Das Sündenbuch – Beate Maly

Klappentext:
„Dieses Buch ist Sünde – und wer es besitzt, ist dem Tode geweiht!“

Eine junge Frau auf einer gefährlichen Reise von Prag nach Lissabon. An ihrer Seite: der Arzt Conrad. Ihr Gegner: geheime Mächte innerhalb der Kirche. Jana und Conrad sind die Hüter eines besonderen Schatzes; eines Manuskriptes mit brisantem Inhalt. Für die Kirche ist es das Sündenbuch. Noch fehlt ihnen der Schlüssel, um das Geheimnis des Buches zu enträtseln. Und sie sind nicht die Einzigen, die ihn suchen. Eine gefährliche Jagd quer durch das Europa des 17. Jahrhunderts beginnt …


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Titel: Das Sündenbuch
Autor: Beate Maly
Seiten: 480
Verlag: Ullstein
ISBN: 978-3548284644
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Marek kauft ein altes Reisetagebuch und ein Amulett von einem alten Seemann ab. Mit der Warnung, dass dieses Buch eine Sünde sei und jeden tötet, der es gelesen hat, ist Marek als Wissenschafter dem Sündenbuch natürlich total verfallen. Er versucht das Buch zu enträtseln und stirbt.
Jana, die Tochter vom Marek, erhält das Buch kurz nachdem Marek das zeitliche gesegnet hat und möchte das Rätsel des Buches lösen.Mit Conrad folgt sie den Spuren des Buches durch Europa und sie erleben eine spannende und gefährliche Reise …

Stil:
Der Schreibstil von Beate Maly ist flüssig und gut verständlich, so dass das Buch schnell verschlungen werden kann. Auch hat sich die Autorin an historische Fakten gehalten und um wirklich spannende Themen eine noch spannendere Geschichte gestrickt.

Charaktere
Jana ist eine starke Frau, vor allem zu dieser Zeit. Die Geschichte spielt im Jahre 1618 und dort ist es doch recht mutig als Frau die eigene Meinung so zu vertreten. Ich mochte Jana trotzdem sehr und habe viel mit ihr gelitten.

Janas Vater Marek hat nur eine kurze Rolle im Buch, diese ist aber sehr aussagekräftig. Ein Mann der seine Freiheit und die Wissenschaft über alles liebt. Er forscht und verbringt sein Leben lieber bei seinen Studenten bis es zu spät ist und er erkennt was wirklich wichtig ist im Leben. Marek ist daher für mich, trotz seiner kurzen Rolle ein sehr starker Charakter gewesen.

Conrad, der Wiener Arzt und Janas Reisebegleiter, machte mir am Anfang doch echte Kopfschmerzen. Arrogant und hochnäsig watschelt er durch die Gegend. Erst später, wo er etwas von seiner Vergangenheit, die wirklich sehr interessant ist, preisgibt, wird er mir sympathisch.

Tomek, der Verlobte von Jana, ist ein prügelnder, kriegliebender Prager, der auf der Seite von Heinrich Matthias von Thurn kämpft und dies auch mit stolz kundtut. Er war für mich, solange er nicht gekämpft hat ein Waschlappen und ich wünschte innerlich, dass er Jana niemals heiraten würde …

Cover:
Das Cover ist wunderbar auf alt getrimmt und die Haptik des Covers, Buchrückens und der Rückseite sind klasse. Die Schrift hat eine leichte Prägung, so dass „Das Sündenbuch“ immer spürbar in der Hand liegt.

Fazit:
Das Sündenbuch ist klassisch historisch, daher empfehle ich es natürlich den Liebhabern für dieses Genre. Auch für Spannung- und Abenteuerfans ist genug zu lesen vorhanden. Einziges Manko sehe ich in der falschen Schreibweise der Namen des zweiten Prager Fenstersturzes. So wird aus Slavata und Fabricius -Slawata und Fabrizius, was dem Buch zwar nicht schadet, aber legt nicht jeder Wert auf die richtige Schreibweise seines Namens?

Der absolute Pluspunkt geht an ein seltsames Manuskript, das neben dem Sündenbuch eine große Rolle in der Geschichte spielt. Dieses Schriftstück gibt es wirklich und wirft nach dem Lesen des Buches noch mehr Fragen auf.

Ich vergebe 4 Sterne für ein wirklich interessantes Buch.

Ich bedanke mich bei dem Ullstein Verlag für das Rezensionsexemplar.

Die Novizin – Colin Falconer

Klappentext:
Geheimnisvolle Todesfälle in der Provence zur Zeit der Inquisition.

Die Bildhauerstochter Madeleine berichtet von einer Marienerscheinung. Kurz darauf sterben zwei Dorfbewohner unter mysteriösen Umständen und man beschuldigt Madeleine, vom Teufel besessen zu sein. Der reiche Maurand, der schon lange ein Auge auf das schöne Mädchen geworfen hat, bietet einen Handel für seine Hilfe an. Aber Madeleine liebt einen anderen, und so bleibt ihr nur der Ausweg ins Kloster. Dann trifft der Inquisitor aus Avignon ein.


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Titel: Die Novizin
Autor: Colin Falconer
Verlag: universo
Seiten: 413
ISBN: 978-3869978901
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Die Novizin ist ein interessanter Roman, der sich teilweise an Fakten hält. Leider stimmte der Klappentext nicht zu 100% mit dem Buchinhalt überein, was mir bis jetzt noch nie untergekommen ist. So stammen die Inquisitoren nicht aus Avignon sondern aus Toulouse – was verwirrend sein kann, aber nicht so schlimm ist.

Die Geschichte wird nur in der „ich“ Perspektive erzählt, allerdings gleich von mehreren Personen. Der Erzähler wird zwar in der Kapitelüberschrift genannt, aber es ist doch sehr anstrengend immer wieder im Kopf umzuswitchen welche Persönlichkeit mir gerade was erzählt.

Madeleine, die Tochter des Bildhauers berichtet z.B. von ihren Visionen, dem Leben im Kloster und die Vernehmung durch die Inquisitoren.

Bernard, der Mönch aus dem Dominikaner Orden, erzählt von Madeleine, seinen Gefühlen zu ihr und beschreibt wie schwer es ist, der Fleischeslust zu entgehen. Auch wird von Bernard viel zu der Inquisition gesagt.

Subillais, der Inquisitor aus Toulouse, zeigt in seinem Part wie er die Ketzer erkennt und foltert.

Eleonore, bewohnt mit ihrem Mann das Chateau in Saint Ybars, von ihr erfährt der Leser wie das Leben als Herrin eines Chateaus zur Zeit der Inquisition läuft.

Die Charaktere sind alle gut gefestigt und ausgestattet, ich hatte nicht das Gefühl, dass etwas fehlt. Der eine feige, der andere treu, u.s.w. jeder hatte etwas, was sein Markenzeichen war und das fand ich gut – sonst wäre es noch schwerer gewesen die Erzählstränge zu trennen.

Fazit:
Google ist ja langsam mein Lesebegleiter geworden, und es ist echt interessant gewesen. Die lateinischen Wörter konnte ich wirklich so übersetzen und auch die Beschreibung der Dominikaner war sehr interessant. Natürlich stimmte nicht alles (Schauplätze, Namen), aber die Novizin ist ja auch ein Roman und kein Geschichtsbuch. Ich vergebe 4 Sterne für einen historischen Roman der am Anfang etwas schwächelte und später richtig gut und lesenswert wurde. Ich empfehle diese Geschichte an historisch interessierte Leser.

Neues für den SuB

Nachdem ich die letzten Tage etwas lesefaul war, habe ich den heutigen Tag zum Kauf neuer Bücher genutzt. Das heißt, mein Stapel ungelesener Bücher wächst und gedeiht.

Ich möchte in den nächsten Tagen den 3. Abschnitt von Lars Keplers Flammenkinder schaffen und den 1. Teil der Sturm-Trilogie von Nora Roberts abschließen. Dann folgt Hautnah von Julia Crouch.

Meine Planung hört dort erstmal auf und ich werde mich spontan für das nächste Buch entscheiden, wir werden sehen 😉

Heute neu dazugekommen sind:

Der König und die TotenleserinDer König und die Totenleserin von Ariana Franklin

Klappentext:
Die erste Pathologin des Mittelalters ermittelt wieder. Artus, der sagenumwobene König, auf dessen Rückkehr seine Untertanen immer noch hoffen, und zwei Skelette, die von einem grausamen Mord erzählen: Könnte eines der beiden der geliebte König sein? Die Totenleserin Adelia erhält den Auftrag, die Ermordeten zu identifizieren, und gerät mitten in eine tödliche Intrige…

 

Der Fluch von ColonsayDer Fluch von Colonsay von Kaye Dobbie

Klappentext:
Eine junge Frau – ein altes Haus – eine düstere Vergangenheit. Eigentlich hat sie das Erbe gar nicht antreten wollen: Nur widerstrebend kehrt Rosamund nach Colonsay zurück, wo sie eine einsame Kindheit verbracht hat. Nun soll das stattliche, aber heruntergekommene Haus an der australischen Küste renoviert werden. Doch kurz nach ihrer Ankunft stellt Rosamund zu ihrem Schrecken fest, dass etwas Unheimliches in dem alten Haus vor sich geht. Zuerst ist es nur ein seltsamer Duft, dann folgen grauenhafte nächtliche Geräusche. Und schließlich hört sie eine Stimme, die klagend ihrem Namen zu rufen scheint. Als die ersten Unfälle auf der Baustelle geschehen, ist sich Rosamund sicher: Das Haus birgt ein furchtbares Geheimnis.

 

Der Durft der roten AkazieDer Durft der roten Akazie von Kaye Dubbie

Klappentext:
„Wer ist Ella Seaton?“ Diese Frage stellt sich Adam, als er am Straßenrand von Seaton Lagoon eine hübsche Dame von offensichtlich höherem Stande trifft, die aufgrund einer schweren Kopfverletzung ihr Gedächtnis verloren hat. Von den Gefahren des australischen Outbacks hat Ella Seaton, wie Adam sie nennt, keine Ahnung, und so machen sie sich gemeinsam auf, um nach Ellas Vergangenheit zu forschen. Eine Suche, die bald gefährlicher wird, als beide ahnen …

Satans Erbe – John Maylynn

Dieses Buch hat sehr viele Handlungsstränge, die alle irgendwann zusammen finden – ich mag das 😀 . Begonnen wird 2008 im Sanatorium. Die Patientin Elisa fängt nach 11 Jahren totaler Verschlossenheit wieder an zu reden und beginnt dann mit Hilfe von Ärzten ihre Vergangenheit aufzuarbeiten. Was ist ihr wohl zugestoßen?

Stil
Der Stil von John Maylynn ist außergewöhnlich. Beim Lesen wusste ich sofort, was mir der Autor mitteilen wollte und ich sah Bilder seiner Geschichte vor mir – das mag ich auch, allerdings wurde es mir bei einigen Textpassagen zuviel. Diese Brutalität die John Maylynn an den Tag legt passt mir nicht. Natürlich spricht der Titel des Buches Bände, aber dennoch wollte ich keine Opferrituale lesen und auch nicht wissen wie der Begriff „Menschenopfer“ noch interpretiert werden kann.

Charaktere
Es gibt so viele Personen im Buch, dass jeder auf seine Art einzigartig ist. Fast jeder Charakter wirkt real und hat daher einen glaubwürdigen Platz in der Geschichte. Zu Teilen fühlte ich so stark mit, dass ich einige Seiten Überblättern musste, da ich das Leid einfach nicht lesen konnte.

Cover
Mit dem Cover kann ich gar nichts anfangen und weiß auch nicht recht, was es mir sagen soll. Natürlich wird im Vorwort die Geschichte der weißen und schwarzen Rose erklärt, aber ich hätte mir jetzt, da ich die Geschichte kenne eher ein anderes Cover gewünscht.

Fazit
Dieses Buch ist nichts für schwache Nerven und ich würde es erst ab mindestens 16 Jahren freigeben, denn einige Stellen sind einfach zu brutal für Jugendliche. Sehr gefallen hat mir der bildliche Stil und auch die vielen Stränge der Geschichte, das macht Spannung und weckt bei mir immer den Wissensdurst. Ich vergebe für Satans Erbe 4 Sterne, weil mir das Buch bis auf die satanistischen Rituale der Tier- und Menschenopfer sehr gefallen hat.


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Titel: Satans Erbe
Autor: John Maylynn
Verlag: bookshouse
Seiten: 390
ASIN: B008KEBF2K
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Das geheime Vermächtnis – Katherine Webb

Klappentext:
Zwei Schwestern, ein brennendes Geheimnis und eine düstere Vergangenheit …

Nach dem Tod ihrer Großmutter erben die Schwestern Erica und Beth das Gut Storton Manor im englischen Wiltshire. Jahre sind vergangen, seit sie den herrschaftlichen Landsitz zuletzt betraten, zu schmerzhaft sind die Erinnerungen an ihre Kindheit, als ihr Cousin Henry mit zwölf Jahren spurlos verschwand. Doch die Vergangenheit lässt Erica nicht los. Sie liest alte Briefe ihrer Großmutter und gerät immer tiefer in den Bann eines Familiengeheimnisses, das offenbar seit Generationen auf Storton Manor gehütet wird …

Endlich habe ich „Das geheime Vermächnits“ geschafft. Die Story ist gut, aber irgendwie hätte man das Buch gut um 200 Seiten kürzen können. Die Geschichte spielt in mehreren Epochen und über Generationen hinweg.

Da wäre die Geschichte um die beiden Schwestern Erica und Elisabeth – einmal im Jahr wo es um das Verschwinden ihres Cousins Henry geht und dann 23 Jahre später, als die beiden zum Herrenhaus zurückkehren und die Geschichte im hier und jetzt erzählt wird. Und die Erzählung um die Urgroßmutter Caroline, um 1902.

Alle Protagonisten wirken mir persönlich zu flach, zu naiv und wenig lebhaft. Auch die Beziehung unter den Charakteren wirkt für mich leider nur „als dahin geschrieben“ und nicht „echt“. Dies machte das Lesen auch eher etwas fad, es fehlte dieses mitfiebern. Auch fand ich es ab und an schwer, den Erzählungen von Erica zu folgen. Sie befindet sich im hier und jetzt und Schwupps, gibt es einen Flashback zu früher.

Schön fand ich die Geschichte von Caroline am Anfang des 19. Jahrhunderts. Ihre Geschichte war für mich verständlicher geschrieben und daher flüssiger zu lesen, gerne hätte ich von ihr und ihrem Leben mehr erfahren.

Fazit: ein schönes Buch zum Träumen, alte Herrenhäuser und deren Geheimnisse laden einfach dazu ein.

Das mir das Buch einfach zu lang war und einige Stellen bedingungslos gekürzt werden könnten aber die Geschichte an sich nicht schlecht war vergebe ich 3 Sterne.


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Titel: Das geheime Vermächtnis
Autor: Katherine Webb
Seiten: 545
Verlag: Diana Verlag
ISBN: 978-3453355460
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen