Die Känguru-Offenbarung – Marc-Uwe Kling

Klappentext:
Endlich: Es geht weiter! Nach dem Manifest folgt die Offenbarung! Hier kommt die fulminante Fortsetzung der Fortsetzung: Das Beuteltier und der Kleinkünstler auf der Jagd nach dem mysteriösen Pinguin. Haltet euch bereit: »Dies ist die Offenbarung des Kängurus, dem Asozialen Netzwerk zu zeigen, was in der Kürze geschehen soll; und sie wurde gesandt durch eine E-Mail zu seinem Knecht Marc-Uwe, der bezeugt hat das Wort des Kängurus und das Zeugnis vom Asozialen Netzwerk, was er gesehen hat. Selig ist, der da liest und die da hören die Worte der Weissagung, denn die Zeit ist nahe.« Halleluja.


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Titel: Die Känguru-Offenbarung
Autor: Marc-Uwe Kling
Sprecher: Marc-Uwe Kling
Verlag: Hörbuch Hamburg
ISBN: 978-3869091358
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Das Känguru ist wieder da und erlebt mir Marc-Uwe neue, spannende und atemberaubende Geschichten…

Stil:
Schreibstil und Ausdruck sind wieder göttlich. Allerdings hat das Känguru eine leicht veränderte Stimme – da fehlte Herrn Kling wohl etwas „Rachen“ 😉 Aber dennoch bleibt die Geschichte lustig und alle Charaktere sind gut zu unterscheiden. Es gibt ein Wiedersehen mit alten Bekannten und auch neue Gesichter tauchen auf.

Besonders gefallen haben mir die Anspielungen auf die heutige Zeit. Kritisches Hinterfragen, Ironie und Satire gehörten schon immer zu den beiden Protagonisten, aber irgendwie haben sie es hier auf den Punkt gebracht. Von mir gibt es wieder eine absolute Hörempfehlung für alle, die sich über sprachgewaltige, gut verpackte Witze freuen können und auch über den eigenen Tellerrand hinausschauen – denn Bildung wird für diesen Teil, genauso wie das verstehen der englischen Sprache, vorausgesetzt..

Fazit:
Die Känguru-Offenbarung ist nach „Die Känguru-Chroniken“ und „Das Känguru-Manifest“ der dritte Teil dieser Reihe und kann unabhängig von den anderen gehört werden. Allerdings finde ich es schöner die Geschichte der beiden Protagonisten von Beginn an zu begleiten, als mittendrin einzusteigen. Auch sei noch gesagt, dass sich der Duktus von Marc-Uwe Kling von Band zu Band verändert – und nicht mehr unbedingt vom jungen Hörern verstanden wird.

Anna im blutroten Kleid – Kendare Blake

Klappentext:
Manche Geister sollte man nicht sich selbst überlassen

Cas Lowood hat eine dunkle Berufung: Er ist ein Geisterjäger. Mit seiner Mutter zieht er quer durchs Land, immer auf der Suche nach den ruhelosen Seelen, die oft schon seit Jahrzehnten die Lebenden in Angst und Schrecken versetzen – bis Cas ihrem Treiben ein Ende bereitet. In einer Kleinstadt in Ontario wartet die berüchtigte Anna im blutroten Kleid auf ihn, eine lokale Berühmtheit, deren Leben in den 50er-Jahren ein grausames Ende fand. Seitdem bringt sie jeden um, der es wagt, das verlassene viktorianische Anwesen zu betreten, das einst ihr Zuhause war. Doch bei Cas macht die schöne Tote eine Ausnahme …


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Titel: Anna im blutroten Kleid
Autor: Kendare Blake
Verlag: Heyne
Seiten: 384
ISBN: 978-3453314191
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Cas, 17 Jahre und Geisterjäger, wird von einer Stadt in die nächste beordert um den ansässigen Geistern das „Leben“ zu nehmen. Nicht jeder Geist muss von der Erde verschwinden, sondern nur die wirklich „harten“ Fälle. So eine wie Anna. Anna, die im blutroten Kleid mordet und bereits über 2 Dutzend Jugendliche auf dem geisterlichen Gewissen hat. Cas begibt sich auf die Suche und findet das Mädchen mit dem von Blut durchwirkten Kleid …

Schreibstil:
Der Schreibstil ist grandios! Gerade als Debüt ist dieses Buch wirklich sehr schaurig-gruselig und zum mitfühlen realistisch geschrieben. Der Ausdruck ist gewählt und die Cliffhanger passend gesetzt, so dass das Buch bis zur letzten Seite spannend bleibt.

Charaktere:
Cas, der mir von der ersten Seite an sympathisch war hatte es nicht leicht. Sein Vater, der Geisterjäger, und seine Mutter, die Kräuterhexe, haben ihm viel seiner eigentlichen Kindheit geraubt. Trotzdem konnte ich Cas gut verstehen und freute mich für ihn, dass er es dennoch schaffte sein Leben so zu meistern, wie er es tut.

Anna, eine bemerkenswerte Persönlichkeit, die ich gerne besser kennengelernt hätte. Es reichte zwar um alles zu verstehen aber dennoch hätte mich ihr Leben in den 50er-Jahren interessiert. Ich mochte die vielen Facetten, die das Mädchen zeigte und auch ihre Art – wenn diese zu Beginn auch nicht gerade einfach war.

Cas´ Mutter sowie Onkel waren perfekt! Eine wirklich sehr interessante Familie, die gar nicht anders sein darf. Gleiches gilt für Carmel und Thomas, die Schulfreunde von Cas. Die beiden waren zu Beginn des Buches nicht leicht zu greifen, entwickelten sich aber gleichsam mit der Geschichte und bereiteten mir viel Freude.

Cover:
Das Cover finde ich sehr schön. Anna trägt auf dem deutschen Cover zwar kein blutrotes Kleid (wie auf dem englischen Original), aber dennoch gefällt mir dies besser und passt auch sehr gut zur Geschichte – nach dem Lesen ist man schlauer 😀 toll ist auch die Prägung des Buchtitels, die dem Buch eine schöne Haptik verleiht.

Fazit:
Es ist lange her, dass ich ein Buch binnen einer Nacht verschlungen habe, aber „Anna im blutroten Kleid“ konnte ich nicht aus der Hand legen. Die schaurig-schöne Gruselgeschichte ist spannend, fantasiereich und liebenswert geschrieben. Wer außergewöhnliche Geschichten rund um Geister mag, wird dieses Buch lieben. Daher gibt es von mir eine absolute Leseempfehlung – wer schwache Nerven hat, sollte nur am Tage lesen 😉 – und volle 5 Sterne.

Der König von Berlin – Horst Evers

Klappentext:
Der junge, ehrgeizige Kommissar Lanner wird tatsächlich aus Cloppenburg nach Berlin versetzt. Allerdings erwarten ihn dort Kollegen, die ihn als Dorfsheriff schikanieren, und eine Bevölkerung ohne den geringsten Respekt. Dazu die vergrabene Leiche eines Miethais im Hinterhof, der mysteriöse Tod vom Chef der größten Schädlingsbekämpfungsfirma, und kurz darauf wird Berlin auch noch von einer gewaltigen Rattenplage bedroht. Als Aushilfskammerjäger getarnt macht sich Lanner an die Enträtselung der mysteriösen Fälle und taucht bald viel tiefer in den Organismus der Stadt ein, als er sich das eigentlich gewünscht hatte.


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Titel: Der König von Berlin
Autor: Horst Evers
Sprecher: Horst Evers
Verlag: argon Verlag
Länge: 384 Seiten / 7 Std. 15 Min. (ungekürzt)
ISBN: 978-3839812105
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Eine Leiche wird gefunden, aber keine gewöhnliche, es handelt sich um eine Ratte. Die Kammerjäger Toni und Georg wissen: Wo eine Leiche liegt, da gibt es mehrere! Sie finden den Bau der Ratten und darin eine Leiche, diesmal menschlicher Natur. Als dann auch noch der verhasste Schulfreund von Georg, Hauptkommissar Lanner, die Ermittlungen aufnimmt entdecken sie unvorstellbares im Herzen von Berlin …

Stil:
Ich mag Horst Evers und seine Art Dinge, die trocken sind, absolut witzig zu beschreiben und vorzutragen. Normalerweise sind es kleine Kurzgeschichten, die Evers seinen Zuhörern eröffnet, aber mit diesem Kriminalroman hat er gezeigt, dass viel mehr in ihm steckt. Die Geschichte ist logisch, witzig und macht einfach nur Spaß. Durch die, doch sehr wandelbare Stimme war jede Sekunde des zuhörens ein Genuss.

Charaktere:
Ich bin ganz großer Fan von Toni. Der polnische Kammerjäger, kann ganz gut Deutsch, hat aber festgestellt, dass er mit „ist gut – ist nicht gut – ist egal“ viel weiter kommt und genau diese Einfachheit macht ihn zu meinem Liebling 😀

Georg, der kleine vertrottelte, entpuppt sich doch als sehr liebenswürdig und passt hervorragend in seine Rolle.

Hauptkommissar Lanner, ein nordischer Typ, der es echt schwer hat mit den Berlinern. Ich musste immer wieder lachen, wie Lanner uns Berliner empfand und seine Gedanken dazu waren so toll, dass man ihn lieb haben muss.

Cover:
Das Cover passt, da die Berliner U-Bahn eine Rolle in der Geschichte spielt, was nun das Federvieh auf der Bahnsteigkante verloren hat, dass weiß ich nun nicht.

Fazit:
Ein absolutes must read / hear für alle,die Humor lieben. Dieser Kriminalroman ist leicht, kommt ohne Blut aus und ist sogar für Kinder geeignet. Eine wundervolle Geschichte, die gerade für Berliner ein ganz besonderer Genuss ist. Auch nicht Berliner können der Geschichte ohne Probleme folgen – und lernen das mürrische Volk somit gleich ganz gut kennen.

Verstand und Gefühl – Jane Austen

Klappentext:
Jane Austens ergreifender Roman über Sinn und Sinnlichkeit

Jane Austens berühmtes Sittengemälde »Verstand und Gefühl« ist eines der meistgelesenen Werke der frühviktorianischen Literatur. Der Roman entstand bereits um 1795, erschien jedoch erst 1811 und war das erste Buch, mit dem Austen ins Licht der Öffentlichkeit trat. Hauptfiguren der ergreifenden Geschichte sind die jungen Schwestern Elinor und Marianne Dashwood, die auf ihrer Suche nach Liebe und ehelicher Geborgenheit zwischen Vernunft und Herzensregung hin- und hergerissen sind.


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Titel: Verstand und Gefühl
Autor: Jane Austen
Verlag: Anaconda
Seiten: 438
ISBN: 978-3866472983
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Es fällt mir immer wieder schwer Klassiker gerecht zu beurteilen oder das, was mir besonders gefallen hat, herauszustellen. Aber ich will es trotzdem versuchen:

Der alte Mr. Dashwood verstirbt. Er hinterlässt seine Frau mit 3 Töchtern und einen Sohn mit seiner Familie. Noch auf dem Sterbebett nimmt Mr. Dashwood seinem Sohn das Versprechen ab, sich um die Frauen zu kümmern. Doch es kommt alles anders: Neid und Missgunst vertragen sich nicht mit dem Gefühl der Liebe …

Jane Austen schreibt mit viel Raffinesse und Scharfsinn. Sie scheint ihre Umgebung sehr genau beobachtet zu haben und brachte mich nach anfänglichen Schwierigkeiten, mit dem hypotaktischen Satzbau, in eine andere Welt.

Besonders gefallen haben mir Elinor (Verstand) und Marianne (Gefühl), die beiden Dashwood-Schwestern. Die beiden können unterschiedlicher nicht sein, aber sind dennoch so toll was ihre Harmonie angeht.

Was ich sehr beeindruckend fand, waren die damaligen Verhältnisse, wie doch gelogen und geschleimt, was alles verlangt wurde und schicklich war. Die Fleischbeschau und einfach das Leben zu dieser Zeit. Kein „historischer Roman“, der in der heutigen Zeit geschrieben wurde, kann dieses Gefühl und das Verständnis für „damals“ wiedergeben, weil der Autor einfach nicht dabei war!

Fazit:
Ein sehr bewegender, faszinierender und authentischer Roman, den ich sicherlich noch öfters lesen werde. Zu empfehlen an alle! Daher volle 5 Sterne!

Der Experte – Mark Allen Smith

Klappentext:
Geiger weiß genau, wie man einen Menschen bricht. Er zählt zu den besten Verhörexperten weltweit. Aber Geiger hat Moral. Schwache Menschen verhört er nicht – und das ist der Grund, aus dem er abgetaucht ist. Bei seinem letzten Auftrag hat er sich mit der Zielperson verbündet und einen gegnerischen Agenten verkrüppelt. Vielleicht hätte er den Mann besser getötet. Denn der ist ebenfalls ein Folterprofi, allerdings ohne Moral. Und ihm schießt nur ein Gedanke durch den Kopf: Geigers Tod.


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Titel: Der Experte
Autor: Mark Allen Smith
Verlag: Bastei Lübbe
Seiten: 448
ISBN: 978-3785760864
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Nach der Regenerationszeit, die Geiger brauchte um nach dem Kampf mit seinem Widersacher wieder fit zu werden, fühlt sich Geiger nicht mehr als Inquisitor berufen. Er möchte von vorne anfangen: als Schreiner 🙂

Schreibstil:
Der Stil von Smith beeindruckte mich bereits beim ersten Band „Der Spezialist„. Bei „Der Experte“ hatte ich das Gefühl als ob Smith noch besser wurde. Der Ausdruck war immer passend, es wirkte alles authentisch und ich sah und hörte die Protagonisten ohne das ich das Buch wirklich lesen musste. So müssen Bücher sein, ein Film vor Augen ohne Kampf zu lesen! Kurz gesagt: Smith schafft eine sehr starke Bindung zu seinen Büchern und zieht den Leser ins Geschehen. Die, von der ersten Seite aufgebaute Spannung, kann der Autor bis zur letzten halten ohne einmal davon abzuweichen.

Charaktere:
Geiger 😳 ich weiß nicht wirklich was ich schreiben soll. Geiger ist Geiger, er ist ein Spiegel und jeder sieht etwas anderes in ihm (ein schönes Zitat aus dem Buch). Denn so ist es wohl. Ich sehe in Geiger eine Person, die es in der Kindheit nicht leicht hatte, autistische Züge entwickelt hat, aber dennoch eine tolle Ausstrahlung sowie Charakter besitzt.

Harry, auch im ersten Teil bereits dabei, wurmte mich in diesem Teil etwas; andererseits zeigte er auch viele Facetten eines Menschen, die so auftreten. – Da komme ich wieder zum grandiosen Schreibstil und die Wandlungsfähigkeit von Personen. Harry wirkte anders, aber nicht gestellt. Es passte perfekt!

Die anderen Charaktere, alle wichtig, waren so wie es ein guter Thriller braucht: Mystisch, brutal, wahnsinnig, clever, verschwiegen – aber dennoch ihrer Art und Weise treu.

Cover:
Das Cover ist klasse. Genau wie beim Spezialisten ist das Deckblatt ein Röntgenbild, welches sich aufklappen lässt.

Fazit:
Eine sehr gute Fortsetzung die unbedingt nach „Der Spezialist“ gelesen werden sollte. Ein Einstieg mit „Der Experte“ ist möglich, aber nicht zu empfehlen, da dem Leser zu viele Informationen und Bindungen fehlen. Von mir gibt es eine uneingeschränkte Leseempfehlung und volle 5 Sterne!