Mörderbrunnen – Andrea Habeney

Klappentext:
Eine Leiche wie ein Kunstwerk, eine verliebte Kommissarin, mysteriöse Sagen… Im Mörderbrunnen im Frankfurter Stadtwald wird eine tote Studentin entdeckt. Für Jenny Becker und ihr Team beginnt dort die Suche nach einem Täter, der mit der Mordkommission ein makaberes Spiel zu treiben scheint. Wird es gelingen, ihn bei seinem tödlichen Werk zu stoppen?


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Titel: Mörderbrunnen
Autor: Andrea Habeney
Seiten: 310
ISBN: 978-3000332463
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

In Frankfurt werden immer mehr Leichen in ungewöhnlichen Positionen und Orten gefunden. Es scheint, als ob der Täter sich an Frankfurter Sagen orientiert, aber was möchte der Täter wirklich?

Der Krimi ist gut geschrieben und lässt sich flüssig weglesen. Leider ist er für geübte Krimileser etwas zu flach und die Spannung lässt sehr schnell nach. Gleiches gilt für die Charaktere.

Fazit:
Für Frankfurt-Fans und Kenner ein must have. Für andere nur interessant, wenn der Leser auf Sagen und Märchen steht. Schön fand ich, dass es mal ein Krimi aus Frankfurt ist, der ohne Bankenkrise auskommt. Ich gebe 3 Sterne für eine nette Lesezeit.

Die Novizin – Colin Falconer

Klappentext:
Geheimnisvolle Todesfälle in der Provence zur Zeit der Inquisition.

Die Bildhauerstochter Madeleine berichtet von einer Marienerscheinung. Kurz darauf sterben zwei Dorfbewohner unter mysteriösen Umständen und man beschuldigt Madeleine, vom Teufel besessen zu sein. Der reiche Maurand, der schon lange ein Auge auf das schöne Mädchen geworfen hat, bietet einen Handel für seine Hilfe an. Aber Madeleine liebt einen anderen, und so bleibt ihr nur der Ausweg ins Kloster. Dann trifft der Inquisitor aus Avignon ein.


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Titel: Die Novizin
Autor: Colin Falconer
Verlag: universo
Seiten: 413
ISBN: 978-3869978901
Meine Bewertung: 4 Sterne – gefällt mir

Die Novizin ist ein interessanter Roman, der sich teilweise an Fakten hält. Leider stimmte der Klappentext nicht zu 100% mit dem Buchinhalt überein, was mir bis jetzt noch nie untergekommen ist. So stammen die Inquisitoren nicht aus Avignon sondern aus Toulouse – was verwirrend sein kann, aber nicht so schlimm ist.

Die Geschichte wird nur in der „ich“ Perspektive erzählt, allerdings gleich von mehreren Personen. Der Erzähler wird zwar in der Kapitelüberschrift genannt, aber es ist doch sehr anstrengend immer wieder im Kopf umzuswitchen welche Persönlichkeit mir gerade was erzählt.

Madeleine, die Tochter des Bildhauers berichtet z.B. von ihren Visionen, dem Leben im Kloster und die Vernehmung durch die Inquisitoren.

Bernard, der Mönch aus dem Dominikaner Orden, erzählt von Madeleine, seinen Gefühlen zu ihr und beschreibt wie schwer es ist, der Fleischeslust zu entgehen. Auch wird von Bernard viel zu der Inquisition gesagt.

Subillais, der Inquisitor aus Toulouse, zeigt in seinem Part wie er die Ketzer erkennt und foltert.

Eleonore, bewohnt mit ihrem Mann das Chateau in Saint Ybars, von ihr erfährt der Leser wie das Leben als Herrin eines Chateaus zur Zeit der Inquisition läuft.

Die Charaktere sind alle gut gefestigt und ausgestattet, ich hatte nicht das Gefühl, dass etwas fehlt. Der eine feige, der andere treu, u.s.w. jeder hatte etwas, was sein Markenzeichen war und das fand ich gut – sonst wäre es noch schwerer gewesen die Erzählstränge zu trennen.

Fazit:
Google ist ja langsam mein Lesebegleiter geworden, und es ist echt interessant gewesen. Die lateinischen Wörter konnte ich wirklich so übersetzen und auch die Beschreibung der Dominikaner war sehr interessant. Natürlich stimmte nicht alles (Schauplätze, Namen), aber die Novizin ist ja auch ein Roman und kein Geschichtsbuch. Ich vergebe 4 Sterne für einen historischen Roman der am Anfang etwas schwächelte und später richtig gut und lesenswert wurde. Ich empfehle diese Geschichte an historisch interessierte Leser.

[Abgebrochen] Lass mich kommen – Julia Hope

Klappentext:
Ihr Freund
Ihre Schülerin
Ihre Dauergeilheit …
Ihre Schülerin führt sie an den Rand des Orgasmus. Ihre Freund verbietet ihn ihr. Aber sie kann nicht anders, als alle bizarren Einfälle ihrer Schülerin und ihres Freundes auszuführen und so ständig geil zu sein. Und sie will endlich kommen …


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Titel: Lass mich kommen
Autor: Julia Hope
Verlag: blue panther books
Seiten: 192
ISBN: 978-3862772254
Meine Bewertung: 1 Stern – gefällt mir gar nicht

Meine Meinung:
Vorweg, ich habe das Buch schon nach wenigen Seiten abgebrochen, so einen Müll habe ich noch nie gelesen …
Die Protagonistin, mitte dreißig, ist an der Uni als Dozentin tätig, und ihrem Freund Frank hörig. Wie weit diese Beziehung gehen kann, weiß ich durch meinen Leseabbruch natürlich nicht, aber was ich gelesen habe, reichte mir. In einer Beziehung / Partnerschaft sollte es immer so ablaufen, dass beide Parteien zufrieden sind, dies habe ich aber leider nicht herauslesen können. Sandra wird nicht nur körperlich sondern auch psychisch Missbraucht (privat wie beruflich) und das möchte ich einfach nicht lesen. Erotische Bücher dienen dem Spaß, eventuell der Anregung oder was auch immer, aber nicht dem Leid der Protagonistin. Auch wenn ich das Buch aus der SM Sichtweise betrachten soll, kann ich der Geschichte nichts abgewinnen. Es gibt Regeln mit denen jeder der Teilnehmer / Spielpartner einverstanden sein sollte und das sehe ich hier einfach nicht.

Auch finde ich es fragwürdig, wie weit eine Geschichte mit dem Sexualleben von Kindern / Jugendlichen umgehen sollte. Hier finde ich es doch recht heftig:

Zitat Seite 14; Schon als sie sich in sehr jungen Jahren bei Indianerspielen als die gefangengenommene weiße Frau von ihren Spielkameraden an den Marterpfahl hatte binden lassen, war das für sie besonders lustvoll gewesen.

Was ist das? In sehr jungen Jahren?! Das geht mir einfach zu weit, sorry!

Fazit:
Ein Buch für Leser die gerne den psychischen Untergang einer jungen Frau lesen möchten, die durch ihre Liebe zu Praktiken / Verhaltensweisen gezwungen wird, die sie selbst nicht möchte.

SexDiener – Alex Lain

Nachdem ich so viel über Shades of Grey (Geheimes Verlangen, Gefährliche Liebe, Befreite Lust) gemeckert habe, möchte ich euch nun ein wirklich sehr gutes Buch über SM vorstellen. Da ich mich in der Szene nicht bewege/auskenne kann ich natürlich keine Auskunft über die Darstellung gewisser Praktiken liefern, aber es war alles sehr glaubhaft geschrieben/geschildert, dass ich SexDiener nur als sehr lesenswert einstufen kann.


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Titel: SexDiener
Autor: Alex Lain
Verlag: blue panther books
Seiten: 192
ISBN: 978-3862771677
Meine Bewertung: 5 Sterne – Leseempfehlung!

Klappentext:
Sein größter Wunsch: Beherrscht zu werden …
Unterwerfung ist sein Leben. Er ist nicht glücklich, wenn er nicht dienen kann. Er stellt das Dienen über alles, selbst wenn er dadurch seinen Job und seine Freunde vernachlässigt. Wenn seine Meisterin ihn ruft, muss er kommen. Er gibt sich den fantasievollen Spielen der Herrschaft hin …
… und wird süchtig danach.
Dankbar für jede Erniedrigung!

Meine Meinung:
SexDiener beginnt knisternd, traurig, spannend, erotisch auf einem Sklavenmarkt! Nach der Entlassung bei seiner Herrin benötigt er eine neue Stellung, nur leider ist es nicht einfach eine zu finden. Sämtliche Internetportale und Zeitungen liefern keine Erfolge, bis ihn ein Pärchen mit auf den Sklavenmarkt nimmt. Eine interessante und bizarre Versteigerung beginnt und endet mit seinem Verkauf an 2 sehr interessante Herrschaften. Das Dienen beginnt!

SexDiener ist ein hartes Buch mit tiefen Einblicken, ich würde sogar sagen, dass es nichts für Schmusetiger ist, aber man weiß ja nie 😉 Mir hat das Buch sehr gut gefallen, da es eine ganz andere Liebes- und Lebensform aufzeigt, als meine eigene und das fand ich sehr spannend, faszinierend und stellenweise wirklich lustvoll. Allerdings benötigte ich bei einigen Punkten auch google, da ich mit bestimmten Worten nichts anfangen konnte, nun weiß ich aber mehr und kann dem Buch sogar noch einen gewissen Grad an Bildung gutschreiben!

Apropos gut schreiben, Alex Lain schreibt wirklich sehr detailliert und ausführlich über die Aufgaben des SexDieners und geht dabei wenig auf den Diener selbst und sein Umfeld ein. Im Vordergrund stehen eindeutig SM Praktiken und die bizarren Aufgaben seiner Herrin, die er auch während seiner Arbeit im Büro erledigen muss.
Allerdings ist der Ausdruck so gewählt, dass sich der Leser ohne Probleme in den Diener hineinversetzen kann. Die Gefühle, das Verlangen, alles wird so geschrieben, dass auch Leser, die nicht in der Szene aktiv sind, glauben können, dass diese doch sehr grobe Art der Demütigung lustvoll und erfüllend sein kann …

Einzig das Ende hat mir nicht gefallen, ich war gerade so im Lesefieber, es wurde spannend und dann … Ende! Ich hoffe doch sehr auf eine Fortsetzung!

Von mir gibt es 5 Sterne für ein sehr tolles erotisches SM Buch, welches ich wirklich empfehlen kann!

Ich bedanke mich bei blue panther books für das Rezensionsexemplar!

PS
Liebe Leser,
einige von euch kenne ich, daher: dieses Buch wird nicht verliehen! Ihr müsst es kaufen, es lohnt sich und eine Kurzstory gibt es beim Kauf auch noch Gratis dazu!

Der 7. Tag – Nika Lubitsch

Dieses eBook hatte ich schon so lange auf meinem Pad, dass ich es schon wieder fast vergessen hatte. Nun steht „Der 7. Tag“ schon so lange auf Platz 1 der Kindle Bestseller Liste bei amazon, dass ich es wieder ausgebuddelt und schnell gelesen habe.

Der 7. Tag ist ein Kriminalroman, der am Anfang sehr verwirrend geschrieben ist. Sybille sitzt im Gerichtssaal und hört ihrem Strafverteidiger zu – Sibille soll ihren Mann Michael brutal ermordet haben – nur, sie kann sich an nichts erinnern. Während der Verhandlung switchen ihre Gedanken immer weiter in die Vergangenheit und der Leser hüpft mehr oder weniger mit. Ich fand diese Sprünge grauenhaft. Ein Absatz (!) im Gericht, der nächste irgendwann früher. Wären die Abschnitte in Kapiteln aufgeteilt gewesen hätte mich das sehr gefreut. Es gab zwar Kapitel, aber diese waren leider nur in Prozesstage unterteilt, schade. Im zweiten Teil geht es dann mit Sybilles Geschichte so richtig los und der Leser erfährt wie es mit Micheal und Sybille anfing und endete. Dieser Teil war sehr spannend bis vorhersehbar aber gut gelungen. Im letzten Teil werden alle Unklarheiten, die es eventuell noch geben sollte durch die Presse erzählt.

Alles in allem ist es ein schöner Kriminalroman für zwischendurch. Am Anfang etwas schwierig später besser zu lesen. Ich selbst habe mir mehr von einem Buch erhofft, welches sich so lange auf der Top 1 halten kann, daher vergebe ich 3 Sterne.

 


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Titel: Der 7. Tag
Autor: Nika Lubitsch
Seiten: 188
ASIN: B008X7APZ2
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen