Dr. Siri und seine Toten – Colin Cotterill

Klappentext:
Dr. Siri Paiboun hatte bislang nur mit lebenden Patienten zu tun. Doch nun wird er mit 72 Jahren noch zum einzigen Pathologen von ganz Laos. Ohne jedes Fachwissen, aber unterstützt von zwei ebenso unqualifizierten Assistenten, versucht er sich an seinem ersten Fall: die Frau eines Parteibonzen ist plötzlich verstorben, und Dr. Siri argwöhnt, dass es dabei nicht mit rechten Dingen zuging…


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Titel: Dr. Siri und seine Toten
Autor: Colin Cotterill
Sprecher: Jan Josef Liefers
Verlag: Random House Audio
ASIN: B002TVQ7OG
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

Inhalt:
Dr. Siri Paboun ist 72 und theoretisch schon in Rente. Aus Mangel an Pathologen darf er noch mal ran und muss nun ermitteln woran die Menschen in seiner Umgebung gestorben sind …

Stil:
Jan Josef Liefers hat eine sehr einschläfernde Stimme – nicht im bösen Sinne, sondern eher beruhigend einschläfernd. Daher passt ein Kriminalfall nicht sonderlich zur Stimmlage. Wenn er dann auch noch die Sätze in die Länge zieht und Sprechpausen einlegt, hat es schon was von „ich .. bin .. 72 .. Jahre .. alt“, ob das der Sinn war?! Mir persönlich gefällt das nicht. Ich höre Hörbücher meistens während einer Autofahrt und möchte nicht dabei einschlafen oder aggressiv werden und denken „NUN MACHT MAL HINNE!“ Dies war auch der Grund, warum ich das Hörbuch sehr schnell abgebrochen habe. Nach 2-monatiger Unterbrechung habe ich es dann noch mal probiert (aus Mangel an Hörbüchern). Ich habe die kompletten 5 Stunden Hörbuch geschafft, aber diese monotone Stimme und die Langsamkeit sind echt nervig gewesen.

Zur Geschichte an sich ist leider auch nicht viel positives zu vermelden. Ich dachte, dass es um die Pathologie geht und nicht um das ganze drum rum mit Krieg, Parteivorsitz, Machtergreifung und Rassentrennung. Also viel zu viel bla als pathologische Untersuchungen und Ermittlungen. Irgendwie schafft es Dr. Siri dann aber doch den Fall aufzuklären, aber es hilft immer mehr der Zufall als das Wissen des Arztes – sehr schade.

Charaktere:
Durch die konfusen Namen war es sehr schwer zu wissen wer nun wer ist. Zum Teil auch, weil die Figuren mal mit Vornamen, mal mit Nachnamen und nur sehr selten mit beiden Namen erwähnt wurden. Dennoch gab es einen Charakter, welcher mir am sympathischsten war: Der Gehilfe in der Rechtsmedizin. Er wies eine kleine Behinderung auf und zeigte, dass gerade Menschen mit einem anderen Denkmuster etwas ganz besonderes sind.

Cover:
Das Cover wirkt langweilig und schaut eher nach einem Kinderbuch als nach einem Polit-Krimi aus.

Fazit:
Nur an Fans von Jan Josef Liefers (Stimme) zu empfehlen. Mir hat es die Zeit vertrieben und ein paar Infos über Todesursachen konnte ich doch mitnehmen, daher gibt es von mir 2 Sterne.

Lilienblut – Elisabeth Herrmann

Klappentext:
Es ist Sommer und der Rhein glitzert besonders silbern und verführerisch. Sabrina und ihre beste Freundin Amelie können stundenlang am Fluss sitzen, voller Fernweh und Hunger auf das, was Amelie »das Leben« nennt. Aber während Amelie vom Abhauen und der großen Freiheit träumt, scheint Sabrinas Zukunft festgelegt zu sein – soll sie doch den Weinberg ihrer Mutter übernehmen. Alles in Sabrina wehrt sich gegen dieses vorbestimmte Leben … Und dann lernen die beiden Mädchen einen Jungen kennen, der so ganz anders ist als alle Landratten und Winzersöhne. Von dem 19-jährigen Kilian, der mit seinem Schiff einsam am geheimnisvollen »toten Fluss« ankert, geht eine verstörende Anziehungskraft aus. Amelie verfällt ihm sofort – und will über Nacht mit ihm abhauen. Am nächsten Morgen findet man ihre Leiche. Und Kilians Schiff ist verschwunden… Nur Sabrina weiß, dass Kilian Amelies Mörder sein könnte.


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Titel: Lilienblut
Autor: Elisabeth Herrmann
Verlag: cbt
Seiten: 448
ISBN: 978-3570307625
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
Sabrina und Amelie, zwei unterschiedliche Freundinnen und doch sind die beiden unzertrennlich. Bis Amelie eines Abends ihre Freundin belügt und am nächsten Tag tot aufgefunden wird …

Schreibstil:
Elisabeth Herrmann schreibt ausführlich und sehr detailverliebt über den Weinanbau am Rhein, über die Freundschaft der Mädchen ihre Probleme und über rätselhafte Mordfälle und die damit verbundenen Ermittlungen. Teilweise waren die Details sehr heftig, sodass sich hier die Frage stellt, ob es sich noch um ein Jugendbuch handelt. Die Ausdrucksweise war dagegen sehr erwachsen und gehoben.

Charaktere:
Die jungen Charaktere im Buch erschienen alle sehr reif, außer die, die wirklich erwachsen wirken mussten, schienen eher unorganisiert und kindlich. Dennoch wuchsen die Figuren mit ihren Aufgaben und es machte Freude sie zu begleiten.

Cover:
Das Cover passt sehr gut zur Geschichte und zum Titel.

Fazit:
Ein spannender Thriller, welcher auch für Erwachsene sehr gut lesbar ist. Einzig zum Ende wiederholte sich die Autorin sehr oft in der Handlung. So passierte etwas und die Protagonistin erzählte alles nochmals einer anderen Person – der Leser wird also doppelt informiert, was zu einer gewissen Langeweile führt. Ansonsten ein schöner bis heftiger Zeitvertreib mit einem guten Spannungsbogen. Von mir gibt es 4 Sterne und eine Leseempfehlung.

Lady ohne Furcht und Tadel – Lisa McAbbey

Klappentext:
Abenteuer, Verschwörung – und die große Liebe

London 1754: Im Hof des „Black Swan Inn“ machen sich sechs Reisende bereit für ihre Kutschfahrt nach Edinburgh. Unter ihnen die junge Samantha Fairfax – verkleidet als junger Bursche und auf der Flucht vor einer arrangierten Heirat.

In der beengten Kutsche sitzt die arme Sam ausgerechnet „Mr Rüpel“ gegenüber, einem durchaus attraktiven Landschaftsarchitekten, der sich aber leider völlig ungehobelt benimmt. Ganz im Gegensatz zum eleganten französischen Comte, der immer wieder Sams Nähe sucht. Doch schon bald wird klar: Auch ihre Mitreisenden sind nicht alle die, als die sie sich ausgeben! Für die junge Frau beginnt eine abenteuerliche Fahrt mit Stationen beim Pferderennen, auf dem Jahrmarkt und auf einem Maskenball. Doch nicht nur diese Ereignisse lassen Sams Herz schneller schlagen …

Dieser Roman ist eine stark überarbeitete Neuausgabe und zuvor bereits unter dem Titel „Die Reise nach Edinburgh“ erschienen.


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Titel: Lady ohne Furcht und Tadel
Autor: Lisa McAbbey
Verlag: beHEARTBEAT
Seiten: 490
ASIN: B07DNG18XS
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Samantha Fairfax flüchtet vor ihrer habgierigen Verwandschaft und vor ihrem baldigen Ehemann. Nichts und niemand kann sie zwingen dieses Scheusal zu ehelichen. Als junger Bursche verkleidet, tritt sie die Reise via Kutsche von London nach Edinburgh an und möchte in Schottland zu ihrer Tante ziehen…

Schreibstil:
Bis jetzt konnte mich Lisa McAbbey mit jedem ihrer Werke überzeugen. Auch mit ihrer Neuauflage („Die Reise nach Edinburgh„) trifft sie wieder den Nagel auf den Kopf. Kecke Dialoge, amüsante Abenteuer und eine heiße Liebschaft sind nur ein kleiner Teil der spannenden Reise. Die Beschreibungen der Landschaft und die Eigenschaften der Charaktere wirken so lebendig, als würde man in der Kutsche mitfahren. So hat eine Geschichte zu sein. Der Ausdruck ist frisch und passend.

Charaktere:
Sam ist lebenslustig, intelligent und weiß was sie will oder auch nicht will. Das macht sie zu einer starken aber auch unfreiwillig witzigen Figur, denn sie lässt kaum ein Fettnäpfchen aus.

Mister Rüpel ist ein echter Kerl und macht seinem Namen alle Ehre. Aber auch hier zeigt sich: Harte Schale, weicher Kern und urteile nicht, du kennst die Geschichte / das Päckchen nicht, welches die Person zu tragen hat.

Die anderen Charaktere sind auf ihre Art sympathisch bis unsympathisch. Alle haben ihre Macken, welche aber zu ihnen passen. Die Figuren leben einfach und das ist es, was eine gute Geschichte ausmacht.

Cover:
Das Cover passt zur Geschichte.

Fazit:
Eine lesenswerte, romantische Liebesgeschichte mit vielen kleinen und großen Abenteuern. Von mir gibt es 5 Sterne und eine Leseempfehlung an alle Fans von historischen Romanen, denn die Geschichte spielt zu Zeiten von König Georg II und dem Jakobitenaufstand.

Ich bedanke mich bei Lisa McAbbey für das Rezensionsexemplar.

Nacht über Tanger – Christine Mangan

Klappentext:
Tanger 1956: Alice Shipley ist ihrem Mann John von England in das von politischen Unruhen aufgeheizte Marokko gefolgt. Doch die Hitze und die fremde Kultur machen es Alice schwer; während John sich immer mehr ins Nachtleben der pulsierenden Stadt stürzt und kaum mehr zu Hause ist, verkriecht sich Alice in der gemeinsamen Wohnung, gleitet in eine Depression. Da steht eines Tages Lucy Mason vor ihrer Tür, Alice‘ Zimmergenossin und Freundin aus Collegezeiten in Vermont, die sie seit einem mysteriösen Unfall ein Jahr zuvor nicht mehr gesehen hat.

Die unabhängige und furchtlose Lucy entdeckt Tanger schnell für sich und versucht Alice aus ihrer Isolation zu befreien. Doch Alice beschleicht bald das ihr nur allzu vertraute Gefühl, von Lucys Fürsorge kontrolliert und erstickt zu werden. Als John plötzlich verschwindet, wird Alice von dem Unfall in Vermont eingeholt und sie fängt an, an Lucys Vertrauenswürdigkeit und ihrem eigenen Verstand zu zweifeln …

Ein vielschichtiger, spannender, psychologisch tiefgründiger Roman, erzählt aus zwei Ich-Perspektiven, die den Leser bestricken und verstricken in eine komplexe Freundschaft, in der die Grenzen zwischen Gut und Böse, Normalität und Wahnsinn fließend sind.


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Titel: Nacht über Tanger
Autor: Christine Mangan
Verlag: Karl Blessing Verlag
Seiten: 368
ISBN: 978-3896676030
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht

Inhalt:
Lucy und Alice, zwei Freundinnen, welche nicht unterschiedlicher sein können. Sie studieren zusammen, verlieren sich aus den Augen und finden sich in Marokko wieder. Doch die Wiedersehensfreude trügt ….

Meine Meinung:
Für einen Debütroman ist es okay, aber irgendetwas fehlt. Die Figuren wirken nicht echt, die Geschehnisse sind entweder langweilig oder so „drüber“, dass es schon wieder lächerlich wirkt. Das Maß der Dinge passt nicht zusammen. Der Ausdruck ist immer gleich bleibend. So wird die Geschichte zwar von Alice und Lucy erzählt – sie wechseln sich pro Kapitel ab – aber die Autorin gibt keinem der beiden eine eigene Aura. Hier bin ich so oft durcheinander gekommen, wer denn nun gerade erzählt, dass ich immer wieder zurückblättern musste in welchen Kapitel ich gerade bin. Die Frauen sollen unterschiedlich wirken, aber sie schaffen es nicht. Und nur durch die wörtliche Rede und andere Wörter erschafft die Autorin keine Differenz, wenn die beiden gleich denken …

Viele Fragen bleiben zudem unbeantwortet. Und das Buch scheint ein Traum zu sein, da weiß man ja auch nicht wie er anfängt – man ist mittendrin – warum sich die Figuren so verhalten (auch wenn es noch so dämlich ist) und warum es dann so plötzlich so endet.

Einzig das Cover wirkt und wäre kaufentscheidend, wenn es denn um eine Geschichte in den 50er Jahren gehen würde. sie hätte auch sonstwann spielen können…

Fazit:
Schlechte Protagonisten, an den Haaren herbeigezogene Geschichte, aber ein schönes Cover. Mich konnte das Buch nicht überzeugen und ich vergebe aufgrund der ganzen Kritikpunkte nur 2 Sterne. Eine Leseempfehlung spreche ich nur an Leser aus, welche leichte Krimis mögen und wenig über die Logik dahinter nachdenken wollen. Ansonsten ist es eher eine Geschichte zum Zeitvertreib über 2 Frauen, welche keinen Plan haben.

Ich bedanke mich bei Bücher.de für das Rezensionsexemplar.

[Abgebrochen] Die verlorene Bibliothek – A. M. Dean

Klappentext:
Er war der Bewahrer Arno Holmstrand liegt im Sterben. Sein Leben lang hat er ein Geheimnis gehütet: den Standort der untergegangenen Bibliothek von Alexandria. Sie tritt sein Erbe an Emily Wess war Geschichtsprofessorin. Nun bereist sie die halbe Welt, um Hinweise zu entschlüsseln, die ihr ihr Mentor Arno Holmstrand hinterlassen hat. Sie werden morden Sie nennen sich der Rat und begehren Macht und Einfluss. Ihre Handlanger sind überall. Sie werden morden, um an das antike Wissen in der Bibliothek zu gelangen. Und Emily Wess besitzt genau das, was sie wollen.


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Titel: Die verlorene Bibliothek
Autor: A. M. Dean
Verlag: Bastei Lübbe
Seiten: 448
ISBN: 978-3404168019
Meine Bewertung: 1 Stern – gefällt mir gar nicht

Inhalt:
Arno Holmstrand wird ermordet. Kurz darauf erhält Emily Wess einen Brief von Arno, in dem er ihr mitteilt, dass er bald sterben wird und was sie nun tun muss …

Schreibstil:
Entweder A. M. Dean oder der Übersetzer Rainer Schumacher haben richtig Bockmist gebastelt. Diese Geschichte ist sowas von langweilig und langatmig geschrieben, dass ich diese abbrechen musste, weil ich andauernd einschlief. Auch Querlesen brachte nicht wirklich etwas. Als ich selbst beim Nachwort wegdöste, war mir spätestens dort klar, dass es nichts mit der Geschichte zu tun hatte, sondern mit dem Satzaufbau. Der Duktus, der Ausdruck ist künstlich hochtrabend mit allen Hilfswörtern / Stilblüten, welche unsere Sprache hergibt.

Charaktere:
Es sind alle dabei: der wissende Professor, welcher ermordet wird. – Seinen Tod konnte er vorhersehen alle „Indizien“ verteilen, aber seinen Tod nicht verhindern?! Joa klar … Die hübsche Professorin, welche ihn nachahmen soll und ihr treuer Freund. Die „Bösen“ gibt es natürlich auch noch. Aber alle, wirklich alle Charaktere bleiben farblos und funktionieren wie es gerade passt, es wirkt einfach nur konstruiert.

Cover:
Das Cover wirkt mystisch und war kaufentscheidend …

Fazit:
Ein Buch, welches man nicht gelesen haben muss. Ich habe es abgebrochen und kann daher nur einen Stern vergeben. Eine Leseempfehlung gibt es definitiv nicht.