Der Schock – Marc Raabe

Klappentext:
Bei einem Unwetter an der Cote d’Azur begegnet Laura Bjely ihrem schlimmsten Alptraum. Ihr Freund Jan findet später nur noch ihr Smartphone – mit einem verstörenden Film im Speicher. Kurz darauf wird in Berlin die Leiche von Jans Nachbarin entdeckt. Auf ihrer Stirn steht eine blutige Nachricht. Allen Warnungen zum Trotz sucht Jan weiter nach Laura. Dabei stößt er auf einen Abgrund aus Wahnsinn und Bösartigkeit.


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Titel: Der Schock
Autor: Marc Raabe
Verlag: Ullstein
Seiten:400
ISBN: 978-3548285245
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
Jan, seine Schwester, deren Freund und eine Freundin, Laura, machen gemeinsam Urlaub an der Cote d’Azur. Doch statt Sonnenschein und guter Laune erwartet sie dort nur Regen. Dieser drückt gewaltig auf die Stimmung und ein kleiner Shoppingausflug soll Abhilfe schaffen. Das Trio macht sich ohne Jan auf den Weg, dieser bleibt in Gedanken versunken im Ferienhaus zurück. Bis ihn seine Schwester anruft. Laura ist verschwunden, was mag passiert sein?

Schreibstil:
Der Schreibstil von Marc Raabe ist flüssig und lässt sich gut lesen. Der Ausdruck ist gewählt und die Spannungskurve wird gut aufgebaut und gehalten.

Charaktere:
Jan gefällt mir gut. Er handelt meistens rational und versucht alles um Laura zu finden. Leider hatte er aber auch neben seinen rationalen Momenten auch einen Hang zum Superhelden, dies machte ihn dann wieder etwas unglaubwürdig und unsympathisch.

Laura ist eine kleine Kämpferin, die viel durchgemacht hat. Gerade deshalb ist ihr Kämpferwillen gut zu verstehen.

Cover:
Das Cover zeigt eine junge Frau, deren Augen verbunden sind. Warum? Weil, die Vergangenheit oder die Gegenwart Dinge aufzeigt, die besser nicht gesehen werden sollten 😉

Fazit:
Ein gut geschriebenes Buch mit vielen Zufällen. Dies schmälert leider das Leseerlebnis und macht „Der Schock“ nur zu einem Krimi ohne Thrill. Trotzdem ist die Geschichte spannend und lässt sich gut lesen. Ich empfehle das Buch daher an Krimifans und vergebe 4 Sterne.

Ich bedanke mich beim Ullsteinverlag für das Rezensionsexemplar.

Der Spezialist – Mark Allen Smith

Klappentext:
NUR EINER IST BESSER ALS DER TEUERSTE LÜGENDETEKTOR. SEIN NAME IST GEIGER

Sie brauchen eine Information? Sie kennen die Person, die diese Information hat, aber sie hüllt sich in Schweigen? Lassen Sie das meine Sorge sein. Ich hole immer die Wahrheit aus meiner Zielperson heraus. Denn ich bin ein Spezialist. Dabei befolge ich stets meinen Kodex. Eines Tages bekam ich den Auftrag, gegen meinen Kodex zu verstoßen. Die Folgen waren schrecklich. Für meinen Auftraggeber.

Mein Name ist Geiger.
Ich spiele Violine.
Und foltere Menschen.


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Titel: Der Spezialist
Autor: Mark Allen Smith
Verlag: Bastei Lübbe
Seiten: 346
ISBN: 978-3785760604
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Geiger beschafft für jeden der genug Geld und Beziehungen hat Informationen. Der Informant wird geliefert und Geiger beginnt… ganz egal um was oder wen es geht. Geiger ist nur an der Wahrheit interessiert. Doch dann bricht ein Klient die Regeln, Geiger soll mit einem kleinen Jungen arbeiten…

Schreibstil:
Der Stil von Mark Allen Smith ist grandios! Ich konnte sofort in die Geschichte eintauchen und der Spannungsbogen wurde bis zum Schluss gut gehalten. Der Ausdruck war passend und angemessen. Trotz der brutalen Thematik ist Smith sprachlich bei der Sache geblieben und hat mich dadurch noch mehr überrascht.

Charaktere:
Geiger ist ein toller Typ. Eigentlich müsste der Kopf sagen, dass man Geiger dank seines Berufes nicht mögen dürfte, aber ganz ehrlich: Geiger ist mein Held! Nicht erst nach dem beenden des Buches sondern gleich auf den ersten Seiten konnte ich ihn greifen und in mein Herz schließen. Er ist eine Persönlichkeit die irgendetwas Mystisches ausstrahlt und doch nähe rüberbringen kann. Ein wirklich interessanter und fühlender Charakter, der mir noch lange – auch durch seine Weisheiten – im Gedächtnis bleiben wird.

Die anderen Personen waren auch sehr gut dargestellt und wirkten natürlich. Auch hier hatte ich wieder meine Favoriten.

Cover:
Das Cover finde ich sehr ansprechend. Vor allem das aufklappbare Röntgenbild hat etwas sehr spezielles so bekommt Geigers Arbeit ein ganz anderes Bild.

Fazit:
Der Spezialist hat mich sehr beeindruck und macht Lust auf mehr. Ein spannendes und tiefgründiges Buch, welches ich an Thrillerfans empfehlen kann. Ich vergebe für dieses außergewöhnliche Debüt 5 Sterne.

Schattenfreundin – Christine Drews

Klappentext:
Wo ist Leo? Charlotte Schneidmann, Kommissarin in Münster, setzt alles daran, den kleinen Jungen zu finden, bevor es zu spät ist. Denn nicht nur die Sorgen der verzweifelten Mutter lassen sie fieberhaft ermitteln, auch die Erinnerungen an die eigene traumatische Kindheit machen diesen Fall für die engagierte Kommissarin zur ganz besonderen Bewährungsprobe.


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Titel: Schattenfreundin
Autor: Christine Drews
Verlag: Bastei Lübbe
Seiten: 288
ISBN: 978-3404167463
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

Inhalt:
Katrin und Thomas Ortrup, sind die Eltern des kleinen Leo, und gerade erst in Katrins Heimatstadt Münster zurückgezogen. Thomas, der nur an seine Arbeit denkt, vernachlässigt seine Familie und daher steht Katrin allein mit ihrem kleinen Sohn da. Schnell freundet sie sich daher mit Tanja, einer anderen Mutter, aus Leos Kindergarten an. Als Katrins Vater plötzlich stirbt und Katrin dringend Hilfe benötigt, wendet sie sich an Tanja, doch ob ihre neue Freundin wirklich helfen kann …

Schreibstil:
Der Schreibstil von Christine Drews ist flüssig und sehr schnell zu lesen. Wirkliche Spannung kann sie aber nicht erzeugen, was das Leseerlebnis deutlich schwächt.

Gliederung:
Die Kapitel waren gut aufgeteilt und zwischen den Hauptkapiteln nochmals unterteilt, was bei ungeübten Lesern zur Verwirrung führen kann. Mir hat dies aber gut gefallen.

Charaktere:
Die Charaktere wirken sehr flach und ich konnte keine Verbindung zu ihnen herstellen. Was auch passierte, es war mir schlichtweg egal. Katrin wirkt einfach wahnsinnig kindlich, naiv und Thomas ist ein wirklicher Waschlappen. So habe ich nicht mal verstanden, was diese beiden überhaupt verbindet.

Gleiches gilt bei der Kommissarin Charlotte. Natürlich hat diese Ermittlerin ein Trauma – gab es ja noch nie 🙄 und ihr Kollege, Peter Käfer, hat eine schwäche für Süßes – auch nicht neu …

Cover:
Das Cover ist richtig tricky und wirkt am Buch noch viel imposanter als im Internet. So wirken die Papierstreifen wirklich wie aufgelegt, was den Kopf dahinter noch gespenstischer aussehen lässt.

Fazit:
Ein Krimi der mich nicht wirklich überzeugen konnte. Vom Lesefluss wirklich super, da die sprachliche Umsetzung gut gelungen ist, vom Inhalt her leider nicht herausragend. Kein Spannungsbogen auf den ersten 200 Seiten und dann zu konstruiert um überraschen zu können. Da mich Schattenfreundin, aber immerhin eine weile rätseln ließ, was denn nun eigentlich hinter der Geschichte steckt und ich mit der Auflösung zufrieden war, gebe ich 3 Sterne für das Buch. Eine Empfehlung spreche ich für Leser aus, die noch nicht viele Krimis gelesen haben.

Ich bedanke mich bei Bastei Lübbe für das Rezensionsexemplar. 

Kate Burkholder 01: Die Zahlen der Toten – Linda Castillo

Klappentext:
Ist der „Schlächter“ wirklich zurück?

Vor 16 Jahren erschütterte eine brutale Mordserie die ländliche Kleinstadt Painters Mill in Ohio. Kate Burkholder, ein junges Mädchen aus der Gemeinde der „Amish People“, ist dem Killer damals entkommen. Heute ist sie die erste weibliche Polizeichefin von Painters Mill – und findet die schrecklich zugerichtete Leiche eines jungen Mädchens, die ganz eindeutig die Handschrift des „Schlächters“ trägt. Kate muss den Täter fassen, bevor er noch einmal zuschlägt – auch wenn sie dadurch ihre Familie verrät und ein dunkles Geheimnis aufdeckt, das ihr Leben zerstören kann.


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Titel: Die Zahlen der Toten
Autor: Linda Castillo
Verlag: Fischer
Seiten: 432
ISBN: 978-3596184408
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Anfang März habe ich mit dem 2. Fall von Kate Burkholder (Blutige Stille) begonnen und war so begeistert, dass ich mir nun wirklich noch den ersten Teil geholt habe. Normalerweise lese ich keine Krimireihen von Teil 1 bis Ende, sondern immer nur die Episoden, die mich ansprechen. Hier mache ich nun wirklich eine Ausnahme, denn Linda Castillo schafft es wirklich mich zu fesseln.

Inhalt:
Ein Serienmörder geht um in Painters Mill und Chief of Police, Kate Burkholder, muss ermitteln. Doch sie birgt ein Geheimnis, welches ihre Kollegen nie erfahren dürfen und ihre Verschwiegenheit behindert dann auch noch die Ermittlungen. Ob der Field Agend, John Tomasetti, zu Kate durchdringt und ob sie zusammen den „Schlächter“ aufspüren können?

Schreibstil:
Der Stil von Linda Castillo ist sehr brutal und detailliert, so dass ich das Buch teilweise weglegen und mir anderen Lesestoff suchen musste. Andererseits hat sie einen so fesselnden und direkten Ausdruck, dass ich unbedingt weiterlesen wollte.

Charaktere:
Die Charaktere kannte ich ja nun bereits, trotzdem war es spannend noch mehr Hintergründe zu erfahren um das Verhalten noch besser verstehen zu können. Aber auch wenn ich mit diesem Teil angefangen hätte, wären Kate und ihrem Team meine Sympathie sicher gewesen. So herzlich und pflichtbewusst wie sich die Ermittler in dem Buch geben, muss man sie einfach gern haben und mit ihnen fühlen.

Cover:
Das Cover ist wieder sehr gut getroffen. Die Geschichte spielt im Winter mit viel Schnee – also die perfekte Lektüre um sie genau jetzt zu lesen 🙄 und genau das spiegelt das Cover wieder.

Fazit:
Ein gelungener erster Teil, der gelesen werden sollte! Ich empfehle „Die Zahlen der Toten“ an Leser, die gerne spannende Thriller mögen und auch vor detailreichen, brutalen Szenen nicht zurückschrecken. Mich hat dieser Teil überzeugt und ich freue mich auf Teil 3 „Wenn die Nacht verstummt“ – von mir volle 5 Sterne!

Argeneau-Reihe 02: Verliebt in einen Vampir – Lynsay Sands

Klappentext:
Nach einer Nachtschicht in der Pathologie erwacht Rachel Garrett in fremder Umgebung und noch dazu vollkommen nackt! Ihr erster Gedanke ist, so schnell wie möglich das Weite zu suchen. Doch da sieht sie den Mann ihrer Träume aus einem Sarg steigen, und der Blick seiner silbernen Augen lässt sie nicht mehr los. Dreihundert Jahre lang war der Vampir Etienne Argeneau Junggeselle …


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Titel: Verliebt in einen Vampir
Autor: Lynsay Sands
Verlag: LYX
Seiten: 336
ISBN: 978-3802581717
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
Im 2. Band der Argeneau-Reihe geht es spannend weiter. Lissiana und Greg werden zwar nur am Rande erwähnt, aber der Leser erfährt zumindest was aus der Phobie und Therapie geworden ist. Hauptsächlich widmet sich dieser Band nämlich Etienne, Lissianas Bruder. Etienne ist Entwickler für Computerspiele und hat daher natürlich einen Neider: Pudge. Pudge geht soweit, dass er Etienne ermorden will und daher findet sich Etienne im Leichenschauhaus wieder, wo er der reizenden Pathologin Rachel begegnet …

Schreibstil:
Auch hier ist der Stil wieder sehr schön. Romantisch, witzig und spannend baut Lynsay Sands ihre Liebesgeschichte um Etienne auf und schafft es mit sinnlichen Szenen zu überzeugen.

Charaktere:
Wie bereits im ersten Teil (Eine Vampirin auf Abwegen) sind auch hier die Charaktere sehr liebreizend und ausreichend beschrieben. Besonders gefreut hat mich, dass auch die anderen Familienmitglieder ein Teil der Geschichte waren, daher kannte ich schon einige Figuren und andere wurden mir noch näher gebracht. Ich konnte mit allen mitfiebern und drückte natürlich auch hier Etienne die Daumen, aber ein Vampir und eine Sterbliche?!

Cover:
Das Cover deute ich wahrscheinlich viel intensiver als es gemeint ist, aber es ist hervorragend gewählt – denn es ist kein Pfeil der durch das Herz stößt sondern ein Kreuz 😮 . Auch die Haptik gefällt mir, da das Lippenstiftherz etwas hervorgehoben ist und ich es beim Lesen immer gespürt habe.

Fazit:
Ein sehr romantischer Nachfolger, der mir leider teilweise zu lieb und zu schnulzig war, daher gebe ich nur 4 Sterne. Ich empfehle definitiv die Bücher nach der englischen, originalen, Reihenfolge zu lesen und wirklich mit Teil 1 (Eine Vampirin auf Abwegen) zu beginnen. Ein Einstieg ist allerdings auch mit diesem Band bedenkenlos möglich, da alle relevanten Dinge nochmals erklärt werden. Für mich war „Verliebt in einen Vampir“ wieder ein sehr schönes und romantisches Leseerlebnis und ich freue mich auf Band 3 „Ein Vampir zum Vernaschen“.