Klappentext:
Ihr könnt uns die Wörter nehmen, aber zum Schweigen bringt ihr uns nicht! Als die neue Regierung anordnet, dass Frauen ab sofort nicht mehr als einhundert Wörter am Tag sprechen dürfen, will Jean McClellan diese wahnwitzige Nachricht nicht wahrhaben – das kann nicht passieren. Nicht im 21. Jahrhundert. Nicht in Amerika. Nicht ihr. Schon bald jedoch kann Jean ihren Beruf als Wissenschaftlerin nicht länger ausüben. Schon bald wird ihrer Tochter Sonia in der Schule nicht länger Lesen und Schreiben beigebracht. Sie und alle Mädchen und Frauen werden ihres Stimmrechts, ihres Lebensmutes, ihrer Träume beraubt. Für Sonia und alle entmündigten Frauen will Jean sich ihre Stimme zurückerkämpfen und erhält eine Gelegenheit…
Ich habe „VOX“ als Warnung geschrieben, als Warnruf gegen eine Politik der Geschlechtertrennung, aber auch, um zu zeigen, wie sehr unsere Persönlichkeit und Menschlichkeit von unserer Sprache abhängt. Ich habe mir selbst die schreckliche Frage gestellt: „Was wäre, uns würde dieses Vermögen genommen?“
— Christina Dalcher

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Titel: Vox
Autor: Christina Dalcher
Sprecher: Andrea Sawatzki
Verlag: Argon
Länge: 587 Minuten
ASIN: B07F8R26Z4
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut hören |
Inhalt:
Die Regierung hat genug von Frauen, die ihre Männer nicht mehr als gottgleich anerkennen. Sie möchte ein Leben wie in den 50er Jahren: Nur 2 Geschlechter und klare Rollenbilder. Dafür müssen die Frauen wieder lernen zu schweigen und wer sich widersetzt kommt in ein Umerziehungslager …
Meinung:
Die Idee zur Geschichte ist gruselig. Glaubensgemeinschaften und Männer, welche sich nicht mehr verehrt fühlen, weil der Mann nicht mehr als Schöpfer wahrgenommen wird, tun sich zusammen und krempeln die Welt um. Daher bestimmt die Regierung einen harten Kurs und verbietet den Frauen zu arbeiten und zu sprechen. Es werden viele Parallelen zu heute deutlich, gerade was die Geschlechterrollen angeht und auch der Hass auf Andersartigkeit bspw. queere Persönlichkeiten. Andrea Sawatzki liest absolut emotional und die Veränderungen sind grausam und unwürdig. Diese Geschichte hätte spannend und glaubhaft weitergehen können, wenn die Autorin nicht auch noch eine Liebesgeschichte mit Schwangerschaft eingebunden hätte. Denn ab diesem Teil wird einfach alles so kompliziert und unglaubwürdig, dass die Handlung einfach keinen Sinn mehr ergibt und die Geschichte wirklich nervt. Es kommen immer mehr Details an Licht, was in der Welt vor sich geht, wie sich die Figuren verhalten könnten und was sie aus ihren Chancen machen. Auch eine Widerstandsbewegung hat sich natürlich gebildet – aber clever ist die nicht … Christina Dalcher wollte wohl zu viel und am Ende hat sie selbst nicht mehr durchgesehen, sodass das große Finale zwar kam, aber viel zu kurz und Ende. Also stark angefangen und noch stärker nachgelassen, was sehr schade ist, denn das Thema hat definitiv Potenzial.
Cover:
Das Cover zeigt worum es geht, die Frau darf nicht sprechen und hat sonst auch nichts.
Fazit:
Ein interessanter Einstieg in eine Welt, in der Frauen nichts mehr dürfen und auch zu Hause nichts mehr haben, außer den Haushalt. Allerdings kommen dann zu viele Klischees und Möglichkeiten hinzu, sodass sich die Autorin verliert und die Handlung abstrus wird. Daher nur 3 Sterne – allerdings mit Leseempfehlung, weil die Idee gut ist.
Klappentext:
Ein Artefakt, das die Vergangenheit öffnet, und eine mutige Frau, die ihren Weg neu entdeckt. Xiyuan hat ihr Leben in Deutschland aufgebaut, doch die Sehnsucht nach ihren chinesischen Wurzeln begleitet sie seit ihrer Kindheit. Als sie ein geheimnisvolles Siegel entdeckt, zerbricht die Grenze zwischen Gegenwart und Vergangenheit und ein längst vergessener Ruf erreicht sie. Auf ihrer Reise durch Europa und Asien, begegnet sie Menschen und Mächten, die jede vertraute Gewissheit infrage stellen. Stück für Stück öffnet sich ihr eine Welt, in der Geschichte, Kultur und Magie untrennbar miteinander verwoben sind. Gemeinsam mit einem kleinen Team, das unverzichtbar wird, stellt sich Xiyuan Rätseln, die weit über das Greifbare hinausreichen. Doch je tiefer sie eintaucht, desto klarer wird: Die Wahrheit über ihre Herkunft ist erst der Anfang.

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Titel: Rückkehr nach Osten: Erwachen (Ein Mystery-Fantasyabenteuer über Wurzeln, Freundschaft und neue Perspektiven)
Autor: Huangji Wu
Verlag: BoD
Länge: 562 Seiten
ISBN: 978-3695144112
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht |
Inhalt:
Band 1 der Fantasyreihe um Xiyuan, eine junge Frau, die ihre Wurzeln entdeckt und sich zahlreichen Abenteuern stellen muss.
Meinung:
Huangji Wu, in China geboren und mittlerweile in Deutschland lebend, schreibt ein Deutsch, das in seiner Präzision und Korrektheit überzeugt, aber oft etwas spröde wirkt. Der Text trägt den Stempel einer anderen Sprachlogik, was in den klar strukturierten Sätzen zum Ausdruck kommt, die jedoch selten mit dem Rhythmus und der Leichtigkeit fließen, die man beim Lesen erwartet. Stattdessen wirken die Sätze häufig nebeneinander gestellt, ohne sich wirklich zu entfalten. Das führt dazu, dass der Roman insgesamt eher distanziert bleibt – sprachlich korrekt, aber ohne die Beweglichkeit, die die Geschichte lebendig machen würde. Schade, denn gerade im Fantasy-Genre würde man sich wünschen, dass der Text die Fantasie beflügelt.
Wer sich jedoch auf den ungewohnten Stil einlässt, wird mit einer eindrucksvollen Reise in die chinesische Kultur belohnt. Die Autorin nimmt sich Zeit, um interessante Details wie Spitznamen, Schriftzeichen und verschiedene Schauplätze zu erklären, was einen authentischen Eindruck von ihrer Herkunft vermittelt. Das ist eine Bereicherung, aber auch eine Herausforderung für Leser, die mit dieser Kultur und Sprache nicht vertraut sind.
Obwohl das Buch mit über 500 Seiten umfangreich ist, passiert im ersten Teil erstaunlich wenig. Der Eindruck, dass sich vieles wiederholt, entsteht durch die wiederholten Erwähnungen von Dingen wie bspw. „Siegel“. Diese Wiederholungen können den Lesefluss bremsen und sorgen dafür, dass der Beginn der Geschichte langsamer voranschreitet, als man es erwarten würde.
Cover:
Das Cover ist stimmungsvoll gestaltet und weckt durch seine mystische Anmutung Interesse. Es passt gut zum Thema des Buches und stimmt auf das Abenteuer ein, das die Lesenden erwarten dürfen.
Fazit:
Der Auftakt zu dieser Fantasyreihe ist präzise, manchmal jedoch zu formal und lässt wenig Raum für die eigene Vorstellungskraft. Der Schreibstil mag nicht jedem zusagen, doch die interessante Grundidee des Buches und die Einblicke in die chinesische Kultur verdienen dennoch Anerkennung. Aufgrund des speziellen Stils gebe ich dem Buch 2 Sterne. Eine Leseempfehlung spreche ich jedoch nur an diejenigen aus, die sich mit dem Schreibstil anfreunden können. Daher sollte unbedingt zuerst die Leseprobe betrachtet werden.
Ich bedanke mich bei Huangi Wu für das Rezensionsexemplar.
Klappentext:
Mit fünf fing sie an zu arbeiten, mit zehn wurde sie Waise, mit fünfzehn wäre sie fast gestorben. Im Grunde deutet alles darauf hin, dass sie ihr Dasein in ihrer Hütte im größten Slum Südafrikas fristen würde. Wenn sie nicht die gewesen wäre, die sie war, aber die war sie eben. Nombeko Mayeki war die Analphabetin, die rechnen konnte. Das Schicksal führt sie in die internationale Politik, auf die andere Seite des Erdballs. Auf ihrer Reise gelingt es ihr, dem meistgefürchteten Geheimdienst der Welt auf der Nase herumzutanzen, bis sie sich eines Tages eingesperrt im Laderaum eines Lieferwagens wiederfindet. Und in diesem Moment schwebt die ganze Welt, wie wir sie kennen, in höchster Gefahr.

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Titel: Die Analphabetin, die rechnen konnte
Autor: Jonas Jonasson
Sprecher: Katharina Thalbach
Verlag: Der Hörverlag
Länge: 476 Minuten
ASIN: B00GIX4I3I
Meine Bewertung: 3 Sterne |
Inhalt:
Eine Atombombe findet den Weg nach Schweden und sorgt beim Geheimdienst, beim König und auch in ganz normalen Familien für Chaos …
Meinung:
Ich habe nur die gekürzte Lesung gehört – 8 Stunden statt 14 Stunden – und fand die Geschichte wirklich langweilig! Auch Katharina Thalbach, als Sprecherin, konnte mich nicht sonderlich begeistern. Es war einfach drüber. So viel Glück, so viel Raffinesse und so wenig Witz. Das Mischungsverhältnis passte diesmal einfach nicht. Die Charaktere waren zu stark hervorgehoben – der kann dies nicht, dafür kann der das und bei dem geht immer alles und bei dem klappt nie was. Es war zu sehr konstruiert, als das man die Geschichte genießen könnte und das spiegelte Katharina Thalbach auch beim Lesen. Sie wirkte gelangweilt und das spiegelte sich dann zusätzlich auf die schleppende Geschichte.
Cover:
Das Cover passt nicht wirklich zur Geschichte, aber zu den anderen Büchern vom Autor.
Fazit:
Viel zu konstruiert und kaum Humor. Daher nur mittelmäßig und nur eine Empfehlung, wenn man abstruse Geschichten mag, die mit Super- und Antihelden alles regeln.
Klappentext:
In einer Welt, die immer lauter und komplexer wird, hilft manchmal der Blick nach innen: der Blick auf unseren Körper. Seit Jahrtausenden wird er vor Probleme gestellt und löst sie auf seine eigene Art. Was können wir von ihm lernen?
In ihrem Hörbuch unternimmt Giulia Enders abermals etwas ganz Neues. Sie lädt uns ein auf eine Entdeckungsreise durch unseren Körper und sie fragt: Kann der Körper uns neue Perspektiven auf das Leben an sich eröffnen? Die Antworten, die unser Körper liefert, sind faszinierend. Und er verändert so auch unseren Blick auf das Leben an sich.
Am Anfang steht das Staunen, am Ende ein neuer Blick auf uns selbst: Mit neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und ihrem unnachahmlichen Talent, komplexe Zusammenhänge plastisch auf den Punkt zu bringen, weckt Giulia Enders in uns eine tiefe Liebe zu dem, was uns so nah und doch so fern ist. ORGANISCH definiert neu, was es wirklich bedeutet, auf den Körper zu hören.

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Titel: Organisch: Was es wirklich bedeutet, auf unseren Körper zu hören
Autor: Giulia Enders, Jill Enders
Sprecher: Giulia Enders
Verlag: Hörbuch Hamburg
Länge: 526 Minuten
ASIN: B0DZD9WH95
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr |
Inhalt:
Organisch ist die perfekte Verbindung von allem, was lebt und genau diese Verbindung wird in diesem Buch bildlich und sprachlich dargestellt.
Meinung:
Jill Enders hat eine wahnsinnig tolle Art zu zeichnen und Giulia Enders beschreibt und erzählt bildhaft von dem, was sie erklärt. Diese Symbiose der Schwestern ist genial und macht „Organisch“ zu einem wirklich noch nie dagewesen (Hör-)Erlebnis! Jedes Organ bekommt seinen Platz in diesem Buch und es wird leicht verständlich erklärt, wie das Organ und seine Mitstreiter funktionieren und was sie brauchen oder auch nicht. Viele Sachen hat sicherlich jeder schon gehört, bspw. freie Radikale und, dass diese schädlich sind. Allerdings wurde der Prozess (warum, wieso, weshalb und wann) nie so eindrücklich und tief erläutert wie hier. Der ganze Körper wird so lebendig und emotional (auch durch persönliche Geschichten der Autorin) beleuchtet, dass man spielerisch versteht und sich komplizierte Prozesse leicht merken lassen. Eine spannende Reise durch den Körper mit vielen Aha-Erlebnissen aus der Medizin sowie der Forschung.
Cover:
Das Cover zeigt den Kreislauf, bzw. die Verbindung aller Organe und wie sie eine Einheit bilden. Sehr passend!
Fazit:
Ein sehr spannender Einblick in die Organwelt, leicht verständlich und dennoch sehr tiefgreifend. Für jeden zu empfehlen, denn wir werden alle im kränker 😉 von mir gibt es daher volle 5 Sterne!
Ich bedanke mich bei Hörbuch-Hamburg für das Rezensionsexemplar.
Klappentext:
Die Linde – Heilpflanze des Jahres 2025
Die Linde ist der Herzensbaum der Mittel- und Nordeuropäer, für Martin Luther war sie ein „Freude- und Friedensbaum“. Schon unsere Vorfahren nutzen ihre Blüten, ihre Blätter und ihren Honig als Nahrungs- und Heilmittel.
Die „Heilpflanze des Jahres 2025“ steckt voller Antioxidantien, die als Radikalenfänger wirken; Blüten, Blätter, Knospen, Rinde, Holz und Samen der Linde können auf vielfältigste Weise verwendet werden. Die darin enthaltenen Polyphenole und weitere bioaktive Substanzen stärken das Immunsystem, senken den Blutzucker und beugen damit Diabetes Typ II vor, bremsen Entzündungen aus, lindern Schmerzen und schützen uns vor Krebs, Lebererkrankungen sowie vor degenerativen Prozessen des Gehirns.
Doch nicht nur körperlich profitieren wir von der Linde: Mit ihrer Unterstützung kommen wir besser mit Stress klar, bauen Ängste ab, schlafen leichter ein und genießen einen tieferen Schlaf. Diese und viele weitere Indikationen sind durch zahlreiche wissenschaftliche Studien belegt.
Heilpflanzen-Expertin Barbara Simonsohn hat für Sie wertvolles Gesundheitswissen sowie praktische Tipps für Hausapotheke, Küche und Schönheit zusammengestellt:
- Linderung bei Beschwerden: Bewährte Anwendungen, innerlich und äußerlich
- Lindenpflege für Haut und Haare: Naturkosmetik zum Selbermachen
- Lindengenuss: Feine Rezepte für die Küche

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Titel: Die Linde – Baum der Heilung und Harmonie: Rezepte und Anwendungen für Gesundheit, Kosmetik und Küche
Autor: Barbara Simonsohn
Verlag: Mankau
Länge: 159 Seiten
ISBN: 978-3863747558
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr |
Inhalt:
Das Buch ist aufgeteilt in: Arten der Linde und deren Unterschiede. Gesund und Fit mit der Linde (Wissenschaft und Krankheitsbilder). Anwendungen und Rezepte (Gesundheit, Kosmetik, Küche)
Meinung:
Wie alle Bücher von Barbara Simonsohn ist auch dieses Buch wieder mit viel Liebe und Hingabe geschrieben worden. Auch das Design ist wieder detailverliebt und bunt. Dass die Linde „Heilpflanze des Jahres“ geworden ist, ist als Städter wohl kaum nachzuvollziehen. Dort kleben die Linden die Autos zu, die Blätter haften (im Herbst) an den Schuhen und es ist einfach nur nervig. Wenn man krank ist, dann hat man schonmal was vom Lindenblütentee gehört, aber sonst? Dieses Buch öffnet Augen und Ohren für die Linde und die unterschiedlichen Arten, Standorte und besonders für die Heilkraft. Viele neue Fakten werden in diesem Kompaktratgeber sympathisch niedergeschrieben und erweitern so den eigenen Horizont.
Cover:
Das Cover passt hervorragend zum Inhalt.
Fazit:
Ein wundervolles Buch, welches uns näher zu den heimischen Heilpflanzen bringt und unbedingt gelesen werden muss! Daher volle 5 Sterne für einen kleinen Ratgeber, der geballtes Wissen beinhaltet.
Ich bedanke mich beim Mankau-Verlag für das Rezensionsexemplar.
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