Wanka würde Wodka kaufen – Jule Kaspar

Klappentext:
Achtung, resolute Russin in Sicht! Wanka Nikolajewna Iwanowa ist notgelandet und mischt ihre neue deutsche Heimat auf. Der humorvolle Roman „Wanka würde Wodka kaufen“ von Jule Kaspar ist eine einzigartige Culture-Clash-Komödie mit einer liebenswert-schrägen Heldin.

Deutschland war eine schlechte Idee. Nicht, dass sie es sich ausgesucht hätte; sie wollte ja in Russland bleiben. Doch mit der Mafia kam das Zeugenschutzprogramm, und so musste Wanka, die im Zirkus zu Hause war, nehmen, was sie kriegt. Nicht nur das Land, sondern auch einen neuen, nicht einmal korrekten Namen: Jekaterina Poljakow. Plus den Schein-Ehemann. Weder mit ihm, Vladimir, noch mit seinen Gören versteht sie sich. Und ihr Betreuer, Herr Lehmann, zeigt bald allergische Reaktionen, wenn er nur ihren Namen hört. Denn die Russin versagt in jedem Job und begegnet den Deutschen auf eher besondere, ohne Zweifel Wanka-typische Weise. Ohne zu wissen, wohin sie kann, will sie bloß wieder weg, doch mit der Zeit macht ausgerechnet Vladimir ihr bewusst, dass Deutschland eigentlich ein ganz schönes Zuhause ist. Das Projekt „Integration“ scheint (fast) zu klappen, als die Russin auf Musikproduzent Max Leif aufmerksam wird, der eine Stelle als Putzfrau ausgeschrieben hat …

Eine Culture-Clash-Komödie zwischen Deutschland und Russland – originell, humorvoll und voller Situationskomik! Eine Komödie, die unter die Oberfläche und manchmal auch unter die Haut geht.


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Titel: Wanka würde Wodka kaufen
Autor: Jule Kaspar
Verlag: Knaur
Seiten: 336
ISBN: 978-3426521335
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Wanka wird über den Zeugenschutz von Russland nach Deutschland migriert. Kaum in Deutschland begibt sie sich widerwillig in eine Scheinehe und muss auf Jobsuche …

Schreibstil:
Jule Kaspar schreibt mit „Wanka würde Wodka kaufen“ ein Prequel zu den Max Leif Büchern (Die sieben Tode des Max Leif: Ein Hypochonder-Roman – Juliane Käppler und Die Schwangerschaft des Max Leif: Ein Roman in 9 Monaten – Juliane Käppler) und ja, Knaur hat ihr ein neues Pseudonym verpasst. Trotzdem ändert der neue Name nichts am gewohnt sympathischen Schreibstil. Auch in „Wanka“ baut Juliane wieder viele Alltäglichkeiten ein, lässt ihre Figuren leben und würzt das ganze mit viel Gefühl – von Tränen bis Lachkrämpfen ist alles dabei. Damit Wankas Dialekt richtig zur Geltung kommt, ist natierlich auch vieles in der typischen Ausdrucksweise von Wanka verfasst. So macht es auch noch Spaß das Buch vorzulesen und Wanka so richtig meckern zu lassen 😉

Charaktere:
Ich habe Wanka bereits in den Max Büchern ins Herz geschlossen und habe gebetet, dass es ein Buch über sie gibt. Und ja, jetzt habe ich sie noch mehr lieb. Sie ist eine sehr starke Persönlichkeit, versucht es allen recht zu machen, macht weiter obwohl jeder von uns aufgegeben hätte und dennoch bleibt sie sich treu. Sie vermittelt eine wunderbare Stärke, mit Einfühlungsvermögen und dies mit einem Hauch Verletzlichkeit. Sie wirkt einfach verdammt real und das ist grandios.

Vladimir ist ein sehr interessanter Charakter. Zu Beginn war er sehr zurückhaltend, aber er taut immer mehr auf und zeigt was in ihm steckt. Sehr sympathisch ist seine eher stoffelige Art, er wirkt teilweise phlegmatisch aber bestimmt. Das passt wunderbar in die Geschichte.

Die Randfiguren der Geschichte passen ebenfalls voll ins Bild. Sie sind absolut aus dem Leben gegriffen und jeder wird auf die ein oder andere Art schon mit ihnen Bekanntschaft gemacht haben. Herrlich!

Cover:
Das Cover wirkt, blutrünstig, verrückt. Das passt definitiv zur Geschichte, auch wenn es kein wirklicher Krimi ist.

Fazit:
Wanka kann unabhängig der Max Bücher gelesen werden, es ist ein in sich geschlossener Roman und er hat es echt in sich! Es ist wirklich alles dabei: die Trauer etwas hinter sich zu lassen, bedenken vor etwas neuem, die Kraft bei sich zu sein und dabei offen für etwas oder jemanden. „Wanka würde Wodka kaufen“ ist bis jetzt mein Highlight 2019 und verdient volle 5 Sterne und eine Leseempfehlung!

Ich bedanke mich bei Juliane für das Rezensionsexemplar.

Die mir den Tod wünschen – Michael Koryta

Klappentext:
An einem stürmischen Tag wird der vierzehnjährige Jace Zeuge eines brutalen Mordes. Jace kann entkommen – doch er weiß, dass die Verbrecher ihn gesehen haben. Die Blackwell-Brüder, ein psychopathisches Killer-Duo, wollen seinen Tod. Jace kann niemandem mehr vertrauen. Unter neuer Identität soll er in Montana Zuflucht finden. Ethan Serbin, ein erfahrener Überlebensspezialist, steht ihm in der gnadenlosen Bergwelt zur Seite. Derweil bahnen sich die beiden Killer ihren blutigen Weg und kreisen ihre Opfer immer weiter ein. Für Ethan und Jace beginnt ein furioser Höllenritt …


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Titel: Die mir den Tod wünschen
Autor: Michael Koryta
Verlag: Heyne
Seiten: 480
ISBN: 978-3453438446
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Inhalt:
Der 14-jährige Jace wollte nur im Steinbruch schwimmen, alles hätte so schön sein können. Doch das, was dann passiert verändert sein Leben: drei Männer tauchen auf und einer davon wird brutal ermordet. Jace sieht alles und die Killer sehen nun nur noch Jace …

Schreibstil:
Ich muss zugeben, dass mich der Klappentext nicht so gepackt hat und ich ein wildes Katz-und-Maus-Spiel erwartet habe. So etwas finde ich ja immer recht langweilig, aber was Koryta dann erschaffen hatte war einfach nur bombastisch!

Die Geschichte beginnt packend und wird sehr lebendig erzählt. Ich hatte beim Lesen immer einen Film im Kopf und verliebte mich in die Charaktere (also einige davon, vor anderen hatte ich genausoviel Angst wie Jace), in die Landschaft und in die Schreibkraft des ehemaligen Privatermittlers. Und genau durch diesen Job wird Michael Koryta so genau gewusst haben was bei einer Verfolgungsjagd und Personenschutz so wichtig ist. Ich war immer wieder überrascht, dass die Charaktere so wunderbar logisch an die Sache rangegangen sind. Es kam kein Blödsinn vor, wie in den meisten anderen Fluchtszenarien (welche man aus Horrorfilmen kennt). Ich war also restlos vom Stil, Ausdruck und der kompletten Umsetzung begeistert und hatte zwischen Herzrasen, Hoffnung und tränen in den Augen kaum Zeit um Luft zu holen, weil mich dieses Buch absolut fesselte.

Charaktere:
Jace ist ein wundervoller Junge, welchen ich sofort in mein Herz schloß. Seine Gedanken sind immer nachvollziehbar und für sein alter absolut verständlich.

Ethan und Allison haben mich als Paar und als Individuen überzeugt. Beide sind herzensgute Menschen und auch ich hätte gerne bei ihnen gelebt bzw. ein paar Tage verbracht.

Die Mörder waren richtig psychisch, aber nicht von ihren Taten sondern eher ihre Art mit sich und der Umwelt umzugehen. Ich muss ehrlich sagen, dass ich bereits beim Lesen eine Gänsehaut hatte, wenn die beiden in Szene traten, aber in Wirklichkeit wäre es noch abartiger gewesen in ihrer Nähe zu sein.

Cover:
Das Cover hat mir vom ersten Blick an gefallen. Ich bin eh ein Berg- und Klettertyp und die Aufnahmen des Einbandes sind echt schön und unheimlich zugleich.

Fazit:
Einer der besten Thriller, welchen ich je gelesen habe. Für mich eine absolute Leseempfehlung – auch für nicht Thriller Leser 😉 Die Story stimmt, ist sehr logisch und man bekommt immer wieder ein Aha-Erlebnis mit dem nicht gerechnet werden konnte, ohne das die Geschichte dadurch konstruiert wird. Alles baut aufeinander auf und es macht einfach nur Spaß Jace zu begleiten und zu hoffen, dass er überlebt und die Killer ihn nicht finden …

Ich bedanke mich bei Bücher.de für das Rezensionsexemplar.