[Abgebrochen] Die Heiratsschwindlerin – Sophie Kinsella

Klappentext:
Als Milly zum ersten Mal ihr Jawort gibt, ist sie achtzehn, übermütig und entschlossen, etwas Gutes zu tun. Die Ehe soll nämlich einem sympathischen Amerikaner die Aufenthaltsgenehmigung in England sichern. Die Sache ist auch schnell vergessen, nachdem der Kontakt zu ihrem Gatten bald nach der Trauung abbricht. Doch zehn Jahre später steht Milly vor einem Problem: Sie hat mit Simon Pinnacle ihren Traummann gefunden, und in wenigen Tagen soll geheiratet werden. Was weder der überglückliche Simon noch sonst jemand weiß: Die Braut ist noch immer verheiratet. Mitten in den Vorbereitungen zur Traumhochzeit platzt die Bombe …


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Titel: Die Heiratsschwindlerin
Autor: Sophie Kinsella
Verlag: Goldmann
Seiten: 348
ASIN: B005HNJQO6
Meine Bewertung: 1 Stern – gefällt mir gar nicht

Inhalt:
Milly hilft zu Studienzeiten 2 Kommilitonen und heiratet einen von beiden. 10 Jahre später lernt sie, über Lügen, einen reichen Mann kennen und beiden wollen heiraten. Das Problem: Milly ist nicht geschieden worden …

Schreibstil:
Nachdem mich „Kennen wir uns nicht“ von der Autorin absolut überzeugt hat, habe ich mich gefreut, als ich „die Heiratsschwindlerin“ in den Händen hielt. Leider war das aber auch der einzige Lichtblick. Die Geschichte wirkt nämlich sehr ähnlich. Hier führt die Protagonistin ebenfalls ein doppeltes Spiel und belügt alle in ihrem Umfeld. Allem voran ihren zukünftigen Ehemann. Wie kann man eine Beziehung auf einer Lüge aufbauen und wie soll sowas lange gut gehen? Die Story ist absolut an den Haaren herbei gezogen, besteht aus Klischees und ganz miesen Charakteren.

Charaktere:
Wie kann man eine Protagonistin schaffen, welche so von sich überzeugt ist und auch noch stolz auf ihre Lügen?!

Millys Mutter scheint ebenfalls nicht „normal“ zu sein, hat sie es nur auf den Status ihres Schwiegersohns abgesehen und nicht auf das was zählt.

Simon, der potentielle Ehemann, scheint neben seinen Wirtschaftsthemen und Geld aber nichts zu bieten zu haben. Er wirkt verkniffen und hat nichts männliches.

Cover:
Das Cover wirkt nach typischem Frauenroman, daher passt es zur Geschichte.

Fazit:
Ein absolut unnötiges Buch, mit einer langweiligen Geschichte und unsympathischen Charakteren. Aufgrund der Story habe ich das Buch abgebrochen, daher gibt es nur 1 Stern und keine Leseempfehlung.

Schattenspiel – Charlotte Link

Klappentext:
Fünf Menschen kennen für ihre gescheiterten Träume nur einen Schuldigen: David Bellino – reich, skrupellos und ohne Freunde. Doch der Tag der Abrechnung ist nah. Gemeinsam versuchen die fünf, den Teufelskreis der Vergangenheit zu durchbrechen. Getrieben von dem Wunsch, die Schatten der Erinnerung abzuwerfen und sich aus dem Netz gefährlicher Liebschaften und dunkler Geheimnisse zu lösen …


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Titel: Schattenspiel
Autor: Charlotte Link
Verlag: Blanvalet
Seiten: 528
ISBN: 978-3442377329
Meine Bewertung: 1 Stern – gefällt mir
gar nicht

Ich habe dieses Buch nach 75 Seiten abgebrochen. Und ich kann nicht mal etwas zum Inhalt schreiben 🙁 Die Geschichte war zu Beginn recht interessant: ein Mann, welcher sich an die Spitze gearbeitet hat und einen Ziehsohn zu sich nahm. Dieser, geblendet durch eine Frau, schätze allerdings seinen Ziehvater nicht und sorgte dann unbewusst für dessen grausames Ableben … sehr vorhersehbar und dieser Punkt nahm schon gute 40 Seiten ein. Die Aufklärung dann auch noch mal 10 und dann ging es in den nächsten plätschernden Part – die Geschichte um den Ziehsohn und seine Vergangenheit … und dann tauchten wieder Personen auf, die natürlich auch eine Vergangenheit hatten und, logisch, alle sind miteinander irgendwie verwoben – oha!

Ich hatte zuvor noch nie ein Buch von Charlotte Link in den Händen und auch jetzt reizt mich kein weiteres. Wobei „Schattenspiel“ wohl eines ihrer ersten Veröffentlichungen war. Der Schreibstil ist einfach und alles wurde in die Länge gezogen und es folgt ein Klischee dem vorherigen. Spannung? Nein! Und auch sonst gab es nichts, was mich dazu angehalten hätte diesem Buch meine weitere Aufmerksamkeit zu schenken. Das Leben ist zu kurz für schlechte Bücher. Daher von mit ein Abbruch und nur ein Stern.

Wild – Lena Klassen

Klappentext:
Gezähmte Gefühle. Eine Welt ohne Krankheit und Kummer. Kein Leid und keine Leidenschaft. Einmal wöchentlich bekommt jeder in „Neustadt“ seine Glücksinjektion. Trotzdem ist die siebzehnjährige Pi nicht so glücklich wie alle anderen. Stimmt etwas nicht mit ihr? Oder warum darf sie nicht mit Lucky zusammen sein, ihrem besten Freund? Anders zu sein ist gefährlich, denn hinter dem Zaun, der „Neustadt“ umgibt, liegt die Wildnis. Dort herrschen noch Krankheit und Gewalt – und dorthin werden alle verbannt, die aus der Reihe tanzen. Dann geschieht etwas Unfassbares: Die Glücksdroge versagt. Und plötzlich steht Pi vor der Entscheidung ihres Lebens: Liebe oder Freiheit?


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Titel: Wild
Autor: Lena Klassen
Verlag: Drachenmond Verlag
Seiten: 384
ISBN: 978-3931989798
Meine Bewertung:
4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
Pia ist 17 Jahre alt und lebt in Neustadt, einer Stadt, in der jeder Einwohner wöchentlich seine Dosis Glück erhält. So schwebt jeder dahin, in seiner eigenen kleinen Wolke ohne Gefühle, aber glücklich. Alle scheinen ihre Dosis gut zu vertragen und es scheint auch überall zu wirken, außer bei Pia. Als sie dann noch andere findet, bei denen die Wirkung ausbleibt ist sie hin- und hergerissen, zwischen dem alten Leben und ihren neuen wilden Gefühlen. Denn wilde Gefühle sind verboten und werden bestraft …

Schreibstil:
Ich bin sehr schnell in das Buch hinein gekommen und Lena Klassen hatte mich sehr schnell nach Neustadt entführt. Auch jetzt sehe ich diese kleinen Stadt noch vor mir, mit all ihren Bauten und dem Zaun, der die Stadt von der Wildnis trennt. Der Ausdruck ist für ein Jugendbuch passend und durch die Unterdrückung der wilden Gefühle gibt es kein schlimmeres Schimpfwort als „Frühlingswetter“ – herrlich! 😀

Charaktere:
Pia – gebürtig Peas (Erbse) – fand ich zu Beginn irgendwie merkwürdig und leider auch sehr Klischeehaft. Ein Mädchen, das gewöhnlich und tollpatschig ist und sehr still – naja dachte ich mir typisch Dystopie. Aber dann hat sich aufgeklärt warum Pia so ist und als sie dann den Sprung aus sich selbst schaffte war ich beruhigt und fieberte mit ihr. Sie hat sich toll entwickelt und es machte Spaß sie zu begleiten.

Lucky, der zugewiesene Partner von Pias bester Freundin Moon. Ganz ehrlich – ich mochte ihn nicht. Warum kann ich gar nicht wirklich sagen, aber so eine Type *argh* in Neustadt gibt es ein Partnerprogramm, welches die günstigste Genmischung vorhersagt und dementsprechend Partner vermittelt. Lucky und Moon wurde ausgewählt und dennoch flirtet Lucky mit anderen. Lucky begründet es damit, dass er so ist und Monn ist nicht eifersüchtig durch die Droge – aber ich bin als Leser normal denkend und mich hat es halt irgendwie verrückt gemacht 🙁

Moon, die perfekte Freundin, mit dem perfekten Aussehen, sie hat mich überrascht und zum Ende hin habe ich immer wieder vor Entsetzen den Kopf geschüttelt. Respekt Puppe!

Orion – mein heimlicher Held – was habe ich ihn geliebt. Ein toller Typ der mir bei jedem seiner Auftritte ans Herz ging. Von ihm hätte ich gerne mehr gelesen 😳

Cover:
Das Cover ist mystisch, aufregend geheimnisvoll. Ich mag es, habe aber die ersten paar Male, durch den leichten Schatten am Kinn des Mädchens, an einen Jungen gedacht (Bartschatten).

Fazit:
Eine ganz tolle Dystopie, die sich auch für ältere Leser eignet. Mir hat die Idee sehr gut gefallen und die Umsetzung ist auch gelungen. Fragen, die ich während des Lesens hatte wurden aufgeklärt und das ein bisschen offene Ende regt zum Nachdenken an – dennoch ist das Buch in sich abgeschlossen. Von mir gibt es volle 4 Sterne – aufgrund des „typischen“ Einstieges hat es leider nicht für volle 5 Sterne gereicht – und eine Leseempfehlung für jung und alt.

Ich bedanke mich beim Drachenmond Verlag für das Rezensionsexemplar.

KARIZMA – Sara Gmuer

Klappentext:
Victoria trifft Said. Beide wissen sofort: Es ist die große Liebe. Doch dann verschwindet der Rapper nach einem Gig in Südfrankreich im Mittelmeer. Victoria, mit Anfang zwanzig bereits Ex-Model mit großer Wohnung und großer Leere im Leben, ist wieder allein. Was bleibt, sind Erinnerungen und Saids Plattensammlung. Sie sucht ihn in seinen Texten und seiner Musik, und tatsächlich findet sie ihn wieder – aber anders als vermutet.


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Titel: KARIZMA
Autor: Sara Gmuer
Verlag: Orange Press
Länge: 219 Seiten
ISBN: 978-3936086621
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

Inhalt:
Victoria, die als Model nicht mehr gebucht wird, lebt ihre Krise allein in Berlin aus. Drogen und Alkohol sind keine Seltenheit und verschönern ihr Leben. Eines Tages lernt sie Said, einen Rapper, kennen. Said und Vitoria verstehen sich auf anhieb und führen eine tiefe und enge Beziehung, bis Said verschwindet. Für Victoria bricht eine Welt zusammen …

Schreibstil:
Der Schreibstil ist für einen Rapp-Roman angemessen. Die Sprache ist abgehackt, vulgär und direkt. Ich mag das, aber zum Ende des Buches wurde es mir dann auch zu heftig. Der Wortwitz und das Wortspiel das Gmuer einsetzt sind allerdings sehr gelungen und machen Spaß.

Charaktere:
Victoria war leider gar nicht mein Fall. Sie hatte eine schwere Kindheit und wollte immer nur Liebe, doch leider bekam sie diese nicht und flüchtete sich in ihre eigene Welt. Diese Wut und Depression schleicht sich durch das ganze Buch und überträgt sich auch auf mich, als Leser. An einer Stelle wird Victoria selbst „wach“ und erkennt, dass sie sich auspowern muss um ihre Aggression loszuwerden – ich hatte nach dem Buch das gleiche Gefühl.

Said war für mich total unscheinbar. Ich konnte ihn nicht greifen, wusste nicht, was ich von ihm halten soll und habe auch nicht verstanden was Victoria an ihm gut fand.

Cihad, der kleine Bruder von Said ist mir am meisten im Gedächtnis geblieben. Seine Art wie er für andere einsteht und dieses spontane gefiel mir richtig gut, ich hätte gerne mehr über ihn gelesen.

Cover:
Das Cover passt und auch der Farbverlauf gefällt mir gut.

Fazit:
Das Leben ist nun mal Ursache und Wirkung, und wer nicht aufpasst, was er macht, muss aufpassen, was zurückkommt. S. 74

Dieses Zitat beschreibt das Buch sehr gut. Es geht viel um Handeln, Aktion – Reaktion und die Folgen, die das ganze haben kann. Karizma ist ein Rapp-Roman der unter die Haut und sofort ins Gehirn geht. Wer die Sprache und die Musik mag (Rapptexte inklusive) ist mit diesem Buch sehr gut bedient. Für Leser, die Texte in Hochdeutsch bevorzugen und nichts über eine verzweifelte und Drogensüchtige Protagonisten lesen wollen, ist Karizma nicht zu empfehlen. Von mir gibt es 3 Sterne, da mich die Charaktere und die Drogenexzesse nicht überzeugen konnten sondern eher abschreckten.

Ich bedanke mich bei Orange Press für das Rezensionsexemplar.

Psychologie der Macht: Kriegen, was wir wollen – Michael Schmitz

Klappentext:
Vorsicht, gefährlich!
Macht macht glücklich.
Macht macht süchtig.
Macht macht korrupt.

Macht braucht jeder. Machtkämpfen kann sich keiner entziehen. Doch wie erobert man Macht und wie ist sie gut zu nutzen, zum eigenen Wohl und – wo möglich – zum Wohl anderer? Wo sind ihre Tücken und Fallen? Mit zahlreichen Fallbeispielen aus Politik, Wirtschaft und Medien gibt dieses Buch einen umfassenden Einblick in die Mechanismen der Macht. Eine Orientierung auch für jeden, der selbst seine Haltung zur Macht bestimmen will.


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Titel: Psychologie der Macht: Kriegen, was wir wollen
Autor: Michael Schmitz
Verlag: Kremayr & Scheriau
Seiten: 301
ISBN: 978-3218008464
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Meine Meinung:
Dieses Sachbuch ist ein „must read“! Michael Schmitz geht als Psychologe und Coach sehr genau auf die Psyche des Menschen ein und beschreibt am Anfang des Buches, was Macht ist und wie sie sich in uns zeigt. Erst nach diesen Erklärungen, die schon fast ein Drittel des Buches einnehmen, wird an vielen Beispielen erklärt wie Macht uns und die Umwelt verändert.

Mir hat der Aufbau und der Stil sehr gut gefallen. Schmitz beschreibt in seinem Buch sehr ausführlich die psychologische Seite der Macht und mit seinen gewählten Beispielen an Politikern (z. B. Kohl, Merkel, Guttenberg, Wulff) kann ihm, so denke ich, fast jeder folgen. Auch gibt es zahlreiche Studien, die ihren Platz im Buch finden.

Das Cover hat mich bei jedem Anblick noch mehr fasziniert. Das Schwarze „M“ auf dem weißen Hintergrund erinnerte mich immer an einen strengen Anzug, ergo an die Gesellschaft oder die Geschäftswelt.

Fazit:
Psychologie der Macht bietet für interessierte einen Einblick in die (Aus-)Wirkung unseres Handelns. Der Leser kann sich nach diesem Werk besser einschätzen. Ist er ein Machttyp oder steht dann doch die Harmonie im Vordergrund? Welche Fallen, bzw. Manipulationen gibt es im Leben? Und warum lügen so viele Menschen? Neben diesen Hauptfragen gibt es noch viele weitere Dinge, die dem Leser die Augen öffnen. Ich empfehle das Buch daher Menschen, die sich mit der Macht in sich und der Umwelt beschäftigen und sich eventuell auch besser einschätzen möchten.

Ich bedanke mich beim Kremayr & Scheriau Verlag für das Rezensionsexemplar.