Im Land der Kaffeeblüten – Laura Antoni

Im Land der Kaffeeblüten – ein Roman über Familiengeheimnisse.

Aber nicht nur die Geschichte birgt Abenteuer, sondern allein erstmal an die Geschichte heranzukommen war eine Herausforderung. Das gebundenene Buch kam Original Verschweißt bei mir an, aber irgendwie sahen einige Seiten in der Mitte des Buches schon irgendwie geknickt aus und eingefallen. Schade, dass ich dies noch nicht fotografiert hatte 🙄 . Die Schneidemaschine hat wohl nicht die Arbeit geleistet, die sie eigentlich bringen sollte, denn 3 Druckbögen waren an einer Ecke nicht geschnitten. So hingen 48 Seiten einfach mal zusammen und wurden beim Falzen dementsprechend verunstaltet.

Unser Abenteuer begann:

Die Druckbögen trennen und den Überschuss cutten.
Die Seiten glätten und zusammen pressen.
Den Überschuss cutten, damit beim Lesen keine Wunden entstehen 😉

Was für ein Abenteuer! Aber erst jetzt konnten die 48 Seiten im Mittelteil gelesen werden, also auf zum Familiengeheimnis, nach Guatemala und Bremen!


Klappentext:

„Vier Frauen, ein Jahrhundert, ein Schicksal“

Guatemala, 1902. Bremen, 2011: Vier junge Frauen verbindet ein Schicksal, auch wenn sie mehr als ein Jahrhundert trennt. Eine Projektarbeit zum Thema Kaffeeanbau in Guatemala lässt Isabell und Julia überraschend tief in die Vergangenheit ihrer eigenen Familien dringen. Sie kommen ihren Ururgroßmüttern auf die Spur, die ungewöhnliche Wege gingen, selbst- und freiheitsbewusst: Margarete, die den jungen Maya Juan liebte, und Elise, die ihr Herz dem mittellosen Georg schenkte. Und sie entdecken ein streng gehütetes Familiengeheimnis in der Kaffeedynastie, die Isabell erben wird.

Titel: Im Land der Kaffeeblüten
Autor: Laura Antoni
Verlag: Thienemann Verlag
Seiten: 400
ISBN: 978-3522201605
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

Inhalt:
Erzählt wird in 4 Teilen, jeweils immer für ein Kapitel, dann wechselt die Protagonistin. Berichtet wird jedoch immer von einem allwissenden Erzähler. Im Jahr 1902 treffen Elise und Margarete zusammen und im Jahr 2011 Isabell und Julia. Alle 4 Frauen verbindet ein sagenumwobenes Geheimnis um Julias Erbe – eine Kaffeeplantage in Guatemala.

Schreibstil:
Der Schreibstil ist sehr jungendlich und flach. Ich wurde nicht gefesselt und die Geschichte dümpelte ohne Spannung dahin. Auch der Versuch zum Ende eines Kapitels Fragen offen zu lassen und die Auflösung ewig hinzuziehen half nicht.

Charaktere:
Auch diese waren sehr flach und es war mir egal was mit ihnen passierte, oder wie sie sich entwickeln. Julia, die reiche Erbin, natürlich mit Modellmaßen, trifft die nette Isabell aus Guatemala 🙄 Isabell machte auch keinen besseren Eindruck versuchte aber sich anzupassen. Isabells Oma, die irgendwie viel zu Hipp für eine Oma war, mochte ich allerdings. Auch die liebe zu den Tieren machte sie mir sympathisch. Elisa und Margarete können eigentlich mit den beiden Teens oben verglichen werden. Sie unterschieden sich nur in den Namen und der gespielten Zeit. Ich habe bei den ganzen Kapiteln nie etwas neues gelesen es war schlichtweg langweilig!

Cover:
Das Cover ist toll und total romantisch, ich würde sofort Urlaub machen wollen 😉

Fazit:
Ein Buch, was meiner Meinung nach noch nicht ausgereift ist. So fehlt die Spannung und die Einzigartigkeit der Personen und die Gliederung passt auch nicht immer. So fehlten teilweise Absätze die mir beim Lesen zur zeitlichen Abfolge hätten helfen können. Was sehr schön war, war das dicke Papier und die Gestaltung der einzelnen Kapitel. So wurde für Bremen ein Kleeblatt und für Guatemala ein Vogel verwendet, dies lockerte alles etwas auf. Ich vergebe trotz meiner Kritik 3 Sterne. Die Schilderung von Guatemala bzw. Mittelamerika war sehr interessant.

Eine Leseempfehlung gebe ich an Jugendliche Leser, welche sich erst an Familienromane herantasten und Geheimnisse innerhalb einer Familie aufdecken möchten. Auch für Erwachsene, welche sich für das Auswandern und die Liebe interessieren ist dieses Buch eine schöne Alternative.

Ich bedanke mich beim Thienemann Verlag und Blog dein Buch für das Rezensionsexemplar.

Schuld und Sühne – Fjodr Michailowitsch Dostojewski

Inhalt:
Rodion Raskolnikow, lebt in St. Petersbrug des 19. Jahrhunderts, schmeißt sein Studium und benötigt Geld. Neben vielen privaten Problemen ist die Geldnot eines seiner stärksten. So ist er oft Gast bei der Pfandleiherin Aljona, die ihn noch mehr Kostet als das Verleihen einbringt. Rodion beschließt daher aus Fadenscheinigen Gründen, die arme Aljona Iwanowa umzubringen. Doch wie geht es nach dem Mord weiter?!


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Titel: Schuld und Sühne
Autor: Fjodr Michailowitsch Dostojewski
Seiten: 573
ASIN: B004UBCWK6
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Schreibstil:
Der Schreibstil sowie die Übersetzung sind gelungen. So lässt sich dieses doch recht umfangreiche Werk schnell und flüssig lesen. Der Bildhafte Stil lässt den Leser in das St. Petersburg des 19. Jahrhunderts eintauchen und die düstere Stadt erfahren.

Charaktere:
Rodion ist ein sehr düsterer und teilweise verwirrter Charakter. So schmeißt er, als hochbegabter, sein Studium und versucht sich so durchzubringen. Auch den Mord scheint er, eine sehr lange Zeit, nicht zu bereuen. Er empfindet sich als Übermensch und rechtfertigt seinen Mord mit, wie er findet, guten Gründen.

Die anderen Charaktere sind alle auf ihre Art einzigartig und doch gleich. Jeder ist auf seinen Vorteil bedacht und es herrscht wenig Mitgefühl.
Das ganze Buch über musste ich mich fast auf jeder Seite fragen, wie ich die Charaktere einordnen kann. Sie sind liebenswürdig und doch teilweise sehr egoistisch.

Kurz: Dostojewski schafft es einen sehr tiefen Einblick in die menschliche Psyche und die Gedanken zu zeichnen und die Charaktere interessant aufleben zu lassen.

Fazit:
Schuld und Sühne ist ein sehr lesenswerter Klassiker der tief in die menschlichen Abgründe blicken lässt. Ich gebe 4 Sterne für ein sehr interessantes Werk, welches teilweise durch lange Monologe einschläfernd wirkte. Trotzdem waren diese nötig um die Hintergründe und Personen verstehen zu können.

Im Nachwort wird noch einiges zu Dostojewski selbst erwähnt. Diesen Teil fand ich besonders interessant, da hier auch ein kleiner Zusammenhang zwischen ihm und der Geschichte „Schuld und Sühne“ hergestellt werden kann.

Argeneau-Reihe 02: Verliebt in einen Vampir – Lynsay Sands

Klappentext:
Nach einer Nachtschicht in der Pathologie erwacht Rachel Garrett in fremder Umgebung und noch dazu vollkommen nackt! Ihr erster Gedanke ist, so schnell wie möglich das Weite zu suchen. Doch da sieht sie den Mann ihrer Träume aus einem Sarg steigen, und der Blick seiner silbernen Augen lässt sie nicht mehr los. Dreihundert Jahre lang war der Vampir Etienne Argeneau Junggeselle …


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Titel: Verliebt in einen Vampir
Autor: Lynsay Sands
Verlag: LYX
Seiten: 336
ISBN: 978-3802581717
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Inhalt:
Im 2. Band der Argeneau-Reihe geht es spannend weiter. Lissiana und Greg werden zwar nur am Rande erwähnt, aber der Leser erfährt zumindest was aus der Phobie und Therapie geworden ist. Hauptsächlich widmet sich dieser Band nämlich Etienne, Lissianas Bruder. Etienne ist Entwickler für Computerspiele und hat daher natürlich einen Neider: Pudge. Pudge geht soweit, dass er Etienne ermorden will und daher findet sich Etienne im Leichenschauhaus wieder, wo er der reizenden Pathologin Rachel begegnet …

Schreibstil:
Auch hier ist der Stil wieder sehr schön. Romantisch, witzig und spannend baut Lynsay Sands ihre Liebesgeschichte um Etienne auf und schafft es mit sinnlichen Szenen zu überzeugen.

Charaktere:
Wie bereits im ersten Teil (Eine Vampirin auf Abwegen) sind auch hier die Charaktere sehr liebreizend und ausreichend beschrieben. Besonders gefreut hat mich, dass auch die anderen Familienmitglieder ein Teil der Geschichte waren, daher kannte ich schon einige Figuren und andere wurden mir noch näher gebracht. Ich konnte mit allen mitfiebern und drückte natürlich auch hier Etienne die Daumen, aber ein Vampir und eine Sterbliche?!

Cover:
Das Cover deute ich wahrscheinlich viel intensiver als es gemeint ist, aber es ist hervorragend gewählt – denn es ist kein Pfeil der durch das Herz stößt sondern ein Kreuz 😮 . Auch die Haptik gefällt mir, da das Lippenstiftherz etwas hervorgehoben ist und ich es beim Lesen immer gespürt habe.

Fazit:
Ein sehr romantischer Nachfolger, der mir leider teilweise zu lieb und zu schnulzig war, daher gebe ich nur 4 Sterne. Ich empfehle definitiv die Bücher nach der englischen, originalen, Reihenfolge zu lesen und wirklich mit Teil 1 (Eine Vampirin auf Abwegen) zu beginnen. Ein Einstieg ist allerdings auch mit diesem Band bedenkenlos möglich, da alle relevanten Dinge nochmals erklärt werden. Für mich war „Verliebt in einen Vampir“ wieder ein sehr schönes und romantisches Leseerlebnis und ich freue mich auf Band 3 „Ein Vampir zum Vernaschen“.

Argeneau-Reihe 01: Eine Vampirin auf Abwegen – Lynsay Sands

Klappentext:
Lissianna Argeneau ist wahrscheinlich die einzige Vampirin, die kein Blut sehen kann. Deshalb erhält sie von ihrer Mutter ein ungewöhnliches Geburtstagsgeschenk: Einen Psychiater, der sie von ihrer Blutphobie befreien soll. Doch als Lissianna den charmanten Dr. Gregory Hewitt mit einer Schleife um den Hals gefesselt in ihrem Bett vorfindet, erkennt sie auf den ersten Blick, dass er mehr ist als nur ein Snack für zwischendurch …


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Titel: Eine Vampirin auf Abwegen
Autor: Lynsay Sands
Verlag: LYX
Seiten: 400
ISBN: 978-3802581830
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Familie Argeneau feiert den Geburtstag von Lissianna. Natürlich darf ein ganz besonderes Geschenk nicht fehlen: Ein Psychiater, der Lissianna von ihrer Hämophobie befreien soll. Als Vampirin kein Blut sehen zu können, ist natürlich nicht so toll und das sollte sich doch bitte ändern. Also wird kurzerhand ein Arzt entführt und in Lissiannas Zimmer eingesperrt. Doch kann Dr. Gregory Hewitt der Vampirin helfen? Und was passiert, wenn Lissiannas Phobie wirklich geheilt werden kann?

Schreibstil:
Der Stil ist göttlich und die Übersetzung wunderbar! Anders als bei der Übersetzung von „Liebe auf den zweiten Blick“ passt hier der Ausdruck wunderbar zur Geschichte und trotzdem bleibt der Wortwitz sowie die Spannung erhalten.

Charaktere:
Die gesamte Familie Argeneau ist ein Traum! Sie halten zusammen und wollen nur das beste für die liebe Lissianna. Diese zeigt sich auch wirklich als liebreizend und ich hatte von der ersten Seite an einen Draht zu ihr. Greg, der verwirrte Doktor, brachte mich sehr oft zum Schmunzeln und ich wünschte, dass sie sich doch bitte finden sollten, so als Lebensgefährte für immer, aber ob das wirklich klappt?!

Cover:
Das Cover passt sehr gut, nach dem Lesen wird es noch klarer 😉 denn kann ein Kreuz wirklich auf Vampire wirken und können sie sich in Fledermäuse verwandeln?

Fazit:
Dieser Band ist im englischen Original der erste Band, daher wollte ich auch unbedingt mit diesem Anfangen. In der deutschen Reihe ist es Band 3, da ich Band 2 (Deutscher Band 1 – Verliebt in einen Vampir) gerade lese, kann ich sagen, dass die Wahl der Reihenfolge die richtige war bzw. ist!

Ich empfehle „Eine Vampirin auf Abwegen“ an Leser, die gerne Fantasy-Bücher lesen bei denen ein Hauch Erotik mit im Spiel ist. Mir haben alle Szenen, die fantasievollen sowie die erotischen und spannenden sehr gut gefallen und ich freue mich auf weitere Bände der Familie Argeneau. Volle 5 Sterne für ein wundervolles Leseerlebnis.

Bel Ami – Guy de Maupassant

Klappentext:
Georges Duroy, der in Tunesien seine Militärzeit abgeleistet hat, flaniert durch Paris, wo er völlig mittellos in einem schäbigen Zimmer wohnt und in den Cafés der Grands Boulevards und des Montmartre verkehrt. Sein einziger Reichtum ist seine blendende äußere Erscheinung und seine Bekanntschaft mit Forestier, einem arrivierten Pariser Journalisten.


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Titel: Bel Ami
Autor: Guy de Maupassant
Seiten: 416
ASIN: B004UBALKY
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

George Duroy, mittellos und erschöpft, möchte es in Paris nochmals versuchen. durch Zufall trifft er seinen alten Armeekameraden der ihm zum Aufstieg verhilft. Duroy lernt dadurch immer mehr pariser Persönlichkeiten kennen und auch Frauen, denen er sich ganz besonders widmet, doch was dann?

Der Aufbau der von amazon überarbeiteten Fassung ist sehr gut. Der Text ist in Blocksatz, ohne Flattersatz, geschrieben und es gibt kaum Rechtschreibfehler die durch das digitalisieren verursacht wurden (so wie bei Jane Eyre, welches fast unlesbar war). Der Schreibstil ist flüssig und macht Spaß zu lesen. So ist es ein leichtes sich in das Paris des 19. Jahrhunderts hineinzuversetzen und mit Bel Ami, wie George liebevoll genannt wird, mitzufiebern.

Die Charaktere sind schnell in meinem Kopfkino vorhanden, da die Beschreibungen der Personen alles liefert was sie benötigen. Schwierig war für mich die Aufteilung meiner Sympathie so konnte ich mit jedem irgendwie fühlen konnte mich aber nicht entscheiden wo ich stehen wollen würde und zu wem ich halte. Das doch recht komplexe Spiel, welches von den Charakteren getrieben wird fand ich daher umso aufregender.

Fazit:
Ein sehr lesenswerter Klassiker den ich jedem Leser empfehlen würde. Von mir erhält Bel Ami 4 Sterne, für 5 hat es leider durch ein paar Durststrecken nicht gereicht.