröffentlicht) aber dennoch eine erstaunliche Leistung für diese Zeit.

Es geht um Heathcliff, der als kleiner Junge in das Haus Earnshaw gebracht wird. Er wächst zusammen mit den Earnshaw-Kindern auf, wird aber durch seine Haut- und Haarfarbe wie Dreck behandelt. Heathcliff leidet, liebt und schwört Rache …

Der Schreibstil ist zu Beginn schwer verständlich. Die langen und verschachtelten Sätze sind komplex, lassen sich aber nach einer Eingewöhnungszeit leicht lesen. Schwierig fand ich dagegen die Textpassagen um den Diener Joseph – sein Kauderwelsch zu entziffern war dann doch sehr mühselig.

Die Charaktere sind interessant. So ist Heathcliff eine sehr starke Persönlichkeit, die man entweder hassen oder lieben kann. Ich mochte ihn sehr. Auch wenn ich seine Handlungen teilweise übertrieben fand, zeigte er sich immer so, wie er es kennen gelernt hat. Aus liebe zu seiner Stiefschwester tat er alles und das bis zum Wahnsinn – seine liebe, die so unergründlich, ehrlich und unerschütterlich ist, ist schon bewundernswert.

Cathy, die Stiefschwester von Heathcliff, ist eine Furie. Sie mochte ich nicht und auch der Rest der Familie war schwer zu ertragen. Hinterlistig, garstig, faul und so weiter. Nein, sie ging gar nicht. Trotzdem war das, was sie mit Heathcliff verband einmalig.

Einen Liebesroman erwartet man, einen leichten Schauerroman erhält man. Gut verpackt und toll erzählt. Dieses Buch bleibt in meinem Bücherregal und wird von mir mit 5 Sternen bewertet!


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Titel: Sturmhöhe
Autor: Emily Brontë
Verlag: Anaconda
Seiten: 398
ISBN: 978-3866474314
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr