Psychologie der Macht: Kriegen, was wir wollen – Michael Schmitz

Klappentext:
Vorsicht, gefährlich!
Macht macht glücklich.
Macht macht süchtig.
Macht macht korrupt.

Macht braucht jeder. Machtkämpfen kann sich keiner entziehen. Doch wie erobert man Macht und wie ist sie gut zu nutzen, zum eigenen Wohl und – wo möglich – zum Wohl anderer? Wo sind ihre Tücken und Fallen? Mit zahlreichen Fallbeispielen aus Politik, Wirtschaft und Medien gibt dieses Buch einen umfassenden Einblick in die Mechanismen der Macht. Eine Orientierung auch für jeden, der selbst seine Haltung zur Macht bestimmen will.


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Titel: Psychologie der Macht: Kriegen, was wir wollen
Autor: Michael Schmitz
Verlag: Kremayr & Scheriau
Seiten: 301
ISBN: 978-3218008464
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Meine Meinung:
Dieses Sachbuch ist ein „must read“! Michael Schmitz geht als Psychologe und Coach sehr genau auf die Psyche des Menschen ein und beschreibt am Anfang des Buches, was Macht ist und wie sie sich in uns zeigt. Erst nach diesen Erklärungen, die schon fast ein Drittel des Buches einnehmen, wird an vielen Beispielen erklärt wie Macht uns und die Umwelt verändert.

Mir hat der Aufbau und der Stil sehr gut gefallen. Schmitz beschreibt in seinem Buch sehr ausführlich die psychologische Seite der Macht und mit seinen gewählten Beispielen an Politikern (z. B. Kohl, Merkel, Guttenberg, Wulff) kann ihm, so denke ich, fast jeder folgen. Auch gibt es zahlreiche Studien, die ihren Platz im Buch finden.

Das Cover hat mich bei jedem Anblick noch mehr fasziniert. Das Schwarze „M“ auf dem weißen Hintergrund erinnerte mich immer an einen strengen Anzug, ergo an die Gesellschaft oder die Geschäftswelt.

Fazit:
Psychologie der Macht bietet für interessierte einen Einblick in die (Aus-)Wirkung unseres Handelns. Der Leser kann sich nach diesem Werk besser einschätzen. Ist er ein Machttyp oder steht dann doch die Harmonie im Vordergrund? Welche Fallen, bzw. Manipulationen gibt es im Leben? Und warum lügen so viele Menschen? Neben diesen Hauptfragen gibt es noch viele weitere Dinge, die dem Leser die Augen öffnen. Ich empfehle das Buch daher Menschen, die sich mit der Macht in sich und der Umwelt beschäftigen und sich eventuell auch besser einschätzen möchten.

Ich bedanke mich beim Kremayr & Scheriau Verlag für das Rezensionsexemplar. 

Der Nachtwandler – Sebastian Fitzek

Klappentext:
WER BIST DU, WENN DU SCHLÄFST?
Wegen massiver Schlafstörungen wurde Leon in seiner Jugend psychiatrisch behandelt. Seit langem glaubt er sich geheilt – doch als eines Nachts seine Frau unter mysteriösen Umständen verschwindet, keimt ein schrecklicher Verdacht in ihm: Ist er, wie damals, im Schlaf gewalttätig geworden?
Um seinem nächtlichen Treiben auf die Spur zu kommen, befestigt Leon eine bewegungsaktive Kamera an seiner Stirn – und entdeckt beim Betrachten des Videos Unfassbares: Sein schlafwandelndes Ich steigt durch eine ihm unbekannte Tür seines Zimmers hinab in die Dunkelheit …

Titel: Der Nachtwandler
Autor: Sebastian Fitzek
Verlag: Knaur
Seiten: 320
ISBN: 978-3426503744
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
Im Buch geht es fast nur um Leon und seine Erfahrungen bzw. Entdeckungen die er in seinen Schlaf- und Wachphasen hat. Eine spannende und erschreckende Zeit beginnt und das nicht nur für Leon!

Schreibstil:
Der Stil von Sebastian Fitzek ist, wie gewohnt, thrillig und packend. Der Ausdruck nicht ganz so vulgär wie gewohnt und daher gut zu lesen.

Charaktere:
Leon war gut zu greifen und ich konnte sofort mit ihm fühlen. Wer hatte nicht schon mal Schlafprobleme!?
Die anderen Personen waren alle gut beschrieben und passten wunderbar in die Handlung.

Cover:
Nach dem Lesen ist das Cover verständlicher. Davor konnte ich allerdings wenig mit dem Schein der Lampe anfangen.

Fazit:
Ein gelungener Psychothriller mit einem überraschenden Ende. Ich empfehle das Buch an Fitzek- sowie Thrillerfans und natürlich an Leser die gerne etwas über Schlafwandeln lesen möchten.
Mir hat „Der Nachtwandler“ eine aufregende und sehr verwirrende Lesezeit beschert, daher gibt es von mir 4 Sterne.

Verlassene Orte: Ein HALLER-Taschenbuch

Klappentext:
Sind bewohnte und benutzte Zimmer und Häuser bewusst geschmückt mit den Dingen, die unser Wesen, unseren Status ausdrücken, so zeigen verlassene Gebäude ihr ungeschminktes, ehrliches Wesen. Sie sind ein nicht katalogisierter, zufällig zusammengestellter Ausstellungsraum des Vergangenen. Menschenleere Orte, Zimmer, Friedhöfe, Produktionsstätten, Krankenhäuser, Hotels, an denen seit Jahren die Zeit nagt, die verfallen, und an denen von Menschenhand nichts verändert wurde. Der öffentliche Raum, in dem wir uns bewegen, ist überwacht und kontrolliert. Er hat eine Funktion, und der Mensch fügt sich dieser: Eingekauft wird in der Mall, gegrillt wird an festgelegten Plätzen im Park, getanzt wird in der Diskothek. An verlassenen Orten gibt es keine Überwachungskameras, ihre Funktion ist aufgehoben und ihre Geschichte bleibt verborgen. Diese Orte haben keine Aufgabe mehr, es ist nicht immer ersichtlich, für wen und wozu sie einmal geschaffen wurden. Ihre Gestaltung ist abgeschlossen, ihre Nutzung beendet, nun können sie ein ungesteuertes Eigenleben entwickeln. Sie nützen niemandem mehr. Sie haben keine Aufgabe.


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Titel: Verlassene Orte
Verlag: P.Machinery M. Haitel
Seiten: 212
ISBN: 978-3942533447
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
Viele Kurzgeschichten über verlassene, einsame und verfallene Orte erwarten den Leser in dieser Sammlung. Von Spannung und Nervenkitzel bis nachdenklich und verträumt findet jeder Leser etwas.

Schreibstil:
Diese Anthologie beinhaltet interessante Autoren mit unterschiedlichen Stilen. So konnte ich mich bei einigen sofort fallen lassen und bei anderen interessierte mich die Art und dadurch auch die Geschichte wenig.

Cover:
Das Cover ist sehr Themenbezogen und auch im Buch geht es weiter. So sind viele Bilder von verlassenen Orten abgelichtet und untermauern die dazugehörigen Geschichten.

Fazit:
Eine schöne Sammlung, die mich sehr nachdenklich gestimmt hat. Orte, auch wenn sie verlassen sind, üben immer eine bestimmte Art der Anziehung in uns aus und genau das ist in diesem Werk die Botschaft. Ich vergebe 4 Sterne für „Verlassene Orte“, da mich nicht alle Geschichten berühren konnten. Eine Empfehlung geht aber an Leser, die gerne mal etwas anderes, mystisches Lesen möchten und auch fühlen wollen.

Bedanken möchte ich mich bei Dean (einer kleinen Leseratte), denn ohne ihn hätte ich „Verlassene Orte“ nicht beim Gewinnspiel auf jessireneleseratten.blogspot.de gewonnen 😀

Schattengrund – Elisabeth Herrmann

Klappentext:
Schattengrund. Als die 17-jährige Nicola das Haus ihrer verstorbenen Tante erbt, ahnt sie nicht, wie bedeutsam dieser Name für sie wird. Es ist ein einsames Haus in einem abgelegenen Dorf, in dem sie als Kind oft zu Gast war. Ein Haus, in dem die Vergangenheit schlummert. Und ein Haus, das Nicos Eltern auf keinen Fall annehmen wollen. Als die Eltern das Erbe stellvertretend für ihre Tochter ausschlagen, reißt Nico heimlich aus, um Schattengrund wiederzufinden. Und kaum hat sie die Schwelle übertreten, da scheint eine lange verdrängte Wahrheit nach ihr zu greifen…


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Titel: Schattengrund
Autor: Elisabeth Herrmann
Verlag: cbt
Seiten: 416
ISBN: 978-3570161265
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
Ein Besen, ein Stein und eine halbe Postkarte: Nicos Erbe! Leicht enttäuscht, aber doch irgendwie entzückt nimmt Nico das Erbe ihrer Tante Kiana an. Als sie dies dem Notar mitteilt, erfährt sie, dass dies noch nicht alles ist. Wenn Nico diese 3 Dinge an den Ort ihrer Bestimmung bringt, erbt sie das alte Haus „Schattengrund“. Allein und unwissend macht sich Nico auf den Weg zum Brocken, nach Sibenlehen…

Schreibstil:
Der Schreibstil von Elisabeth Herrmann ist flüssig und leicht zu lesen. Am Anfang schafft sie eine hervorragende Spannungskurve, die leider zum Ende hin abflacht.

Charaktere:
Nico ist eine schüchterne junge Frau, welche ich von der ersten Seite an in mein Herz schließen konnte. Ich fieberte mit ihr mit und bekam es mit der Angst zu tun, wenn auch ihr sich die Nackenhaare sträubten.

Leon, der smarte Typ aus dem Dorf war mir zu Beginn sehr suspekt, aber später entwickelte er sich zu einem interessanten Typen, über den ich gerne noch mehr erfahren hätte.

Kiana, Nicos verstorbene Tante, muss eine herzensgute Frau gewesen sein. Von den Dingen, die man über sie erfährt, macht sie einen tollen Eindruck und ich konnte sie mir recht gut vorstellen

Cover:
Das Cover passt recht gut. Ein kleines verlassenes Haus getrübt von … vielen Dingen 😉

Fazit:
Ein sehr nervenaufreibender Thriller, der meiner Meinung nach nichts für Jugendliche ist. Mir ging das Thema sehr Nahe und ich habe etwas ganz anderes erwartet. Teilweise war mir der Schreibstil zu bildhaft und zu gruselig, dass ich das Buch weglegen musste – Albtraum garantiert! Andererseits war mir der letzte Teil zu stark konstruiert, so dass ich mir die Geschichte etwas ausgewogener gewünscht hätte. Ich empfehle Schattengrund an Liebhaber von Thrillern und Harzkennern. Die Geschichte spielt in realen Orten, nur Siebenlehen ist fiktiv. Auch die Sage um die Rosstrappe wird völlig neu interpretiert, was ich sehr interessant fand. Ich vergebe 4 Sterne für Schattengrund – einen Stern ziehe ich aufgrund des Themas für ein Jugendbuch ab.

Kate Burkholder 03: Wenn die Nacht verstummt – Linda Castillo

Klappentext:
Sie lebten wie vor hundert Jahren. Sie sind gottesfürchtig und rechtschaffend. Doch auch sie trifft der Hass.

Abgeschlachtete Tiere auf der Weide, ein Farmer, der an sein umgekipptes Fuhrwerk gefesselt fast erfriert: In Painters Mill häufen sich die Verbrechen gegen die Amischen. Dann werden auf der Farm der Familie Slabaugh drei Leichen in der Güllegrube gefunden: Vater, Mutter und ein Onkel. Ist auch dies ein Verbrechen aus Hass gegen die Glaubensgemeinschaft? Oder steckt etwas ganz anderes dahinter? Polizeichefin Kate Burkholder, die bis zu ihrem 18. Lebensjahr selbst eine Amische war, kennt die Menschen dort nur zu gut. Mit ihrem Freund John Tomasetti löst sie ihren persönlichsten Fall.


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Titel:  Wenn die Nacht verstummt
Autor: Linda Castillo
Verlag: Fischer
Seiten: 336
ISBN: 978-3596184521
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
Kate Burkholder ermittelt wieder. In ihrem 3. Fall geht es um Hassdelikte. Die Amischen werden öffentlich diskriminiert und auch ihr Hab und Gut wird ruiniert. John Tamasetti unterstützt Kate wieder und zusammen versuchen die beiden die Täter zu fassen …

Schreibstil:
Der Schreibstil ist, wie in den anderen Bänden auch, sehr hart und nichts für schwache Nerven. Trotzdem liest sich dieser Band sehr flüssig und bleibt bis zum Ende spannend.

Charaktere:
Kate entwickelt sich langsam zu einer Alkoholikerin, was mir persönlich nicht gefällt. Sie sollte sich bei ihren schweren Fällen lieber einem Psychologen anvertrauen, als ihre Sorgen mit Wodka und Bier herunterzuspülen und dann auch noch Autofahren – was für ein Vorbild 🙄

Tomasetti öffnet sich und wird, für mich, zu weich dargestellt. Bei seiner Vergangenheit ist diese Entwicklung zwar wünschenswert aber unrealistisch und klischeehaft.

Cover:
Das Cover finde ich wieder sehr schön. Ein Buggy in der einsamen Landschaft, passt.

Fazit:
Dieser Teil war von der Geschichte her spannend, aber er reicht nicht an Teil 1 und 2 (Die Zahlen der Toten & Blutige Stille) heran. Hier geht es zwar auch um die Amischen, aber es hätte sich auch um jede andere Minderheit handeln können. So werden kaum spezifische Dinge, die die Amischen betreffen, erwähnt und dies finde ich schade. Auch entwickelt sich die Liebesbeziehung zwischen Kate und John weiter, was nicht unbedingt hätte sein müssen.

Wenn die Nacht verstummt ist ein lesenswerter und spannender Krimi, der auch als abgeschlossener Teil sehr zu empfehlen ist. Die vorangegangenen Bände müssen nicht zwingend gelesen werden, da alles relevante erwähnt wird. Daher geht meine Leseempfehlung an Krimifans und Spannungsliebhaber.