Flammenkinder – Lars Kepler

Das schwedische Autoren-Ehepaar Alexander Ahndoril und Alexandra Coelho Ahndoril haben unter ihrem Pseudonym „Lars Kepler“ ihren 3. Roman „Flammenkinder“ herausgebracht.

Lars Kepler wurde erschaffen, da die beiden mit dem Namen „Lars“ eine Hommage an den schwedischen Schriftsteller Stieg Larsson erbringen wollten. Der leider verstorbene Schriftsteller hat Alexandra und Alexander sehr inspiriert und ganz Schweden mit seinen Büchern belebt.

Zu „Kepler“ kamen sie durch den Astronomen Johannes Kepler – der, wie die beiden Autoren fanden, ein guter Detektiv war. Er löste schließlich das Rätsel um die Planetenbewegung mit der Entdeckung seiner Planetengesetze.

Klappentext:
In einer Einrichtung für suizidgefährdete junge Mädchen im Norden Schwedens wird eine Zwölfjährige ermordet aufgefunden – aufgebahrt in einem Bett, mit beiden Händen vor dem Gesicht. In der gleichen Nacht wird eine Krankenschwester brutal erschlagen. Niemand hat etwas gesehen. Als in einem Zimmer ein blutverschmierter Hammer gefunden wird, scheint der Fall aufgeklärt, doch das Mädchen, das dort lebte, ist verschwunden. Ihm ist es gelungen, in einem Auto zu fliehen. Für die Polizei beginnt damit ein dramatischer Kampf gegen die Zeit, denn in dem Wagen saß ein kleines Kind. Das Auto wird kurze Zeit später in einem Fluss in der Nähe entdeckt, und die Mörderin gilt auf tragische Weise als überführt. Nur Kriminalkommissar Joona Linna ist skeptisch. Zu viele Fragen sind noch offen. Was war das Mordmotiv? Und warum wurde eines der Opfer so merkwürdig aufgebahrt?

Der Kriminalroman beginnt im Haus Birgitta – eine Einrichtung für gewaltbereite und suizidgefährdete Mädchen nördlich von Sundsvall, Schweden. Elisabeth Grimm, eine Betreuerin der Einrichtung wo Mädchen im Alter von 12 bis 17 Jahren leben, erlebt die schlimmste Nacht ihres Lebens. Alles beginnt ruhig und harmlos. Die Mädchen streiten sich mal wieder und Elisabeth greift durch und schickt ein Mädchen, Miranda, in das Isolierzimmer der Einrichtung. Als auch die anderen Mädchen nach diesem Vorfall endlich in ihren Zimmern sind und die Nacht eingekehrt ist, möchte auch Elisabeth zu Bett gehen und hört kurz davor eigenartige Geräusche und versucht der Sache auf den Grund zu gehen. Leider war dies ihr größter Fehler…

Stil:
Der Schreibstil von Lars Kepler ist großartig. Die Geschichte ist in sehr kurzen Kapiteln gehalten, was die Spannung aufbaut und das Lesen erleichtert. Auch sind die Sätze so aufgebaut, dass sich der Leser wie in einem Film vorkommt. Ich dachte beim Lesen immer, dass ich mittendrin bin und nicht nur lese, dass war schon echt toll und gut umgesetzt.

Protagonist:
Kommissar Joona Linna, der eigentlich aus Finnland kommt, ist in diesem Teil als Beobachter und nicht als eigenständiger Ermittler tätig. Warum das so ist erfährt der Leser bröckchenweise im Buch. Joona ist mir sehr sympathisch. Mit viel Witz, Charme, Sarkasmus und guter Beobachtungsgabe ist er ein toller Typ ohne Superhelden-Charakter.

Cover:
Ein gelber Vogel in einer blau-grauen Hand, der einzige Farbfleck im Bild. Viel anfangen konnte ich damit nicht und kann es auch nach dem Lesen noch nicht zuordnen. Ein gelber Vogel wird zwar im Buch erwähnt, aber ein anderes Motiv hätte meiner Meinung nach besser auf die Titelseite gepasst. Schön ist aber der Wiedererkennungswert des Covers zu den anderen Lars Kepler Büchern. Es ist immer ein gelber Tupfer in der ansonsten eintönigen Covergestaltung zu sehen.

Fazit:
Schade fand ich, dass ich die ersten beiden Teile nicht gelesen habe (Der Hypnotiseur und Paganinis Fluch) denn teilweise wusste ich mit einigen Szenen nichts anzufangen, da mir das Grundwissen um den Kommissar Joona Linna fehlte. Also würde ich dazu raten bei dieser Reihe mit Teil 1 anzufangen 😉

Ich empfehle dieses Buch an Krimi und Thriller interessierte mit einem starken Magen, denn einige Szenen sind schon ein bisschen eklig – aber für mich in Ordnung und vertretbar.

Meine Bewertung für dieses Buch ist etwas zwiegespalten. Ich habe hin und her überlegt wie ich das Buch bewerten soll, denn es war gut und spannend geschrieben, aber das Ende ließ für mich zu viele Fragen offen. Natürlich wird Joona Linna weiter ermitteln und die Reihe wird fortgesetzt, diese offenen Fragen würde ich nicht bemängeln, aber für mich erscheinen noch Fragen, die die Mädchen betreffen einfach nicht beantwortet. Es fehlt mir zu viel über den Mordhergang, über die Ermittlungen, dann wurden bei der Fahndung Personen überprüft, die eindeutig etwas zu verbergen haben – nicht den Fall betreffend – aber was dennoch aufgeklärt hätte werden müssen. Und diese Unwissenheit nervt mich dann doch etwas. Daher bekommt dieses Buch von mir nur 3 Sterne.

 

Ich bedanke mich bei Bastei Lübbe für das Rezensionsexemplar.


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Titel: Flammenkinder
Autor: Lars Kepler
Verlag: Bastei Lübbe
Seiten: 624
ISBN: 978-3785724637
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

Tanz um dein Leben – Mary Jane Clark

Klappentext:
Die junge Leslie Patterson ist spurlos verschwunden.. Als sie drei Tage später wieder auftaucht und behauptet, entführt worden zu sein, glaubt die Polizei an eine Selbstinszenierung. Doch kurz darauf verschwindet ein anderes Mädchen – und wird zwei Tage später tot aufgefunden. Reporterin Diane Mayfield von KEY NEWS reist nach Ocean Grove, den idyllischen Badeort am Atlantik, um von dort live zu berichten.

Da hab ich mich im Buchladen vergriffen! Ich dachte es handelt sich um ein Werk von Mary Higgins Clark …

Die Story ist furchtbar mies, die Autorin schreibt nur Klischees und diese schlecht aneinandergereiht, dann auch noch so viel, dass sie sich verzettelt und das Buch fast unleserlich macht. Das Ende passt gar nicht, aber passt zur Autorin. Keine Empfehlung und daher nur 1 Stern.

 


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Titel: Tanz um dein Leben
Autor: Mary Jane Clark
Verlag: Fischer
Seiten: 288
ISBN: 978-3596170944
Meine Bewertung: 1 Sterne – gefällt mir gar nicht

24 Stunden – Greg Iles

Klappentext:
24 Stunden – so lange dauern in der Regel die perfekt geplanten Entführungen eines Kidnapper-Trios. Die schockierten Eltern zahlen das geforderte Lösegeld, und die geraubten Kinder gelangen wohlbehalten nach Hause. Doch im Fall der kleinen Abby Jennings verläuft nichts nach Plan. Denn das entführte Mädchen benötigt dringend ein lebensnotwendiges Medikament, und ihre Eltern gehören nicht zu der Sorte von Menschen, die sich widerstandslos geschlagen geben. Die Jagd nach den Kidnappern wird zu einem Kampf auf Leben und Tod …

Nach dem ich „Infernal“ gelesen hatte und es dann im Buchclub von Bertelsmann ein Doppelpack von Greg Iles gab mit „24 Stunden“ und „Leises Gift“ musste ich zuschlagen.
So richtig überzeugt hat mich 24 Stunden allerdings nicht. Kein Elternpaar würde allein um das zuckerkranke Kind kämpfen, sondern eher alles mögliche erledigen um das Schätzchen heile wieder bei sich zu haben. Oder besser mit der Polizei kooperieren alles so viel im Alleingang zu machen. Ich kaufe Iles daher diese Story nicht ab.
Schön war, das bei diesem Buch weniger drumherum geschrieben wurde und die Story auf gut 400 Seiten super passte.
Fazit: es war im Bunde mit einem anderen Buch, daher nicht so teuer und ich bin nicht so traurig, dass es nicht so passig war. Empfehlen würde ich das Buch an Fans von überdrehten Stories. Krimi- und Thriller- Liebhaber erwarten etwas anderes.

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Titel: 24 Stunden
Autor: Greg Iles
Verlag: Bastei Lübbe
Seiten: 400
ISBN: 978-3404148103
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

Kein Entkommen – Linwood Barclay

Klappentext:
Sonne, Softeis, Kinderlachen. Ein Familienausflug in den Vergnügungspark, da ist sich David sicher, wird seinem kleinen Sohn Ethan gefallen und seine Frau Jan aufheitern. Doch dort verschwindet Jan in der Menge und tauscht nie wieder auf. Wie kann es sein, dass die Überwachungskameras des Parks nur David und Ethan zeigen? Plötzlich steht David unter Mordverdacht …

Gleich auf den ersten Seiten wird es spannend – typisch Barclay. Allerdings hört es dann schnell wieder auf, mit der Spannung, und es wird langweilig, langatmig und wirkt künstlich aufgebläht. Als Barclay-kenner erwarte ich mehr und das über das ganze Buch. Aber leider wird die Spannung nur am Anfang aufgebaut um dann ganz schnell zu einem nichtssagenden Trott überzugehen. Gespräche über das Wetter – ergo Smaltalk werden so ausgedehnt, dass ich mich fragen musste, was ich denn nun lese. So was geht nicht.

Jan wirkt gut durchdacht und macht sich gut im Buch. David ist mir zu fahrig, zu schlampig. Ich erfahre zu wenig und das, was ich weiß, reicht aus um ihn als unglaubwürdig hinzustellen. Im Job packt er alles, sein Privatleben verkommt…

Alles ist mir irgendwie zu plump und einfach gehalten und daher leider nur 2 Sterne und keine Leseempfehlung. Es geht besser!


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Titel: Kein Entkommen
Autor: Linwood Barclay
Verlag: Ullstein
Seiten: 576
ISBN: 978-3548283487
Meine Bewertung: 2 Sterne – gefällt mir nicht