September
20
Maria sucht Josef – Nicole Joens
Cora
Titel: Maria sucht Josef
Autor: Nicole Joens
Verlag: Piper
Seiten: 352
ISBN: 978-3492274036
Meine Bewertung: 3 Sterne – lässt sich gut lesen

Klappentext:
Der Taxifahrer traut seinen Augen nicht, als sich im Schneematsch eine Hochschwangere mit zwei Kindern zu ihm ins Taxi quetscht. Dabei wollte er eigentlich gerade nach Hause fahren und in Ruhe eine seiner Country-DCs anhören. Miriam dagegen ist unsagbar erleichtert, endlich einen Taxifahrer gefunden zu haben, der sich zur Hebamme bringt. Ist das vielleicht ein Zeichen, dass in ihrem Leben nun alles besser wird? Nur wie soll sie ihm beibringen, dass sie gar kein Geld hat? Eine märchenhafte Geschichte, die wunder wahr werden lässt.

Puh, eine Weihnachtsgeschichte ist anders… Die Geschichte spielt hauptsächlich an ein paar aufeinanderfolgenden Tagen. Zwischen der eigentlichen Geschichte gibt es immer wieder Rückblenden zur Vergangenheit der Protagonisten. Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich gut und schnell lesen.

Die Schwangere Miriam – ihre Schwester (Carola) kam mit ihrem Mann (Wassili) bei einem Autounfall ums Leben – schlägt sich mit ihrem Neffen Bene und ihrer Nichte Anna-Sophie so durch. Einen Mann hat Miriam nicht mehr an ihrer Seite, denn dieser hat sie für eine andere verlassen. Total abgebrannt, psychisch und physisch am Ende, versucht sie zur Hebamme zu gelangen und lernt so den netten Taxifahrer Joe kennen…

Mit der Protagonistin bin ich das ganze Buch über nicht warm geworden. Eine Frau, die denkt, dass sie das Beste für die Kinder tut, aber ihre Fehler nicht sieht.  ACHTUNG Spoiler – Obdachlos und ohne Essen – ist bestimmt nicht gut!

Dann ist Miriam auch noch männerhassend oder auch menschenhassend, lügt und lebt in ihrer Traumwelt, also alles nicht meins.

Joe dagegen ist nett, hilfsbereit, gutgläubig und zum lieb haben. Auch die anderen Charaktere waren erträglich bis sehr liebreizend.

Meiner Meinung wollte Nicole Joens zu viel in diesem Buch unterbringen. Von einer Liebesgeschichte, über die Vergangenheit der Charaktere (bis zum Weltkrieg), dann kam noch etwas spirituelles hinzu und zu guter Letzt noch das Jugendamt. Das sprengt für mich den Rahmen und lies mich zwischendurch doch zweifeln ob das ein gutes Ende geben wird, oder ob sich die Autorin eventuell doch verzettelt hat. Ich war positiv überrascht, dass es dann doch geklappt hat.

Fazit: das Buch lässt sich gut lesen, es ist flüssig geschrieben, aber definitiv kein Weihnachtsbuch! Der teilweise doch sehr männerhassende und depressive Stil macht das Buch zu einer schweren Kost, mit der der Leser umgehen können sollte oder diese Art mag.

 

Meinen Dank an Nicole Joens für das signierte Rezensionsexemplar.


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