Februar
21
Das Glücksprojekt – Alexandra Reinwarth [Gastrezension]
Franzi

Klappentext:
Alexandra Reinwarth ist eigentlich ganz zufrieden. Sie hat einen guten Job. Einen netten Mann. Gute Freunde. Aber manchmal, wenn sie einschläft, fragt sie sich: Bin ich wirklich glücklich? Also wagt sie ein ungewöhnliches Experiment. Sie macht ein Jahr lang alles, um wirklich glücklich zu werden. Sie besucht einen Glückscoach, unternimmt eine Wallfahrt, fängt mit Sport an, singt in der Dusche, kümmert sich um ihre Freunde, kauft sich ein Haustier, entrümpelt ihre Wohnung, probiert allerlei Glücksdrogen und fahndet ausgiebig nach dem Sinn des Lebens. Alles, was es über Glück zu wissen gibt, steht in diesem Buch. Der ultimative Glücksratgeber!

Titel: Das Glücksprojekt
Autor: Alexandra Reinwarth
Verlag: mvg Verlag
Seiten: 250
ASIN: B006PEXP2K
Meine Bewertung: 5 Sterne – gefällt mir sehr

Dieses Buch habe ich mir nicht gekauft. Ich habe es über das Kindle 12-Tage-Geschenk geladen. Im Normalfall hätte ich das oben genannte Buch nicht gekauft. Nach dem Lesen muss ich zu geben, es ist sehr interessant. Im Gegensatz zum Titel ist es nicht direkt ein Ratgeber, wie man das Glück findet, sondern eher ein Erfahrungsbericht von Alexandra Reinwarth, wie sie mit Hilfe diverser Glücks-Ratgeber das Glück gesucht hat bzw. dem Geheimnis, wie man glücklicher wird. Auf diesem Weg hat sie sich (wie schon erwähnt) Ratgeber, dem Internet und Ratschlägen von Freunden bedient, diese ausprobiert und entsprechend ihre Eindrücke, Durchführung, ihr Fazit dokumentiert. Alles natürlich mit einer ordentlichen Portion Humor (wie ich finde).

Ich hatte sehr viel Spaß beim lesen. Es gab viele Stellen wo ich lachen musste (während ich schreibe habe ich übrigens ein fettes Grinsen im Gesicht). An einigen Stellen habe ich mich selbst reflektiert und musste der Autorin auch sehr oft zustimmen. Sie ist mir ab dem ersten Absatz sofort sympathisch geworden. Ich muss sagen, nach dem Lesen bin ich ebenfalls etwas glücklicher als vorher, wobei ich aber noch nie ein unglücklicher Typ war.

Dieses Buch kann ich wirklich jedem empfehlen. Den unglücklichen und den glücklichen Menschen. Zum Teil regt es durch das Nachdenken an, selbst etwas zu ändern. Man kann natürlich auch Stück für Stück diese Metamorphose durchleben um seines eigenen Glückes Schmied zu sein oder sich nur bestimmte Teile raus zu nehmen. Ich für meinen Teil habe fest gestellt, dass ein oder andere mache ich selbst, ohne gewusst zu haben, dass es wichtig ist um glücklich zu sein oder zu werden.

Hier einige zusätzliche Zitate aus dem Buch. Ich muss bei dem ein oder anderem Schmunzeln, weiß aber nicht, ob es immer noch lustig ohne den Zusammenhang ist. Eventuell erlaubt es jedoch dem ein oder anderen einen Blick in die Komik des Buchs zu erhaschen:

  • „Was nützt es schon, wenn irgendwann auf deinem Grabstein steht: Sie hat regelmäßig Sport getrieben und es gehasst.“ – Seite 28
  • In einem Kapitel geht es um die Bereiche einer Wohnung / Haus und den damit zugeordneten Teilen des Lebens. Der Keller z.B. steht für die Vergangenheit und Unterbewusstes, der Dachboden für Ideen und Zukunft und der Abstellraum für persönliche Freiheit: „Was sagt es über meine Vergangenheit, wenn ich einen Gemeinschaftskeller habe? Und wenn ich obendrein den Schlüssel dazu verloren habe? Und wie stelle ich mir meine Dachboden-Zukunft vor, wenn ich unter einem Flachdach wohne? Meine persönliche Freiheit ist ein Abstellraum? Was hat meine persönliche Freiheit mit dem Staubsauger und dem Bügelbrett zu tun, die darin aufbewahrt werden? Und wohin soll ich die beiden räumen, wenn ich meine persönliche Freiheit befreien möchte? In meine Zukunft? Ins Unterbewusste? Und finde ich sie dann noch? Ich bin skeptisch.“ – Seite 206
  • Es geht um das entrümpeln des Kleiderschranks: „Ich packe am Ende alle Kleidungsstücke mitsamt den Erinnerungen wieder säuberlich in den Schrank. Zufrieden, sie zu haben. Und schmeiße Hosen von L. weg.“ (L. ist der Freund / Lebensgefährte der Autorin) – Seite 209
  • „Jede Beziehung, vorausgesetzt, sie hält länger als drei Stunden, manövriert uns unweigerlich an unsere ganz persönliche Sollbruchstelle.“ – Seite 226
  •  Meine Mutter, genervt: „Jetzt komm schon, vertragt euch wieder.“
    Ines resigniert: „Na gut, was soll’s. Die Klügere gibt nach.“
    Alex, bockig: „Ich geb‘ aber nicht nach!“ – Seite 229

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