Wer hat Angst vor Jasper Jones? – Craig Silvey

Klappentext:
Laura Wishart ist fort. Ein für alle Mal. Sie wurde auf einer seltsamen Lichtung getötet, die nur Jasper Jones bekannt ist. Und ich habe sie dort hängen sehen. Australien 1965. Mitten in der Nacht wird der 13-jährige Charlie Bucktin vom Klopfen an seinem Fenster geweckt. Draußen steht Jasper Jones, der Außenseiter der kleinen Stadt Corrigan und zugleich ein unbestimmter Held für Charlie. Jasper bittet ihn um Hilfe, und so stiehlt sich Charlie mit ihm durch den nächtlichen australischen Busch – voller Angst, aber auch voller Abenteuerlust. Auf einer geheimen Lichtung wird Charlie Zeuge von Jaspers schrecklicher Entdeckung. Mit diesem beklemmenden Geheimnis in seinem Herzen durchlebt Charlie eine Zeit der Angst, der falschen Verdächtigungen – und des Erwachens. In einem einzigen drückend heißen Sommer, in dem sich Charlies Leben für immer verändert, wird er lernen, die Wahrheit von der Lüge zu unterscheiden und sich vor Gerüchten zu fürchten wie vor einem Fluch. Der wunderbar geschriebene Roman erzählt von Freundschaft, Rassismus und sozialer Ausgrenzung.


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Titel:  Wer hat Angst vor Jasper Jones?
Autor: Craig Silvey
Verlag: rororo
Seiten: 416
ISBN: 978-3499216138
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

Inhalt:
Corrigan, Australien, 1965: Eine Zeit in der Rassismus sowie soziale Ausgrenzung hoch im Kurs stehen …

Der 13-jährige Charles Buktin ist Schulstreber und führt ein halbwegs normales Leben, bis Jasper Jones (ein gefürchteter „Mischlingsjunge“) in sein Leben tritt. Jasper möchte Charlie etwas zeigen und bittet ihn um Hilfe. Natürlich stimmt Charlie zu, ohne zu ahnen wie diese Hilfe aussehen soll und wie stark dieser Freundschaftsakt sein Leben für immer verändert …

Schreibstil:
Der Schreibstil von Silvey ist flüssig und lässt sich schnell und gut lesen, allerdings frage ich mich immer noch für wen dieses Buch geschrieben wurde. Charlie ist ich-Erzähler und für sein Alter viel zu reif, die Weltanschauung, die er wiedergibt passt einfach nicht. Dann wurde mir zu oft das Wort „Idiot“ verwendet und ein zu großes Augenmerk aufs Cricket spielen – ca 70 Seiten wird ein Spiel beschrieben wobei es total egal ist wie es ausgeht und auch das Glossar am Ende des Buches interessiert wenig. In diesem Buch wurden zwar auch kritische Themen behandelt, aber diese dann zu extrem (Gewalt) für ein Jugendbuch oder zu oberflächlich (rassistische Ausbrüche, Mißhandlungen, bösartige Gerüchte alles blieb ohne folgen).

Charaktere:
Charlie ist viel zu reif für sein Alter. Er ist auf eine Art typisch Tenn (Verhalten gegenüber Mädchen), andererseits sind seine Ansichten viel zu Erwachsen, zu verkopft, das wirkte überhaupt nicht und so konnte ich ihn das ganze Buch über nicht greifen.

Jasper, der mir das ganze Buch über fremd blieb ist ein Charakter, den ich mir anhand des Buchtitels und des Klappentextes ganz anders vorgestellt habe. Warum sollte man Angst vor ihm haben, wenn ihn alle Mädels heimlich vergöttern? Ich erfahre zu wenig über ihn – dafür mehr über Cricket – als das ich ihn beschreiben oder etwas aufbauen könnte.

Jeffrey ist der Freund und Nachbar von Charlie. Ich habe die ganze Zeit überlegt ob es in Australien üblich ist, seinen Kumpel als Idiot zu betiteln. Anscheinend ist dies so: Denn Charlie und Jeffrey machen fast nichts anderes wenn sie zusammen sind … Du bist ein Idiot … Nein du bist ein Idiot … Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde 😕

Eliza und Laura Wishart waren die unstimmigsten Personen. Laura ist tot – dies wird so oft im Buch erwähnt, dass ich kurz davor war es in die Nachbarschaft herauszubrüllen: „Ja weiß ich, habe ich bereits auf mehreren Seiten gelesen und auch wo sie gefunden wurde und wie und … “ nervig! Eliza, die den Tod ihrer Schwester gut zu verkraften scheint, würde ich eher in eine Psychotherapie stecken als sie ganz normal bei ihren Eltern wohnen zu lassen, aber vielleicht ist das so in den 1960er Jahren in einer Kleinstadt …

Cover:
Das Cover finde ich interessant, es zeigt einen Jungen im Schatten, wovor versteckt er sich?! Leider finde ich den Titel wenig passend.

Fazit:
Ein Jugendbuch, welches keines ist! Zeitweise ist es zu detailiert (Schilderungen von Misshandlungen), zu oberflächlich (Gewalttaten ohne Strafe) und zu langweilig (Banalitäten ohne Sinn für die Geschichte). Wer einen Lückenfüller sucht, der sich gut lesen lässt sowie an Cricket interessiert ist, der ist mit „Wer hat Angst vor Jasper Jones“ gut bedient. Wer auf eine spannende Geschichte wartet wird bitter enttäuscht. Ich vergebe 3 Sterne für Jasper Jones, da mir der flüssige Schreibstil eine schöne Lesezeit beschert hat und Teile der Geschichte zum Nachdenken anregen.

Die Stadt der tausend Wasser 01: Das Rad zerbricht – J.R. Kron

Reiheninfo:
Der Traum der Jägerin

  • Schattenlöwen
  • Verbranntes Fleisch
  • Die Worte der Toten
  • Überraschungen in der Nacht
  • Das falsche Bild
  • Der Orkrat

 

Klappentext:
Im Ratsturm von Malak‘tin Shuda‘t wird die Leiche eines Ratsmitglieds aufgefunden. Misstrauen und Angst erschüttern die Hauptstadt der Orks. Aber wer hat Interesse daran, ein Ratsmitglied zu beseitigen? Als ein weiterer Mord geschieht, wird das Herz des Reiches hermetisch abgeriegelt.
Während Malak‘tin Shuda‘t im Chaos des Umsturzes versinkt, sammeln sich die Armeen der Menschen und Orks in den Grenzlanden zur unvermeidlich erscheinenden Konfrontation.
Die junge Ork-Jägerin Tino‘ta will den Krieg noch verhindern. Doch dazu braucht sie die Hilfe ihrer Freunde. Vor allem jedoch braucht sie Orman Osarek. Doch der Mensch ist in den Tiefen des abgeschotteten Ratsturms eingekerkert. Tino‘tas Herz sehnt sich nach Orman, aber sie weiß nicht einmal, ob er noch am Leben ist.


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Titel: Die Stadt der tausend Wasser
Autor: J. R. Kron
Verlag: Qindie
Seiten: 64
ASIN: B00LZS1DI4
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Die siebte Episode von Obsi´tia ist endlich erschienen. Ich empfehle zwingend alle anderen Episoden vorher zu lesen, sonst wird es schwierig die Handlung zu verstehen und die Personen zuzuordnen.

Die Geschichte spielt jetzt in der Stadt und nicht mehr in den herrlichen Ländereien der Orks – aber auch hier hat sich J. R. Kron wieder ein atemberaubendes Ambiente ausgedacht. Sodass das Kopfkino sofort starten kann und man in eine wundervolle Welt eintaucht. Der Schreibstil ist, typisch Kron, wieder sehr lyrisch und regt zum Nachdenken an.

Das Cover ist wunderschön gestaltet und passt zur Geschichte, schade, dass es auf dem Reader nicht gut zu erkennen ist – es hat eindeutig mehr Beachtung verdient.

Fazit:
Eine gelungene Fortsetzung die ich an alle Leser von Fantasy und Fans von Kron empfehle. Ein bildreicher Sparchstil mit viel Spannung garantiert eine tolle Lesezeit!

Ich bedanke mich bei J. R. Kron für das Rezensionsexemplar.

Elionore Brevent 03: Jaguare küsst man nicht – Kristina Günak

Klappentext:
Eigentlich wünscht sich Eli, die liebenswerte Hexe mit Hang zu Kaffee und Chaos, nichts sehnlicher, als endlich mal ausschlafen zu können und vielleicht davor noch ein wenig zu kuscheln. Oder auch etwas mehr. Doch das scheint ihr nicht vergönnt. Die hinterhältigen Vampire träumen von der Weltherrschaft und wieder einmal ist es an Eli, die Welt vor dem Zugriff des Bösen zu bewahren. Und zu allem Überfluss mischen auch die Elfen wieder mit, was auch den mysteriösen Pax wieder auf die Bildfläche bringt. Und da ja nichts ohne die manchmal etwas planlose Hexe mit viel Herz funktioniert, dreht sich mal wieder alles um sie und ihren Kaffeevollautomaten. Wie Eli es schafft, die Welt vor dem sicheren Untergang zu bewahren, was es mit Pax wirklich auf sich hat und ob sie endlich mal dazu kommt auszuschlafen, dass erfahren Sie, werter Leser, in diesem Buch!


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Titel: Jaguare küsst man nicht
Autor: Kristina Günak
Verlag: U-Line
Seiten: 320
ISBN: 978-3939239376
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
Es könnte alles so schön sein: Die Welt wurde bereits zwei Mal von Eli und ihren Freunden gerettet, und was nun? Tote Vögel und eine verwirrte Erdlinie in Elis Garten. Ein zweiter Jaguar, ein magisches Huhn und immer wieder Elfen mit komischen Prophezeiungen …

Schreibstil:
Ich liebe den Stil von Kristina Günak und freue mich immer wieder in die Welt von Eli einzutauchen. Der Ausdruck ist immer passend, obwohl in diesem Teil ein gewisses Wort mit Ars… irgendwie sehr oft verwendet wurde – passte es irgendwie 😉

Charaktere:
Die koffeinsüchtige Hexe ist und bleibt mein absoluter Favorit! Sie versucht in allen Lebenslagen mit Humor das beste aus der Situation zu machen und teilt, wenn es sein muss, auch ordentlich aus. Ich finde das super sympathisch 😳

Besonders gefallen haben mir in diesem Teil Prinz Valium – er heißt nicht wirklich so 😉 – und der betrunkene Elf. Ganz ehrlich: diese Wesen würde ich auch gerne kennen 😀

Cover:
Das Cover finde ich wieder gelungen und wunderschön verträumt.

Fazit:
Ein gelungener dritter Teil der Reihe. Ich empfehle vorher die anderen Bücher zu lesen, um die Konstellation der Charaktere richtig zu verstehen. Von mir gibt es wieder eine absolute Leseempfehlung! Leider weist dieser Teil wieder mehrere Grammatikfehler auf, sodass ich auf das Erscheinen der Neuauflage Anfang 2015 warten würde.

Ich bedanke mich bei Kristina Günak für das Rezensionsexemplar.

Wettlauf in der Nacht – Thomas Taylor

Klappentext:
Eddie, Adam und David leben in verschiedenen Jahrzehnten. Trotzdem laufen sie sich immer wieder über den Weg. Denn die Jugendlichen verbindet eine seltene Gabe. Während sie schlafen, können sie alle Grenzen überwinden und durch Raum und Zeit reisen. Dabei verfolgt jeder sein ganz eigenes Ziel. Eddie will alles über das Traumwandeln herausfinden. Adam versucht mit allen Mitteln den Lauf der Geschichte zu verändern. Und David muss seine Familie retten, bevor sie ausgelöscht wird.


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Titel: Wettlauf in der Nacht
Autor: Thomas Taylor
Verlag: Chicken House
Seiten: 416
ISBN: 978-3551520562
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

Inhalt:
David träumt oft von Eddie. Jeder Traum ist irgendwie so, als wäre er echt. Selbst eine Freundschaft wächst zwischen den beiden Jungen, bis sich ein anderer Teen in Davids Träume mischt und die Bindung zwischen Eddie und David zerstört. Wer ist dieser Junge und warum fühlen sich die Träume so echt an ?!

Schreibstil:
Thomas Taylor konnte mich nicht überzeugen. Der Ausdruck ist für ein Jugendbuch passend, aber dennoch zu oberflächlich. Die Thematik der Zeitreise ist komplex und jeder hat andere Ansichten. Meine Ansichten werden im Buch teilweise bearbeitet und dann durch Lücken wieder über den Haufen geworfen. Dies verwirrte mich bei jeder „Reise“ mehr. Mal ging etwas und dann wieder nicht, ich habe den Roten Faden vermisst. Durch die teilweisen unlogischen Stellen konnte mein Kopfkino nicht anspringen und Spannung kam leider auch nicht auf.

Charaktere:
David, der einfache Junge von nebenan war mir zu Beginn sehr sympathisch, leider entwickelte er sich nicht zu seinem Vorteil. Erst verweichlichte er, dann wurde er ein Superheld – nicht mein Fall.

Die anderen Charaktere passten auch nicht so in ihre Rollen, so dass ich mit keinem wirklich warm wurde.

Cover:
Das Cover ist genial. Die Uhr mit dem geisterhaften Blau passt perfekt zur Geschichte.

Fazit:
Eine Geschichte über Zeitreisen, die teilweise sehr unlogisch und einfach gehalten ist. Ich empfehle dieses Buch daher an jugendliche Leser, die erst beginnen Sci-Fi zu lesen.

Ich bedanke mich bei Chicken House für das Rezensionsexemplar.

Braun & Hammer: Narzissmus brutal – Heinz-Gerhard Witte & Holger Schmidt

Klappentext:
Die Psychologen Braun und Hammer sind vertraute Freunde und tauschen sich auch fachlich aus. Besonderer Redebedarf besteht, weil Patient Theodor Konrad Wolf, der an einer schweren und brutalen Form von Narzissmus leidet, Braun selbst in den Wahnsinn treibt. Die Therapeuten geraten an die Grenzen ihres psychologischen Auftrages, als klar wird, dass sich ein Verbrechen anbahnt und der Narzisst dabei einen teuflischen Plan ausheckt. Ein Buch voller Spannung und Charakter! Für Leser, die es lieben, tief in die Absurditäten der menschlichen Psyche einzutauchen…


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Titel: Braun & Hammer: Narzissmus brutal
Autor: Heinz-Gerhard Witte & Holger Schmidt
Verlag: Provoke Media
Seiten: 320
ISBN: 978-3981640939
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

Leider konnte mich dieses Buch nicht überzeugen 🙁 Der Klappentext hat sich vielversprechend angehört und ich dachte es geht um einen Narzissten. Irgendwie war dies auch so, aber nur zum Teil. Ich fange mal vorne an:

In diesem Buch geht es um 2 Psychologen (T. Braun und P. Hammer) und einen Patienten (T. K. Wolf). Die beiden Psychologen sind gut befreundet, treffen sich oft und tauschen sich aus. Der Leser erfährt also viel über das Privatleben der Therapeuten und auch über Behandlungen. Besonderes Augenmerk liegt, bei den Gesprächen der beiden Therapeuten, auf dem Patienten Wolf, der wegen seines ausgeprägten Narzissmus in Behandlung ist.

So weit so gut, allerdings verstehen die Autoren wohl etwas anderes unter Narzissmus als ich. Herr Witte, Dipl. Psychologe aus Osnabrück, hat sicherlich viel Erfahrung, aber wie sieht es mit dem Rest der Leserschaft aus? Ein Narzisst ist für mich ein Mensch, der sich selbst am meisten liebt, er kommt als arrogant und egoistisch rüber, bewundert sich selbst und hält alle anderen für minderwertig. Und genau so erschien mir Wolf zu Beginn des Buches, allerdings taten sich dann noch andere Krankheitssymptome auf, welche ich nicht mit dieser Störung in Verbindung bringen konnte. Wahrscheinlich kommt die Selbstliebe nie allein, aber das störte mich irgendwie. Ich habe keinen Bezug mehr zum Narzissten Wolf gefunden und auch die Gespräche der Psychologen waren mir irgendwie am Thema vorbei. Der Schreibstil ist gut, allerdings etwas trocken und teilweise zu fachlich, was ich auf den Beruf von Witte zurück führe. Auch hatte ich Schwierigkeiten mit der Berufsbezeichnung der Therapeuten, sind sie nun Psychologen, Psychotherapeuten oder psychologische Psychotherapeuten? Alles unterschiedliche Berufsbezeichnungen, welche allerdings unterschiedliche Arbeitsfelder aufzeigt – Schade!

Die Charaktere sind leider auch klischeebehaftet und wenig originell. Einzig der Einblick in eine Therapie und wie der Therapeut über seine Patienten denkt, bringen etwas Leben ins Geschehen.

Das Cover gefällt mir gut. Ein Therapeut und sein Klient, der nur sich selbst sieht und wahrnimmt. Leider passt es nicht zwingend zur Geschichte.

Fazit:
Ein Buch, welches Einblicke in die Welt der Therapie bringt. Ich habe mir etwas ganz anders unter Titel, Cover und Klappentext vorgestellt und wurde durch meine Erwartungshaltung enttäuscht. Trockener Stil, viele Klischees und teilweise vorhersehbar, von daher gebe ich nur 2 Sterne für „Narzissmus brutal“ – es hat mir einfach nicht gefallen.

Ich bedanke mich bei Provoke Media für das Rezensionsexemplar.